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	<title>Histomoniasis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T00:52:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Histomoniasis&amp;diff=1072065&amp;oldid=prev</id>
		<title>93.133.236.126: Falsch Information.</title>
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		<updated>2024-10-11T21:12:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Falsch Information.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Histomoniasis.jpg|miniatur|Leber eines infizierten Vogels]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Histomoniasis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwarzkopfkrankheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Enterohepatitis des Geflügels&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Parasitose]] bei [[Truthuhn|Truthühnern]] und [[Hühnervögel|hühnerartigen Vögeln]] im Allgemeinen. In der (vorwiegend älteren) Fachliteratur findet sich eine Vielzahl von weiteren Bezeichnungen für die hervorgerufene Erkrankung: Beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;Blackhead disease&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Histomonose&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;(infektiöse) Typhlohepatitis&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Enterohepatitis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Typhlitis&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Mielewczik - Diplomarbeit: Licht und elektronenmikroskopische Untersuchungen an Hühnerprarasiten am Beispiel von &amp;#039;&amp;#039;Histomonas meleagridis&amp;#039;&amp;#039;, HHU Düsseldorf, 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erstbeschreibung der Krankheit erfolgte im Jahre 1895 durch den  US-amerikanischen Parasitologen [[Theobald Smith]] anhand von Proben, die im Vorjahr gesammelt wurden. Erreger der Histomoniasis ist der begeißelte Parasit &amp;#039;&amp;#039;[[Histomonas meleagridis]]&amp;#039;&amp;#039; (Smith 1895: Amoeba meleagridis).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krankheitsverlauf und Symptome ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere bei Truthähnen führt die Histomoniasis zu einem schweren Krankheitsverlauf, wobei [[Blinddarm]] und [[Leber]] des Wirts stark geschädigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Morbidität]] und [[Mortalität]] bei infizierten Vögeln ist extrem hoch. Die typischen Symptome der Histomoniasis sind eher unspezifisch und infizierte Tiere zeigen ein apathisches Verhalten, einen gestelzten Gang sowie Atembeschwerden. Bei Truthähnen ist das Auftreten von schwefelgelbem Kot infolge einer Leberschädigung am auffälligsten, bei Hühnern kommt es jedoch meist nur zu einem schleimigen Durchfall. Läsionen der Leber treten hingegen nicht auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicher diagnostiziert werden kann die Histomoniasis jedoch erst nach dem Tod. Bei  Truthähnen verursacht die Histomoniasis sichtbare, nekrotische Läsionen in der Leber. Darüber hinaus kommt es im Blinddarm von infizierten Vögeln zu einer schweren, ulzerativen Entzündung, welche mit einer charakteristischen Verdickung der [[Darmschleimhaut]] einhergeht. Junge Tiere sterben in der Regel wenige Tage nach Ausbruch der Krankheit, bei älteren ist oft ein chronischer Verlauf zu beobachten. Den Namen hat die Krankheit von einer blauroten bis schwarzen Verfärbung der Kopfhaut, welche aber nicht immer auftritt. Da das Auftreten von schwarzen Kämmen aber kein primäres Erkennungsmerkmal der Histomoniasis ist, wird die Bezeichnung Schwarzkopfkrankheit manchmal auch als Fehlbezeichnung angesehen. Mitunter können auch andere Organe von der Histomoniasis befallen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infektion und Verlauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parasit &amp;#039;&amp;#039;Histomonas meleagridis&amp;#039;&amp;#039;, ein begeißelter, pleomorpher Einzeller, ist der Erreger der Histomoniasis, wobei sich der Lebenszyklus als einfach bis komplex erweist. Die Übertragung von Histomonas meleagridis soll auf mehreren Wegen erfolgen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bioone.org/doi/abs/10.1637/7420-081005R.1?journalCode=avdi McDougald (2005) Blackhead Disease (Histomoniasis) in Poultry: A Critical Review.] [[Avian Diseases]]. Band 49, 2005, Nummer 4, S. 462–476.