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	<title>Hirtenvolk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T20:39:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hirtenvolk&amp;diff=77203&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Diopuld: /* Weblinks */ LCCN</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; LCCN&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hirtenvolk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird jede [[Ethnie|ethnische Gruppe]] bezeichnet, deren vorrangige Lebensgrundlage die [[Zucht|Viehzucht]] ist. Hirtenvölker sind in der Regel nicht [[Sesshaftigkeit|sesshaft]], haben also eine [[Nomaden|nomadische]] &amp;#039;&amp;#039;([[Hirtennomadismus]])&amp;#039;&amp;#039; oder [[Halbnomadismus|halbnomadische]] &amp;#039;&amp;#039;([[Yaylak-Pastoralismus]])&amp;#039;&amp;#039; Lebensweise. Sie sind dort verbreitet, wo sich ein dauerhafter [[Ackerbau]] klima- oder witterungsbedingt (Kälte- oder Trockensteppe, Wassermangel) oder wegen Nährstoffarmut der Böden nicht lohnt, aber von Natur aus eine offene Graslandschaft vorherrscht &amp;#039;&amp;#039;(siehe [[Pastoralismus]])&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie lassen von ihren Viehherden, bestehend aus Großsäugern (primär Pferde, Rinder, Schafe und Ziegen oder auch Rentiere) das [[Gras]] oder die Blätter und Triebe der Gehölze abweiden. Gras ist eine robuste und genügsame Pflanze und wächst auch an Orten, wo der Anbau von Nutzpflanzen kaum möglich ist. Die Hirten bleiben an einem Ort, bis das Futter abgeweidet ist und suchen dann ggf. auch saisonal neue Weidegründe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graslandschaften mit sehr eingeschränkten Möglichkeiten für den Ackerbau sind [[Savanne]], [[Steppe]] und [[Tundra]]. Der geoklimatisch bedingte Steppengürtel Eurasiens zieht sich südlich des Laubwaldgürtels, nur von Gebirgen ([[Alpen]], [[Karpaten]], [[Ural]]) oder Meeren ([[Kaspisches Meer|Kaspisches]] und [[Schwarzes Meer]]) unterbrochen, vom [[Burgenland]] in [[Österreich]] bis in die östliche [[Mongolei]]. In Nordamerika treten die großen Plains, in Südamerika tritt die Pampas an ihre Stelle. Aber auch Gebirge und Hochplateaus bieten, zum Beispiel in Vorder- und Mittelasien und in den europäischen Hochgebirgen wie den Alpen, Hirtenvölkern eine Lebensgrundlage. Hirtenvölker gibt es auch im Savannengürtel Afrikas, zum Beispiel die [[Massai]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nördlich der beiden Waldgürtel Laubwald und Nadelwald ([[Borealer Nadelwald|Taiga]]) liegende Gebiet der gras- und moosbewachsenen [[Tundra]] ist für rentierzüchtende Hirtenvölker wie [[Komi (Volk)|Komi]] oder [[Samen (Volk)|Samen]] und ihre Herden ein geeigneter Lebensraum. In Amerika und Australien gibt es keine Hirtenvölker, weil dort vor der Entdeckung der Kontinente durch die Europäer keine „domestizierbaren“ Großsäuger vorhanden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die ersten [[Hirte]]n haben sich mit dem Ende der Eiszeit vor mehr als 13.000 Jahren, vermutlich früher als die Ackerbauern (die etwa seit 11.000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. belegt sind), aus Jägern und Sammlern in der [[Levante]] entwickelt. Der schnell folgende Ackerbau verdrängte diese Hirten (durch Wasser- und Felderkontrolle). Seither besteht zwischen Ackerbau und Viehzucht ein Konflikt (Kain-und-Abel-Motiv).