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	<title>Hilarius Gilges - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T19:57:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hilarius_Gilges&amp;diff=994034&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kürschner am 5. November 2025 um 09:16 Uhr</title>
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		<updated>2025-11-05T09:16:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Portraetfoto Hilarius Gilges.jpg|mini|hochkant|Porträtfoto Hilarius Gilges, Quelle: Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hilarius Gilges&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. April]] [[1909]] in [[Düsseldorf]]; † [[20. Juni]] [[1933]] ebenda), auch bekannt als „Lari“ Gilges, war ein deutscher [[Arbeiter]], Laienschauspieler und [[Kommunismus|Kommunist]]. Er wurde im Alter von 24 Jahren von [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hilarius Gilges war einer der wenigen [[Afrodeutsche]]n, die vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] geboren wurden. Seine Mutter Maria Stüttgen war eine Düsseldorfer Textilarbeiterin; die Herkunft seines leiblichen Vaters ist nicht vollständig belegbar. Wahrscheinlich handelte es sich um einen afrikanischen Rheinschiffer, der auf einem Schleppdampfer des Konzerns von [[Hugo Stinnes]] arbeitete. Nach Heirat der Mutter am 4. März 1915 mit Franz Peter Gilges erhielt Hilarius den Familiennamen Gilges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilarius Gilges wuchs im Arbeitermilieu der [[Altstadt (Düsseldorf)|Düsseldorfer Altstadt]] auf und schloss sich etwa 1925 oder 1926 dem [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1920)|Kommunistischen Jugendverband Deutschlands]] (KJVD) an. Er wurde [[Laiendarsteller|Laienschauspieler]] bei „[[Nordwest ran]]“, einer kommunistischen [[Agitprop]]-[[Theatergruppe]] von [[Wolfgang Langhoff]]. Die oftmals geäußerte Vermutung, er sei „Stepptänzer“ gewesen, lässt sich nirgends belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Auseinandersetzung mit einem [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Stahlhelm]]-Mitglied während einer Straßenschlacht, bei der dieser tödlich verletzt wurde, wurde Gilges 1931 verhaftet und wegen unerlaubten Waffenbesitzes und Körperverletzung zu einem Jahr Haft verurteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;books-r6f9sDYj5HgC-70&amp;quot;&amp;gt;Marianne Bechhaus-Gerst: &amp;#039;&amp;#039;AfrikanerInnen in Deutschland und schwarze Deutsche.&amp;#039;&amp;#039; LIT Verlag, Münster 2004, ISBN 978-3-8258-6824-6, S.&amp;amp;nbsp;70 ({{Google Buch |BuchID=r6f9sDYj5HgC |Seite=70}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Haftentlassung 1932 war er weiterhin als [[Agitation|Agitator]] aktiv. Anfang 1933, nach der „[[Machtergreifung]]“ der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]], ging er in den [[Untergrundbewegung|Untergrund]], was aber auf Grund seines Bekanntheitsgrads und seiner schwarzen Hautfarbe nur schwer umsetzbar war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht zum 20. Juni 1933 wurde er, vermutlich von sechs [[Sturmabteilung|SA]]- und [[Schutzstaffel|SS]]-Angehörigen, aus seiner Wohnung in der [[Ritterstraße (Düsseldorf)|Ritterstraße]] Nr. 36 in der Düsseldorfer Altstadt zum Rheinufer verschleppt, dort brutal misshandelt und ermordet. An seinem Körper befanden sich sowohl Schuss- als auch Stichwunden, die Arme waren ausgekugelt, und in der Lunge wurde Sand gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.vergessene-biografien.de/schwarze-menschen/hilarius-gilges/ |titel=Hilarius Gilges – Vergessene Biografien – Migranten und Schwarze Menschen im Nationalsozialismus |werk=vergessene-biografien.de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140810034234/http://www.vergessene-biografien.de:80/schwarze-menschen/hilarius-gilges/ |archiv-datum=2014-08-10|abruf=2016-02-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Täter wurden, auch nach Ende des [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]], nie gerichtlich verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Witwe von Hilarius Gilges, Katharina Hubertine Laatsch, geb. Vogels, und die beiden Kinder (Tochter Franziska Auguste Helmus, geb. Gilges, und Sohn Heinz Gilges) überlebten die NS-Zeit wahrscheinlich nur, weil sie von Nachbarn in der Altstadt versteckt wurden. 