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	<title>Hilde Radusch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T21:05:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hilde_Radusch&amp;diff=2671174&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wikijunkie: /* Literatur */ Klammer-WL korrigiert mit AWB</title>
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		<updated>2026-01-25T09:11:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Klammer-WL korrigiert mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gedenktafel Eisenacher Str 15 (Schön) Hilde Radusch2.jpg|mini|[[Gedenktafel|Gedenkort]], Eisenacher Straße 15 in [[Berlin-Schöneberg]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2009.04.06. V4-008-010-Radusch Hilde 001.JPG|mini|Hilde Raduschs Grab, 2009]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hilde Radusch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. November]] [[1903]] in [[Dąbie (Stettin)|Altdamm]] bei [[Stettin]]; † [[2. August]] [[1994]] in [[Berlin]]) war eine [[deutsche]] [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus]], kommunistische und sozialdemokratische Politikerin, Frauenrechtlerin und [[lesbisch]]e Aktivistin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Hilde Radusch wuchs in [[Weimar]] auf. Mit 18 Jahren kam sie 1921 allein nach Berlin, wo sie eine Ausbildung als Kinderhortnerin im [[Pestalozzi-Fröbel-Haus]] in Berlin aufnahm. Sie trat in den [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1920)|Kommunistischen Jugendverband Deutschlands]] ein. Da sie als kommunistische Kinderhortnerin keine Arbeit fand, ging sie 1923 als Telefonistin zur Post und wurde dort bald [[Betriebsrat]]svorsitzende. In der [[Revolutionäre Gewerkschaftsopposition|Revolutionären Gewerkschaftsopposition]] übernahm sie die Reichsleitung der Abteilung Agitprop und die der Gewerkschaftszeitung „Post und Staat“.&lt;br /&gt;
Weil Frauen nicht Mitglied des [[Roter Frontkämpferbund|Roten Frontkämpferbundes]] werden durften, initiierte sie 1925 die Gründung des [[Roter Frauen- und Mädchenbund|Roten Frauen- und Mädchenbundes]] und schrieb Artikel für dessen Zeitung, die &amp;#039;&amp;#039;Frauenwacht&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Von 1929 bis 1932 war sie [[Berliner Stadtverordnetenversammlung|Stadtverordnete]] für die Berliner [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübergabe an die Nationalsozialisten]] wurde sie am 6. April 1933 aufgrund ihrer KPD-Arbeit in „[[Schutzhaft]]“ genommen und war ein halbes Jahr im [[Frauengefängnis Barnimstraße]] inhaftiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Queerformat&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Bundesstiftung Magnus Hirschfeld |Titel=Forschung im Queerformat: Aktuelle Beiträge der LSBTI*-, Queer- und Geschlechterforschung |Verlag=transcript Verlag |Datum=2014 |ISBN=978-3-8394-2702-6 |Online=https://books.google.de/books?id=r9rJBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA41&amp;amp;lpg=PA41&amp;amp;dq=Elli+Smula&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=fGJ_aQF4iS&amp;amp;sig=nPD2aEhSolricbYZc6VGTfB2x9c&amp;amp;hl=en&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjJ6KO8vOLJAhVM7RQKHQLsA3c4ChDoAQgmMAE#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit den anderen konnte sie bessere Haftbedingungen für die Frauen durchsetzen. Ende September 1933 wurde sie mit etlichen anderen „Politischen“ wieder entlassen und zog nach Berlin-Mitte. Da sie als ehemaliges KPD-Mitglied nicht mehr bei der Post arbeiten konnte, ging sie als Arbeiterin zu Siemens und machte illegale Parteiarbeit im Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 lernte sie ihre spätere Freundin Else Klopsch („Eddy“) kennen, mit der sie ab 1941 ein kleines Restaurant im Berliner [[Scheunenviertel (Berlin)|Scheunenviertel]] führte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Queerformat&amp;quot; /&amp;gt; Dieses