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	<title>Hildegard Burjan - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hildegard Lea Burjan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geborene &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Freund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Januar|30. Jänner]] [[1883]] in [[Görlitz]], [[Provinz Schlesien]]; † [[11. Juni]] [[1933]] in [[Wien]]), war eine österreichische [[Sozialpolitiker]]in und [[Ordensgründerin]] der Schwesterngemeinschaft [[Caritas Socialis]]. 2012 wurde sie von der römisch-katholischen Kirche [[Seligsprechung|seliggesprochen]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Hildegard Burjan.jpg|miniatur|Hildegard Burjan als Studentin (1903)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien09 Pramergasse007 2017-03-11 GuentherZ 0288 GD Burjan (straightened).jpg|mini|Gedenktafel für Hildegard Burjan in Wien-[[Alsergrund]] (9. Bezirk)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2008.02.26.HildegardBurjan1883-1933Hietzing01.JPG|mini|Hildegard-Burjan-Hof, eine städtische Wohnhausanlage in Wien-[[Hietzing]] (13. Bezirk)]]&lt;br /&gt;
Hildegard Freund entstammte einer [[Jüdischer Glaube|jüdisch]]-liberalen Familie, ihre Eltern waren der Kaufmann Abraham Adolph Freund und seine Frau Berta.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingeborg Schödl: &amp;#039;&amp;#039;Frauenrechtlerin – Sozialpolitikerin – Ordensgründerin. Die neue Selige Hildegard Burjan (1883–1933)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Stimmen der Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 230 (2012), S. 60–63, hier S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie besuchte das Sophie-Charlotte-Lyzeum („Charlottenlyzeum“) in Berlin, bis die Familie, bedingt durch den Beruf des Vaters, in die Schweiz zog, wo Hildegard 1903 maturierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ingeborg Schödl 61&amp;quot;&amp;gt;Ingeborg Schödl: &amp;#039;&amp;#039;Frauenrechtlerin – Sozialpolitikerin – Ordensgründerin. Die neue Selige Hildegard Burjan (1883–1933)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Stimmen der Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 230 (2012), S. 60–63, hier S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie studierte in Zürich [[Literatur]] und [[Philosophie]], [[Promotion (Doktor)|promovierte]] 1908 mit [[Promotion (Doktor)#Schweiz|magna cum laude]] zum Dr. phil. und studierte dann in [[Berlin]] [[Sozialwissenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1907 heiratete sie den [[Magyaren|Ungarn]] Alexander Burjan (* 26. November 1882; † 6. November 1973), den sie in Zürich kennengelernt hatte. An einer schweren [[Nierenkolik]] erkrankt, wurde sie am 9. Oktober 1908 ins Berliner [[St. Hedwig-Krankenhaus]] eingeliefert, wo sie von den [[Barmherzige Schwestern vom hl. Karl Borromäus|Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus]] gepflegt wurde. Diese beeindruckten sie mit ihrer aufopfernden Hingabe an andere Menschen aus dem Glauben heraus sehr. Nach Monaten vergeblicher Bemühungen sahen die Ärzte bereits keine Hoffnung mehr für sie und gaben ihr zur Linderung der Schmerzen Opium. In der Karwoche des Jahres 1909 war Hildegard Burjan dem Tode nah. Am Morgen des 11. April 1909, des [[Ostern|Hochfestes der Auferstehung Jesu Christi]], setzte jedoch eine unerwartete Besserung ein, die zu ihrer baldigen Entlassung nach sieben Monaten Krankenhausaufenthalt führte.