1949 erhielten die zwei Kinder und die Witwe eine einmalige Entschädigung als [[Deutsche Wiedergutmachungspolitik|Wiedergutmachung]]: 2.000 bzw. 2.200 [[Deutsche Mark|DM]] bzw. 12.000 DM.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hilrarius Gilges Platz Schild 04 2015.jpg|mini|Straßenschild „Hilarius Gilges-Platz“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Düsseldorf benannte am 23. Dezember 2003 einen Platz nach Hilarius Gilges direkt neben der [[Kunstakademie Düsseldorf|Düsseldorfer Kunstakademie]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hilarius-gilges.de/1386130.htm &amp;#039;&amp;#039;Hilarius-Gilges-Platz&amp;#039;&amp;#039;] auf hilarius-gilges.de&amp;lt;/ref&amp;gt; 1988 war bereits eine Gedenktafel in der Nähe des Ortes der Ermordung angebracht worden. Diese Gedenktafel wurde vom Stadtmuseum Düsseldorf initiiert und von der Düsseldorfer Künstlerin [[Hannelore Köhler]] gestaltet. Sie zeigt ein Relief von Gilges und wurde links neben der [[Tonhalle Düsseldorf|Tonhallenpassage]] am Tonhallenufer, auf der Höhe des [[Joseph Beuys|Joseph-Beuys-Ufers]] in die Wand eingelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hilarius-gilges.de/1894223.htm &amp;#039;&amp;#039;Die Gedenktafel&amp;#039;&amp;#039;] auf hilarius-gilges.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier fand auch am 20. Juni 2008 eine offizielle Gedenkfeier anlässlich des 75. Todestages von Hilarius Gilges statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2017-12-08 |url=http://www.lernen-aus-der-geschichte.de/?site=ne20080617184820 |text=&amp;#039;&amp;#039;Zum 75. Todestag des Hilarius Gilges.&amp;#039;&amp;#039;}} Fördergesellschaft Kulturelle Bildung e.V.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiterer Gedenkort ist die vom Bildhauer [[Bert Gerresheim]] 1985 geschaffene Johannes-von-Nepomuk-Statue an der rechtsrheinischen Rampe der [[Oberkasseler Brücke]] („Hofgartenrampe“). Ein Detail zeigt hier den Schriftzug &amp;#039;&amp;#039;Hilarius Gilges 1933&amp;#039;&amp;#039; und erinnert so an die Bluttat, die sich in der Nähe ereignet hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hilarius-gilges.de/1455283.htm Website &amp;#039;&amp;#039;Johannes-von-Nepomuk-Statue&amp;#039;&amp;#039; (mit Abbildungen)] im Portal &amp;#039;&amp;#039;hilarius-gilges.de&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 20. Juni 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stele Hilarius Gilges, Düsseldorf, 2020.jpg|mini|Gedenktafel am Rheinufer (vor der Oberkasseler Brücke) zum Gedenken an Hilarius Gilges]]&lt;br /&gt;
Am 21. Juni 2015 enthüllte die Stadt Düsseldorf an der Rheinuferpromenade (vor der Oberkasseler Brücke) eine Stele, die an Gilges erinnern soll. [[Oberbürgermeister]] [[Thomas Geisel]] nannte die Stele eine Mahnung, die „die furchtbaren Geschehnisse, die in den zwölf Jahren der nationalsozialistischen Terrorherrschaft noch folgten“, in der Erinnerung der Menschen wachhalten soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nrz.de/staedte/duesseldorf/article10806463/stele-erinnert-seit-gestern-an-hilarius-gilges.html |titel=Stele erinnert seit gestern an Hilarius Gilges |werk=Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung |hrsg=Funke Mediengruppe |datum=2015-06-22 |abruf=2015-06-22 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Udo Achten (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Düsseldorf zu Fuß. 17 Stadtteilrundgänge durch Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. VSA-Verlag, Hamburg 1989, S. 76.&lt;br /&gt;
* [[Werner Eggerath]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Kosakengeneral und andere bunte Geschichten&amp;#039;&amp;#039;. Dietz Verlag, Berlin 1961, S. 236–266.&lt;br /&gt;
* Clarence Lusane: &amp;#039;&amp;#039;The Historical Experiences of Afro-Germans, European Blacks, Africans, and African Americans in the Nazi Era&amp;#039;&amp;#039;. Routledge, London 2002, ISBN 0-415-93121-5, S. 234.&lt;br /&gt;