diente später auch als Unterschlupf für „Illegale“. Im August 1944 warnte eine mit Eddy befreundete Kriminalpolizistin sie vor ihrer bevorstehenden Verhaftung im Rahmen der so genannten [[Aktion Gitter]]. So konnte sie gemeinsam mit ihrer Lebensgefährtin in [[Prieros]] untertauchen, wo sie bis [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] in einer Gartenlaube versteckt lebten. Zum Zeitpunkt der [[Befreiung vom Nationalsozialismus|Befreiung]] Berlins durch die [[Rote Armee]] war sie fast verhungert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Queerformat&amp;quot; /&amp;gt; Außerdem zog sie sich ein [[Rheuma]]leiden zu und musste deshalb Mitte der 1950er Jahre Frührente beantragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sofort nach Kriegsende beteiligte sich Hilde Radusch am Wiederaufbau. Von Juni 1945 bis Februar 1946 arbeitete sie für das [[Bezirk Schöneberg|Bezirksamt Schöneberg]] in der Abteilung [[Opfer des Faschismus]]. 1946 war sie Mitinitiatorin der Aktion „[[Rettet die Kinder]]“. Im gleichen Jahr kam es jedoch zu Konflikten zwischen der Kommunistin und ihrer Partei, in deren Folge Radusch aus der KPD austrat und diese sie zugleich ausschloss. Sie trat dann 1948 in die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] ein und führte zusammen mit Eddy einen Trödelladen, bis der Tod ihrer Lebensgefährtin Eddy 1960 für Radusch einen weiteren schweren Schlag darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1970er Jahren engagierte sich Hilde Radusch in der Neuen Frauenbewegung. Sie war Mitbegründerin von L74, einer Berliner Gruppe älterer Lesben, und 1978 des [[FFBIZ|&amp;#039;&amp;#039;Frauenforschungs-, -bildungs- und -informationszentrums&amp;#039;&amp;#039; (FFBIZ)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilde Radusch ist auf dem [[Alter St.-Matthäus-Kirchhof Berlin|Alten St.-Matthäus-Kirchhof]] in [[Berlin-Schöneberg]] beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efeu-ev.de/frauen.html &amp;#039;&amp;#039;Informationen Gedenkmappe Frauen (Namensliste)&amp;#039;&amp;#039;.] efeu-ev.de – [http://www.efeu-ev.de/lorez.html Bild der Grabstätte.] efeu-ev.de (unten rechts); abgerufen am 5. November 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies ist seit Juli 2016 als [[Liste der Ehrengräber in Berlin|Ehrengrab der Stadt Berlin]] eingestuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Nachlass, in dem sich auch 129 Bücher aus Raduschs Privatbibliothek befinden, liegt im [[FFBIZ]], dem Frauenforschungs-, -bildungs- und -informationszentrum in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Dagmar Jank: &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheken von Frauen: ein Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Harrassowitz, Wiesbaden 2019 (Beiträge zum Buch- und Bibliothekswesen; 64), ISBN 978-3-447-11200-0, S. 159.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
18 Jahre nach ihrem Tod erinnerte der Berliner [[Bezirk Tempelhof-Schöneberg]] 2012 an das Leben und Wirken Raduschs. An ihrer letzten Wohnadresse in der  Eisenacher Straße Ecke Winterfeldtstraße, initiierte das &amp;#039;&amp;#039;Netzwerk zur Frauengeschichte vor Ort – Miss Marples Schwestern&amp;#039;&amp;#039; den ersten Berliner Gedenkort für eine während der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit]] verfolgte lesbische Frau.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.morgenpost.de/bezirke/tempelhof-schoeneberg/article106650967/Gedenkort-fuer-eine-verfolgte-lesbische-Frau.html Gedenkort für eine verfolgte lesbische Frau.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Morgenpost]]&amp;#039;&amp;#039;, 21. Juni 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er besteht aus drei an Radusch erinnernde Emailletafeln und einer Sitzmöglichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vor die Tür gesetzt – Im Nationalsozialismus verfolgte Berliner Stadtverordnete und Magistratsmitglieder 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Verein Aktives Museum, Berlin 2006, ISBN 3-00-018931-9, S. 316.&lt;br /&gt;
