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	<title>Hieronymus Schurff - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T01:21:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hieronymus_Schurff&amp;diff=808208&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Reinhard Dietrich: /* Teilnahme am Reichstag in Worms */ Link</title>
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		<updated>2026-02-19T17:31:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Teilnahme am Reichstag in Worms: &lt;/span&gt; Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hieronymus-Schurff.jpg|miniatur|Hieronymus Schurff]]&lt;br /&gt;
[[File:Eck Johannes Berlin Dom.jpg|thumb|Hieronymus Schurff, Martin Luther und Johannes Eck auf dem Reichstag zu Worms; Relief am Berliner Dom]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hieronymus Schurff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;auch Schurf, Schürpff, Schuirpff&amp;#039;&amp;#039;; * [[12. April]] [[1481]] in [[St. Gallen]]; † [[6. Juni]] [[1554]] in [[Frankfurt (Oder)]]) war ein deutscher Jurist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Als Sohn des angesehenen St. Galler und später Biberacher Arztes Johann Schurff geboren, erhielt er in seiner Geburtsstadt eine gediegene Vorbildung. Sein Großvater war der St. Gallener Bürgermeister [[Hans Schurff]]. Hieronymus sollte wie sein Vater Arzt werden und immatrikulierte sich 1494 an der [[Universität Basel]]. In Basel hörte er die Vorlesungen des Ulmers [[Ulrich Krafft]], die ihn jedoch für die Rechtswissenschaften begeisterten. Mit Krafft ging er am 19. Oktober 1501 an die [[Universität Tübingen]], wo er sich am 8. Dezember 1501 den Magistergrad der [[Sieben Freie Künste|Artes]] erwarb. In Tübingen hatte er sich mit [[Ambrosius Volland]] befreundet, den er 1502 auf Wunsch von [[Johann von Staupitz]] an die neu gegründete [[Universität Wittenberg]] begleitete und er war bei der feierlichen Eröffnung der Universität am 18.&amp;amp;nbsp;Oktober zugegen. 1509 folgte ihm sein Bruder [[Augustin Schurff]] nach Wittenberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Schurff an der Universität zunächst philosophische Vorträge über [[Aristoteles]] nach der Auslegung von [[Johannes Duns Scotus]] für 30 Gulden und freie Versorgung gehalten hatte, absolvierte er die erste Disputation an der philosophischen Fakultät. Nachdem er im Wintersemester 1504 [[Liste der Rektoren der Universität Wittenberg|Rektor der Universität]] gewesen war, trat er im Frühjahr 1505 in die juristische Fakultät ein, wo er kirchenrechtliche Vorlesungen über den &amp;#039;&amp;#039;[[Liber Sextus]]&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;[[Clementinae|Clementinen]]&amp;#039;&amp;#039; hielt. 1507 war er außerordentlicher Professor, las über den Kodex &amp;#039;&amp;#039;[[Corpus iuris civilis]]&amp;#039;&amp;#039; und wurde zum Doktor beider Rechte ([[doctor iuris utriusque]]) promoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später erhielt er den Titel eines kurfürstlichen Rates, war Beisitzer am sächsischen Oberhofgericht und führte eine umfangreiche Tätigkeit als Rechtskonsulent aus. Bei der neuen Fundation der Universität 1536 erhielt er die Stelle eines ordentlichen Professors als erster Legenten der Rechte für die [[Pandekten]]. Nachdem der sächsische [[Kurfürst]] die [[Schlacht bei Mühlberg]] verloren hatte, flüchtete Schurff nach [[Frankfurt (Oder)]], wo man sich bereits in den dreißiger Jahren um ihn bemüht hatte. Dort lehrte er bis zu seinem Lebensende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schurffs Bedeutung liegt vor allem in seiner persönlichen Stellung zur Reformation und zu Luther. Sein Ruf als Lehrer und Konsulent waren weit gerühmt und er bildete Schüler wie [[Ulrich von Mordeisen]], [[Melchior Kling]], [[Gregor Brück]] und andere aus. Als einziges Werk aus seiner Zeit ist seine &amp;#039;&amp;#039;Consilia&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Als Augenzeuge der Entstehung der [[Reformation]] hat er selbst die evangelische Überzeugung angenommen. Jedoch kam er auch mit [[Martin Luther]] in Streit, als dieser bei seiner Verbrennung der Bannandrohungsbulle auch symbolisch die [[Kanonisches Recht|kanonischen Rechte]] mit verbrannte. Luther wollte, dass dem Kirchenrecht das &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Testament|Neue Testament]]&amp;#039;&amp;#039; zu Grunde gelegt wird, was Schurff zwar positiv sah, er wollte jedoch die wichtigsten Grundlagen des bestehenden Rechtssystems beibehalten. Die sich in dieser Frage bis 1545 hinziehende Auseinandersetzung beendete eine Entscheidung des Kurfürsten zugunsten von Luther.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teilnahme am Reichstag in Worms ==&lt;br /&gt;
Dennoch überschattete diese Auseinandersetzung die Beziehung der beiden nicht allzu sehr: Schurff begleitete [[Friedrich III. (Sachsen)|Friedrich den Weisen]] zum [[Reichstag zu Worms (1521)|Wormser Reichstag]] 1521, wo er ihm als Rechtsberater zur Seite stand. Bei dem [[Martin Luther auf dem Reichstag zu Worms 1521|Auftritt Martin Luthers vor dem Reichstag]] fungierte er als dessen Anwalt.&amp;lt;ref&amp;gt; Martin Brecht: &amp;#039;&amp;#039;Martin Luther. Sein Weg zur Reformation 1483–1521&amp;#039;&amp;#039;. Calwer, Stuttgart 1981, S. 433. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihren Rückweg von Worms aus trat die Reisegruppe am Freitag, den 26. April 1521 nach Wittenberg an. Über [[Frankfurt am Main]], [[Friedberg (Hessen)|Friedberg]], [[Grünberg (Hessen)|Grünberg]] und [[Bad Hersfeld|Hersfeld]] wurde [[Eisenach]] am 2. Mai erreicht. Luther ließ Hieronymus Schurff, [[Justus Jonas der Ältere|Jonas]] und [[Petrus Suawe]]&lt;br /&gt;
