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	<title>Hilduin von Saint-Denis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hilduin_von_Saint-Denis&amp;diff=1628051&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rabanus Flavus: /* Hilduin als Abt von Saint-Denis */k</title>
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		<updated>2026-04-09T10:13:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Hilduin als Abt von Saint-Denis: &lt;/span&gt;k&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Abt von Saint-Denis. Über den (vielleicht identischen) Erzbischof von Köln siehe [[Hilduin]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Saint-Dénis Chapelle d&amp;#039;Hildouin.jpg|miniatur|Hilduin-Kapelle in der Krypta der Basilika Saint-Denis (839)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hilduin von Saint-Denis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; († 22. November [[840]] oder [[855]]/[[861]]) war von 814 – mit einer kurzen Unterbrechung 830 – bis zu seiner Amtsenthebung 840 [[Abt]] von [[Basilika Saint-Denis|Saint-Denis]] sowie 819–831 [[Erzkaplan]] [[Ludwig der Fromme|Ludwigs des Frommen]]. Er gehörte zu den einflussreichsten Persönlichkeiten seiner Zeit und hat durch seine politische und schriftstellerische Tätigkeit im ganzen [[Mittelalter]] nachgewirkt. Umstritten ist, ob er mit dem [[Hilduin]] identisch ist, der 842 zum [[Erzbischof von Köln]] erhoben wurde, sich in seinem [[Erzbistum]] jedoch nicht durchsetzen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;so beispielsweise J. Prelog: &amp;#039;&amp;#039;Hilduin v. St-Denis&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 5, Sp. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hilduin als Abt von Saint-Denis ==&lt;br /&gt;
Hilduin war [[Franken (Volk)|Franke]] und hatte durch seine familiäre Herkunft aus dem Hause der Herhardine und der Gerolde&amp;lt;ref&amp;gt;Pierre Riché: &amp;#039;&amp;#039;Die Karolinger&amp;#039;&amp;#039;, München 1991 S. 185&amp;lt;/ref&amp;gt; Zugang zu Bildung und Ämtern. Sein geistiger Horizont war von der [[Karolingische Renaissance|Karolingischen Renaissance]] geprägt. Er war hochgebildet und auch des Griechischen mächtig.&amp;lt;ref&amp;gt;Fleckenstein: NDB Bd. 9, S. 137&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Schüler [[Alkuin]]s und Freund des [[Rabanus Maurus]]. Im Todesjahr [[Karl der Große|Karls des Großen]] 814 wurde er, wahrscheinlich von dessen Sohn und Nachfolger Ludwig dem Frommen begünstigt, Abt des bedeutendsten westfränkischen Klosters, Saint-Denis nördlich von [[Paris]]. Zu seinen Schülern zählte [[Hinkmar von Reims]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig der Fromme machte ihn 819 in [[Aachen]] zu seinem Erzkaplan und übertrug ihm die Leitung weiterer wichtiger Klöster, unter anderem St. Médard in [[Soissons]], das er mit [[Sebastian (Heiliger)|Sebastians]]-[[Reliquie]]n ausstatten konnte. Zu dieser Zeit hatte er bestimmenden Einfluss auf die „Reichseinheitspolitik“ Ludwig des Frommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Prelog, LexMA, Bd. 5, Sp. 19&amp;lt;/ref&amp;gt; So arbeitete er an der &amp;#039;&amp;#039;Ordinatio imperii&amp;#039;&amp;#039; von 817 mit, die 830 scheiterte. Offenbar im Interesse der Reichseinheit stellte sich Hilduin im Konflikt der Söhne Ludwigs mit ihrem Vater auf deren Seite. Daraufhin wurde er 830, nachdem er bei der Reichsversammlung in Nimwegen trotz Verbots mit Kriegern erschienen war, nach [[Kloster Corvey|Corvey]] und [[Paderborn]] verbannt und auf der folgenden Reichsversammlung im Februar 831 als Abt und Erzkaplan abgesetzt. Noch im selben Jahr wurde er aber auf Betreiben Hinkmars begnadigt und erhielt zwei seiner Abteien zurück.&amp;lt;ref&amp;gt; Egon Boshof: Ludwig der Fromme. Darmstadt 1996, S. 185–189.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
832 reformierte er Saint-Denis, 836 übertrug er die Reliquien des [[Veit (Heiliger)|Heiligen Vitus]] aus Saint-Denis ins Kloster Corvey. 840 ergriff er erneut gegen Ludwig für [[Lothar I. (Frankenreich)|Lothar I.]] Partei und verlor endgültig seine Abtswürde. Sein weiterer Lebensweg verliert sich entweder im Dunkeln, vermutlich aber ist er identisch mit [[Hilduin]] von Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Hilduin hat mehrere historisch-theologische Werke verfasst, darunter wahrscheinlich die [[Gesta Dagoberti]] über das Leben König [[Dagobert I.]]&amp;lt;ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Gesta Dagoberti I regis Francorum&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von B. Krusch, MGH SS rer. Mer. 2, 1888, 396–425&amp;lt;/ref&amp;gt; Er gilt als einer der Autoren der [[Annales regni Francorum|Reichsannalen]]. Am bedeutendsten war seine Lebensbeschreibung des hl. [[Dionysius von Paris]], des [[Patrozinium|Patrons]] von Saint-Denis, sowie die Herausgabe der Werke des [[Pseudo-Dionysius Areopagita]] auf Latein. Der Areopagit, dessen [[Mystik|mystisch]]-[[Platonismus|platonische]] Schriften seitdem in Europa große Popularität erlangten, wurde von Hilduin mit Dionysius von Paris gleichgesetzt, was dem Kloster einen beträchtlichen Bedeutungszuwachs verschaffte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Indizien