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	<title>Himmelspolizey - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T00:53:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Himmelspolizey&amp;diff=1702628&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie, Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2026-02-23T11:22:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie, Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Himmelspolizey&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine internationale Kooperation zahlreicher europäischer Sternwarten zur systematischen Suche nach vermuteten bzw. „verschollenen“ [[Astronomisches Objekt|Himmelskörpern]]. Sie wurde im Jahr 1800 auf dem zweiten europäischen Astronomenkongress gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon auf dem [[Erster europäischer Astronomenkongress|ersten Astronomenkongress]] 1798 hatte der französische Mathematiker [[Jérôme Lalande]] eine koordinierte Suche gefordert, für die jede beteiligte Sternwarte ein bestimmtes Stück des Himmels übernehmen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter D. Roth]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Planetoiden&amp;#039;&amp;#039;. Orionbücher 137/1960, S. 13–15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitglieder ==&lt;br /&gt;
Der Name „Himmelspolizey“ bezeichnet üblicherweise die Gruppe von 24 Männern, die [[Franz Xaver von Zach]] (er selbst ist dabei einzuschließen) einlud, an der Suche teilzunehmen nach zusätzlichen [[Planet]]en in der Region, die später als [[Asteroidengürtel]] bekannt werden sollte. Nicht alle Eingeladenen nahmen aktiv an der Suche teil, und andere, die an dem Problem mitarbeiteten, oft in Begleitung der Himmelspolizey, wie etwa [[Friedrich Bessel]], sind in dieser Gruppe nicht enthalten. Die kanonische Liste der 24 Mitglieder ist (nach Ländern des vornehmlichen Aufenthalts sortiert):&amp;lt;ref name=&amp;quot;fodera&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=G. Foderà Serio, A. Manara, P. Sicoli |Titel=Asteroids III |Kapitel=Giuseppe Piazzi and the Discovery of Ceres |Seiten=19 |Sprache=en |Online=https://www.lpi.usra.edu/books/AsteroidsIII/pdf/3027.pdf |Format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;unesco&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www3.astronomicalheritage.net/index.php/show-entity?identity=104&amp;amp;idsubentity=1 |titel=Category of Astronomical Heritage: tangible immovable Lilienthal Observatory, Germany |werk=Portal to the Heritage of Astronomy |hrsg=[[UNESCO]] |sprache=en |abruf=2022-10-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Deutschland&lt;br /&gt;
* [[Johann Elert Bode]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Sigismund Gottfried Huth]]&lt;br /&gt;
* [[Georg Simon Klügel]]&lt;br /&gt;
* [[Julius August Koch]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Friedrich Wurm]]&lt;br /&gt;
* [[Adolf von Ende|Ferdinand Adolf Freiherr von Ende]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Gildemeister (Ratsherr)|Johann Gildemeister]]&lt;br /&gt;
* [[Karl Ludwig Harding]]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Wilhelm Matthias Olbers]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Hieronymus Schröter]]&lt;br /&gt;
* [[Franz Xaver von Zach]]&lt;br /&gt;
; Österreich&lt;br /&gt;
* [[Johann Tobias Bürg]]&lt;br /&gt;
; Dänemark&lt;br /&gt;
* [[Thomas Bugge]]&lt;br /&gt;
; Schweden&lt;br /&gt;
* [[Daniel Melanderhjelm]]&lt;br /&gt;
* [[Jöns Svanberg]]&lt;br /&gt;
; Russland&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Theodor von Schubert]]&lt;br /&gt;
; Frankreich&lt;br /&gt;
* [[Johann Karl Burckhardt]]&lt;br /&gt;
* [[Pierre Méchain]]&lt;br /&gt;
* [[Charles Messier]]&lt;br /&gt;
* [[Joseph Thulis]]&lt;br /&gt;
; England&lt;br /&gt;
* [[Nevil Maskelyne (Astronom)|Nevil Maskelyne]]&lt;br /&gt;
* [[William Herschel]]&lt;br /&gt;
; Italien&lt;br /&gt;
* [[Barnaba Oriani]]&lt;br /&gt;
* [[Giuseppe Piazzi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben der Organisation ==&lt;br /&gt;