allein weiterreisen, da er seine Verwandten in [[Möhra]] besuchen wolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schurff unterstützte auch [[Philipp Melanchthon]], als dieser sich mit [[Andreas Bodenstein]] und [[Ulrich Zwingli]] auseinandersetzen musste. Diese wollten durch das [[Tora|Mosaische Gesetz]] die überlieferte Rechtsordnung umstoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schurff war eine redliche und einsichtsvolle Persönlichkeit von großem Scharfsinn, nach Luthers Ausspruch „ein scharfer Jurist, der Billigkeit lieb hat“. Als Dozent erfreute er sich eines großen Ansehens, auch wenn seine Vorlesungen durch seine Verpflichtungen zu leiden hatten. Den größten Ruhm hat Schurff dadurch erlangt, dass er bei den Größten in die Schule gegangen ist, denen er dann in der schweren Zeit sein juristisches Wissen als Stütze zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schurffs Werke wurden postum in den Jahren 1559 und 1564 durch die römisch-katholische Kirche auf den &amp;#039;&amp;#039;[[Index Librorum Prohibitorum|Index der verbotenen Bücher]]&amp;#039;&amp;#039; gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Schurff (Schurpf), Hieronymus.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Jesús Martínez de Bujanda]], Marcella Richter: &amp;#039;&amp;#039;Index des livres interdits: Index librorum prohibitorum 1600–1966.&amp;#039;&amp;#039; Médiaspaul, Montréal 2002, ISBN 2-89420-522-8, S. 821 (französisch, {{Google Buch |BuchID=xHMsAAAAYAAJ |Seite=PA821 |Hervorhebung=&amp;quot;Schurff (Schurpf), Hieronymus&amp;quot; |Linktext=Digitalisat |KeinText=&amp;quot;&amp;quot;}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Biographien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- chronologisch absteigend --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{NDB|23|760|761|Schurff, Hieronymus|[[Andreas Otto Weber]]|104161884}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rolf Steding: &amp;#039;&amp;#039;Hieronymus Schürpf und sein Verhältnis zu Martin Luther. Porträtskizze eines namhaften Wittenberger Juristen&amp;#039;&amp;#039;, in Jus commune Jg. 20 (1993 S.&amp;amp;nbsp;186–192) [https://data.rg.mpg.de/iuscommune/ic20_steding.pdf PDF-Version, 880kB]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wiebke Schaich-Klose: &amp;#039;&amp;#039;D. Hieronymus Schürpf. Leben und Werk des Wittenberger Reformationsjuristen 1481–1554&amp;#039;&amp;#039;. Trogen (Schweiz) 1967&lt;br /&gt;
* {{ADB|33|86|90|Schurff, Hieronymus|[[Ernst Landsberg]]|ADB:Schurff, Hieronymus}}&lt;br /&gt;
* [[Georg Gottfried Küster]]: &amp;#039;&amp;#039;Nartin Friedrich Seidels Bilder-Sammlung&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1751. [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11121819_00093.html  S. 39f.], mit Kupferstich&lt;br /&gt;
* {{Zedler Online|35|852|1675|1675|Schurff oder Schurpffius, Hieronymus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weitere Literatur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Walter Friedensburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Universität Wittenberg&amp;#039;&amp;#039;. Max Niemeyer, Halle (Saale) 1917.&lt;br /&gt;
* [[Heinz Kathe]]: &amp;#039;&amp;#039;Die [[Leucorea|Wittenberger Philosophische Fakultät]] 1502–1817&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsche Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 117). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2002, ISBN 3-412-04402-4.&lt;br /&gt;
*{{Literatur |Titel=Schurff, Hieronymus |Hrsg=[[Heinz Scheible]] |Sammelwerk=Melanchthons Briefwechsel |Band=Bd. 15, Personen S |Ort=Stuttgart–Bad&amp;amp;nbsp;Cannstatt |Datum=2021 |Seiten=231–233}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|104161884}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|104161884}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=104161884|titel=Schurff, Hieronymus|datum=2025-10-16}}&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-wittenberg.de/kollegen/schurff-hieronymus/| Universität Wittenberg: Hieronymus Schurff ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=104161884|LCCN=n/2006/66190|VIAF=5358592}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schurff, Hieronymus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Reformation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenrechtler (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Leucorea)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Leucorea)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Brandenburgische Universität Frankfurt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Eberhard Karls Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1481]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1554]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schurff, Hieronymus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schurf, Hieronymus; Schürpff, Hieronymus; Schuirpff, Hieronymus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. April 1481&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[St. Gallen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Juni 1554&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt (Oder)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Reinhard Dietrich</name></author>
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