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	<title>Hic et nunc - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hic_et_nunc&amp;diff=2881579&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 27. Juni 2024 um 17:02 Uhr</title>
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		<updated>2024-06-27T17:02:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hic et nunc&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS}}, deutsch: ‚hier und jetzt‘) ist eine [[Zwillingsformel]], die ‚sofort‘ und ‚auf der Stelle‘ bedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans-Georg Müller |Titel=Adleraug und Luchsenohr. Deutsche Zwillingsformeln und ihr Gebrauch |Reihe=Linguistik international |BandReihe=22 |HrsgReihe=[[Heinrich Weber (Linguist)|Heinrich Weber]], [[Wilfried Kürschner]], Reinhard Rapp, Kazimierz Sroka, Jürg Strässler, Lew Zybatow |Verlag=Lang |Ort=Frankfurt am Main [u.&amp;amp;nbsp;a.] |Datum=2009 |ISBN=978-3-631-59764-4 |Seiten=557 |Online={{Google Buch |BuchID=yb8GSCAsB0QC |Seite=557 |Hervorhebung=&amp;quot;Hic et nunc&amp;quot; |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Redewendung|Wendung]] stammt aus der [[Philosophie]] und bezeichnet dort die räumlich-zeitliche Bestimmtheit des Einzelnen und die Individualität des konkreten Dinges.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Rudolf Eisler (Philosoph)|Rudolf Eisler]] |Titel=Hic et nunc |Sammelwerk=Wörterbuch der philosophischen Begriffe |Band=1 |Auflage=2 |Verlag=Mittler |Ort=Berlin |Datum=1904 |Seiten=438 |Online={{Zeno-Seite|20001790668|438|Zeno.org}} |OCLC=264982625}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophie ==&lt;br /&gt;
Mit dieser Wendung unterscheidet der [[Scholastik]]er [[Aegidius Romanus]] die Einzeldinge von den ewigen [[Universalienproblem#Begriff der Universalien|Universalien]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Carl von Prantl]] |Titel=Geschichte der Logik im Abendlande |Band=3 |Verlag=Olms |Ort=Hildesheim/Zürich/New York |Datum=1997 |ISBN=3-487-10513-6 |Seiten=262 |Kommentar=Nachdruck |Online={{Google Buch |BuchID=2NNGuURTv24C |Seite=262 |Hervorhebung=&amp;quot;Aegidius Romanus&amp;quot; |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Johannes Duns Scotus|Duns Scotus]] machen die Wirklichkeit die im &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc&amp;#039;&amp;#039; existierenden Individuen in ihrer Gesamtheit aus, wodurch die Individualität und das singuläre Sein bedeutender werden. Allgemeinbegriffe sind für Scotus Handlungen eines im &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc&amp;#039;&amp;#039; existierenden Individuums, das erkennt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Günther Schulemann]] |Titel=Die Lehre von den Transcendentalien in der scholastischen Philosophie |Verlag=Felix Meiner Verlag |Ort=Hamburg |Datum=2018 |ISBN=978-3-7873-3518-3 |Kapitel=Die Lehre von den Transcendentalien in der Hochscholastik. Duns Scotus |Seiten=48–49 |Kommentar=Unverändertes E-Book der 1929 bei Felix Meiner in Leipzig erschienenen Ausgabe (= IV. Band, Heft II der &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Philosophie und der Pädagogik.&amp;#039;&amp;#039;). Hrsg. von [[Artur Schneider (Philosoph)|Artur Schneider]] und [[Wilhelm Kahl]] |Online={{Google Buch |BuchID=jxCKDwAAQBAJ |Seite=48 |Hervorhebung=&amp;quot;Duns Scotus&amp;quot; |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Pietro Pomponazzi]] stellte mit der Wendung in seiner &amp;#039;&amp;#039;Abhandlung über die unsterbliche Seele&amp;#039;&amp;#039; die Forderung auf, sich um die Gegenwart zu kümmern, da es seiner Auffassung nach keine unsterbliche Seele gibt. Der Mensch solle sich nicht für das Jenseits vorbereiten, sondern in diesem Leben und sofort für eine moralisch bessere Welt einsetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christa