Wichtigste Aufgabe der Himmelspolizey war die planmäßige [[Durchmusterung]] des [[Sternenhimmel|Sternhimmels]] im Umkreis der [[Ekliptik]], um einen zwischen Mars- und Jupiterbahn vermuteten [[Asteroid|kleinen Planeten]] zu finden. Die Existenz dieses Himmelskörpers wurde u.&amp;amp;nbsp;a. aus der [[Titius-Bode-Reihe]] gefolgert, einer geometrischen Reihe der Bahnradien von Merkur bis Uranus, die bei 2,8 [[Astronomische Einheit|Astronomischen Einheiten]] eine Lücke aufweist. Bereits [[Johannes Kepler|Kepler]] hatte in seiner &amp;#039;&amp;#039;Himmelsharmonie&amp;#039;&amp;#039; dort einen noch unbekannten Planeten postuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Arbeitsgebiet war die Ergänzung und Verbesserung der erst lückenhaft vorhandenen [[Sternkatalog]]e – eine Voraussetzung, um neue Objekte mit Sicherheit zu identifizieren und später ihre genaue [[Planetenbahn|Bahn]] berechnen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Organisation tätigen [[Sternwarte]]n verteilten sich über alle größeren Länder Europas, mit dem Schwerpunkt in [[Deutschland]], [[Österreich]] und [[Italien]]. Mehrere Observatoren stellte auch die [[Astronomische Gesellschaft]] zur Verfügung, zu deren Gründungsmitgliedern [[Franz Xaver von Zach]] und [[Johann Hieronymus Schroeter]] gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur koordinierten Suche der „Himmelspolizey“ teilte man den Bereich um die [[Ekliptik]] (d.&amp;amp;nbsp;h. die Umgebung der [[Tierkreiszeichen]]) in 24 Abschnitte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://alt.sternwarte-trier.de/objekte/zwergplaneten/zwerg09/zwerg09.html alt.sternwarte-trier.de: &amp;#039;&amp;#039;(1) Ceres (Zwergplanet im Asteroiden-Hauptgürtel)&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 12. August 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jeder dieser Abschnitte wurde einer Sternwarte zugeteilt, die ihn nach dem Planeten absuchen sollte.&amp;lt;!-- (Lit.: Hoskin 1993) bitte genauer! --&amp;gt; [[Wilhelm Olbers]], der Entdecker von Kleinplanet Nr. 2 und 4, und Lalande plädierten allerdings für ausgedehntere Suchfelder an einigen Stellen des Himmels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Suche nach den ersten Kleinplaneten ===&lt;br /&gt;
Initiator der Gründung waren der deutsch-österreichische Astronom [[Franz Xaver von Zach]], der auch den ersten Astronomenkongress 1798 in [[Gotha]] organisiert hatte, und der Amateurastronom [[Johann Hieronymus Schroeter]], der nördlich von Bremen in [[Lilienthal]] eine sehr leistungsfähige Sternwarte mit professioneller Instrumentierung besaß. An der Himmelspolizey beteiligten sich von Beginn an ein Dutzend europäischer Sternwarten, um koordiniert nach dem bereits von [[Johannes Kepler]] postulierten „achten Planeten“ zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gründung der Forschungsgruppe erklärt sich auch durch den damaligen Zustand der Kommunikationsstrukturen in den Naturwissenschaften, deren Entdeckungen noch kaum über Publikationsorgane, sondern vor allem im Briefverkehr der Wissenschaftler kundgemacht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Überwachungsorganisation führte schon zur Jahreswende 1800/1801 – wenngleich durch einen glücklichen Zufall – zur Entdeckung des ersten und größten Planetoiden [[(1) Ceres]] durch [[Giuseppe Piazzi]]. Der erste &amp;#039;&amp;#039;gemeinschaftliche&amp;#039;&amp;#039; Erfolg der Gruppe war die schwierige Wiederauffindung der Ceres Ende 1801 nach ihrem langen Bahnstück hinter der Sonne, zu deren Zweck [[Carl Friedrich Gauß|Gauß]] die Theorie der [[Bahnbestimmung]] entwickelt hatte. Die Sichtung selbst erfolgte fast gleichzeitig durch F. X. Zach (Gotha) und [[Heinrich Wilhelm Olbers|Wilhelm Olbers]] (Bremen). Olbers gelang bald darauf die Entdeckung des zweiten Planetoiden [[(2) Pallas]] und 1807 jene von [[(4) Vesta]]; 1804 hatte Schröters Assistent [[Karl Ludwig Harding|Harding]] den dritten Kleinplaneten [[(3) Juno]] entdeckt. Die Erfolge Olbers’ beruhen u.&amp;amp;nbsp;a. darauf, dass er sich auf Regionen der Sternbilder Jungfrau und Walfisch konzentrierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bessere Sternkataloge ===&lt;br /&gt;
Weitere Forschungsprojekte diskutierte auch die knapp vor der Himmelspolizey gegründete &amp;#039;&amp;#039;[[Astronomische Gesellschaft|Vereinigte Astronomische Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039;. Diese zunächst lose Vereinigung führender Astronomen setzte sich u.&amp;amp;nbsp;a. das Ziel, genauere [[Sternkatalog]]e und bessere himmelskundliche Grundlagen der Koordinatensysteme zu erarbeiten. Auch sollte das astronomische Interesse der Allgemeinheit und die Verbreitung entsprechenden Fachwissens gefördert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forderung nach genaueren Sternkatalogen ergab sich aus zwei Gründen:&lt;br /&gt;