&amp;lt;ref&amp;gt;Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis (Hg.): [http://www.hildegardburjan.at/files/hb_vita_deutsch.pdf &amp;#039;&amp;#039;Hildegard Burjan. Mit Spannungen leben. Biografie&amp;#039;&amp;#039;], Wien 2011, S. 9f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zürich war Hildegard Burjan schon durch den Literaturhistoriker und Philosophen [[Robert Saitschick]] sowie den Philosophen und Pädagogen [[Friedrich Wilhelm Foerster]] mit christlichem Gedankengut in Berührung gekommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ingeborg Schödl 61&amp;quot; /&amp;gt; Der lebendige Eindruck jedoch, den die Zuwendung der Pflegeschwestern ihr gemacht hatte, sowie die aufwühlende Erfahrung ihrer unerwarteten, zu Ostern einsetzenden Genesung führten sie zu einer existenziell verankerten Überzeugung von der Wahrheit der christlichen Religion und [[Jesus von Nazareth|Jesu von Nazareth]] als [[Messias]]. Sie [[Konversion (Religion)|konvertierte]] noch im selben Jahr zum [[Katholische Kirche|katholischen]] Glauben und empfing am 11. August 1909 in der Kapelle des Berliner St. Josephs-Krankenhauses in der Niederwallstraße das [[Sakrament]] der [[Taufe]].&amp;lt;ref&amp;gt;Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis (Hg.): [http://www.hildegardburjan.at/files/hb_vita_deutsch.pdf &amp;#039;&amp;#039;Hildegard Burjan. Mit Spannungen leben. Biografie&amp;#039;&amp;#039;], Wien 2011, S. 8, 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.erzbistumberlin.de/medien/schlaglichter/schlaglicht/datum/2017/10/13/spuren-der-seligen-hildegard-burjan-in-berlin/|titel=Spuren der Seligen Hildegard Burjan in Berlin|hrsg=[[Erzbistum Berlin]]|datum=2017-10-13|zugriff=2017-10-21|archiv-datum=2017-10-22|archiv-url=https://web.archive.org/web/20171022033424/http://www.erzbistumberlin.de/medien/schlaglichter/schlaglicht/datum/2017/10/13/spuren-der-seligen-hildegard-burjan-in-berlin/|offline=ja|archiv-bot=2025-06-25 13:09:20 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1909 übersiedelten Hildegard und Alexander Burjan nach Wien, da Alexander Burjan eine leitende Stelle bei der Österreichischen Telefonfabriks A.G. angetragen worden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ingeborg Schödl 61&amp;quot; /&amp;gt; Sie nahmen die österreichische Staatsbürgerschaft an. In Wien brachte Hildegard Burjan 1910 ihre einzige Tochter Elisabeth zur Welt, obwohl ihr die Ärzte dringend zu einer [[Schwangerschaftsabbruch|Abtreibung]] geraten hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erika Weinzierl]]: &amp;#039;&amp;#039;Emanzipation? Österreichische Frauen im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Jugend &amp;amp; Volk, Wien 1975, S.&amp;amp;nbsp;159.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:TomvonDregerHildegardBurjan.jpg|mini|[[Tom von Dreger]]: Hildegard Burjan (1930)]]&lt;br /&gt;
Hildegard Burjan wollte nicht nur Mutter und Hausfrau sein, sondern ihr „neu geschenktes Leben“, wie sie zu sagen pflegte, hilfsbedürftigen Menschen widmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ingeborg Schödl 61&amp;quot; /&amp;gt; Sie setzte sich vor allem für Frauen ein. 1912 gründete sie in Wien den „Verband der christlichen [[Heimarbeiter]]innen“, um diese ausgebeutete und rechtlose Bevölkerungsgruppe zu unterstützen, 1918 den Verein „Soziale Hilfe“ und am 4. Oktober 1919 die religiöse Schwesterngemeinschaft &amp;#039;&amp;#039;[[Caritas Socialis]]&amp;#039;&amp;#039; (CS),&amp;lt;ref&amp;gt;Ingeborg Schödl: &amp;#039;&amp;#039;Frauenrechtlerin – Sozialpolitikerin – Ordensgründerin. Die neue Selige Hildegard Burjan (1883–1933)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Stimmen der Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 230 (2012), S. 60–63, hier S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt; die sich bis heute [[karitativ]]en Aufgaben widmet, u.