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	<title>Hinterhaus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T00:51:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hinterhaus&amp;diff=2242343&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-17007-3: /* Hinterhäuser in Berlin */ Grammatikfehler korrigiert</title>
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		<updated>2026-01-08T19:58:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Hinterhäuser in Berlin: &lt;/span&gt; Grammatikfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Hinterhaus (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:HackescheHöfe 5.png|mini|Schema der [[Hackesche Höfe|Hackeschen Höfe]] in [[Berlin-Mitte]]. Viele urbane Quartiere der Stadt enthalten Hinterhäuser.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hinterhöfe Kastanienallee 12, Berlin, 2007-06-09.jpg|mini|Höhepunkt der Berliner Hinterhaus-Bebauung der [[Gründerzeit]] war, wie hier im  Ortsteil [[Berlin-Prenzlauer Berg|Prenzlauer Berg]], der Bau mehrerer (hier vier) Hinterhäuser in einer [[Ausfluchten|Flucht]]. Hier wurden während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus|Zwangsarbeiter]] untergebracht.&amp;lt;br/&amp;gt;Das Foto (2007) zeigt den Zugang zum [[Hirschhof]] von der [[Kastanienallee (Berlin-Prenzlauer Berg)|Kastanienallee]] 12]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Franziskanerkloster Berlin-Pankow.jpg|mini|[[Franziskanerkloster Berlin-Pankow]] als Hinterhaus der Wollankstraße 19]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinterhaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quergebäude&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder, mehrdeutig, &amp;#039;&amp;#039;[[Gartenhaus]]&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist die rückseitige, oft durch einen Seitenflügel mit dem Vorderhaus verbundene Bebauung. Nach der Entstehung während der Hochkonjunktur im Bauwesen vor und nach der [[Gründerzeit]] bis zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde das Hinterhaus aufgrund der  [[Prekariat|prekären]] [[Geschichte des Wohnens|Wohnverhältnisse]] als [[Mietskaserne]] oder bis in die Gegenwart auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinterhof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinterhäuser in Berlin ==&lt;br /&gt;
Maßgebliche Bedeutung für dieses Baugeschehen hatte speziell in Berlin der Generalbebauungsplan ([[Hobrecht-Plan]]) von 1862, dessen außerordentliche Blockgrößen eigentlich eine Erschließung durch Privatstraßen verlangt hätten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bernd Nicolai 1999&amp;quot;&amp;gt;Bernd Nicolai: &amp;#039;&amp;#039;Architektur und Städtebau.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Preussen – Kunst und Architektur&amp;#039;&amp;#039;. Könemann Verlagsgesellschaft, Köln 1999, ISBN 3-89508-424-7, S. 419.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der lückenhaften Baupolizeiordnung von 1853 fehlten zudem Bestimmungen über die Nutzung für die von der Straße abgelegenen Teile des Grundstücks und der Stockwerke. Den Bauherren wurden außer der Fluchtlinie und der Mindestgröße der Innenhöfe von 28&amp;amp;nbsp;m² (dem minimalen Wendekreis der seinerzeit durch Pferde bewegten [[Feuerspritze]]n) kaum Beschränkungen auferlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bodo Harenberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Chronik Berlins&amp;#039;&amp;#039;. Chronik-Verlag, Dortmund 1986, ISBN 3-88379-082-6, S. 214.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Schwenk: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Berliner Stadtentwicklung&amp;#039;&amp;#039;. Haude &amp;amp; Spener, Berlin 2002, ISBN 3-7759-0472-7, S. 208.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erst die neue Bauordnung von 1887 brachte eine stärkere Regelung auch der Bauhöhen (bis 22&amp;amp;nbsp;Meter und fünf Wohngeschosse).&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Schwenk: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Berliner Stadtentwicklung&amp;#039;&amp;#039;. Haude &amp;amp; Spener, Berlin 2002, ISBN 3-7759-0472-7, S. 209.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die neue Bauordnung von 1925 verbot schließlich Seiten- und Querflügel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rainer Haubrich 2001&amp;quot;&amp;gt;[[Rainer Haubrich]], Hans Wolfgang Hoffmann, Philipp Meuser: &amp;#039;&amp;#039;Berlin – Der Architekturführer&amp;#039;&amp;#039;. Edon Ullstein List Verlag, München 2001, ISBN 3-88679-355-9, S. 208.