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	<title>Hochfinanz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hochfinanz&amp;diff=367507&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phi: /* Literatur */  + 1</title>
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		<updated>2025-08-16T14:33:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt;  + 1&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hochfinanz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine Gruppe im [[Establishment]], die aufgrund ihres wirtschaftlichen Einflusses [[politische Macht]]&amp;lt;!--gewichtiger Redlink, siehe Links!--&amp;gt; angehäuft hat und diese hauptsächlich über [[Private Bank|private Banken]] ausübt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Antisemitismus|antisemitisch]] konnotierte Behauptung, es gäbe eine „[[Diktatur]] der Hochfinanz“, ist unter [[Rechtsextremismus|Rechtsextremen]]  verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Begriffe ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich gemeint war die politische Einflussnahme von Finanzgrößen ([[Finanzoligarchie]]) in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, während der [[Restauration (Frankreich)|Restauration]] der [[Bourbonen]] in Frankreich und besonders unter König [[Ludwig Philipp (Frankreich)|Ludwig Philipp]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung im rechten Extremismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Buch Feder T.jpg|mini|Einband des Buchs &amp;#039;&amp;#039;Kampf gegen die Hochfinanz&amp;#039;&amp;#039; von [[Gottfried Feder]], 6. Auflage 1935]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begriffe wie &amp;#039;&amp;#039;Hochfinanz&amp;#039;&amp;#039; wurden im deutschen Sprachraum ab den 1920er Jahren verwendet, um vornehmlich [[Juden|jüdische]] [[Bankier]]s zu diffamieren. Gemäß diesen Vorstellungen handelt es sich um eine organisierte Gruppe, die hauptsächlich durch Familienverwandtschaft miteinander verbunden sei. Am bekanntesten ist die [[Rothschild (Familie)#Die Rothschilds als Gegenstand von Hetzkampagnen und Verschwörungstheorien|Bankiersfamilie Rothschild]]. Als [[Kampfbegriff]] wurde „Hochfinanz“ zu einem festen Bestandteil der [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitischen]] Propaganda über eine angebliche [[jüdische Weltverschwörung]], wie sie die &amp;#039;&amp;#039;[[Protokolle der Weisen von Zion]]&amp;#039;&amp;#039;, ein erstmals 1905 erschienenes Pamphlet, das angebliche jüdische Pläne zur Erringung der [[Weltherrschaft]] vorstellte, verbreitete. Die Annahme einer solchen Verschwörung half, den Widerspruch zu erklären, dass sowohl die Hochfinanz als auch der [[Jüdischer Bolschewismus|Bolschewismus]] angeblich jüdisch kontrolliert wären.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Hagemeister]]: &amp;#039;&amp;#039;Protokolle der Weisen von Zion&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Benz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Antisemitismus. Bd. 4: Ereignisse, Dekrete, Kontroversen.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 2011, ISBN 978-3-598-24076-8, S. hier S. 322.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der spätere [[Nationalsozialismus|nationalsozialistische]] Wirtschaftstheoretiker [[Gottfried Feder]] unterschied in seinem erstmals 1919 erschienenen Buch &amp;#039;&amp;#039;Kampf gegen die Hochfinanz&amp;#039;&amp;#039; zwischen [[Kapital#Kapitalbegriffe im Antisemitismus|„schaffendem“ und „raffendem“ Kapital]], also zwischen dem produzierenden Gewerbe und dem Finanzsektor, den er mit dem Judentum assoziierte. Weil sich die [[Akkumulation (Wirtschaft)|Kapitalakkumulation]] in der Industrie verlangsamte, im Finanzsektor aber nicht, sah er eine neue „[[mammon]]istische“ Weltordnung voraus, in der die [[Souveränität]] der Staaten durch eine geheime internationale Geldmacht zerschmettert würde. Namentlich in Deutschland würde diese „[[Goldene Internationale]]“ Industriekapital, Arbeiter und Steuerzahler versklaven. Dagegen empfahl er die „[[Brechung der Zinsknechtschaft]]“: Die Banken sollten [[Verstaatlichung|verstaatlicht]], alle internationalen Finanzbeziehungen abgebrochen und ein zinsloses [[Freiwirtschaft|Freigeld]] eingeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Marven Suesse: &amp;#039;&amp;#039;The Nationalist Dilemma. A Global History of Economic Nationalism, 1776–Present&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge University Press, Cambridge 2023, ISBN 978-1-108-83138-3, S. 136 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „internationale“ bzw. „verjudete Hochfinanz“ war ein häufiges Schlagwort in der [[Nationalsozialistische Propaganda|NS-Propaganda]].&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelia Schmitz-Berning: &amp;#039;&amp;#039;Vokabular des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin/New York 2007, ISBN 978-3-11-092864-8, S. 324 und 630; Angelika Breil: &amp;#039;&amp;#039;[https://d-nb.info/984648100/34 Studien zur Rhetorik der Nationalsozialisten. Fallstudien zu den Reden von Joseph Goebbels].&amp;#039;&amp;#039; [[Dissertation]], Ruhr-Universität Bochum o.&amp;amp;nbsp;J., S. 131&amp;amp;nbsp;f.; [[Christian Hartmann (Historiker)|Christian Hartmann]], Thomas Vordermayer, [[Othmar Plöckinger]], [[Roman Töppel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hitler, [[Mein Kampf]]. Eine kritische Edition&amp;#039;&amp;#039;. [[Institut für Zeitgeschichte]] München – Berlin, München 2016, Band 2, S. 1427.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die als jüdisch imaginierte Hochfinanz und ihre vermeintliche „Diktatur“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Bergmann (Soziologe)|Werner Bergmann]]: [https://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/37964/rechtsextremismus?p=all &amp;#039;&amp;#039;Antisemitismus im Rechtsextremismus&amp;#039;&amp;#039;]. [[Bundeszentrale für politische Bildung]], 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; sind noch heute Schlüsselbegriffe für [[Rechtspopulismus|Rechtspopulisten]] und [[Rechtsextremismus|Rechtsextreme]].&amp;lt;ref&amp;gt;Heribert Schiede: &amp;#039;&amp;#039;Antisemitismus und völkische Ideologie. Ist die FPÖ eine rechtsextreme Partei?&amp;#039;&amp;#039; In: [[Stephan Grigat (Politikwissenschaftler)|Stephan Grigat]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;AfD &amp;amp; FPÖ. Antisemitismus, völkischer Nationalismus und Geschlechterbilder.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, Baden-Baden 2017, ISBN 978-3-8487-3805-2, S. 103–120, hier S. 105 und 113; [https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/publikationen/DE/allgemein/2022-04-lagebild-antisemitismus.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=3 Lagebild Antisemitismus 2020/21]. [[Bundesamt für Verfassungsschutz]], Köln 2022, S. 28, 36, 55 u.ö.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Journalismus in der Gegenwart ==&lt;br /&gt;
Insbesondere nach der [[Finanzkrise ab 2007]] findet der Begriff inzwischen wieder in der Öffentlichkeit Verbreitung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ntv&amp;quot;&amp;gt;[https://www.n-tv.de/wirtschaft/Die-Kehrseite-der-Wall-Street-article5657656.html n-tv.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anne Seith |Titel=Zertifikate-Skandal: Lehman-Opfer rüsten sich für das Alptraum-Jubiläum |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2009-09-14 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/zertifikate-skandal-lehman-opfer-ruesten-sich-fuer-das-alptraum-jubilaeum-a-647502.html |Abruf=2023-10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/wirtschaft/plus222206230/Wall-Street-Warum-die-Hochfinanz-aus-New-York-flieht.html |titel=Wall Street: Warum die Hochfinanz aus New York flieht - WELT |datum=2020-12-11 |sprache=de |abruf=2023-10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obgleich der Begriff ein gängiges Schlagwort in den Medien