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	<title>Hildegard Trabant - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T23:05:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hildegard_Trabant&amp;diff=1727600&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-30830-9: /* Beerdigung */</title>
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		<updated>2025-08-11T00:32:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beerdigung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Window hildegardtrabant.jpg|mini|Hildegard Trabant im &amp;#039;&amp;#039;Fenster des Gedenkens&amp;#039;&amp;#039; der [[Gedenkstätte Berliner Mauer]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hildegard Johanna Maria Trabant&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BStU29&amp;quot;&amp;gt;Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Ministerium für Staatssicherheit, Datei AS 754/70, Bd. II, Nr. 7, Bl. 29&amp;lt;/ref&amp;gt;, geborene Pohl, (* [[12. Juni]] [[1927]] in [[Berlin]]; † [[18. August]] [[1964]] ebenda) war ein [[Todesopfer an der Berliner Mauer]]. Bei einem [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|Fluchtversuch]] wurde sie von zwei Angehörigen der [[Grenztruppen der DDR]] im Bereich der damals unterbrochenen [[Berliner Ringbahn]] zwischen den Bahnhöfen [[Bahnhof Berlin Schönhauser Allee|Schönhauser Allee]] ([[Ost-Berlin]]) und [[Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen|Gesundbrunnen]] ([[West-Berlin]]) entdeckt und durch einen Schuss tödlich verletzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Richard-Sorge-Strasse 64.JPG|mini|hochkant|Wohnhaus in der [[Richard-Sorge-Straße]] 64 (ehemals Tilsiter Straße 64) in Berlin-Friedrichshain]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Richard-Sorge-Strasse 64-FrontDoor.JPG|mini|hochkant|Eingangstür zum Wohnhaus in der Richard-Sorge-Straße 64, wo Hildegard Trabant zuletzt gelebt hat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trabant wuchs in Berlin auf. In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] gab sie sich regimetreu; sie trat im Jahr der Gründung der DDR der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands]] als aktives Mitglied bei. Zusammen mit ihrem Mann, Günter Horst Trabant&amp;lt;ref name=BStU29/&amp;gt;, einem [[Deutsche Volkspolizei|Volkspolizisten]], den sie im Jahr 1954 geheiratet hatte, lebte sie in [[Berlin-Friedrichshain]] an der Tilsiter Straße 64 (heute [[Richard-Sorge-Straße]] 64)&amp;lt;ref&amp;gt;Annett Gröschner: &amp;#039;&amp;#039;Aus Anderer Sicht / The Other View&amp;#039;&amp;#039;. Hatje Cantz, 2011, ISBN 978-3-7757-3207-9, S. 625&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=FNReg&amp;gt;[[:Datei:Berlin Friedhof Nordend Registry Page 48.jpg|Seite 48 der Registrierung]] vom [[:Datei:Berlin Friedhof Nordend Registry Cover.jpg|Friedhof Nordend, Berlin-Rosenthal]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und arbeitete bei einer [[Kommunale Wohnungsverwaltung|kommunalen Wohnungsverwaltung]], bei der sie eine leitende Funktion als Hausverwalterin&amp;lt;ref name=BStU6&amp;gt;Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Ministerium für Staatssicherheit, Datei AS 754/70, Bd. II, Nr. 7, Bl. 6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
innehatte. Die Ehe war kinderlos, da sie wegen einer Unterleibsoperation unfruchtbar geworden war.&amp;lt;ref name=BStU40&amp;gt;Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Ministerium für Staatssicherheit, Datei AS 754/70, Bd. II, Nr. 40, Bl. 5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Gründe, die sie im August 1964 zur Flucht bewogen haben, lagen vermutlich im privaten Bereich: Zwischen Hildegard Trabant und ihrem Ehemann war es in der Vergangenheit zu heftigen Auseinandersetzungen inklusive [[Misshandlung]] und [[Körperverletzung (Deutschland)|Körperverletzung]] gekommen. Im Februar 1964 war der VP-Angehörige deshalb von seinen Vorgesetzten zur Rede gestellt worden. Zur Zeit ihres Todes war ihre Mutter schon tot und ihr Vater war in einem Pflegeheim in West-Berlin untergebracht. Mit Ausnahme eines Günter Pohl in [[Drewer (Marl)|Marl-Drewer]], [[Kreis Recklinghausen]] hatte sie keine anderen Verwandten.&amp;lt;ref name=BStU5&amp;gt;Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Ministerium für Staatssicherheit, Datei AS 754/70, Bd. II, Nr. 7, Bl. 5&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=chronik&amp;gt;[http://www.chronik-der-mauer.de/todesopfer/171401/trabant-hildegard?letter=T Kurzporträt von Hildegard Trabant] auf &amp;#039;&amp;#039;chronik-der-mauer.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=bericht&amp;gt;[http://www.chronik-der-mauer.de/todesopfer/171542/hildegard-trabant-bericht-der-ddr-grenztruppen-ueber-den-fluchtversuch-und-die-erschiessung Bericht der DDR-Grenztruppen über den Fluchtversuch und die Erschießung]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fluchtversuch ==&lt;br /&gt;