Pöppelmann |Titel=Nomen est omen. Die bekanntesten lateinischen Zitate &amp;amp; Redewendungen und was dahinter steckt |Verlag=Compact-Verlag |Ort=München |Datum=2008 |ISBN=978-3-8174-6414-2 |Seiten=66 |Online={{Google Buch |BuchID=K9sRWh84dmwC |Seite=66 |Hervorhebung=&amp;quot;Pietro Pomponazzi&amp;quot; |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Pomponazzi kritisiert hier das Verständnis von der Immaterialität des [[Philosophie des Geistes|Geistes]], wie sie zurückgehend auf [[Aristoteles]], [[Averroes]] und [[Avicenna]] verstanden wurde, deren wichtigstes Argument er so einordnet, dass beim Erkennen des Geistes allgemeine Formen erkannt werden und diese erkennende Leistung von keinem körperlichen, zeiträumlichen Vermögen im &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc&amp;#039;&amp;#039; herrühren könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paolo Rubini |Titel=Pietro Pomponazzis Erkenntnistheorie. Naturalisierung des menschlichen Geistes im Spätaristotelismus |Reihe=Studien und Texte zur Geistesgeschichte des Mittelalters |BandReihe=116 |HrsgReihe=[[Andreas Speer]] |Verlag=Brill |Ort=Leiden/Boston |Datum=2015 |ISBN=978-90-04-28775-4 |Seiten=221 |Online={{Google Buch |BuchID=_vlyBgAAQBAJ |Seite=221 |Hervorhebung=&amp;quot;Pomponazzi&amp;quot; |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arthur Schopenhauer]] sah das Spezifische im Menschen darin, dass er sich vom &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc&amp;#039;&amp;#039; Gegebenen distanzieren könne durch seine Vorstellungen wie sie z.&amp;amp;nbsp;B. Erinnerungen, Grundsätze und Maximen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Dieter Birnbacher]] |Hrsg=Daniel Schubbe, [[Matthias Koßler]] |Titel=Die beiden Grundprobleme der Ethik |Sammelwerk=Schopenhauer-Handbuch |WerkErg=Leben – Werk – Wirkung |Auflage=2 |Verlag=J.B. Metzler |Ort=Stuttgart |Datum=2018 |ISBN=978-3-476-04558-4 |Seiten=109 |Online={{Google Buch |BuchID=KJxPDwAAQBAJ |Seite=109 |Hervorhebung=&amp;quot;Arthur Schopenhauer&amp;quot; |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Edmund Husserl]] ist ein Gegenstand wirklich und nichts anderes, als was er im &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc&amp;#039;&amp;#039; direkt ist wie zum Beispiel als farbige Fläche. Es gibt nach seiner Auffassung kein denkbares Ding, das ohne Beziehung auf das &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc&amp;#039;&amp;#039; denkbar wäre, das dem jeweils bestimmenden Menschen zukommt. Jede objektive Bestimmung der Zeit hat für Husserl einen Verständnisinhalt in seinem zwar veränderlichen, aber als Grundpunkt notwendigen Jetzt und Hier.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Edmund Husserl |Hrsg=Ullrich Melle |Titel=Logische Untersuchungen. Ergänzungsband Erster Teil |TitelErg=Entwürfe zur Umarbeitung der VI. Untersuchung und zur Vorrede für die Neuauflage der Logischen Untersuchungen (Sommer 1913) |Reihe=[[Edmund Husserl#Husserliana|Husserliana]]. Edmund Husserl – Gesammelte Werke |BandReihe=20 |Verlag=Springer Netherlands |Ort=Dordrecht |Datum=2002 |ISBN=94-010-0599-0 |Seiten=162 |Online={{Google Buch |BuchID=XPv9BQAAQBAJ |Seite=162 |Hervorhebung=&amp;quot;farbige Fläche&amp;quot; |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin Heidegger]] fragt in einer Rezension zu [[Karl Jaspers]] nach dem Sinn des „Ich bin“ und stellt diese Frage als zentral heraus. Das Ich sei das konkrete faktische Selbst, das in der historischen jeweiligen Eigenerfahrung zu verstehen ist. Der jeweilige Mensch begegne sich selbst auch in einem leiblich-konkreten Lebensvollzug, in einer eigenen im &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc&amp;#039;&amp;#039; gelebten [[Geistesgeschichte|geistesgeschichtlichen]] Situation.