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	<title>Hilderich - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hilderich&amp;diff=306742&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hauptschluss: Links</title>
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		<updated>2026-04-19T10:54:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Für den Bischof von Speyer siehe [[Hilderich (Speyer)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Münze Denar - Hilderich - Karthago.jpg|mini|250px|[[Denar (Rom)|Denar]]/[[Nummus]] des Hilderich]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hilderich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hildericus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hilderix&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hildirit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hildimer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;John Robert Martindale: &amp;#039;&amp;#039;The Prosopography of the Later Roman Empire.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Cambridge University Press, Cambridge 1980, S. 564.&amp;lt;/ref&amp;gt; (* um 457&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martina Hartmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Königin im frühen Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; W. Kohlhammer, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-17-018473-2, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[533]] in [[Karthago]]), war ein Enkel des [[Weströmisches Reich|weströmischen]] Kaisers [[Valentinian III.]] und von 523 bis 530 [[Rex (Titel)|König]] der [[Vandalen]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Africa]]&amp;#039;&amp;#039;. Hilderich war ein Enkel des [[Geiserich]] und Sohn des [[Hunerich]] und der [[Eudocia]], der Tochter des Valentinian III. In ihm verband sich also die [[Theodosianische Dynastie]], die von 364 bis 455 das [[Römisches Reich|Römische Reich]] regiert hatte, mit dem vandalischen Herrscherhaus der [[Hasdinger]], die von 429 bis 534 über Africa herrschten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Hilderichs Großvater, König Geiserich, hatte die Vandalen 429 über die [[Iberische Halbinsel]] nach Nordafrika geführt und suchte fortan die Anerkennung durch den weströmischen Kaiser. Dies gelang im römisch-vandalischen Friedensvertrag von 442, durch den die Herrschaft der Vandalen über die ehemals römische Provinz Africa legitimiert wurde. Um den Vertrag zu besiegeln, wurde Geiserichs Sohn Hunerich mit Kaiser Valentinians dreijähriger Tochter Eudocia verlobt. Unter Valentinians Nachfolger [[Petronius Maximus]] wurde die Verlobung 455 einseitig aufgelöst, da der neue Kaiser seinen eigenen Sohn mit Eudocia verheiraten wollte. Dieser Affront war Anlass der [[Plünderung Roms (455)|Plünderung Roms]] durch die Vandalen, in deren Zug die inzwischen 16-jährige Eudocia nach Africa entführt und mit Hunerich verheiratet wurde. Dieser Verbindung entstammt Hilderich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herrschaft als König der Vandalen ==&lt;br /&gt;
Hilderich wurde nach dem Tod seines Vetters [[Thrasamund]] im Jahr 523 nach den Regeln des [[Senioratsprinzip]]s zum König der Vandalen erhoben. Hilderich suchte eine Annäherung an das [[Byzantinisches Reich|oströmische Reich]], indem er die Unterdrückung der Katholiken im Vandalenreich beendete. Zuvor exilierte Bischöfe durften nach Africa zurückkehren, der Neubau von Kirchen wurde erlaubt. Unter Hilderich erhielt die Residenzstadt Karthago einen eigenen katholischen [[Metropolit|Metropoliten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Hilderich angestrebte Gleichstellung von katholischer Kirche (der römischen Mehrheitsbevölkerung in Africa) und [[Arianismus|arianischer Konfession]] (der Vandalen) provozierte eine innenpolitische Opposition, die von Thrasamunds Witwe, der ostgotischen Prinzessin [[Amalafrida]], angeführt wurde. Nachdem ihr mit verbündeten [[Mauren|Maurenstämmen]] geplanter Putschversuch gegen Hilderich gescheitert war, wurde sie inhaftiert und um 525 ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;Martina Hartmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Königin im frühen Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; W. Kohlhammer, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-17-018473-2, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Hinrichtung Amalafridas und die kulturelle sowie religiöse Hinwendung zu Ostrom belastete das Verhältnis zu den [[Ostgoten]], die über [[Italien]] herrschten. Die Goten mussten befürchten, dass Konstantinopel und Karthago gemeinsam gegen sie vorgehen würden. Auch konnte Hilderich jederzeit die Getreideexporte nach Italien drosseln und so die Gotenherrschaft gefährden. Um die Vandalen aus dem Bündnis mit Ostrom herauszudrängen, rüstete der ostgotische König Theoderich im Frühjahr 526 eine Kriegsflotte. Sein Tod im selben Jahr verhinderte aber einen Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilderichs Hinwendung zu Ostrom schlug sich in der Verehrung seiner kaiserlichen Vorfahren und in der Münzprägung nieder: So ließ er auf seine Münzen zum Teil nicht sein Porträt, sondern das des römischen Kaisers [[Justin I.]] prägen, mit dem er in gutem Einvernehmen stand.