Am 18. August 1964 berichtete Günter Trabant in seinem Büro, dass er seine Frau seit 7.00 Uhr am Vortag, 17. August 1964&amp;lt;ref name=&amp;quot;BStU5&amp;quot; /&amp;gt; nicht gesehen hat, und dass einige ihrer Kleider fehlten&amp;lt;ref name=&amp;quot;BStU6&amp;quot; /&amp;gt;. Am 18. August 1964 um 18:50 Uhr versuchte sie, über ein stillgelegtes S-Bahn-Gelände nach [[West-Berlin]] zu fliehen. Nachdem sie die [[Hinterlandmauer|Hinterlandsicherungsmauer]] unbemerkt überwunden hatte und sie sich hinter Sträuchern versteckt hatte, wurde sie von zwei Posten entdeckt. Nach Ansprache sprang sie auf und rannte zurück in Richtung [[Ost-Berlin]]. Nach einem [[Warnschuss]] gab einer der Posten einen gezielten Schuss auf sie ab, der sie im Rücken traf. Getroffen brach sie zusammen und wurde in das [[Bundeswehrkrankenhaus Berlin#Krankenhaus der Volkspolizei|Volkspolizei-Krankenhaus]] verbracht. Dort verstarb sie eine Stunde später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Anwesenheit seines Vorgesetzten informierten Mitarbeiter des [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministeriums für Staatssicherheit]] (MfS) den Ehemann der Verstorbenen am nächsten Tag. Er wurde in Anwesenheit seiner Vorgesetzten befragt, warum seine Frau einen Fluchtversuch unternommen hatte. Angaben dazu konnte oder wollte er im Verlauf des Gesprächs offenbar nicht machen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik&amp;quot; /&amp;gt; Sie verpflichteten ihn, über die Umstände des Todes Stillschweigen zu bewahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beerdigung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hildegard Trabant Grave.JPG|mini|hochkant|Hildegard Trabants Grab auf dem Friedhof Nordend in Berlin-Rosenthal, als UH Him – B102 markiert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedhof Nordend Map.JPG|mini|Landkarte des Friedhofs. Die Lage ihres Grabes ist gelb markiert.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Einäscherung, und die anschließende Beerdigung am 23. September 1964&amp;lt;ref name=FNReg/&amp;gt; auf dem Frieden-Himmelfahrt-Friedhof (heute Evangelischer Friedhof Nordend), nördlich von [[Berlin-Pankow|Pankow]] in [[Berlin-Rosenthal|Rosenthal]] organisierte das MfS. Die Absicht der Behörde war es, möglichst wenige Informationen über den Tod und seine Umstände in die Öffentlichkeit geraten zu lassen, um so zu verhindern, dass der Tod im Westen bekannt wurde. Sie wurde in einem [[linear]]en Grab begraben. Die Ruhezeit lief 1984 ab, so dass dieser besondere Teil des Friedhofs neu gestaltet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Urne ist, wie die anderen dort beigesetzten Urnen noch vorhanden, befindet sich aber jetzt unter einer anderen Grabzahl in einem anderen Grab mit anderem Namen auf dem Grabstein. Früher war ihre Grabzahl UH Him – 234a. Die „neue“ Grabzahl ist UH Him – B102.&amp;lt;ref name=FNReg/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von allen Berliner Maueropfern, die als &amp;quot;Flüchtlinge&amp;quot; eingestuft wurden, war sie wahrscheinlich die einzige, die loyal zum DDR-Regime stand.&amp;lt;ref name=chronik/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkung ==&lt;br /&gt;
Anders als bei vielen anderen Todesfällen an der Berliner Mauer blieb der Tod von Hildegard Trabant in Westberlin völlig unbemerkt. Erst im Oktober 1990 nahm die Staatsanwaltschaft in Berlin Ermittlungen zu Trabants Tod auf. Vor der Jugendstrafkammer des [[Landgericht Berlin|Landgerichts Berlin]] wurde im Jahr 1997 Anklage gegen den zum Tatzeitpunkt jugendlichen Schützen erhoben. Die meisten anderen [[Mauerschützenprozesse]] fanden zwischen 1994 und 1995 statt. Am 10. Juni 1998 verurteilte das Gericht den geständigen Schützen zu einer Bewährungsstrafe von 21 Monaten. Im Gegensatz zu fast allen anderen Todesfällen an der Berliner Mauer war es offensichtlich, dass sie, als sie erschossen wurde, ihren Versuch schon aufgegeben hatte aus der DDR zu fliehen und zur Hinterlandmauer zurücklief, um ihre Festnahme zu vermeiden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christine Brecht: &amp;#039;&amp;#039;Hildegard Trabant&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961–1989&amp;#039;&amp;#039;. Links, Berlin 2009, S. 165–167.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.chronik-der-mauer.de/todesopfer/171401/trabant-hildegard Hildegard Trabant bei Chronik der Mauer]&lt;br /&gt;
* [https://www.chronik-der-mauer.de/todesopfer/171542/hildegard-trabant-bericht-der-ddr-grenztruppen-ueber-den-fluchtversuch-und-die-erschiessung Bericht der DDR-Grenztruppen über den Fluchtversuch und die Erschießung von Hildegard Trabant]&lt;br /&gt;
* [https://www.berliner-mauer.de/archiv/karikatur/134-berliner-mauer/archiv/pressearbeiten/1369-gedenken-an-den-bau-der-berliner-mauer-vor-62-jahren-und-lesung-aus-dem-mauertotenbuch-zu-hildegard-trabant Lesung aus dem Mauertotenbuch zu Hildegard Trabant]&lt;br /&gt;
* [https://frauhildegardtrabant.blogspot.com Internetseite über Hildegard Trabant]&lt;br /&gt;
* [http://hildegardsgrab.blogspot.com Das Grab von Hildegard Trabant]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=|NDL=|VIAF=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2024-10-09}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Trabant, Hildegard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer der Berliner Mauer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Diktatur in der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Flüchtling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1927]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1964]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Trabant, Hildegard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Trabant, Hildegard Johanna Maria (vollständiger Name); Pohl, Hildegard (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsches Todesopfer der Berliner Mauer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Juni 1927&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. August 1964&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-30830-9</name></author>
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