* Claudia Schoppmann: &amp;#039;&amp;#039;Zeit der Maskierung. Lebensgeschichten lesbischer Frauen im „Dritten Reich“&amp;#039;&amp;#039;. Orlanda Frauenverlag, Berlin 1993, ISBN 3-922166-94-6; [http://www.lesbengeschichte.de/bio_radusch_d.html Hilde Radusch (1903–1994).] Online-Projekt Lesbengeschichte.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Radusch, Hilde&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Dietz, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6; [https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3b-1424.html?ID=4927 bundesstiftung-aufarbeitung.de]&lt;br /&gt;
* Sina Speit: &amp;#039;&amp;#039;Die westdeutsche Frauenbewegung im intergenerationellen Gespräch. Der Nachlass von Hilde Radusch (1903–1994).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Geschichtswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2021, Jg. 69, Heft 2, S. 151–162.&lt;br /&gt;
*Silke Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Hilde Radusch (1903–1994).&amp;#039;&amp;#039; In: Siegfried Mielke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gewerkschafterinnen im NS-Staat, biografisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039;. Band 2. Metropol-Verlag, Berlin 2022, ISBN 978-3-86331-633-4, S. 381–394 (Gewerkschafter im Nationalsozialismus, 10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1030564426}}&lt;br /&gt;
* [https://mh-stiftung.de/biografien/hilde-radusch/ Hilde Radusch.] Website der [[Bundesstiftung Magnus Hirschfeld]]&lt;br /&gt;
*[https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/node/650 Hilde Radusch.] In: [[Digitales Deutsches Frauenarchiv]].&lt;br /&gt;
* [http://www.denktafeln.de/hilde-radusch-gedenkort.htm Gedenkort für Hilde Radusch.] denktafeln.de&lt;br /&gt;
* [http://www.spd-fraktion-tempelhof-schoeneberg.de/index.php?mod=content&amp;amp;page_id=1114 &amp;#039;&amp;#039;Ehrung einer leidenschaftlichen Zeitgenössin&amp;#039;&amp;#039;.] Website der SPD-BVV-Fraktion.&lt;br /&gt;
* [http://www.spinnboden.de/gedenken-erinnern/hilde-radusch.html Einweihung des Gedenkortes am 22. Juni 2012.] Spinnboden.&lt;br /&gt;
* [http://www.miss-marples.net/cms/website.php?id=projekte/data2529.htm Hilde Radusch (1903–1994).] Miss Marples Schwestern.&lt;br /&gt;
* Der Nachlass von Hilde Radusch befindet sich im [[FFBIZ|FFBIZ – Das feministische Archiv]].&lt;br /&gt;
* Ilona Scheidle: &amp;#039;&amp;#039;Ein Kleinod der Frauen-Lesbengeschichte&amp;#039;&amp;#039;. [https://www.boell.de/de/2014/07/14/hilde-radusch-ein-kleinod-der-frauen-lesbengeschichte boell.de] – Webseite der [[Heinrich-Böll-Stiftung]].&lt;br /&gt;
* Annika Viebig: [https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/akteurinnen/hilde-radusch &amp;#039;&amp;#039;Hilde Radusch&amp;#039;&amp;#039;.] In: Digitales Deutsches Frauenarchiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1030564426|VIAF=295669879}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Radusch, Hilde}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Stadtverordnetenversammlung (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsrat (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:RGO-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauenrechtler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1994]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Radusch, Hilde&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Widerstandskämpferin und Frauenrechtlerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. November 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dąbie (Stettin)|Altdamm]] bei Stettin&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. August 1994&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wikijunkie</name></author>
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