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	<title>Hirschberger Talbahn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T12:32:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hirschberger_Talbahn&amp;diff=792312&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schläsinger am 22. Juni 2025 um 10:53 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-22T10:53:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Podgorzyn tramwaj 1925.jpg|mini|Die Hirschberger Talbahn in Nieder-Giersdorf, im Hintergrund das Riesengebirge (um 1925)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tram Podgórzyn.jpg|mini|[[Denkmal (Gedenken)|Denkmal]] für die Hirschberger Talbahn mit Triebwagen vom polnischen Typ [[Konstal&amp;amp;nbsp;4N]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jgora1.GIF|mini|Streckennetz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hirschberger Talbahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – bis 1940 &amp;#039;&amp;#039;Hirschberger Thalbahn&amp;#039;&amp;#039;, [[Schlesisch (deutscher Dialekt)|schlesisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Herschbricher Toalboahn&amp;#039;&amp;#039; – stellte in der [[Provinz Schlesien]] eine [[Überlandstraßenbahn]]-Verbindung von der Kreisstadt [[Jelenia Góra|Hirschberg]] (Jelenia Góra) zum Nordrand des [[Riesengebirge]]s her. Sie wurde 1897 als [[normalspur]]ige Gasbahn eröffnet, 1900 auf elektrischen Betrieb und [[Meterspur]] umgebaut, wobei sie den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] unbeschädigt überstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Betrieb wurde auf dem letzten verbliebenen Rest der Strecke zwischen Hirschberg und [[Cieplice Śląskie-Zdrój|Bad Warmbrunn]] (Cieplice Śląskie-Zdrój) 1969 eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Gasbahn ===&lt;br /&gt;
Obwohl von dem Eisenbahnknotenpunkt Hirschberg 1891 eine [[Zackenbahn|Staatsbahnstrecke]] ([[Zackenbahn]]) dem Tal des [[Kamienna (Bóbr)|Zackenflusses]] folgend durch das [[Hirschberger Tal]] bis [[Piechowice|Petersdorf]] (Piechowice) ins Gebirge hineinführte, konnte diese die Wünsche der zahlreichen [[Tourismus|Touristen]] und [[Kurbad|Kurgäste]] nur unzureichend erfüllen, denn sie verlief auf dem linken [[Ufer]] weit von den Ortschaften entfernt. Vor allem in Bad Warmbrunn, das durch seine warmen Schwefelquellen bekannt war, lag der Bahnhof besonders zum Kurgebiet recht ungünstig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hirschberger Thalbahn GmbH ====&lt;br /&gt;
So bemühten sich die Gemeinden um ein ortsnahes Verkehrsmittel, das mit zahlreichen [[Haltestelle]]n die Gegend zusätzlich erschließen konnte. Diesen Bestrebungen kam ein Angebot der &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Continental Gasgesellschaft|Deutschen Continental Gasgesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Dessau]] entgegen, die in Hirschberg das [[Gaswerk]] betrieb. Sie plante, vom dortigen [[Hauptbahnhof]] aus neben einer innerstädtischen Strecke zur Jägerkaserne eine weitere Strecke über Bad Warmbrunn bis [[Sobieszów|Hermsdorf unterm Kynast]] (unweit der [[Burgruine Chojnik|Burg Kynast]]) zu bauen. Es kam zu Verhandlungen der Gas-AG mit der Stadt Hirschberg und den anzuschließenden Gemeinden, die 1895 zur Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Hirschberger Thalbahn GmbH&amp;#039;&amp;#039; führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke vom Hauptbahnhof über die Bahnhofstraße und den Warmbrunner Platz zur Jägerkaserne im Westen der Stadt konnte am 10. April 1897 eröffnet werden, die 11,5&amp;amp;nbsp;km lange Überlandstrecke nach [[Malinnik (Cieplice Śląskie-Zdrój)|Hermsdorf]], die bis zum Warmbrunner Platz der Stadtlinie folgte, nahm am 22.&amp;amp;nbsp;Mai 1897 den Betrieb auf. Es waren insgesamt 12,8&amp;amp;nbsp;km normalspuriger Strecken (1435&amp;amp;nbsp;mm) befahrbar, die überwiegend auf Straßen lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Bahn wurde von zahlreichen Fahrgästen benutzt und zeigte, dass sie dem bestehenden Verkehrsbedürfnis entsprach. Das technische Experiment eines mit einem [[Gasmotor]] betriebenen Straßenbahnwagens erwies sich als ungeeignet für einen dauerhaften und technisch [[Zuverlässigkeit (Technik)|zuverlässigen]] Betrieb. Die [[Steigung#Prozentangabe – v. a. im Straßenverkehr|steigungsreiche]] Strecke machte den Triebfahrzeugen schwer zu schaffen. So musste der Betrieb am 7.&amp;amp;nbsp;November 1899 wieder eingestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Bahn ===&lt;br /&gt;