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matthias Jung |Hrsg=[[Dieter Thomä]] |Titel=Die frühen Freiburger Vorlesungen und andere Schriften 1919–1923 |TitelErg=Aufbau einer eigenen Philosophie im historischen Kontext |Sammelwerk=Heidegger-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung |Auflage=2 |Verlag=J.B. Metzler |Ort=Stuttgart/Weimar |Datum=2013 |ISBN=978-3-476-05344-2 |Seiten=15–16 |Online={{Google Buch |BuchID=3e1FDwAAQBAJ |Seite=15 |Hervorhebung=&amp;quot;hic et nunc&amp;quot; |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ernst Bloch]] erwähnt die Wendung in &amp;#039;&amp;#039;[[Das Prinzip Hoffnung]]&amp;#039;&amp;#039; in einem Absatz über &amp;#039;&amp;#039;[[Faust. Eine Tragödie]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Johann Wolfgang von Goethe]]. Hier geht es um den Augenblick, der das menschliche Schlussproblem überhaupt, das intensive Jetzt und Da im erfüllten Augenblick, sei. Der Augenblick sei das „Daß-Rätsel des Seins“. Wenn der Augenblick im &amp;#039;&amp;#039;Faust&amp;#039;&amp;#039; angesprochen wird mit „Verweile doch, du bist so schön“, zeige sich eine „Leittafel“ der [[Metaphysik]] für eine erfüllte Existenz. Das Schaudern der Menschheit zeige sich, wenn die Figuren der Unruhe mit dem [[Cantus firmus]] des &amp;#039;&amp;#039;Hic et nunc&amp;#039;&amp;#039; in der Welt und dem angestrebten &amp;#039;&amp;#039;[[Nunc stans]]&amp;#039;&amp;#039; zusammenklingen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Bloch |Titel=Das Prinzip Hoffnung. In fünf Teilen. Kapitel 1–37 |Sammelwerk=Gesamtausgabe |Band=5 |Nummer=2 |Verlag=Suhrkamp |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1959 |Seiten=1194 |OCLC=892292462}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Theodor W. Adorno]] entwickelt die Theorie der [[Aura (Benjamin)|Aura]] aus [[Walter Benjamin]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit]]&amp;#039;&amp;#039; weiter und urteilt, dass bereits die traditionelle Kunst vor der technischen Reproduzierbarkeit das reine &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc,&amp;#039;&amp;#039; von dem Benjamin sprach, erschüttert habe, wie auch die Aura von der Massenproduktion beschlagnahmt würde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Rolf Tiedemann]] |Hrsg=[[Joachim Ritter]], [[Karlfried Gründer]], [[Gottfried Gabriel]] |Titel=Aura |Sammelwerk=[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]] |Band=1 |Verlag=Schwabe |Ort=Basel |Datum=1971 |ISBN=978-3-7965-0115-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gilles Deleuze]] sucht in dem Philosophen [[Alfred North Whitehead]] einen Verbündeten in der Gegnerschaft zur Dominanz von [[Identität]] und [[Repräsentation (Philosophie)|Repräsentation]] in der Philosophie, kritisiert aber Whiteheads spekulative [[Metaphysik]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Prozess und Realität]]&amp;#039;&amp;#039; und spricht in diesem Zusammenhang von &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc&amp;#039;&amp;#039;. Für Whitehead steht die Ewigkeit der Objekte im Gegensatz zur flüchtigen Natur tatsächlicher Ereignisse, womit Whitehead das Problem des [[Nihilismus]] lösen möchte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=James Williams |Hrsg=Keith Robinson |Titel=Deleuze and Whitehead: The Concept of Reciprocal Determination |Sammelwerk=Deleuze, Whitehead, Bergson. Rhizomatic Connections |Verlag=Palgrave Macmillan |Ort=Basingstoke |Datum=2009 |ISBN=978-1-349-35541-9 |Seiten=103–104 |Sprache=en |Online={{Google Buch|BuchID=Fc2HDAAAQBAJ |Seite=104|Hervorhebung=hic et nunc |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Analytische Philosophie|Analytischen Philosophie]] forderte [[Wolfgang Stegmüller]] in Beschäftigung mit der Frage nach der [[Referenz (Linguistik)|Referenz]] in Bezug auf [[Saul Kripke]], dass das Konzept des [[Sprachspiel]]s von [[Ludwig Wittgenstein]] ergänzt werden müsse, weil Bedeutung und Referenz einen [[Kausalität|kausalen]] Aspekt habe. Der Mensch steht in einer komplizierten Kausalkette, die bei einem Gegenstand der Welt beginnt. Die [[Extension und Intension|Extension]] von einem konkreten Wort wie beispielsweise „Zitrone“ hänge von der raum-zeitlichen Beziehung einer Person und dem jeweiligen &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc&amp;#039;&amp;#039; gegebenen Stück Materie ab. Dieses Konzept hätte auch Konsequenzen für die [[Wissenschaftstheorie]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Stegmüller |Titel=Neue Wege der Wissenschaftsphilosophie |Verlag=Springer |Ort=Berlin/Heidelberg/New York |Datum=1980 |ISBN=3-642-61839-1 |Kapitel=Wissenschaft als Sprachspiel |Seiten=91 |Online={{Google Buch |BuchID=086iBgAAQBAJ |Seite=91 |Hervorhebung=&amp;quot;hic et nunc&amp;quot; |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Diskurstheorie des Rechts]], die mit der [[Konsenstheorie der Wahrheit]] zusammenhängt, bezieht sich [[Jürgen Habermas]] auf ein Argument [[Hilary Putnam]]s: Eine jeweils &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc&amp;#039;&amp;#039; für wahr gehaltene Auffassung müsse von einer unter idealen Bedingungen überzeitlich gedachten wahren Auffassung unterschieden werden, weil andernfalls kein reflexives Lernen möglich wäre und Rationalitätsstandards nicht verbessert werden könnten. Jede &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc&amp;#039;&amp;#039; ernst genommene Überzeugung hat nach dieser Theorie einen Anspruch zu gelten, der über den Augenblick des jeweiligen Gespräches hinausweist und dem ein Raum und Zeit überschreitendes Element wenigstens in einer idealen Vorstellung innewohnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Vagn Andersen |Titel=Transformationen Gottes. Abhandlungen des Begriffs des Unbedingten in der Moderne |Verlag=Aarhus University Press |Ort=Aarhus |Datum=2008 |ISBN=978-87-7934-682-6 |Seiten=71–73 |Fundstelle=hier S. 72 |Online={{Google Buch |BuchID=G56eDwAAQBAJ |Seite=72 |Hervorhebung=&amp;quot;hic et nunc&amp;quot; |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hans-Herbert Kögler]], ein Schüler von Jürgen Habermas, deutet dessen Zusammenfassung von Putnams Argument so, dass kulturelle Normen und Standards nicht unhintergehbar festlegen könnten, was als wahr und berechtigt gilt, weil sonst eine Kritik und Reflexion der meistens unausgesprochen unterstellten Voraussetzungen des jeweiligen Sprechers in Begegnung mit Sprechern anderer [[Diskurs]]gemeinschaften gar nicht denkbar wäre. Ein idealisierender Bezugspunkt einer objektiven Welt müsse unterstellt werden, der die Unterschiede verschiedener Auffassungssysteme wenigstens denkbar überbrücken kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans-Herbert Kögler |Titel=Die Macht des Dialogs. Kritische Hermeneutik nach Gadamer, Foucault und Rorty |Verlag=J. B. Metzler |Ort=Stuttgart |Datum=1992 |ISBN=3-476-00821-5 |Seiten=263 |Online={{Google Buch |BuchID=cTK3DQAAQBAJ |Seite=263 |Hervorhebung=&amp;quot;hic et nunc&amp;quot; |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wolfgang Welsch (Philosoph)|Wolfgang Welsch]] sah in der Mitte der 1990er Jahre die Schnelligkeit der elektronischen Entwicklung die Langsamkeit und Einmaligkeit aufwerten. Die elektronische Allgegenwart und die virtuellen Möglichkeiten auch der Wiederholung weckten Sehnsucht nach einer anderen Einmaligkeit und unwiederholbaren [[Präsenz]] des &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Welsch |Hrsg=[[Dieter Baacke]], [[Franz Josef Röll]] |Titel=Künstliche Paradiese? Betrachtungen zur Welt der elektronischen Medien – und zu anderen Welten |Sammelwerk=Weltbilder Wahrnehmung Wirklichkeit. Bildung als ästhetischer Lernprozeß |Reihe=Schriftenreihe der [[Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur]] (GMK) |BandReihe=8 |Verlag=Springer Fachmedien |Ort=Wiesbaden |Datum=1995 |Seiten=89 |Online={{Google Buch |BuchID=nKOABwAAQBAJ |Seite=89 |Hervorhebung=&amp;quot;hic et nunc&amp;quot; |Linktext=Vorschau}} |DOI=10.1007/978-3-663-11825-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theologie ==&lt;br /&gt;
