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	<title>High Density Lipoprotein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T12:09:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=High_Density_Lipoprotein&amp;diff=229846&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;PaFra: /* Medizinische Bedeutung */ +Link</title>
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		<updated>2026-02-22T12:46:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Medizinische Bedeutung: &lt;/span&gt; +Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;High Density Lipoprotein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;HDL&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; englisch &amp;#039;&amp;#039;high-density lipoprotein&amp;#039;&amp;#039;) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lipoprotein hoher Dichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Klasse von [[Lipoproteine]]n und ein Parameter des menschlichen [[Fettstoffwechsel]]s. Sie transportieren im menschlichen Körper unter anderem [[Cholesterin]] und [[Cholesterinester]] von den Geweben zur [[Leber]], wo sie ausgeschieden werden. Es existieren mindestens drei Unterformen. Ein normal hoher HDL-Spiegel im menschlichen Blut ist ein Marker für ein geringes Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen. Typische [[Apolipoproteine]] des HDL sind [[Apolipoprotein A1|ApoA I]] und [[Apolipoprotein A2|ApoA II]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Synonym von HDL wird, nach der HDL-Mobilität in der [[Elektrophorese]], der Begriff „[[Alphalipoprotein]]“ verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Die Benennung der Lipoproteine erfolgt nach ihrem Verhalten in der [[Ultrazentrifuge]]&amp;amp;nbsp;– und damit nach ihrer [[Dichte]] ({{enS|density}})&amp;amp;nbsp;– klassifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur ==&lt;br /&gt;
Menschliches HDL hat eine Dichte von 1,063 bis 1,210&amp;amp;nbsp;g/ml und eine Größe von 5 bis 17&amp;amp;nbsp;nm. Es gehört damit zu den kleinsten und dichtesten Lipoproteinen des Menschen.&lt;br /&gt;
Größe und Dichte sind dabei abhängig von der Menge an Lipid und Protein, mit denen HDL beladen ist.&lt;br /&gt;
HDL hat einen [[hydrophob]]en Kern, in dem vor allem Cholesterinester und ein geringer Anteil Triglyzeride sowie unverestertes Cholesterin vorhanden sind.&lt;br /&gt;
Die [[hydrophil]]e Hülle wird vor allem aus [[Phospholipide]]n, den Apolipoproteinen [[Apolipoprotein A1|A1]], A2, C, [[Apolipoprotein E|E]] und unverestertem Cholesterin gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klassifizierung eines Lipoproteins als HDL erfolgt nicht über die molekulare Struktur, sondern über das Verhalten in der Ultrazentrifuge. Daraus folgt, dass die molekulare Zusammensetzung der HDL-Partikel unterschiedlich sein kann.&lt;br /&gt;
Außer dem Enzym LCAT, das vor allem an der HDL-Entstehung beteiligt ist, kommt im Rahmen des HDL-Metabolismus auch noch dem Enzym [[Cholesterinester-Transferprotein]] ([[CETP]]) eine herausragende Bedeutung zu:&lt;br /&gt;
Es übernimmt Cholesterinester vom HDL, transportiert sie durch die wässrige Phase und lädt sie bei Lipoproteinen geringerer Dichte ([[Very Low Density Lipoprotein]]s, Intermediate Density Lipoproteins und [[Low Density Lipoprotein]]s) im Austausch gegen Triglyceride ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barter&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
In der Leber und im [[Darmepithel]] werden lipidfreie Vorläufermoleküle wie [[Apolipoprotein A1]] (ApoA1) gebildet. Durch Anlagerung von [[Phospholipide]]n und nicht-verestertem Cholesterin, die zum Beispiel aus den [[Schaumzelle]]n der [[Arteriosklerose#Definition|atherosklerotischen]] Plaques aufgenommen werden, entstehen HDL-Vorläufer. Deren Dichte und [[Volumen]] erhöhen sich unter anderem durch die Aktivität des [[Enzym]]s [[Lecithin-Cholesterin-Acyltransferase]] ([[LCAT]]), das nicht-verestertes Cholesterin verestert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eckardstein&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prozess der HDL-Entstehung ist bei bestimmten [[Erbkrankheit]]en gestört. So liegt bei der autosomal rezessiv vererbten [[Tangier-Krankheit]] eine [[Genmutation]] in einem Protein vor, das für die Ausschleusung von Cholesterin aus den Zellen verantwortlich ist. Als Resultat ist die HDL-Bildung vermindert und Cholesterin reichert sich im Gewebe an. In der Folge treten unter anderem Verhärtungen und Verdickungen der Gefäßwände stark gehäuft auf, die mit einer abnehmenden Elastizität der Gefäßwände und i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;R. auch zu Verengungen des Gefäßlumens führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