Um alsbald wieder günstige Fahrtmöglichkeiten zu schaffen, wurde die [[Elektrizitäts-AG vormals W. Lahmeyer &amp;amp; Co.]] (EAG) in [[Frankfurt am Main]] mit der Umstellung auf elektrischen Betrieb beauftragt. Die Trassenführung wurde weitgehend beibehalten und wegen der zahlreichen Kurven die Spurweite von 1000&amp;amp;nbsp;mm ([[Meterspur]]) gewählt. In [[Malinnik (Cieplice Śląskie-Zdrój)|Herischdorf]] (1941 nach Bad Warmbrunn eingemeindet, heute Jelenia Góra-Mallinik) etwa in der Mitte zwischen Hirschberg und Bad Warmbrunn entstand das [[Depot (Verkehr)|Depot]] für die Fahrzeuge samt [[Werkstatt]] und [[Kraftwerk]] (Elektrizitätswerk). Die Betriebsleitung wurde hier untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis dorthin wurde der elektrische Betrieb der [[Straßenbahn]] am 4. Februar 1900 zusammen mit der Stadtlinie zur Jägerkaserne aufgenommen. Der übrige Abschnitt nach Hermsdorf folgte am 8. April 1900. Der Fahrplan sah einen 20-Minuten-Takt vor, auf der Stadtlinie einen 10-Minuten-Takt. Im Sommer wurde meist doppelt so oft gefahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hirschberger Thalbahn AG ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hirschberger Thalbahn 1000 Mk 1913.jpg|mini|Aktie über 1000 Mark der Hirschberger Thalbahn AG vom September&amp;amp;nbsp;1913]]&lt;br /&gt;
Am 28. Mai 1902 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Hirschberger Thalbahn&amp;#039;&amp;#039; durch die EAG und die [[Gesellschaft für elektrische Unternehmungen]] (Gesfürel) in Frankfurt am Main (die seit 1897 zu 98 % der EAG gehörte) von einer [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]] in eine [[Aktiengesellschaft]] umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haupt[[aktionär]] war anfangs die Gesellschaft für elektrische Unternehmungen, diese gab später jedoch ihre Anteile an die &amp;#039;&amp;#039;Niederschlesische Elektrizitäts-AG&amp;#039;&amp;#039; in Hirschberg sowie zu kleinen Teilen an die &amp;#039;&amp;#039;[[Elektrowerke AG]]&amp;#039;&amp;#039; in Berlin und die [[Provinz Niederschlesien]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur besseren Bedienung des [[Fremdenverkehr]]s wurde eine Zweigbahn geplant, die am Schlossplatz von Bad Warmbrunn abzweigen sollte. Sie konnte am 8.&amp;amp;nbsp;August 1911 bis Nieder Giersdorf (4,0&amp;amp;nbsp;km), am 7.&amp;amp;nbsp;Mai 1914 bis zum Hohlen Stein und schließlich am 20.&amp;amp;nbsp;Mai 1914 bis [[Podgórzyn|Ober Giersdorf]]-Himmelreich eröffnet werden. Besonders die letzten zwei Kilometer der Strecke wiesen starke Steigungen auf. Die Verlängerung bis zum [[Spindlerpass]] unterblieb wegen der schwierigen Verhältnisse im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] und danach, denn die teilweise enormen Steigungsverhältnisse hätten hier besondere Lösungen erfordert. In diesen Jahren – etwa von 1918 bis 1934 – ruhte wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten der Betrieb auf der Stadtlinie zur Jägerkaserne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] umfasste das Netz eine Gesamtlänge von 17,6&amp;amp;nbsp;km und einen Fahrzeugpark von 19 [[Triebwagen]], 25 [[Beiwagen (Straßenbahn)|Beiwagen]], einen Packwagen und zwölf Spezialwagen, dazu fünf [[Omnibus]]se.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs war mit 90 % die &amp;#039;&amp;#039;Niederschlesische Elektrizitäts-AG&amp;#039;&amp;#039; in Hirschberg Großaktionär, je 5 % gehörten der &amp;#039;&amp;#039;Elektrowerke AG&amp;#039;&amp;#039; und der Provinz Niederschlesien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Omnibusbetrieb ===&lt;br /&gt;