sprechen dafür, dass Hilduin von Saint-Denis der Namensgeber der Stadt [[Hildesheim]] &amp;#039;&amp;#039;(Hilduinesheim)&amp;#039;&amp;#039; ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Goetting: &amp;#039;&amp;#039;Germania Sacra&amp;#039;&amp;#039;, Neue Folge 20, Berlin 1984, [http://books.google.de/books?id=hchlhyVQYyIC&amp;amp;pg=PA580&amp;amp;lpg=PA580&amp;amp;dq=%22Hildewin+von%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=cgEXjn5rI_&amp;amp;sig=iz2yrLGM4r1NK7_4FWjnSN88flY&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=Rj3cSeT2L9fisAah84WdDA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=9#PPA40,M122&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=cgEXjn5rI_&amp;amp;sig=iz2yrLGM4r1NK7_4FWjnSN88flY&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=Rj3cSeT2L9fisAah84WdDA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=9#PPA40,M1 S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hilduin als Erzbischof von Köln ==&lt;br /&gt;
Hilduin ist vermutlich identisch mit Erzbischof [[Hilduin|Hilduin von Köln]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Goetting: &amp;#039;&amp;#039;Germania Sacra&amp;#039;&amp;#039;, Neue Folge 20, Berlin 1984, [http://books.google.de/books?id=hchlhyVQYyIC&amp;amp;pg=PA580&amp;amp;lpg=PA580&amp;amp;dq=%22Hildewin+von%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=cgEXjn5rI_&amp;amp;sig=iz2yrLGM4r1NK7_4FWjnSN88flY&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=Rj3cSeT2L9fisAah84WdDA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=9#PPA40,M122&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=cgEXjn5rI_&amp;amp;sig=iz2yrLGM4r1NK7_4FWjnSN88flY&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=Rj3cSeT2L9fisAah84WdDA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=9#PPA40,M1 S. 40, Anm. 26]&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn das stimmt, begab sich Hilduin 840 nach Einbüßung seiner Stellung in Corvey zu Kaiser [[Lothar I. (Frankenreich)|Lothar I.]], der ihn 842 zum Erzbischof von Köln ernannte. Vermutlich konnte Hilduin sich aber lediglich im Machtbereich Lothars I. durchsetzen, während ihm im übrigen Gebiet der Erzdiözese die Gefolgschaft verweigert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lexikon des Mittelalters]], Bd. 7 Sp. 20&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist auch fraglich, ob er jemals die Bischofsweihe erhalten hat, die ihm seine sächsischen Suffragane wohl verweigerten. Denn diese standen auf der Seite seines Gegenspielers Liutbert, der Gefolgsmann König [[Ludwig der Deutsche|Ludwigs des Deutschen]] war.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Erzbistums Köln. Bd. 1: Das Bistum Köln von den Anfängen bis zum Ende des 12. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Eduard Hegel, 2. Aufl. neu bearbeitet v. Friedrich Wilhelm Oedinger, Bachem Köln 1971.&amp;lt;/ref&amp;gt; 844–855 ist Hilduin als Erzkanzler von Kaiser Lothar I. bezeugt. 850 kam es vermutlich zu einer Einigung. [[Liutbert (Köln)|Liutbert]] wurde Münsteraner Bischof und [[Gunthar von Köln|Gunthar]], Hilduins Neffe, übernahm den Kölner Erzbischofssitz. 855 scheint sich Hilduin ins [[Kloster Prüm]] zurückgezogen zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon des Mittelalters, Bd. 5 Sp. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070608210154/http://www.bautz.de/bbkl/h/hilduin_a_v_s_d.shtml |autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|artikel=Hilduin|band=2|spalte=855–856}}&lt;br /&gt;
* {{CE|http://www.newadvent.org/cathen/07354a.htm}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|9|136|137|Hilduin|[[Josef Fleckenstein]]|100946224}}&lt;br /&gt;
* {{LexMA|5|20||Hilduin v. St-Denis|Jan Prelog}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Erzbistums Köln.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Das Bistum Köln von den Anfängen bis zum Ende des 12. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von [[Eduard Hegel]], 2. Aufl. neu bearbeitet v. Friedrich Wilhelm Oedinger, Bachem, Köln 1971.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Geschichtsquellen Person|100946224|Hilduinus abbas S. Dionysii Parisiensis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER=[[Waldo von Reichenau]]|NACHFOLGER=[[Ludwig (Saint-Denis)|Ludwig]]|AMT=[[Abtei Saint-Denis#Äbte von Saint-Denis|Abt von Saint-Denis]]|ZEIT=814–840}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=100946224|LCCN=nr95046594|VIAF=266596030}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hilduin #Saintdenis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholischer Theologe (9. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (9. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 8. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 9. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hilduin von Saint-Denis&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Abt von Saint-Denis (814–840), Erzkaplan Ludwigs des Frommen (819–831)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. November 840 oder 844&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rabanus Flavus</name></author>
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