&amp;amp;nbsp;a. Pflegeheime und ein [[Hospiz]] führt und sich für die Ausbildung von [[Sozialberuf]]en engagiert. Sie forderte die Frauen zum Boykott von Waren auf, die von Firmen stammen, die Frauen ausbeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Spätherbst 1918 wurde sie in [[Deutschösterreich]] für die [[Christlichsoziale Partei (Österreich)|Christlichsoziale Partei]] im provisorischen [[Wiener Landtag und Gemeinderat|Wiener Gemeinderat]], der bis zur ersten voll demokratischen Gemeinderatswahl amtierte, tätig und wurde eine wichtige Persönlichkeit in Politik und Kirche. Von 4. März 1919 bis 9. November 1920 war sie (am 16. Februar 1919 bei der ersten Wahl, bei der Frauen das [[Frauenwahlrecht|uneingeschränkte aktive und passive Wahlrecht]] hatten, gewählt) christlichsoziale Abgeordnete in der [[Konstituierende Nationalversammlung|Konstituierenden Nationalversammlung]], die am 3. April 1919 das [[Habsburgergesetz]] und das [[Adelsaufhebungsgesetz]] und am 1. Oktober 1920 die im Wesentlichen bis heute gültigen zentralen Bestimmungen der österreichischen [[Bundes-Verfassungsgesetz|Bundesverfassung]] beschloss. Politische Verbündete suchte sie über alle Parteigrenzen hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burjan wurde später „[[Gewissen]] des [[Parlament]]s“ und „Heimarbeiterinnenmutter von Wien“ genannt. Sie kämpfte für die Rechte und die [[Gleichberechtigung]] der Frauen. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ zählte zu ihren wichtigsten politischen Forderungen. 1920 schied sie aus der Bundespolitik aus, widmete sich sozialen Aufgaben und beging unorthodoxe Lösungswege für die materiellen Nöte ihrer Zeit. Sie wirkte an der Neubildung der österreichischen [[Bahnhofsmission]] und an Einrichtungen der Familienpflege wie der Mittelstandsküchen mit. Sie errichtete in der Pramergasse im [[Alsergrund|9. Wiener Gemeindebezirk]] ein Heim für Mütter mit ledigen Kindern und schwierigem sozialen Umfeld sowie eine Ausgabestelle für kostenlose Kleidung. Damit wurde sie eine Wegbereiterin moderner Sozialarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien 15 Pfarrkirche Neufünfhaus a.jpg|mini|Die [[Pfarrkirche Neufünfhaus|Christkönigskirche]] in Rudolfsheim-Fünfhaus]]&lt;br /&gt;
Mit dem Prälaten und christlichsozialen Bundeskanzler [[Ignaz Seipel]], der insgesamt fünfeinhalb Jahre an der Spitze der Regierung stand, war sie sehr verbunden. Er begleitete einerseits ihre Aktivitäten als Geistlicher und machte andererseits als Politiker viele ihrer Projekte möglich. Nach seinem Tod im Jahr 1932 initiierte sie den Bau der [[Pfarrkirche Neufünfhaus|Christkönigskirche]] in Wien als Gedächtniskirche für Seipel im [[Rudolfsheim-Fünfhaus|15. Wiener Gemeindebezirk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard Burjan war, bedingt auch durch die berufliche Stellung ihres Mannes Alexander Burjan, des Generaldirektors der &amp;#039;&amp;#039;Österreichischen Telephonfabrik AG&amp;#039;&amp;#039;, mit dem christlichsozialen, 1934 als Diktator von Nationalsozialisten ermordeten Bundeskanzler [[Engelbert Dollfuß]] näher bekannt. So nahm dieser während ihrer letzten schweren Krankheit regen Anteil an ihrem Befinden und ließ ihr einen vom Papst persönlich gewidmeten Rosenkranz zukommen.