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	<title>Hildegard Margis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T19:53:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hildegard_Margis&amp;diff=1692840&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Silewe: Normdaten korrigiert</title>
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		<updated>2025-10-12T08:53:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Normdaten korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stolperstein Lyckallee 28 (Westend) Hildegard Margis.jpg|mini|[[Stolpersteine|Stolperstein]], Lyckallee 28, in [[Berlin-Westend]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hildegard Hedwig Margis,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geborene &amp;#039;&amp;#039;Beck&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Mai]] [[1887]] in [[Posen]]; † [[30. September]] [[1944]] in [[Berlin]]), war eine deutsche [[Frauenrechtlerin]], Autorin und  [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus]]. Ihre Enkelin ist die Kulturwissenschaftlerin [[Christina von Braun]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hildegard Margis’ Mutter war jüdischen Bekenntnisses, ihr Vater katholischer Konfession. Sie erhielt eine Ausbildung als Lehrerin. 1913 heiratete sie Paul Margis, der 1918 in einem Feldlazarett in Frankreich verstarb.&amp;lt;ref&amp;gt;StA Charlottenburg III, Sterbeurkunde Nr. 586/1918.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Tod ihres Mannes machte sie zur erklärten Kriegsgegnerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Witwe lebte sie mit zwei kleinen Kindern zunächst am Rande des Existenzminimums in Berlin. Mit Hilfe ihrer Schreibmaschine und einem Geschenk von 5&amp;amp;nbsp;$, das ihr eine US-amerikanische Freundin des Ehepaars zukommen ließ, konnte Hildegard Margis eine Büroausstattung erwerben sowie viel Papier, das die Basis für Informationsblätter war, auf denen sie hauswirtschaftliche Ratschläge drucken ließ, die gegen Entgelt versendet wurden. Sie tat sich mit anderen Hausfrauen zusammen, um auch deren Expertise einzubeziehen und konnte bald ein Büro am [[Landwehrkanal]] anmieten, in denen moderne Haushaltsgegenstände ausgestellt und deren Handhabung erklärt wurden. Herstellerfirmen wurden so aufmerksam und holten Informationen ein, die sich aus dem Gebrauch der Geräte im Alltag ergaben.&amp;lt;ref&amp;gt;Christina von Braun: &amp;#039;&amp;#039;Stille Post. Eine andere Familiengeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein Buchverlage, Berlin 2007, ISBN 978-3-549-07314-8, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; So entstand in kurzer Zeit ein erfolgreiches Unternehmen zur [[Verbraucherberatung]]. Der gesellschaftliche Fortschritt durch das [[Frauenwahlrecht]], der ökonomisch-technische Fortschritt durch die Entwicklung und Serienfertigung moderner Haushaltsgeräte sowie die Einschränkung vieler Männer aufgrund von erlittenen Folgen aus dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] ließen den Frauen neue Aufgaben zukommen, für die diese informiert, geschult und unterstützt werden mussten. Dies gab den Anlass, eine Zeitschrift für Verbraucherinformationen herauszugeben, aus dem der &amp;#039;&amp;#039;Hauswirtschaftliche Einkaufs-, Beratungs- und Auskunftsdienst&amp;#039;&amp;#039; (Heibaudi) entstand, Vorläufer der heutigen [[Verbraucherzentrale]]n. Der Verein Heibaudi wurde von der [[Drittes Reich|NS-Staatsbürokratie]] übernommen, umfunktioniert und später aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politischen Parteien wurden auf Hildegard Margis und ihr Hausfrauennetzwerk bereits viel früher aufmerksam. Frauen wurden durch das Wahlrecht bereits Anfang der 1920er Jahre zu einem wichtigen Faktor des wahltaktischen Kalküls. [[Gustav Stresemann]] suchte Kontakt zu Hildegard Margis und warb sie für die [[Deutsche Volkspartei]]. Der für sie vorgesehene Listenplatz reichte dann zwar nicht für ein Mandat im [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]], aber Hildegard Margis wurde in der Kommunalpolitik aktiv. Im Frühling 1922 wurde sie in die [[Bezirksverordnetenversammlung]] von [[Berlin-Charlottenburg]] gewählt. Sie saß in den Ausschüssen für das Gesundheits- und Ernährungswesen und war zuständig für die höheren Lehranstalten. Außerdem wurde sie in den Vorstand zahlreicher Wohltätigkeitsorganisationen gewählt und zum Mitglied des [[Vorläufiger Reichswirtschaftsrat|Reichswirtschaftsrates]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 gründete Hildegard Margis zusammen mit der [[Deutsche Verlags-Anstalt|Deutschen Verlags-Anstalt]] den [[Verlag für Hauswirtschaft]], der Kochbücher und Expertisen zu Haushaltsfragen editierte. 1930 schloss sie einen Vertrag mit dem [[Ullstein Verlag]], sie erhielt im Verlagshaus eigene Büroräume und gab eine Reihe von Texten zu Frauenfragen heraus. Sie berichtete im Radio und in gedruckten Publikationen über „Amerikanische Maßnahmen zur Rationalisierung des Haushaltes“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin, Westend, Friedhof Heerstrasse, Grab Hildegard Margis.jpg|mini|hochkant|Grab von Hildegard Margis auf dem [[Friedhof Heerstraße]] in [[Berlin-Westend]]]]&lt;br /&gt;