Aus [[Theologie|theologischer]] Sicht der Gegenwart gibt es eine jeweils &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc&amp;#039;&amp;#039; unaufgehobene Widersprüchlichkeit des personalen Lebens, in der die [[Sittlichkeit|sittliche]] Kraft eine Rolle spielt. Der Mensch hat aus dieser Sicht zwar die Chance zum sittlichen Handeln, aber es gibt eine jeweils &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc&amp;#039;&amp;#039; unerforschliche Weisheit Gottes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TRE|31|318|333|Sitte/Sittlichkeit|[[Konrad Stock]]|hier: S. 330}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziologie ==&lt;br /&gt;
Auch in der [[Soziologie]] der [[Situation]] der Gegenwart wird das menschliche Gewordensein in Raum und Zeit in seiner jeweiligen Situation mit dem &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc&amp;#039;&amp;#039; beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Ziemann |Hrsg=Andreas Ziemann |Titel=Zur Philosophie und Soziologie der Situation |TitelErg=Eine Einführung |Sammelwerk=Offene Ordnung? |WerkErg=Philosophie und Soziologie der Situation |Reihe=Wissen, Kommunikation und Gesellschaft. Schriften zur Wissenssoziologie |HrsgReihe=[[Hans-Georg Soeffner]], [[Ronald Hitzler]], [[Hubert Knoblauch]], [[Jo Reichertz]], [[Reiner Keller (Soziologe)|Reiner Keller]] |Verlag=Springer Fachmedien |Ort=Wiesbaden |Datum=2013 |ISBN=978-3-658-01528-2 |Seiten=7 |Online={{Google Buch |BuchID=RgkgBAAAQBAJ |Seite=7 |Hervorhebung=&amp;quot;hic et nunc&amp;quot; |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Psychologie ==&lt;br /&gt;
In der [[Denkpsychologie]] wurde versucht, eine systematische [[Selbstbeobachtung]] zu entwickeln. Psychologen wie [[Narziß Ach]] und [[Karl Bühler]] entwickelten Versuche, in denen die psychischen Tatsachen des Denkens selbst unmittelbar gefasst und das im &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc&amp;#039;&amp;#039; beim Denken Erlebte bestimmt werden sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Georg Eckardt |Titel=Kernprobleme in der Geschichte der Psychologie |Verlag=VS Verlag für Sozialwissenschaften |Ort=Wiesbaden |Datum=2010 |ISBN=978-3-531-17372-6 |Kapitel=Denken und Selbstbeobachtung unter experimentellen Bedingungen (Würzburger Schule) |Seiten=103–104 |Fundstelle=hier S. 104 |Online={{Google Buch |BuchID=NvZq0F-iONwC |Seite=103 |Hervorhebung=&amp;quot;hic et nunc&amp;quot; |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtswissenschaft ==&lt;br /&gt;
In der [[Rechtswissenschaft]] wird der Begriff benutzt, um die Frage zu erläutern, wie die Frage nach der [[Gerechtigkeit]] in einer jeweiligen Situation zu beurteilen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Karl Larenz]] |Titel=Methodenlehre der Rechtswissenschaft |Reihe=[[Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft]] |BandReihe=35 |HrsgReihe=[[Wolfgang Kunkel]], [[Hans Peters (Rechtswissenschaftler, 1896)|Hans Peters]], [[Erich Preiser]] |Verlag=Springer |Ort=Berlin/Heidelberg |Datum=1960 |ISBN=3-662-28410-3 |Seiten=4 |Online={{Google Buch |BuchID=rCR9BwAAQBAJ |Seite=4 |Hervorhebung=&amp;quot;hic et nunc&amp;quot; |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Kunst ==&lt;br /&gt;