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv | url=http://www.onb.ac.at/ariadne/projekte/frauen_waehlet/nebRaum10h.html | wayback=20130106162510 | text=Archivlink}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dollfuß hatte im März 1933 [[Selbstausschaltung des Parlaments|das Parlament ausgeschaltet]]; Hildegard Burjan erlebte aber die Ausprägung des [[Austrofaschismus]] bzw. des [[Ständestaat (Österreich)|Ständestaates]] nicht mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hildegardburjan.at/lebensakzente/politik-und-kirche/kirche-in-der-zwischenkriegszeit.html Kirche in der Zwischenkriegszeit] von Ingeborg Schödl, abgerufen am 29. Jänner 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach ihrem Tod übernahm Dollfuß’ Ehefrau [[Alwine Dollfuß]] einige von Burjans Agenden, darunter den Ehrenvorsitz der &amp;#039;&amp;#039;Sozialen Hilfe&amp;#039;&amp;#039; und die Organisation der &amp;#039;&amp;#039;Elisabethtische&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|tan|06|03|1934|2|Hilfsfondssammlung in Paris}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war sie ebenfalls Mitglied im Baukomitee der Christkönigskirche und trug dazu bei, dass Dollfuß nach seinem Tod bis 1938 wie Seipel in der Christkönigskirche bestattet wurde. Bis zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde der Bau daher &amp;#039;&amp;#039;Seipel-Dollfuß-Gedächtniskirche&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lucile Dreidemy |Titel=”Denn ein Engel kann nicht sterben”. Engelbert Dollfuß 1934-2012: eine Biographie des Posthumen |Ort=Wien / Straßburg |Datum=2012 |Seiten=32 f. |Kommentar=Dissertation Universität Wien/Universität Straßburg |Online=https://theses.hal.science/tel-01249522}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knapp zweieinhalb Jahrzehnte nach ihrer unerwarteten Genesung, die ihr ermöglicht hatte, sich ihrem Lebenswerk zu widmen, starb Hildegard Burjan im Sommer 1933, erst fünfzigjährig, trotz einer weiteren Operation schließlich an der wieder aufbrechenden Nierenerkrankung, an der sie schon als Jugendliche gelitten hatte und deren Folgen sie ihr Leben lang begleiteten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erika Weinzierl]]: &amp;#039;&amp;#039;Emanzipation? Österreichische Frauen im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Jugend &amp;amp; Volk, Wien 1975, 2007, ISBN 3-7141-7418-4, S.&amp;amp;nbsp;168&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wurde in einem Metallsarg in einer Gruft auf dem [[Wiener Zentralfriedhof]] bestattet (Gruppe 34G, Nr. 33).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wohnte sie mit ihrem Mann in einer großbürgerlichen Villa in der Larochegasse 35 im [[Hietzing|13. Wiener Gemeindebezirk, Hietzing]], im Bezirksteil [[Unter Sankt Veit|Unter-St.-Veit]]  (Gedenktafel). Alexander Burjan, Industrieller und Vorstandsmitglied der [[Radio Verkehrs AG]] (später [[ORF]]), lebte bis 1938 dort und konnte sein Leben durch die Flucht nach Brasilien retten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://projekte.vhs.at/judeninhietzing/Burjan_Hildegard&amp;amp;Alexander | wayback=20070918101247 | text=Burjan Hildegard und Alexander}} Onlineauftritt VHS Hietzing Projekt Juden in Hietzing der [[VHS Hietzing]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Krieg kehrte er zurück, und das unter dem NS-Regime enteignete Haus wurde auf ihn zurück übertragen. Er verkaufte die Villa, blieb aber in Wien, wo er 1973 verstarb und ebenfalls in der Gruft auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tochter Elisabeth (1910–2005) besuchte die Schulen der Dominikanerinnen und lebte ab 1934 in London, später in Washington. Sie war im diplomatischen Dienst tätig und nach Beendigung ihrer Berufslaufbahn fast 30 Jahre für den Vatikan als Dolmetscherin im Einsatz. Sie starb in Rom und wurde neben ihren Eltern in der Gruft auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verstorbenensuche&amp;quot;&amp;gt;{{Verstorbenensuche Wien |Name=Hildegard Burjan |Friedhof=Wiener Zentralfriedhof|Jahr=1933}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seligsprechung ==&lt;br /&gt;