Da Fette (Lipide) nicht wasserlöslich sind, müssen sie im Blut an spezielle Proteine (Apolipoproteine) gebunden transportiert werden. Die so gebildeten Partikel werden als Lipoproteine bezeichnet. Sie transportieren im [[Blutplasma]] Fette und fettähnliche ([[lipophil]]e) Substanzen wie [[Cholesterin]], [[Cholesterinester]], [[Triglyceride]], [[Fettsäuren]] und [[Phospholipide]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HDL übernimmt eine zentrale Rolle im Rahmen des Cholesterinstoffwechsels im menschlichen Körper.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eckardstein&amp;quot;&amp;gt;Von Eckardstein: &amp;#039;&amp;#039;Drug Discovery Today: Disease Mechanisms.&amp;#039;&amp;#039; 2008; 5(3-4): e315-e324&amp;lt;/ref&amp;gt; Cholesterin ist als Bestandteil sämtlicher [[Zellmembran]]en des Körpers einerseits unverzichtbar für den menschlichen Organismus; andererseits führen zu große Mengen Cholesterin zu Problemen, beispielsweise wenn das Cholesterin sich in den [[Blutgefäß]]en ablagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptaufgabe des HDL besteht in diesem Zusammenhang darin, überschüssiges Cholesterin aus den peripheren Geweben, zum Beispiel aus den Wänden von Blutgefäßen, zurück zur [[Leber]] zu transportieren. Hier kann das Cholesterin dann in [[Gallensäure]]n umgewandelt und so über die Gallenflüssigkeit ausgeschieden werden. Diesen Cholesterintransport in Richtung Leber nennt man &amp;#039;&amp;#039;[[Reverser Cholesterintransport|reversen Cholesterintransport]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barter&amp;quot;&amp;gt;Barter/Rye: &amp;#039;&amp;#039;A new therapeutic target: cholesteryl ester transfer protein. Current status and future directions&amp;#039;&amp;#039;, Birmingham: 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist essentiell, um den Cholesterinstoffwechsel im Gleichgewicht zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HDL ist, neben seiner Funktion als wichtigstes [[Molekül]] für den Abtransport von Cholesterin, zusätzlich auch am Transport anderer lipophiler Substanzen beteiligt. So werden Substanzen, die beispielsweise für die [[Vasodilatation]], für die Synthese von [[Stickstoffmonoxid]] (NO), für die Aktivierung von [[Blutplättchen]] und die [[Blutgerinnung]] nötig sind, ebenfalls mit Hilfe von HDL-Partikeln transportiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eckardstein 2&amp;quot;&amp;gt;Von Eckardstein et al.: &amp;#039;&amp;#039;[[Arteriosclerosis, Thrombosis, and Vascular Biology]]&amp;#039;&amp;#039; 2000; 20: 13–27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tall&amp;quot;&amp;gt;Tall et al.: &amp;#039;&amp;#039;[[Cell Metabolism]]&amp;#039;&amp;#039; 2008; 7: 365–375.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nofer&amp;quot;&amp;gt;Nofer et al.: &amp;#039;&amp;#039;[[Atherosclerosis]]&amp;#039;&amp;#039; 2002; 161(1): 1-16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medizinische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Cholesterin ist einer der zentralen Bestandteile von atherosklerotischen Plaques in Blutgefäßen. Da HDL die wichtigsten Transportmoleküle sind, die Cholesterin aus dem Gewebe abtransportieren können, wirkt HDL prinzipiell anti-atherogen.&lt;br /&gt;
Umgangssprachlich nennt man das im HDL enthaltene Cholesterin deswegen auch das &amp;#039;&amp;#039;gute Cholesterin&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– im Unterschied zu dem im [[Low Density Lipoprotein|LDL]] enthaltenen &amp;#039;&amp;#039;bösen Cholesterin&amp;#039;&amp;#039;, das die [[Atherosklerose]] fördert. Auf günstige medizinische Effekte hoher HDL-Cholesterinspiegel (HDL-C) deuten Daten aus zahlreichen epidemiologischen und klinischen Untersuchungen hin. So waren höhere HDL-C-Spiegel unter anderem in der Framingham-Studie&amp;lt;ref name=&amp;quot;Castelli&amp;quot;&amp;gt;Castelli et al.: &amp;#039;&amp;#039;Can J Cardiol&amp;#039;&amp;#039; 1988; 4 (suppl. A): 5A-10A.&amp;lt;/ref&amp;gt; und in der TNT-Studie&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barter 2&amp;quot;&amp;gt;Barter et al.: &amp;#039;&amp;#039;[[N Engl J Med.]]&amp;#039;&amp;#039; 2007; 357: 1301-1310.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit einer geringeren kardiovaskulären Ereignisrate assoziiert. Der Einfluss des HDL-Spiegels war dabei unabhängig von der Höhe des LDL-Cholesterinspiegels: Personen mit einem sehr niedrigen LDL-Cholesterinspiegel und gleichzeitig einem niedrigen HDL-Cholesterinspiegel hatten ein um ca.&amp;amp;nbsp;40 Prozent höheres Risiko für [[Herz-Kreislauf-Erkrankung]]en als Patienten mit einem höheren HDL-Cholesterinspiegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niedriges HDL-C wird deswegen heute als ein Risikomarker für das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse angesehen.&lt;br /&gt;