Als die [[Nationalsozialisten]] an die Macht kamen, sorgte sie dafür, dass ihre Kinder in Sicherheit kamen. Ihr Sohn Hans emigrierte 1936 nach London und leistete Widerstand, indem er Emigranten half, Geld und Schmuck nach London zu schmuggeln. Als „[[Enemy Alien]]“ wurde er während des Krieges nach Australien deportiert und blieb dort. Ihre Tochter Hilde heiratete den Diplomaten [[Sigismund von Braun]] und ging nach [[Addis Abeba]]. Mit den von Brauns verstand sich die „Halbjüdin“ Hildegard Margis anfangs schlecht. Nachdem sie sich der [[Bewegung Freies Deutschland]] angeschlossen hatte, suchte sie allerdings den Kontakt zu [[Magnus von Braun (Ingenieur)|Magnus von Braun]] und seiner Familie, um Informationen über deren Sohn [[Wernher von Braun]] und das NS-Raketenprogramm zu erhalten. Das so erlangte Wissen über den Bau der [[Vergeltungswaffe|V-Waffen]] gab sie an [[Franz Jacob]] und [[Anton Saefkow]] weiter. Über [[Arvid Lundgren]], Chauffeur bei der schwedischen Botschaft in Berlin, gelangten diese Informationen auch nach [[Schweden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. September 1944 wurde Hildegard Margis verhaftet. Zwölf Tage danach starb sie im [[Frauengefängnis Barnimstraße]] im Alter von 57&amp;amp;nbsp;Jahren an den Folgen der Folter durch die [[Gestapo]]. Ihre Sterbeurkunde gibt als Todesursache Fettleibigkeit und Herzschwäche an.&amp;lt;ref&amp;gt;StA Horst-Wessel-Stadt, Sterbeurkunde Nr. 4312/1944&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grab von Hildegard Margis befindet sich auf dem landeseigenen [[Friedhof Heerstraße]] in [[Berlin-Westend]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christina von Braun]]: &amp;#039;&amp;#039;Stille Post. Eine andere Familiengeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Propyläen, Berlin 2008, ISBN 978-3-549-07314-8. S.&amp;amp;nbsp;164–165.&amp;lt;/ref&amp;gt; Grablage: 6-Cb-34.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* (mit Maria Jecker) &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Kochbuch.&amp;#039;&amp;#039; Frauendienst-Verlag: Berlin 1933&lt;br /&gt;
* (mit Karl Mahler) &amp;#039;&amp;#039;Teilung und Umbau von Wohnungen.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlagsanstalt: Stuttgart/Berlin 1932&lt;br /&gt;
* (Erna Meier) &amp;#039;&amp;#039;Macht Euch endlich frei – von der Haushalt-Sklaverei! Der vereinfachte Haushalt und wie man ihn zeitgemäss führt. Hausfrauen, der halbe Tag gehört Euch!&amp;#039;&amp;#039; Ullstein-Verlag: Berlin 1930&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hausfrau und Maschine in ihrer Zusammenarbeit.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1929&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die erfolgreiche Hausfrau.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1929&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Haushalt und Wirtschaft. Ratschläge für eine rationelle Haushaltführung.&amp;#039;&amp;#039; Schriftenverlag Deutscher Hausfrauen: Berlin 1928&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Vor ihrem letzten Wohnhaus in der Lyckallee in Berlin-Charlottenburg wurde 2008 ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/bezirk/lexikon/lyckallee_28.html Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christina von Braun]]: &amp;#039;&amp;#039;Stille Post. Eine andere Familiengeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Propyläen Verlag: Berlin 2007&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ulb.tu-darmstadt.de/tocs/18507698X.pdf Inhaltsverzeichnis] (PDF-Datei; 101&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Annette Neumann, Susanne Reveles, Bärbel Schindler-Saefkow: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Arbeiterwiderstand 1942–1945. „Weg mit Hitler – Schluß mit dem Krieg!“ Die Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation.&amp;#039;&amp;#039; Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Antifaschistinnen e.&amp;amp;nbsp;V.: Berlin 2009, S. 51&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|wayback=20090606184928|url=http://berlin.vvn-bda.org/StolpersteinefrWiderstandsorganisation.htm|text=Stolpersteine für die Widerstandsorganisation Saefkow-Jacob-Bästlein}}&lt;br /&gt;
* [http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&amp;amp;dig=2007/02/24/a0016 taz.de] Artikel von Christina von Braun über ihre Großmutter&lt;br /&gt;
* [http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/607268/ Deutschlandradio-Kultur]&lt;br /&gt;
* [http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/stille-post-tut-weh-wie-schweigen Interview mit Christina von Braun] in: [[der Freitag|Freitag]] vom 6. Juli 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1282316338|VIAF=28071132}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Margis, Hildegard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauenrechtler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Margis, Hildegard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Margis, Hildegard Hedwig (vollständiger Name); Beck, Hildegard (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Frauenrechtlerin, Autorin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Mai 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Posen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. September 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Silewe</name></author>
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