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	<title>Hieronymus Keck - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hieronymus_Keck&amp;diff=2197048&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Josef J. Jarosch am 8. September 2024 um 14:07 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hieronymus Keck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Hieronymus Keck von Eisersdorf&amp;#039;&amp;#039;; * in [[Böhmen]];&amp;lt;ref&amp;gt;Oskar Linke: &amp;#039;&amp;#039;Gymnasium und Konvikt in Glatz. Ein Beitrag zur Geschichte deutscher Erziehungs- und Bildungsarbeit im schlesischen Raum 1300 – 1945&amp;#039;&amp;#039;. Die Grafschaft Glatz, Deutschlands Erker, Gesundbrunnen und Herrgottswinkel. Band III., S. 19, EN 54 Verlag Grafschafter Bote, Lüdenscheid 1961.&amp;lt;/ref&amp;gt; † [[7. April]] [[1652]] in [[Kłodzko|Glatz]], [[Grafschaft Glatz]]) war ein katholischer Geistlicher und [[Dekan (Kirche)|Dechant]] der zum [[Erzbistum Prag]] gehörenden Grafschaft Glatz. Während der Zeit der [[Ständeaufstand in Böhmen (1618)|Böhmischen Rebellion]] war er deren einziger katholischer Seelsorger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Herkunft und Geburtsjahr von Hieronymus Keck, der vermutlich in Prag zum Priester [[Weihesakrament#Presbyterat|geweiht]] wurde, sind nicht bekannt. 1604 übernahm er als damaliger Pfarrer von [[Stary Wielisław|Altwilmsdorf]] das Amt des Glatzer [[Dekan (Kirche)|Dechanten]]. Nachdem in der Zeit der [[Reformation]] die meisten katholischen Gläubigen und Seelsorger zum [[Lutheraner|lutherischen]] Glauben [[Konversion (Religion)|konvertiert]] hatten und während des [[Ständeaufstand in Böhmen (1618)|Ständeaufstandes von 1618]] die [[Jesuiten]] aus Glatz vertrieben worden waren, war Hieronymus Keck der einzige katholische Geistliche der Grafschaft. Da er sich weigerte, den von den [[Ständegesellschaft|Ständen]] gewählten böhmischen König [[Friedrich V. (Pfalz)|Friedrich von der Pfalz]] anzuerkennen, wurde er im Januar 1620 gefangen genommen und – wegen der Treue zu seinem [[Landesherr]]n, Kaiser [[Ferdinand II. (HRR)|Ferdinand II.]] – als [[Landesverrat|Landesverräter]] in das Glatzer Gefängnis gebracht. Erst als die [[Dreißigjähriger Krieg|Kaiserlichen]] 1622 Glatz zurückeroberten, kam er am 28. Oktober 1622 frei. Anschließend versorgte er wegen des Mangels an katholischen Priestern mehrere Jahre lang mit einigen Kaplänen das [[Kirchspiel]] der Glatzer [[Mariä-Himmelfahrt-Kirche (Kłodzko)|Dekanatskirche Mariä Himmelfahrt]] sowie die umliegenden Pfarreien Altwilmsdorf, [[Piszkowice|Pischkowitz]], [[Wojciechowice (Kłodzko)|Königshain]], [[Krosnowice|Rengersdorf]] und [[Żelazno (Kłodzko)|Eisersdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Belohnung seiner Treue wurde er von Kaiser Ferdinand II. mit dem Adelsprädikat „von Eisersdorf“ nobilitiert und durch Güterschenkungen entschädigt. Nach der Rückkehr der Jesuiten 1624 übernahmen diese die Seelsorge des Glatzer [[Pfarrsprengel]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joseph Kögler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Chroniken der Grafschaft Glatz.&amp;#039;&amp;#039; Neu bearbeitet und herausgegeben von [[Dieter Pohl (Heimatforscher)|Dieter Pohl]]. Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Die Pfarrei- und Stadtchroniken von Glatz – Habelschwerdt – Reinerz mit den zugehörigen Dörfern.&amp;#039;&amp;#039; Pohl, Modautal 1993, ISBN 3-927830-09-7, S. 53 (&amp;#039;&amp;#039;Geschichtsquellen der Grafschaft Glatz.&amp;#039;&amp;#039; Reihe A: &amp;#039;&amp;#039;Ortsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; NF 2).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolgend wurde Keck mit der [[Rekatholisierung]] des Glatzer Landes betraut, um die er sich große Verdienste erwarb. Sie wurde auch vom damaligen [[Pfandherr]]n der Grafschaft Glatz, Erzherzog Karl von Österreich (1590–1624), zielstrebig verfolgt. Dieser war als Bischof von [[Erzbistum Breslau|Breslau]] ein rigider Verfechter der Rekatholisierungsmaßnahmen und erließ 1624 auch für das Glatzer Gebiet eine Verfügung, wonach das [[Bürgerrecht]] nur bei Nachweis der katholischen Religion erworben werden konnte. Die gleiche Beschränkung galt auch für Eheschließungen. Außerdem wurde verfügt, dass alle lutherischen Bücher abzugeben seien. 1628 forderte Landeshauptmann Carl [[Fuchs von Fuchsberg]] die Städte und Dörfer auf, die Wiedereinführung der katholischen Religion zu fördern und Hieronymus Keck in jeder Hinsicht zu unterstützen. Zugleich wurde seine Position dadurch gestärkt, dass zur finanziellen Ausstattung des [[Dekanat#Römisch-katholische Kirche|Dekanatsamtes]] von den Gütern [[Radochów|Reyersdorf]] und [[Orłowiec|Schönau]] 4000 Taler bereitzustellen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die 1624 nach Glatz zurückgekehrten Jesuiten u.