Der [[Seligsprechung]]sprozess für Hildegard Burjan wurde 1963 vom Wiener Erzbischof Kardinal [[Franz König]] eingeleitet. Nach dem [[Erheben der Gebeine]] bzw. der [[Reliquientranslation]] wurden ihre sterblichen Überreste am 4. Mai 2005 an einem „Ort der Verehrung“, in der Hildegard-Burjan-Kapelle im CS-Stammhaus im [[Alsergrund|9. Wiener Gemeindebezirk, Alsergrund]], bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Papst [[Johannes Paul II.]] besuchte am 21. Juni 1998 das Caritas-Socialis-Hospiz Rennweg, wo er sich anerkennend über Hildegard Burjan äußerte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stjosef.at/papstbesuch/7papst_d.htm Text der Ansprache]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wiener Erzbischof [[Christoph Schönborn]] unterstützte das Seligsprechungsverfahren: &amp;#039;&amp;#039;Für die [[Erzdiözese Wien]], aber auch für ganz Österreich ist Hildegard Burjan eine beeindruckende Gestalt – ein Mensch zum Vorzeigen&amp;#039;&amp;#039;, und er würdigte in einer Ansprache das Wirken von Hildegard Burjan mit den Worten: &amp;#039;&amp;#039;Mit einem offenen Herzen für die Nöte der Zeit hat sie sich für die Rechte der Unterprivilegierten und gegen jede soziale Ausgrenzung von Randgruppen durch die Gesellschaft eingesetzt&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.archivioradiovaticana.va/storico/2008/06/12/%C3%B6sterreich_burjan,_die_n%C3%A4chste_selige/ted-211718 &amp;#039;&amp;#039;Österreich: Burjan, die nächste Selige?&amp;#039;&amp;#039;] auf [[Radio Vatikan]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 7. Juni 2011 erkannte das Kardinalskollegium in Rom das für eine Seligsprechung notwendige Wunder an. Das anerkannte Wunder betrifft die Heilung einer Frau, die sich in ihrem Anliegen an Hildegard Burjan gewandt hat: Infolge mehrerer Operationen konnte sie kein Kind zur Welt bringen. Dass sie später drei gesunden Kindern das Leben schenkte, ist nach Auffassung der den Fall beurteilenden Ärzte medizinisch nicht erklärbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kath.net/news/31786 Meldung kath.net vom 8. Juni 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Papst [[Benedikt XVI.]] bestätigte am 27. Juni 2011 das Dekret der Seligsprechungskongregation, das eine Wunderheilung auf Vermittlung Burjans anerkennt. Die Seligsprechung erfolgte am 29. Jänner 2012 im Wiener [[Stephansdom]] durch Kardinal [[Angelo Amato]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20111025_OTS0233/burjan-seligsprechung-am-29-jaenner-2012-in-wien Burjan-Seligsprechung am 29. Jänner 2012 in Wien]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies war die erste Seligsprechung im Stephansdom.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wien.orf.at/news/stories/2517937/ Erste Seligsprechung im Stephansdom] auf ORF vom 23. Jänner 2012, abgerufen am 24. Jänner 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard Burjans liturgischer Gedenktag ist der 12. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
* Im Jahr 1964 wurde vom [[Niederösterreich|Land Niederösterreich]] in der Wiener [[Votivkirche (Wien)|Votivkirche]] ein Fenster gewidmet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hildegardburjan.at/lebensakzente/politik-und-kirche/sozialpionierin-wird-neue-selige.html Eine Sozialpionierin wird neue Selige], abgerufen am 29. Jänner 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Anlässlich ihres 100. Geburtstages wurde im Jahr 1983 von der österreichischen Post eine Sonderpostmarke aufgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{austriaforum|Wissenssammlungen/Briefmarken/1983/Hildegard_Burjan}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im Jahr 1984 wurde in Wien [[Rudolfsheim-Fünfhaus]] (15. Bezirk) der &amp;#039;&amp;#039;Burjanplatz&amp;#039;&amp;#039; nach ihr benannt, der sich unmittelbar vor der von ihr initiierten [[Pfarrkirche Neufünfhaus|Christkönigskirche]] befindet.&lt;br /&gt;