Klinische Studien belegen zudem, dass die Erhöhung des HDL-Cholesterins mit einem verlangsamten Fortschreiten,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Taylor&amp;quot;&amp;gt;Taylor et al.: &amp;#039;&amp;#039;[[Circulation]]&amp;#039;&amp;#039; 2004; 110: 3512–3517.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
teilweise sogar mit einem Rückgang&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nicholls&amp;quot;&amp;gt;Nicholls et al.: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of the American Medical Association|JAMA]].&amp;#039;&amp;#039; 2007; 297: 499–508.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
([[Regression (Epidemiologie)|Regression]]) der [[Atherosklerose]] einhergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[Pathophysiologie|pathophysiologischer]] Sicht beruht der Schutz vor Atherosklerose  durch den HDL-vermittelten Abtransport von Cholesterin auf folgenden Partialwirkungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Förderung des Abtransports von Cholesterin aus den Schaumzellen in die Leber und dadurch Regression atherosklerotischer Plaques&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barter 3&amp;quot;&amp;gt;Barter et al.: &amp;#039;&amp;#039;[[Eur Heart J]] Suppl.&amp;#039;&amp;#039; 2004; 6 (suppl. A): A19–A22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Verbesserung der Funktion von [[Endothelzellen]] der Blutgefäßwand&amp;lt;ref name=&amp;quot;O´Connell&amp;quot;&amp;gt;O’Connell et al.: &amp;#039;&amp;#039;Circulation.&amp;#039;&amp;#039; 2001; 104: 1978–1983.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Calabresi&amp;quot;&amp;gt;Calabresi et al.: &amp;#039;&amp;#039;Arteriosclerosis, Thrombosis, and Vascular Biology&amp;#039;&amp;#039; 2003; 23: 1724–1731.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Anti-[[Apoptose|apoptotische]] Wirkung&amp;lt;ref name=&amp;quot;O´Connell&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Calabresi&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Anti-thrombotische Wirkung&amp;lt;ref name=&amp;quot;O´Connell&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Calabresi&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Inhibition der Expression von endothelialen [[Zelladhäsionsmolekül]]en und des Monocyte chemotactic protein-1 ([[MCP-1]]). Das beugt einer Entzündung der Gefäßwand vor und reduziert so die Neigung zur Ausbildung atherosklerotischer Plaques.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barter 4&amp;quot;&amp;gt;Barter et al.: &amp;#039;&amp;#039;[[Circ Res]].&amp;#039;&amp;#039; 2004; 95: 764-772&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Förderung der Reparatur von verletztem [[Endothel]] durch Förderung der [[Zellproliferation|Proliferation]] von Endothelzellen&amp;lt;ref name=&amp;quot;O´Connell&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Calabresi&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einflussfaktoren ===&lt;br /&gt;
Ursache für niedrige HDL-C-Spiegel können genetische Faktoren, Erkrankungen und Lebensstilfaktoren sein. So treten niedrige HDL-C-Spiegel unter anderem bei [[Typ-2-Diabetes]], Bewegungsmangel, Rauchern, Menschen mit Übergewicht sowie bei Patienten mit erhöhten Serum-Triglyceriden auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgekehrt kann der individuelle HDL-C-Wert durch Lebensstilfaktoren um etwa 10 bis maximal 20 Prozent angehoben werden. Zu nennen sind hier vor allem körperliche Aktivität, eine kalorienreduzierte Ernährung und der Verzicht auf [[Zigaretten]].&lt;br /&gt;
