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	<title>Hilfe zur Selbsthilfe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T22:22:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-05-06T08:10:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|1|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zu Vereinen dieses Namens siehe [[Help – Hilfe zur Selbsthilfe]] in Bonn oder [[Arbeiterselbsthilfe]] in Oberursel.}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hilfe zur Selbsthilfe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man das Prinzip, das Maßnahmen zu Grunde legt, die den Menschen dazu befähigen, sich selbst zu helfen bzw. sich selbst [[Hilfe]] zu organisieren. Bei dem Menschen kann es sich um einen [[Not]] leidenden Menschen (z.&amp;amp;nbsp;B. den [[Armut|Mittellosen]], den [[Patient]]en) handeln oder um einen aus anderem Grunde auf Veränderung ausgerichteten Menschen (z.&amp;amp;nbsp;B. den Lernwilligen, den Schüler).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hilfe zur Selbsthilfe in der Entwicklungszusammenarbeit ==&lt;br /&gt;
Anders als noch vor einigen Jahrzehnten sollen [[Spende]]n&amp;amp;shy;gelder heutzutage dazu verwendet werden, um in [[Entwicklungsland|Entwicklungsländern]] Arbeitsplätze zu schaffen, [[Wüste]]n&amp;amp;shy;gebiete nutzbar zu machen, die [[Infrastruktur]] zu verbessern und einheimische Industrien zu fördern. Dadurch sollen die Menschen in die Lage versetzt werden, sich selbst ein qualitativ besseres Leben aufzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Form der Hilfe zur Selbsthilfe sind Darlehen ([[Mikrokredit]]e) an Familien, die mit dem Geld ein Stück Land pachten und bearbeiten oder selbst einen Handwerksbetrieb aufbauen. Wenn sie genug erwirtschaftet haben, zahlen sie das Geld (in Raten) zurück. Kleinkredite werden von nichtstaatlichen Organisationen oft auch in Form von [[Naturalien]] vergeben, z.&amp;amp;nbsp;B. von Saatgut, Hühnern oder Ziegen, deren Produkte und Nachwuchs sowohl zur Versorgung als zur Rückzahlung des Kredites dienen. Die besten Erfahrungen wurden dabei mit der Vergabe an Gruppen von Frauen gemacht, die sich in Sorge um ihre Familien verlässlicher erwiesen als Männer. Naturalien umgehen auch das große Problem der in vielen afrikanischen Staaten völlig unzureichenden Infrastruktur, die die Vermarktungschancen der Kleinbauern minimiert. Manche Entwicklungs-Organisationen geben die Kredite an Entwicklungskomitees von jeweils fünf bis zehn Dörfern, die selbst entscheiden, wie die Hilfe eingesetzt werden soll. Solche selbstverwalteten Projekte betreffen die Hygiene, Latrinenbau, Brunnenbau, Sorge für Waisenkinder, Aufklärung über HIV/Aids, Schulbesuch der Kinder, [[Aufforstung]]en etc. Sie sind ein Mittel sinnvoller und nachhaltiger Hilfe zur Selbsthilfe. [[Entwicklungszusammenarbeit]] besteht dabei auf direkter personeller Ebene zwischen europäischen Entwicklungshelfern und Dorfbewohnern in den Entwicklungsländern. Dass Projekte vermehrt von den Betroffenen selbst und von einheimischen Projektleitern geleitet werden, ist Ausdruck der Tendenz zur &amp;#039;&amp;#039;Hilfe zur Selbsthilfe&amp;#039;&amp;#039; in der [[Entwicklungshilfe]]/[[Entwicklungspolitik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hilfe zur Selbsthilfe in der Medizin ==&lt;br /&gt;
Hier kann Hilfe zur Selbsthilfe bedeuten, dass der behandelnde [[Arzt]] dem [[Patient]]en [[Tipp]]s zur [[Krankheitsprävention|Prophylaxe]] oder zur [[Therapie|Weiterbehandlung]] gibt. Darüber hinaus kann sich der Patient aus [[Broschüre]]n, Medizinbüchern und [[Selbsthilfegruppe]]n [[Information]]en über seine [[Krankheit]] beschaffen. Das ist jedoch nur möglich, wenn er eine Einsicht in seinen Krankheitszustand hat. Eine Sonderstellung nimmt hier das Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Where There Is No Doctor]]&amp;#039;&amp;#039; ein, das in Entwicklungsländern – wo auf 10000 Einwohner oftmals nur ein, zwei oder drei Ärzte kommen – den Laien zur kompetenten medizinischen Hilfe befähigen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hilfe zur Selbsthilfe in der Pädagogik ==&lt;br /&gt;