&amp;lt;/ref&amp;gt;, wobei die Bedeutung der einzelnen Infektionswege wohl nicht vollständig aufgeklärt ist. Die Krankheit kann durch die Aufnahme von Eiern oder Larven des Blinddarmwurms &amp;#039;&amp;#039;[[Heterakis gallinarum]]&amp;#039;&amp;#039; oder durch [[Regenwürmer]], die als [[Transportwirt]]e fungieren, erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Darm, insbesondere im [[Blinddarm]], ist die begeißelte Form von &amp;#039;&amp;#039;Histomonas meleagridis&amp;#039;&amp;#039; zu finden. Die Lumenform des [[Trophozoit]]en besitzt einen Durchmesser von 8 bis 12&amp;amp;nbsp;μm. Im Caecum kann sich diese&lt;br /&gt;
in eine invasive, amoeboide Form umwandeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lu990&amp;quot;&amp;gt;Lund, E. E. Histomoniasis. In: Diseases of poultry, 6th ed. M. Iowa State University Press, Ames, IA. pp. 990–1006. 1972.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Trophozoit lagert sich an die Darmwand des Blinddarms an und greift Zellen der [[Darmschleimhaut|Schleimhaut]] und [[Tela submucosa|Submucosa]] an, wobei er dort massive Gewebeschädigungen hervorruft. In den [[Enterozyt|Darmzellen]] lebt und vermehrt sich Histomonas meleagridis als intrazellulärer Endoparasit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lu990&amp;quot;/&amp;gt; Auf Grund der Gewebeschädigung kommt es im Blinddarm zu einer fibrinogenen, [[Ulcus|ulzerativen]] Entzündung. Die Mucosa des Caecums verdickt sich, es bilden sich lumenseitig diphteroide Beläge. Typischerweise füllt sich der Blinddarm mit einer käsigen, verhärtenden Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung ==&lt;br /&gt;
Seit der Identifizierung des Erregers der Histomoniasis wurden eine Vielzahl von Stoffen im Laufe der Zeit untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene pentavalente Arsenverbindungen, wie beispielsweise [[Nitarson]] oder [[Carbason]] erwiesen sich dabei als wirksam im prophylaktischen Einsatz. In der Europäischen Union sind sie für lebensmittelliefernden Tiere nicht mehr zugelassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vetidata&amp;quot;&amp;gt;vetidata&amp;lt;/ref&amp;gt; In den USA hingegen wird Nitarson (4-Nitrophenylarsensäure) noch angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv | url=http://www.bltk.de/html/pm/pm240604_puten.pdf | wayback=20070927082411 | text=Bayerische Landestierärztekammer, Pressemitteilung vom 24. Juni 2004}} (PDF; 85&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das vorbeugend wirkende [[Nifursol]] ist heute, genauso wie andere Nitrofurane, nicht mehr zugelassen;&amp;lt;ref name=&amp;quot;vetidata&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Zulassung von [[Nifursol]] wurde zum 1. April 2003 EU-weit widerrufen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{EUR-Lex-Rechtsakt|reihe=L|jahr=2002|amtsblattnummer=265|anfangsseite=1|endseite=2|format=PDF|titel=Verordnung (EG) Nr. 1756/2002 des Rates vom 23. September 2002.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Wirkstoffe gegen die Krankheit sind [[Ronidazol]] und [[Dimetridazol]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tiergesundheit.bayervital.de/pages/landwirte/gefluegel/krankheiten/schwarzkopfkrankheit/index.jsp Bayer: &amp;#039;&amp;#039;Schwarzkopfkrankheit der Puten (Histomonose, Typhlohepatitis enzootica)&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; welche in der Europäischen Union für Hühnervögel ebenfalls nicht mehr zugelassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prophylaktisch wirkt eine regelmäßige Entwurmung der Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Mielewczik, Heinz Mehlhorn, Saleh Al-Quraishy, E. Grabensteiner, M. Hess: &amp;#039;&amp;#039;Transmission electron microscopic studies of stages of Histomonas meleagridis from clonal cultures.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Parasitology Research.&amp;#039;&amp;#039; 103, 2008, S.&amp;amp;nbsp;745, {{DOI|10.1007/s00436-008-1009-1}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7845083-4}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parasitose bei Vögeln]]&lt;/div&gt;</summary>
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