* der Notwendigkeit, die [[Sternort|Positionen]] auch schwacher (nicht mehr freiäugig sichtbarer) Sterne am Himmel zu vermessen, um bewegte kleine Himmelskörper überhaupt erst entdecken zu können,&lt;br /&gt;
* gute Definition von [[Astronomische Koordinatensysteme|Himmelskoordinaten]] als Basis für die genaue [[Bahnbestimmung]] der neu entdeckten Himmelskörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei solcher Arbeit an einem Ausschnitt seines Sternkatalogs gelang G. Piazzi, dem Direktor der [[Osservatorio astronomico di Palermo|Sternwarte von Palermo]], die Entdeckung des ersten Kleinplaneten Ceres. Die sich bald zeigenden Probleme bei der Identifikation und Evidenthaltung neuentdeckter Himmelskörper beschleunigten diese Anstrengungen zur Schaffung besserer Sternkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spätere Forschungsziele ==&lt;br /&gt;
Im frühen [[19. Jahrhundert]] begann auch die systematische Überwachung der [[Veränderlicher Stern|Veränderlichen]] und „[[Nova (Stern)|Neuen]]“ Sterne, organisiert vor allem seitens der deutschen Astronomen (siehe auch [[Friedrich Wilhelm August Argelander|Argelander]]). Für die noch lange fortdauernde Messung genauer [[Sternort|Sternörter]], ähnlich wie die Planetoidensuche 1800 bis 1807, wurden verschiedene „Zonenprogramme“ organisiert und den einzelnen Sternwarten zur Bearbeitung zugeteilt. So entstanden hochqualitative Sternkataloge und [[Sternkarte|Himmelsatlanten]], auf die sich die künftigen Entdeckungen von Kleinplaneten und Kometen stützen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der arbeitsteilig organisierten Himmelsüberwachung entwickelte sich um 1850 auch der Begriff der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Durchmusterung]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und einige Nebelkataloge. Als bekanntester Sternkatalog des 19. Jahrhunderts wurde die [[Bonner Durchmusterung]] mit 300.000 Sternen in Angriff genommen, später ergänzt durch nach geografischer Breite organisierte [[Zonenunternehmen]] einiger südlicherer Sternwarten. Schon Ende des 18. Jahrhunderts war das Nebelverzeichnis des [[Messier-Katalog]]s zur rascheren Identifikation neuer [[Komet]]en entstanden, das von mehreren Astronomen – u.&amp;amp;nbsp;a. [[Wilhelm Herschel|William Herschel]] bis 1802 – stark erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der Zach’schen &amp;#039;&amp;#039;Himmelspolizey&amp;#039;&amp;#039; ähnliche Organisation wurde um 1900 für die weitere Suche nach Kleinkörpern des Sonnensystems angestrebt, kam aber nur ansatzweise zum Tragen. Von den darin tätigen Astronomen sind insbesondere der Österreicher [[Johann Palisa]] und der Süddeutsche [[Max Wolf]] zu erwähnen. Ersterer organisierte (neben seinen 123 entdeckten [[Asteroid]]en) die systematische [[Bahnbestimmung]] der neuen oder wiederentdeckten Himmelskörper, letzterer führte die [[Fotografie|fotografischen]] Überwachungsmethoden in die Astronomie ein und konnte dadurch sogar über 200 Asteroiden entdecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Astronomie]]&lt;br /&gt;
* [[Monitoring]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Brosche: &amp;#039;&amp;#039;Der Astronom der Herzogin. Leben und Werk von Franz Xaver von Zach 1754–1832.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutsch, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-8171-1832-8, (&amp;#039;&amp;#039;Acta historica astronomiae&amp;#039;&amp;#039; 12).&lt;br /&gt;
* Volker Witt: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an die Sternwarte Lilienthal.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Sterne und Weltraum]]&amp;#039;&amp;#039;, Dezember 2006, S. 84–89, (Gründung der Himmelspolizey, Beobachtungen von Zach, Olbers und Harding).&lt;br /&gt;
* [[Hans Kraemer (Industrieller)|Hans Kraemer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Weltall und Menschheit. Geschichte der Erforschung der Natur und der Verwertung der Naturkräfte im Dienste der Völker&amp;#039;&amp;#039;. Band 3. Bong, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1903, {{ZDB|245182-7}}, Kapitel: Planeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Astronomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sternkatalog]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internationales Forschungsprojekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet 1800]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Himmelsbeobachtung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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