Schon bei [[Johann Heinrich Pestalozzi]] findet sich das Grundanliegen einer Pädagogik, das den Menschen befähigt, sich selbst zu helfen. Bei der Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten strebt Pestalozzi an, mit &amp;quot;Kopf, Herz und Hand&amp;quot; Kräfte zu entfalten, die bei den Schülern bereits natürlich angelegt sind. Anfang des 20. Jahrhunderts ist dies auch das Motto der Reformpädagogin [[Maria Montessori]]: &amp;quot;Hilf mir, es selbst zu tun. Zeig mir, wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es allein tun. Hab Geduld, meine Wege zu begreifen. Sie sind vielleicht länger. Vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir auch Fehler zu, denn aus ihnen kann ich lernen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hilfe zur Selbsthilfe in der Psychologie ==&lt;br /&gt;
Auch ein [[Psychologie|Psychologe]] oder Facharzt für [[Psychiatrie]] kann dem Patienten helfen, sich selbst zu helfen, indem er ihm Ratschläge gibt, [[Broschüre]]n aushändigt oder ihn zu [[Entspannungsverfahren]] anleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hilfe zur Selbsthilfe in der Sozialen Arbeit ==&lt;br /&gt;
Hilfe zur Selbsthilfe ist eine wichtige Leitidee in vielen Ansätzen [[Soziale Arbeit|Sozialer Arbeit]]. Der zu helfenden Person soll demnach so geholfen werden, dass sie die Probleme in ihrem Leben wieder selbst bewältigen kann („sich wieder selbst helfen kann“). Unter anderem baut das Konzept der [[Familienklasse]]n darauf auf. Diese Vorstellung findet sich z.&amp;amp;nbsp;B. bereits bei [[Alice Salomon]], heutzutage z.&amp;amp;nbsp;B. auch in [[Systemische Sozialarbeit|systemischen]] und in [[Lebensweltorientierung|lebensweltlichen]] Ansätzen. Hilfe zur Selbsthilfe wurde aber in der Sozialen Arbeit auch kritisiert, z.&amp;amp;nbsp;B. aus gouvernementalitäts- und systemtheoretischer Perspektive als paradoxe (und [[Neoliberalismus|neoliberalistische]]) Anrufung bzw. Erwartung beschrieben worden.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Aktivierender Sozialstaat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Selbsthilfegruppen ==&lt;br /&gt;
Für viele Krankheiten und Störungen gibt es heutzutage [[Selbsthilfegruppe]]n, z.&amp;amp;nbsp;B. für [[Adipositas|Übergewichtige]], [[Bulimie|Bulimiker]], Menschen mit [[Sprachstörung]]en und unterschiedlichen [[Behinderung (Sozialrecht)|Behinderungen]]. Auch für [[Familie (Soziologie)|Angehörige]] gibt es Selbsthilfegruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Empowerment ==&lt;br /&gt;
Ein weitergehender Ansatz sind [[Empowerment]]-Strategien (Selbstbefähigung) und [[Psychoedukation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hilfe zur Selbsthilfe im Sozialgesetzbuch ==&lt;br /&gt;
Die Aufgaben werden in {{§|1|sgb_1|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 [[Erstes Buch Sozialgesetzbuch]] so beschrieben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Recht des Sozialgesetzbuchs soll zur Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit und sozialer Sicherheit Sozialleistungen einschließlich sozialer und erzieherischer Hilfen gestalten. Es soll dazu beitragen, ein menschenwürdiges Dasein zu sichern, gleiche Voraussetzungen für die freie Entfaltung der Persönlichkeit, insbesondere auch für junge Menschen, zu schaffen, die Familie zu schützen und zu fördern, den Erwerb des Lebensunterhalts durch eine frei gewählte Tätigkeit zu ermöglichen und besondere Belastungen des Lebens, auch durch Hilfe zur Selbsthilfe, abzuwenden oder auszugleichen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wobei das [[Subsidiarität]]s&amp;amp;shy;prinzip zu beachten ist: Die Sozialhilfe ist subsidiär, das heißt, dass alle anderen Sozialleistungen ihr vorgehen und die Sozialhilfe nur als „Notbehelf“ eintritt ([[Ultima Ratio|ultima ratio]], letztes Mittel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Nichtregierungsorganisation]]&lt;br /&gt;
* [[Stiftung Hilfe zur Selbsthilfe Suchtkranker und Suchtgefährdeter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hilfe Zur Selbsthilfe}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeinmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entwicklungszusammenarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheitswissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychotherapie in der Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsfelder, Handlungskonzepte und Methoden (Soziale Arbeit)]]&lt;/div&gt;</summary>
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