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Berliner Arbeiterquartieren waren auch Bebauungen mit einer Abfolge von drei oder vier Hinterhäusern keine Seltenheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rainer Haubrich 2001&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der dichten Hinterhofbebauung war die Mischnutzung aus Wohnen und Gewerbe kennzeichnend für die „größte [[Mietskaserne]]nstadt der Welt“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bernd Nicolai 1999&amp;quot;/&amp;gt; So siedelten sich in den Hinterhäusern häufig kleinere Gewerbebetriebe an, darunter Gastwirtschaften, Festsäle und Filmtheater. Auch eine gewerbliche Nutzung ganzer Blöcke war üblich. In den Berliner Arbeiterbezirken gab und gibt es in den Hinterhäusern große Produktionsstätten der unterschiedlichsten Branchen wie Konfektion, Metallbau und Maschinenbau (Hinterhofindustrie). Ein Beispiel ist das zwischen 1871 und 1905 entstandene [[Reuterkiez]] genannte Berliner Altbauviertel, das mit seinen Hinterhof-Fabriken und [[Gewerbehof|Gewerbehöfen]] als „typisch“ gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein extremes Beispiel dichter Wohn- und Fabrikationsraumbebauung war [[Meyers Hof]] in der [[Ackerstraße (Berlin)|Ackerstraße]] 132 im ehemaligen [[Berlin]]er [[Bezirk Wedding]] (heute: Ortsteil [[Berlin-Gesundbrunnen|Gesundbrunnen]] im [[Bezirk Mitte]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezielt wurde das Konzept der Mischnutzung und Hofbebauung zum Beispiel in den acht 1906/1907 errichteten [[Hackesche Höfe|Hackeschen Höfen]] umgesetzt. Zwar waren die Mietskasernen wie üblich aneinandergereiht, dabei jedoch sorgsamer gebaut und prächtiger ausgestattet, und sie schlossen von vornherein Geschäftsräume, Vergnügungsbetriebe sowie Festsäle mit ein. Die Vorderhäuser boten großzügige Wohnungen für Offiziere, Beamte und die „bessere Gesellschaft“, während sich Arbeiterwohnungen, Werkstätten und Läden in den Seitenflügeln und Querhäusern befanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Hinterhaus in Geschichte, Kunst und Literatur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Heinrich Zille Hof im Scheunenviertel.jpg|mini|hochkant|[[Heinrich Zille]]: &amp;#039;&amp;#039;Hinterhof im [[Scheunenviertel (Berlin)|Scheunenviertel]]&amp;#039;&amp;#039;, links ein [[Plumpsklo]],  1919 ]]&lt;br /&gt;
* Ein bekanntes Hinterhaus der jüngeren deutschen Geschichte ist das [[Anne-Frank-Haus]] in [[Amsterdam]]. Es war auf allen vier Seiten durch andere Häuser vor Blicken geschützt, wodurch es während der Zeit der deutschen Besetzung und Judenverfolgung zu einem geeigneten Versteck für die [[Anne Frank|Franks]] und ihre Freunde wurde.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Krach im Hinterhaus&amp;#039;&amp;#039; ist der Titel eines volkstümlichen Lustspiels und Romans von [[Maximilian Böttcher]].&lt;br /&gt;
* Von dem deutschen Schriftsteller [[Hans Kasper (Autor)|Hans Kasper]] stammt der Sinnspruch: „Lieber ein bißchen länger im Hinterhaus wohnen, als zu früh ins Vorderhaus ziehen und später auf dem Hof singen müssen.“&lt;br /&gt;
* Im Lyrikband &amp;#039;&amp;#039;Das lyrische Stenogrammheft&amp;#039;&amp;#039; von [[Mascha Kaléko]] wird in einem [[prosa]]ischen Einschub mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Wir vom Gartenhaus&amp;#039;&amp;#039; das alltägliche Leben in einem [[stereotyp]]en Berliner Hinterhaus mit einem ironischen Unterton geschildert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Berlin – ein großer Bauplatz.&amp;#039;&amp;#039; In: Ruth Glatzer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Berlin wird Kaiserstadt. Panorama einer Metropole 1871–1890&amp;#039;&amp;#039;. Siedler Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-88680-474-7, S. 275.&lt;br /&gt;
* Ingrid Nowel: &amp;#039;&amp;#039;Berlin – die neue Hauptstadt.&amp;#039;&amp;#039; Architektur und Kunst, Geschichte und Literatur. Dumont, Köln 2001, ISBN 3770155777.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Hinterhaus}}&lt;br /&gt;
* Lars Wagenknecht: [https://www.grin.com/document/93365 &amp;#039;&amp;#039;In zweiter Reihe – Bauliche und soziale Struktur von Vorder- und Hinterhäusern am Beispiel von Berlin-Wedding.&amp;#039;&amp;#039;] Diplomarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://amor.cms.hu-berlin.de/~h33750jw/seminare/021raum_hs/referate/Hinterhoefe.pdf Y. Kasten, A. Böhm, R. Kuchenbecker: Referat über Berliner Hinterhöfe; Philosophische Fakultät IV der Humboldt-Universität zu Berlin].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Städtebau (Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Wohngebäude)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-17007-3</name></author>
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