* Eine in ihrem letzten Wohnbezirk in Wien, dem [[Hietzing|13. Bezirk]], 1994/1995 nach Plänen von Walter Buck errichtete städtische Wohnhausanlage in der [[Speising]]er Straße 46–48 mit 31 Wohnungen wurde &amp;#039;&amp;#039;Hildegard-Burjan-Hof&amp;#039;&amp;#039; benannt.&lt;br /&gt;
* In ihrer Heimatstadt Görlitz erinnern ein Platzname und eine 2012 an ihrem Geburtshaus, [[Elisabethstraße (Görlitz)|Elisabethstraße]] 36, enthüllte Gedenktafel an sie sowie eine für die Görlitzer Kathedralkirche St. Jakob im Jahre 2013 gegossene Glocke.&lt;br /&gt;
* In den Arkaden des [[Wiener Rathaus]]es wurde eine Gedenktafel 2017 enthüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kathpress.at/goto/meldung/1503470/wien-ehrt-sozialpolitikerin-und-ordensgruenderin-hildegard-burjan Wien ehrt Sozialpolitikerin und Ordensgründerin Hildegard Burjan] auf Kathpress vom 15. Mai 2017, abgerufen am 15. Mai 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In Wien wurde 2017 im 15. Wiener Gemeindebezirk im Zuge von Pfarrzusammenlegungen die &amp;#039;&amp;#039;Pfarre Hildegard Burjan&amp;#039;&amp;#039; mit ihrem [[Patrozinium]] gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.erzdioezese-wien.at/pages/pfarrseelsorge/26071917 &amp;#039;&amp;#039;Pfarre Hildegard Burjan&amp;#039;&amp;#039;] auf Erzdiözese Wien, abgerufen am 12. Januar 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ANNO|rpt|20|02|1919|1|Die Frauen und die Nationalversammlung – Von Hildegard Burjan}}&lt;br /&gt;
* {{ANNO|nfp|12|06|1933|2|Nachruf auf Hildegard Burjan}}&lt;br /&gt;
* Irmgard Burjan-Domanig: &amp;#039;&amp;#039;Hildegard Burjan, eine Frau der sozialen Tat&amp;#039;&amp;#039;. 3. Aufl. Caritas Socialis, Wien 1976.&lt;br /&gt;
* [[Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Mystik, Emanzipation und Politik: Hildegard Burjan (1883–1933).&amp;#039;&amp;#039; Caritas Socialis, Wien 2004.&lt;br /&gt;
* [[Gisbert Greshake]]: &amp;#039;&amp;#039;Selig, die nach Gerechtigkeit dürsten: Hildegard Burjan: Leben – Werk – Spiritualität&amp;#039;&amp;#039;, Tyrolia, Innsbruck 2008, ISBN 978-3-7022-2957-3.&lt;br /&gt;
* Alfred Koblbauer: &amp;#039;&amp;#039;Spiritualität&amp;#039;&amp;#039;. 2. Band: &amp;#039;&amp;#039;Hildegard Burjan&amp;#039;&amp;#039;. Missionsdruckerei St. Gabriel, Mödling 1976.&lt;br /&gt;
* [[Michaela Sohn-Kronthaler|Michaela Kronthaler]]: &amp;#039;&amp;#039;Hildegard Burjan (1883–1933). Katholische Arbeiterinnenführerin und christliche Sozialpolitikerin.&amp;#039;&amp;#039; Dr.-Karl-Kummer-Institut für Sozialpolitik und Sozialreform in Steiermark, Graz 1995.&lt;br /&gt;
* Michaela Kronthaler: &amp;#039;&amp;#039;Die Frauenfrage als treibende Kraft: Hildegard Burjans innovative Rolle im Sozialkatholizismus und Politischen Katholizismus vom Ende der Monarchie bis zur &amp;#039;Selbstausschaltung&amp;#039; des Parlaments&amp;#039;&amp;#039; (= Grazer Beiträge zur Theologiegeschichte und Kirchlichen Zeitgeschichte, Bd. 8). Styria, Graz-Wien-Köln 1995, ISBN 3-222-12358-6.&lt;br /&gt;
* {{NDB|3|52||Burjan, geborene Freund, Hildegard|Eva Obermayer-Marnach|118665243}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL | url=http://www.bautz.de/bbkl/b/burjan_h.shtml|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613100834/http://www.bautz.de/bbkl/b/burjan_h.shtml |archivedate=2007-06-13 |autor=[[Ekkart Sauser]]|band=21|spalten=233-234}}&lt;br /&gt;