wurde, war damit keine bestimmte politische Aussage verbunden; allerdings konzentrierte sich die Sichtweise oft auf Banken mit Sitz in der [[Wall Street]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ntv&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne Geschichtsforschung ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftshistoriker [[Wolfgang von Stromer]] machte in den 1970er Jahren den Ausdruck zum Schlüsselbegriff eines Forschungskonzeptes des [[Mittelalter]]s, besonders von [[Oberdeutschland]] und der [[Staufer]]zeit, wie auch der [[Hanse]]. Er untersuchte die besonderen Beziehungen städtischer Finanz- und Wirtschaftseliten zu Macht- und Entscheidungsträgern der Reichspolitik. Stromer betrachtete dabei die gezielte Beeinflussung politischer Entscheidungen, meist in Form von Krediten, zur Durchsetzung bzw. Absicherung eigener wirtschaftlicher Interessen oder zur Erlangung und Steigerung von Macht und [[Prestige]].&lt;br /&gt;
Stromer wies nach, dass der [[Wittelsbach]]er [[Ruprecht (HRR)|Ruprecht III. von der Pfalz]] seinen Italienfeldzug 1401 mit Hilfe oberdeutscher Geldleute, die wiederum mit den [[Medici]] und anderen Florentiner Financiers zusammenarbeiteten, durchgeführt hatte. Europäische Geldgeber hatten auch das Lösegeld für [[Richard Löwenherz#Gefangenschaft bei Kaiser Heinrich VI.|Richard Löwenherz]] aufgebracht. Den Beginn der Phänomene Hochfinanz und [[Korruption]] macht er an der Durchsetzung der Geldwirtschaft im [[Abendland]] ab dem [[Zweiter Kreuzzug|zweiten Kreuzzug]] (1147–1149) fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Hrsg. Burghard, Haverkamp, Irslinger, Reichert: &amp;#039;&amp;#039;Hochfinanz im Westen des Reiches 1150–1500&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Trierer Historische Forschungen, Trier 1996&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Richard Ehrenberg]] untersuchte die Zusammenhänge 1896 für die [[Schwaben|schwäbische]] Familie [[Fugger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Richard Ehrenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Zeitalter der Fugger&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände. Fischer, Jena 1896, (englische Ausgabe: Cape, London 1928; Neudruck 1985: Kelley, Fairfield NJ ISBN 0-678-00015-8, (&amp;#039;&amp;#039;Reprints of economic classics&amp;#039;&amp;#039;)).&lt;br /&gt;
* [[Evamaria Engel]]: &amp;#039;&amp;#039;Finanzielle Beziehungen zwischen Königen und Stadtbürgern von 1250 bis 1314&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte. JWG&amp;#039;&amp;#039; 1975, 4, {{ISSN|0075-2800}}, S. 95–113.&lt;br /&gt;
* Friedhelm Burgard (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hochfinanz im Westen des Reiches 1150 – 1500&amp;#039;&amp;#039;. Trierer Historische Forschungen, Trier 1996.&lt;br /&gt;
* Hugo Stehkämper: &amp;#039;&amp;#039;Geld bei deutschen Königswahlen des 13. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. In: Jürgen Schneider (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftskräfte und Wirtschaftswege&amp;#039;&amp;#039; Festschrift für [[Hermann Kellenbenz]]. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Mittelmeer und Kontinent&amp;#039;&amp;#039;. Klett-Cotta, Stuttgart 1978, ISBN 3-12-912620-1, (&amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 4), S. 83–135.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang von Stromer]]: &amp;#039;&amp;#039;Oberdeutsche Hochfinanz 1350-1450&amp;#039;&amp;#039;. Steiner Franz Verlag, Wiesbaden 1970, (&amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; Beihefte 55–57, {{ISSN|0341-0846}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kapitalismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verschwörungstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antisemitismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personengruppenbezeichnung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phi</name></author>
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