Anstatt neue Schienenstrecken zu bauen, richtete die &amp;#039;&amp;#039;Hirschberger Thalbahn AG&amp;#039;&amp;#039; (seit 1940 Talbahn) ab dem 1. September 1934 mehrere Omnibus-Linien ein, darunter eine Stadtlinie. Im Zweiten Weltkrieg wurden sie wegen [[Kraftstoff|Treibstoff]]- und [[Reifen]]-Mangels nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr bedient. Da die Bahn ohne größere Erneuerungen nicht mehr auf Dauer leistungsfähig erschien, wurde die Umstellung auf den Betrieb mit [[Oberleitungsbus]]sen vorbereitet. Es wurden Leitungsmasten neu aufgestellt und drei O-Busse beschafft. Diese kamen nicht mehr zum Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterbetrieb in Polen ===&lt;br /&gt;
Da Strecke und Fahrzeuge von direkten Kriegsschäden verschont geblieben waren, blieb am Ende des Krieges der Verkehr nur für wenige Tage unterbrochen. Dann fuhr die Straßenbahn wieder – bald unter der polnischen Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Kolej Elektryczna w Jeleniej Górze&amp;#039;&amp;#039; (Elektrische Bahn von Hirschberg). Allerdings unterblieben die Fahrten über den Marktplatz und der Betrieb auf der kurzen Strecke zur Jägerkaserne wurde noch 1945 eingestellt. Am Hauptbahnhof und am Ortseingang des nunmehr in [[Cieplice Śląskie-Zdrój]] umbenannten Bad Warmbrunn wurden [[Wendeschleife]]n angelegt. Etwas später wurde der Wagenpark ersetzt. Hierzu wurden um 1950 die ersten Zweiachser vom Typ [[Konstal N]] (ähnlich dem deutschen [[Kriegsstraßenbahnwagen|KSW]]) angeliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der 1950er Jahre kamen weitere zweiachsige [[Konstal]]-Triebwagen hinzu, darunter die Typen [[Konstal&amp;amp;nbsp;3N|3N]] und [[Konstal&amp;amp;nbsp;4N|4N]]. Die weiterführenden Strecken nach [[Podgórzyn]] wurde 1964 und nach [[Sobieszów]] 1965 (nach anderer Quelle schon 1959) stillgelegt. Noch vier Jahre länger fuhr die elektrische Bahn nurmehr vom Hauptbahnhof in [[Jelenia Góra]] nach Cieplice Śląskie-Zdrój. Im April 1969 kam hier das Ende. Die [[Gleis]]e und Bahnanlagen wurden nach der Umstellung auf Omnibusbetrieb ab den frühen 1970er Jahren nach und nach abgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relikte ==&lt;br /&gt;
Die Gleise und Anlagen sind heute nicht mehr zu sehen, die letzten Reste verschwanden in den 1980er Jahren meist im Zuge von Fahrbahnerneuerungen. An zahlreichen Häusern auf den Stadtstrecken sind noch [[Oberleitungsrosette]]n zu finden, daneben existieren an den Überlandstrecken noch diverse [[Oberleitungsmast]]en. In Podgórzyn wurde ein Triebwagen vom polnischen Typ Konstal&amp;amp;nbsp;4N als [[Technisches Denkmal]] für die Hirschberger Talbahn aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Siegfried Bufe: &amp;#039;&amp;#039;Straßenbahnen in Schlesien.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1976.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Gewandt: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an die Hirschberger Talbahn.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Straßenbahn-Magazin&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 48 (Mai 1983), Frankh’sche Verlagshandlung, Stuttgart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://berlin.bahninfo.de/strab_hirschberg.htm Kleine Geschichte der Straßenbahn Hirschberg mit Karte und Bildern]&lt;br /&gt;
* [https://www.beepworld.de/members33/oli77fr/hirschberger-talbahn.htm Geschichte der Hirschberger Talbahn zum 40. Betriebsjubiläum im Jahr 1937]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |zugriff= 2016-01-01 |url=https://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/21170454 |titel=Bild vom Bahnhof Hirschberg heute – wo die Hirschberger Talbahn einst endete}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Straßenbahnen und U-Bahnen in Polen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßenbahnsystem (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spurweite 1000 mm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spurweite 1435 mm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Aktiengesellschaft in Deutschland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schläsinger</name></author>
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