* [[Ingeborg Schödl]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hoffnung hat einen Namen. Hildegard Burjan und die Caritas Socialis&amp;#039;&amp;#039;. Tyrolia, Innsbruck-Wien 1995, ISBN 3-7022-1980-3.&lt;br /&gt;
* Ingeborg Schödl: &amp;#039;&amp;#039;Frauenrechtlerin – Sozialpolitikerin – Ordensgründerin. Die neue Selige Hildegard Burjan (1883–1933)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Stimmen der Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 230 (2012), S. 60–63.&lt;br /&gt;
* Ingeborg Schödl: &amp;#039;&amp;#039;Hildegard Burjan. Frau zwischen Politik und Kirche&amp;#039;&amp;#039;. Dom-Verlag, Wien 2008, ISBN 978-3-85351-204-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
* [[Anita Lackenberger]], Gerhard Mader: &amp;#039;&amp;#039;Hildegard Burjan: Auf den Spuren der Gründerin der Caritas Socialis&amp;#039;&amp;#039;, Produktion West und ORF 2008.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.produktionwest.com/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=30&amp;amp;Itemid=27 Produktion West] TV Film: Koproduktion ORF und Produktion West: Hildegard Burjan: Anita Lackenberger und Gerhard Mader auf den Spuren der Gründerin der Caritas Socialis, 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Beate Thalberg]]: [[Universum History]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Unbeugsamen – Drei Frauen und ihr Weg zum Wahlrecht&amp;#039;&amp;#039;, Österreich 2019, mit [[Anna Brüggemann]] ([[Clara Zetkin]]), [[Katharina Haudum]] ([[Adelheid Popp]]) und [[Marie-Luise Stockinger]] (Hildegard Burjan)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118665243}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Burjan,_Hildegard}}&lt;br /&gt;
* {{parlament-at|166}}&lt;br /&gt;
* Rudolf Grulich: [https://www.kirche-in-not.de/wp-content/uploads/2021/01/20120129-seligsprechung-hildegard-burjan-beitrag-von-rudolf-grulich.pdf &amp;#039;&amp;#039;Im memoriam Hildegard Burjan&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* {{ARIADNE|1508}}&lt;br /&gt;
* [http://www.hildegardburjan.at/ Caritas Socialis: &amp;#039;&amp;#039;Hildegard Burjan&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* Dom Antoine Marie Beauchef [[Benediktiner|OSB]], Abt der Abtei Saint-Joseph de Clairval: [https://www.clairval.com/lettres/fr/2013/06/07/6050613.htm Brief zu Hildegard Burjan] vom 7. Juni 2013 (deutsche und andere Übersetzungen wählbar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118665243|LCCN=n/91/17559|VIAF=72187853}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Burjan, Hildegard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauenrechtler (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter zum Nationalrat (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ordensgründer (römisch-katholisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seliger|Hildegard, Burjan]] &amp;lt;!-- Hl. u. Sel. nach Vornamen sort. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Görlitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Burjan, Hildegard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Freund, Hildegard (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichische Sozialpolitikerin (CS), Landtagsabgeordnete, Abgeordnete zum Nationalrat und Ordensgründerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Januar 1883&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Görlitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Juni 1933&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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