Auch moderater [[Alkoholkonsum]] hebt den HDL-C-Wert an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NCEP&amp;quot;&amp;gt;National Cholesterin Education Program (NCEP): &amp;#039;&amp;#039;Expert Planel on Detection, Evaluation, an Treatment of High Blood Cholesterol in Adults (Adult Treatment Panel III). Final Report 2002&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ADA&amp;quot;&amp;gt;[[American Diabetes Association]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Diabetes Care]].&amp;#039;&amp;#039; 2004; 27 (suppl.): 68–71&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krauss&amp;quot;&amp;gt;Krauss et al.: &amp;#039;&amp;#039;Diabetes Care.&amp;#039;&amp;#039; 2004; 27 (suppl.): 1496–1504.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medikamentöse Erhöhung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der HDL-C-Wert kann durch Medikamente angehoben werden. Aus dem Arsenal der klassischen Lipidtherapie haben [[Fibrate]] und [[Nikotinsäure]]präparate einen steigernden Einfluss auf die HDL-C-Spiegel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Belalcazar&amp;quot;&amp;gt;Belalcazar et al.: &amp;#039;&amp;#039;Progress Cardiovasc Dis.&amp;#039;&amp;#039; 1998; 41: 154–174.&amp;lt;/ref&amp;gt; HDL-C ist jedoch wahrscheinlich nicht kausal mit dem Vorkommen oder der Vorbeugung der [[Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzkrankheit]] assoziiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.3390/biomedicines10010128&amp;quot;&amp;gt;Shuhui Wang Lorkowski, Jonathan D. Smith: &amp;#039;&amp;#039;HDL Is Not Dead Yet.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biomedicines.&amp;#039;&amp;#039; 2022, Band 10, Nummer 1, S.&amp;amp;nbsp;128 {{DOI|10.3390/biomedicines10010128}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühe Studien an  Mäusen bestätigten zunächst den antiatherosklerotischen Effekt von HDL. Studien an Menschen blieben stets kontrovers. Eine Serie an frühen klinischen Studien schien die Hypothese zu unterstützen, dass HDL direkt der koronaren Herzerkrankung vorbeugt. Die Studien der 1970er Jahre entsprechen jedoch nicht den heutigen Studiendesignanforderungen. Eine in den 1980er Jahren veröffentlichte Serie an Studien mit HDL-steigernden [[Peroxisom-Proliferator-aktivierte Rezeptoren|PPAR]]-alpha-Agonisten, wie [[Gemfibrozil]], führten zu deren noch heute teilweise gebräuchlichem Einsatz. Der Therapieansatz beeinflusst allerdings auch weitere Parameter des Lipidstoffwechsels, wie LDL und Triglyceride, weshalb ein gesteigertes HDL nicht als erwiesene Ursache für die Effekte gilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.3390/biomedicines10010128&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere medikamentöse Therapiestrategie zur Anhebung des HDL-C ist die Hemmung des [[Cholesterinester-Transferprotein]]s ([[CETP]]). Hauptfunktion des CETP ist der Transfer von Cholesterinestern von HDL auf (V)LDL im Austausch gegen Triglyceride. Eine Hemmung des CETP führt unter anderem zu einer Erhöhung der HDL-Konzentration, der Apolipoprotein A1-Konzentration, der HDL-Partikelgröße und der Gesamt-HDL-Partikelzahl. Jedoch nicht zu einem Vorteil bei der Vermeidung der [[Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzkrankheit]]. Im Jahr 2007, 2012 und 2017 veröffentlichte große Studien zu CETP-hemmern wurden wegen negativer Effekte oder fehlendem Nutzen der Wirkstoffe frühzeitig abgebrochen oder die Markteinführung des Wirkstoffs eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.3390/biomedicines10010128&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Harrisons Innere Medizin |Hrsg=Dennis Kasper, [[Anthony Fauci]], u. a. |Auflage=19. |Verlag=ABW Wissenschaftsverlag |Datum=2016 |Kapitel=421 &amp;#039;&amp;#039;Störungen des Lipoproteinmetabolismus&amp;#039;&amp;#039; |Seiten=2990 ff. |ISBN=978-3-940615-50-3}}&lt;br /&gt;
* Soumaya Ben-Aicha, Lina Badimon, Gemma Vilahur: &amp;#039;&amp;#039;Advances in HDL: Much More than Lipid Transporters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;International Journal of Molecular Sciences.&amp;#039;&amp;#039; 2020, Band 21, Nummer 3, S.&amp;amp;nbsp;732 {{DOI|10.3390/ijms21030732}}.&lt;br /&gt;
* Emilie W. Kjeldsen, Liv Tybjærg Nordestgaard, Ruth Frikke-Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;HDL Cholesterol and Non-Cardiovascular Disease: A Narrative Review.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;International Journal of Molecular Sciences.&amp;#039;&amp;#039; 2021, Band 22, Nummer 9, S.&amp;amp;nbsp;4547 {{DOI|10.3390/ijms22094547}}.&lt;br /&gt;
* Shuhui Wang Lorkowski, Jonathan D. Smith: &amp;#039;&amp;#039;HDL Is Not Dead Yet.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biomedicines.&amp;#039;&amp;#039; 2022, Band 10, Nummer 1, S.&amp;amp;nbsp;128 {{DOI|10.3390/biomedicines10010128}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|HDL}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herz-Kreislauf-Physiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transportprotein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Protein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PaFra</name></author>
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