&amp;amp;nbsp;a. wieder das Bildungswesen übernommen hatten, konnten sie auch einen entsprechenden Einfluss auf Kinder und Jugendliche ausüben. Durch die angedrohten und durchgeführten Bedrückungen konvertierten die meisten Einwohner, so dass Hieronymus Keck 1630 anhand der Zählungen bei der Oster[[beichte]] und -kommunion die gelungene Rekatholisierung vermelden konnte. 1631 unternahm Keck eine [[Visitation]]sreise, mit der der Konfessionsstand sowie das Kirchenvermögen und die Einkünfte der Pfarreien festgestellt werden sollten. Hierzu musste jeder Pfarrer einen umfangreichen Fragenkatalog beantworten. Dieser befasste sich mit den Kircheneinrichtungen (&amp;#039;&amp;#039;Responsa super quaestiones&amp;#039;&amp;#039;) und dem [[Seelenheil]] der Gläubigen bzw. Gemeindemitglieder (&amp;#039;&amp;#039;Circa curam animarum&amp;#039;&amp;#039;). Das Ergebnis der Visitation wurde von Keck in einem Dekanatsbuch festgehalten. Die darin für die Geschichte der Reformation und Rekatholisierung wichtigen Ergebnisse wurden erst 1884 von [[Franz Volkmer]] und [[Wilhelm Hohaus]] in Band 3 der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Geschichtsquellen der Grafschaft Glatz&amp;#039;&amp;#039; unter dem Titel „Constitutiones Synodi Comitatus Glasencis in causis religionis“ veröffentlicht. Die Anzahl der verbliebenen [[Kryptokatholizismus|Kryptokatholiken]] ist nicht bekannt. In den [[Bystrzyca Kłodzka|Habelschwerdter]] Ratsprotokollen sind noch für die Jahre 1635 und 1640 Widerstände und Proteste der Bürger gegen die geforderte Konversion verzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hieronymus Keck, der seit 1628 Vorstand der [[Ścinawka Średnia#Piae-Causae-Hof bzw. Lüttwitzhof|Mittelsteiner Stiftung]] [[Pia Causa (Stiftung)|Pia Causa]] war, starb 1652 in Glatz. Sein Leichnam wurde in der Glatzer Dekanatskirche beigesetzt. Seinen Besitz verschrieb er dem Glatzer [[Jesuitenkolleg Glatz|Jesuitenkolleg]]. Aus Dankbarkeit und zu seiner Ehre ließen die Jesuiten von [[Karl Dankwart]] ein Porträt von ihm anfertigen, das sich im ehemaligen [[Konvikt Glatz|Glatzer Jesuitenkonvikt]] (heute &amp;#039;&amp;#039;Museum des Glatzer Landes/Muzeum Ziemi Kłodzkiej&amp;#039;&amp;#039;) befindet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dieter Pohl (Heimatforscher)|Dieter Pohl]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Chronik der katholischen Stadtpfarrkirche zu Glatz, geführt von den Stadtpfarrern Prälat Augustin Skalitzky (1906–1921) und Prälat Dr. [[Franz Monse]] (1921–1946).&amp;#039;&amp;#039; Köln 2009, ISBN 978-3-927830-20-2, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Franz Volkmer]], [[Wilhelm Hohaus]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Constitutiones Synodi Comitatus Glacensis in causis religionis, 1559. Die Dekanatsbücher des Christophorus Neaetius, 1560, und des Hieronymus Keck, 1631&amp;#039;&amp;#039;. (Geschichtsquellen der Grafschaft Glatz 3). J. Franke, Habelschwerdt 1884 ([https://www.sbc.org.pl/dlibra/show-content/publication/edition/18269?id=18269 Online]; djvu-Format bei Śląska Biblioteka Cyfrowa – Schlesische Digitale Bibliothek)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Arno Herzig]], [[Małgorzata Ruchniewicz]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Glatzer Landes.&amp;#039;&amp;#039; DOBU-Verlag u. a., Hamburg u. a. 2006, ISBN 3-934632-12-2, S. 17, 117, 159–162 und 182.&lt;br /&gt;
* [[Dieter Pohl (Heimatforscher)|Dieter Pohl]]: &amp;#039;&amp;#039;Hieronymus Keck und die Gegenreformation.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz Jung (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auf dem Weg durch die Jahrhunderte. Beiträge zur Kirchengeschichte der Grafschaft Glatz.&amp;#039;&amp;#039; Visitatur der Grafschaft Glatz, Münster 2005, ISBN 3-00-015240-7, S. 97–103.&lt;br /&gt;
* Arno Herzig: &amp;#039;&amp;#039;Konfession und Heilsgewissheit. Schlesien und die Grafschaft Glatz in der Frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2002, ISBN 3-89534-459-1, S. 97ff. (&amp;#039;&amp;#039;Religion in der Geschichte&amp;#039;&amp;#039; 9).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=106745439X|VIAF=314867267}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Keck, Hieronymus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Glatzer Land)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Böhmen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1652]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Keck, Hieronymus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Eisersdorf, Hieronymus Keck von (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=katholischer Geistlicher und Dechant von Glatz&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Böhmen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. April 1652&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kłodzko|Glatz]], [[Grafschaft Glatz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Josef J. Jarosch</name></author>
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