Bei der Analyse von [[Lyrik]] wird das alltägliche Sprechen, bei dem das jeweilige Ich im &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc&amp;#039;&amp;#039; eindeutig ist, unterschieden vom [[Lyrisches Ich|lyrischen Ich]] in einem Gedicht, bei dem die raum-zeitliche Bestimmung des Ichs nicht immer bestimmbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fabian Bross, Elias Kreuzmair |Titel=Basiswissen fürs Examen. Deutsche Lyrik |Reihe=UTB für Wissenschaft |BandReihe=4724 |Verlag=Wilhelm Fink |Ort=Paderborn |Datum=2017 |ISBN=978-3-8252-4724-9 |Seiten=150 |Online={{Google Buch |BuchID=DD9oDQAAQBAJ |Seite=150 |Hervorhebung=&amp;quot;hic-nunc-ego-Origo&amp;quot; |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen den [[Symbolismus (Literatur)|Symbolismus]] forderten Vertreter des [[Akmeismus]], des [[Futurismus]] und weiterer [[Avantgarde]] zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Rückkehr zu einer konkreten, sinnlich erfahrbaren Realität eines &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc,&amp;#039;&amp;#039; das gegen die auf das Visionäre gerichtete Einstellung des Symbolismus wieder aufgewertet werden sollte. Während symbolistische Dichter die Musik als der Lyrik verwandt bevorzugten, wandten sich die Futuristen stärker der Malerei, der bildenden Kunst und der Architektur zu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Stephan Kissel |Hrsg=Klaus Städtke, [[Ralph Kray]] |Titel=Nabokovs Kanon. Zur De- und Rekonstruktion literarischer Autorität(en) im Exil |Sammelwerk=Spielräume des auktorialen Diskurses |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Datum=2003 |ISBN=3-05-003737-7 |Seiten=158 |Online={{Google Buch |BuchID=jKrpBQAAQBAJ |Seite=158 |Hervorhebung=&amp;quot;›hic et nunc‹&amp;quot; |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stagnation der musikalischen Zeiterfahrung schrieb Theodor W. Adorno dem [[Neoklassizismus (Musik)|Neoklassizismus]], dem [[Jazz]] und den Werken [[Arnold Schönberg]]s und [[Igor Strawinsky]]s zu. In der [[Minimal Music]], die einen Prozess vorführen will und die Zeit damit strukturieren und ordnen, wird ein Effekt des &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc&amp;#039;&amp;#039; klingenden Augenblicks erreicht, der aber in einem kontinuierlichen Klangstrom als Musik ohne Zeitbegrenzung erfahren wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Beate Kutschke |Titel=Wildes Denken in der neuen Musik. Die Idee vom Ende der Geschichte bei Theodor W. Adorno und Wolfgang Rihm |Verlag=Königshausen &amp;amp; Neumann |Ort=Würzburg |Datum=2002 |ISBN=3-8260-2243-2 |Seiten=112 |Online={{Google Buch |BuchID=gQ29piT62J4C |Seite=112 |Hervorhebung=hic et nunc |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aufbau eines Zeitverlaufs, der sich aus Vergangenheitserinnerung und Zukunftserwartung bildet, wird ausgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Beate Kutschke |Titel=Neue Linke, neue Musik. Kulturtheorien und künstlerische Avantgarde in den 1960er und 70er Jahren |Verlag=Böhlau |Ort=Köln / Weimar / Wien |Datum=2007 |ISBN=3-412-17906-X |Online={{Google Buch |BuchID=9JsANi1BWL8C |Seite=311 |Hervorhebung=Zukunftserwartung |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur der Gegenwart wird zum Beispiel [[Terézia Mora]]s Werk unter dem Gesichtspunkt des &amp;#039;&amp;#039;hic et nunc&amp;#039;&amp;#039; untersucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nathan Taylor |Hrsg=[[Silke Horstkotte]], Leonhard Herrmann |Titel=Am Nullpunkt des Realismus |TitelErg=Terézia Moras Poetik des hic et nunc |Sammelwerk=Poetiken der Gegenwart. Deutschsprachige Romane nach 2000 |Reihe=spectrum Literaturwissenschaft |BandReihe=37 |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin/Boston |Datum=2013 |ISBN=978-3-11-033655-9 |Seiten=13–31 |Online={{Google Buch |BuchID=rN3mBQAAQBAJ |Seite=13 |Hervorhebung=&amp;quot;hic et nunc&amp;quot; |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeit| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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