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geschichtlicher Bedeutung war die Pferdehaltung bzw. die Erfindung des Reitens in den Steppen [[Eurasien]]s. Dadurch wurden die Hirten beweglicher. Die eurasischen Hirtenvölker der Steppe wurden nach der [[Domestizierung]] des [[Wildpferd|Pferdes]] zu berittenen Hirten, die sich ab der Eisenzeit zu [[Reitervölker|Reiternomaden]] entwickelten. Wenn Hirtenvölker in Regionen eindrangen, in denen Ackerbau betrieben wurde, übernahmen sie oft die Herrschaft, nahmen dann aber selbst diese Lebensweise an (siehe [[Mauren]]). In den Zeiten der Staatenbildung (die bei Hirtenvölkern eher selten vorkommt) hatte dies besonders militärische Vorteile. Die [[Gutium|Gutäer]], die vermutlich aus dem [[Zagros-Gebirge]] stammen und schon um 2190 v. Chr. in [[Akkad]] auftauchten könnten ein noch unberittenes Hirtenvolk gewesen sein. Zu den ersten Hirten die einen Ackerbauernstaat mit Hilfe von Pferden eroberten, zählen die [[Hyksos]], die etwa 1650 v. Chr. in [[Ägypten]] einfallen. Sodann führten, Europa betreffend, die [[Hunnen]] im 5. Jahrhundert und die [[Mongolen]] im 13. Jahrhundert große Eroberungsfeldzüge durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundlage der [[Sozialstruktur]] war früher die Verwandtschaft der Gruppenmitglieder, die sich in [[Clan]]s oder [[Stammesgesellschaft|Stämmen]] organisierten. Die komplexe Koordination der Viehwirtschaft und häufige kriegerische Konflikte mit sesshaften Nachbarn ermöglichte bei vielen [[Ethnie]]n die Herausbildung mächtiger Führungspersönlichkeiten (Beispiel aus der Geschichte: [[Dschingis Khan]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Hirtenvölker ==&lt;br /&gt;
=== Eurasien ===&lt;br /&gt;
* [[Samen (Volk)|Samen]] Skandinaviens, sowie [[Jakuten]], [[Tschuktschen]], [[Ewenken]], [[Korjaken]], [[Nenzen]], [[Chanten]], [[Mansen]] und etliche andere Ethnien [[Sibirien]]s ([[Ren]])&lt;br /&gt;
* fast alle [[Turkvölker]] und [[Mongolen]] der [[Eurasien|eurasischen]] [[Steppe]]n sind noch heute gutteils Hirten (Pferd, Rind, auch Esel, Kamel und Schaf), weiters auch etliche Stämme der [[Tibeter]] (Pferd, Yak, Kamel und Schaf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Afrika ===&lt;br /&gt;
* [[Berber]] in der westlichen Zentral[[sahara]] (Pferd, Rind, Kamel, Ziege)&lt;br /&gt;
* [[Tuareg]] in der Zentralsahara (Kamel, Ziege)&lt;br /&gt;
* [[Fulbe|Fulani]] (Peul) in der [[Sahelzone]] in [[Westafrika]]&lt;br /&gt;
* [[Nuer]], [[Dinka (Volk)|Dinka]], [[Baggara]] der Sahelzone des [[Sudan]] (Rind, Kamel, Ziege)&lt;br /&gt;
* [[Somali (Ethnie)|Somali]], Galla ([[Oromo (Ethnie)|Oromo]]) [[Kaiserreich Abessinien|Abessiniens]] (Kamel, Ziege, Schaf)&lt;br /&gt;
* viele [[Bantu]]-Völker in [[Ostafrika|Ost-]] und [[Südafrika]]: [[Zulu (Ethnie)|Zulu]], [[Ngoni]], [[Bana (Volk)|Bana]], [[Wasiba]], [[Wanyaturu]], [[Wagogo]], [[Xhosa (Volk)|Xhosa]] (Rind, Ziege)&lt;br /&gt;
* [[Massai]] (Rind)&lt;br /&gt;
* [[Khoisan]]: [[Khoikhoi]], besonders die [[Nama (Volk)|Nama]] (Rind, Ziege)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Völker ===&lt;br /&gt;
* Historische Bewohner der europäischen Hochgebirge wie Karpaten und [[Balkanhalbinsel|Balkan]] (historisch „[[Walachen]]“ genannt), [[Apennin]], Alpen und [[Pyrenäen]]&lt;br /&gt;
* [[Skythen]]&lt;br /&gt;
* [[Saken]]&lt;br /&gt;
* [[Sarmaten]]&lt;br /&gt;
* [[Alanen]]&lt;br /&gt;
* [[Meder (Volk)|Meder]] (in der Anfangsphase)&lt;br /&gt;
* [[Hunnen]]&lt;br /&gt;
* [[Awaren]]&lt;br /&gt;
* [[Arkadien|Arkadier]]&lt;br /&gt;
* [[Magyaren]] (&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; die neuzeitlichen Ungarn)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Haid]]: &amp;#039;&amp;#039;Wege der Schafe: die jahrtausendalte Hirtenkultur zwischen Südtirol und dem Ötztal.&amp;#039;&amp;#039; Tyrolia, Innsbruck/Wien 2010, ISBN 978-3-7022-2901-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4159970-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4159970-6|LCCN=sh85060362}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsethnologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hirtenwesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diopuld</name></author>
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