* Lothar Pützstück: „AfrikanerInnen in Deutschland und schwarze Deutsche – Geschichte und Gegenwart. Beiträge zur gleichnamigen Konferenz vom 13.-15. Juni 2003 im [[NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln|NS-Dokumentationszentrum]] ([[EL-DE-Haus]]) Köln“. In: [[Marianne Bechhaus-Gerst]], Reinhard Klein-Arendt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Begegnungen. Geschichte und Gegenwart der afrikanisch-europäischen Begegnung&amp;#039;&amp;#039;. 3, LIT Verlag, Münster 2004.&lt;br /&gt;
* Fatia Pindra: &amp;#039;&amp;#039;Schwarze Menschen unter nationalsozialistischer Herrschaft&amp;#039;&amp;#039;. Philosophische Fakultät, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Düsseldorf 2005 (Magisterarbeit).&lt;br /&gt;
* Heinrich Riemenschneider, Kulturamt der Stadt Düsseldorf (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Theatergeschichte der Stadt Düsseldorf&amp;#039;&amp;#039;. Band 2, Goethe Buchhandlung Teubig, Düsseldorf 1987, S. 204–206.&lt;br /&gt;
* Werner Roemer: &amp;#039;&amp;#039;Bert Gerresheim. Retrospektive 1960–1995&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Butzon &amp;amp; Bercker, Kevelaer 1995, S. 115.&lt;br /&gt;
* [[Karl Schabrod]]: &amp;#039;&amp;#039;Widerstand gegen Flick und Florian. Düsseldorfer Antifaschisten über ihren Widerstand 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Röderberg-Verlag, Frankfurt am Main 1978, S. 167.&lt;br /&gt;
* Susanne Seelbach: &amp;#039;&amp;#039;Proletarisch-revolutionäres Theater in Düsseldorf 1930–1933. Die Bühne als politisches Medium.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Europäische Hochschulschriften. Reihe 30: Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Band 55). [[Dissertation]]. Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 1994, ISBN 3-631-47044-4, S. 89.&lt;br /&gt;
* Frank Sparing: &amp;#039;&amp;#039;Hilarius Gilges – Ein von der SS ermordeter Arbeiter und Kommunist.&amp;#039;&amp;#039; In: Peter Martin, Christine Alonzo (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Charleston und Stechschritt. Schwarze im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Dölling und Galitz Verlag, Hamburg/München 2004, S. 549.&lt;br /&gt;
* [[Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten|Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes]] (VVN) – Bund der Antifaschisten (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ungesühnte Nazi-Morde in Düsseldorf&amp;#039;&amp;#039;. Düsseldorf, {{OCLC|931537051}}, S. 21 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche sind weiß, „Neger“ können keine Deutschen sein.&amp;#039;&amp;#039; Saarländischer Rundfunk. Erstausstrahlung am 29. Mai 1986.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* TERZ – autonome Stattzeitung für Politik und Kultur in Düsseldorf und Umgebung (Hrsg.): {{Webarchiv |wayback=20070927191435 |url=http://www.terz.org/texte/texte_06_03/gilges.htm |text=Ein ungesühnter Mord}} [In memoriam – Hilarius Gilges. Schwarzer Schauspieler und Kommunist wurde vor 70 Jahren von den Nazis ermordet: Ein ungesühnter Mord].&lt;br /&gt;
* Fatia Pindra (Hrsg.): [http://www.hilarius-gilges.de/ &amp;#039;&amp;#039;Hilarius Gilges&amp;#039;&amp;#039;].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=132793113|VIAF=18395214}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gilges, Hilarius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterschauspieler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (Düsseldorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunistischer Widerstand gegen den Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gilges, Hilarius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gilges, Lari; Stüttgen, Hilarius&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Arbeiter und Schauspieler, Kommunist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. April 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Juni 1933&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kürschner</name></author>
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