&amp;lt;ref&amp;gt;John Robert Martindale: &amp;#039;&amp;#039;The Prosopography of the Later Roman Empire.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Cambridge University Press, Cambridge 1980, S. 564; zu den Münzen siehe [[Warwick Wroth]]: &amp;#039;&amp;#039;Catalogue of the coins of the Vandals, Ostrogoths and Lombards and of the Empires of Thessalonica, Nicaea and Trebizond in the British Museum.&amp;#039;&amp;#039; Trustees of the British Museum, London 1911, S. 13 f. ([https://archive.org/details/catalogueofcoins00britrich/page/12/mode/2up?view=theater Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor waren die Vandalen die einzigen &amp;#039;&amp;#039;[[Rex (Titel)|reges]]&amp;#039;&amp;#039; des Westens gewesen, die dieses [[Privileg]] des Kaisers missachtet hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sturz und Ende ==&lt;br /&gt;
Um den Kurs seiner Herrschaft dauerhaft abzusichern, versuchte Hilderich, mit der von Geiserich festgelegten Herrschaftsfolge zu brechen, der zufolge dem jeweils nächstältesten männlichen Verwandten der Thron zustand. Regulär hatte [[Gelimer]], der älteste Sohn von Hilderichs Cousin Geilarith, dieses Anrecht. Hilderich strebte allerdings an, die Herrschaft in dem Familienzweig seines Vaters Hunerich zu belassen. Wohl in diesem Zusammenhang betonte der Hofpoet [[Luxorius (Dichter)|Luxorius]], Hilderich sei als Nachkomme Geiserichs und Valentinians III. der &amp;quot;Erbe einer Zwillingskrone&amp;quot; (&amp;#039;&amp;#039;gemini diadematis heres&amp;#039;&amp;#039;; [[Anthologia Latina|Anth. Lat.]] 206). Selbst ohne männlichen Nachfolger, bevorzugte er seinen Neffen Hoamer, dem er das militärische Kommando übertrug. Als Hoamer im Kampf gegen aufständische [[Mauren]] das Kriegsglück verließ, nutzte Gelimer, der fürchtete, bald um die Thronfolge gebracht zu werden, die aufkommende Unzufriedenheit mit Hilderich und setzte ihn, unterstützt von den traditionellen Eliten, gefangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kaiser Justinian Gelimer nicht als &amp;#039;&amp;#039;[[Rex (Titel)|rex]]&amp;#039;&amp;#039; anerkannte und 533 nach einigem Zögern den Krieg gegen die [[Vandalenkrieg (533–534)|Vandalen]] eröffnete, um Hilderich wieder einsetzen zu lassen, ließ Gelimer im September, nachdem der kaiserliche Feldherr [[Belisar]] mit einem [[Expeditionskorps]] in Nordafrika gelandet war, Hilderich und dessen Neffen Hoamer sowie Euageis durch seinen Bruder Ammatas in [[Karthago]] hinrichten, um zu verhindern, dass sie angesichts des Erscheinens der Oströmer wieder auf den Thron gelangen könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Prokopios von Caesarea]], &amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039; 3, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* John Robert Martindale: &amp;#039;&amp;#039;[[The Prosopography of the Later Roman Empire]].&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Cambridge University Press, Cambridge 1980, S. 564f. ([https://books.google.de/books?id=G5W6vCO_pYUC&amp;amp;pg=PA564#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Online-Vorschau]).&lt;br /&gt;
* Andy Merrills, Richard Miles: &amp;#039;&amp;#039;The Vandals&amp;#039;&amp;#039;. Blackwell, Oxford-Malden/MA 2010, S. 346 (Index, &amp;#039;&amp;#039;Hilderic&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Roland Steinacher: &amp;#039;&amp;#039;Die Vandalen. Aufstieg und Fall eines Barbarenreichs.&amp;#039;&amp;#039; Klett-Cotta, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-608-94851-6, S. 288ff.&lt;br /&gt;
* Konrad Vössing: &amp;#039;&amp;#039;Die Vandalen.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2018, ISBN 978-3-406-71881-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER=[[Thrasamund]]|NACHFOLGER=[[Gelimer]]|AMT=König der Vandalen|ZEIT=523–530}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118704788|VIAF=62343193}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:König (Vandalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theodosianische Dynastie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vandale]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrscher (Alanen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Karthago)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrscher (6. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 5. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 533]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vandalenreich (Africa)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hilderich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hildericus; Hiderix; Hildirit; Hildimer&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=König der Vandalen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 457&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=533&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Karthago]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hauptschluss</name></author>
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