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	<title>Hiat - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T22:38:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hiat&amp;diff=907038&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JDDSpikey: /* Schreiblich: Silbenfugen-h */Zeichensetzung</title>
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		<updated>2026-03-14T12:26:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schreiblich: Silbenfugen-h: &lt;/span&gt;Zeichensetzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Hiat (Hiatus) in der Sprachwissenschaft. Zu HIAT siehe [[HIAT|Halbinterpretative Arbeitstranskription]], zum Hiatus in der Archäologie siehe [[Hiatus (Archäologie)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hiat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hiatus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|hiatus|de=Kluft, Vokalzusammenstoß}}) bezeichnet in der [[Sprachwissenschaft]] (Linguistik) den Fall, dass auf beiden Seiten einer Silbengrenze ein [[Vokal]] oder [[Diphthong]] steht, z.&amp;amp;nbsp;B. Ru-ine oder Re-aktion. Solche Vokalfolgen sind in manchen Sprachen unerwünscht. Zu ihrer Vermeidung werden in verschiedenen Sprachen, darunter Englisch, Französisch und Spanisch, Regeln des externen [[Sandhi]] befolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie können entweder durch das &amp;#039;&amp;#039;Einschieben&amp;#039;&amp;#039; von Konsonanten oder Lautgruppen verhindert werden oder durch das &amp;#039;&amp;#039;Auslassen&amp;#039;&amp;#039; eines der Vokale. Man spricht in diesen Fällen von Hiatvermeidung. Laute und Zeichen, die zur Hiatvermeidung eingeschoben werden, nennt man &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hiattilger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hiat(us).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hadumod Bußmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 4., durchgesehene Auflage. Kröner, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-520-45204-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hiattrenner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kluge: [[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von [[Elmar Seebold]]. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. de Gruyter, Berlin / New York 2002, ISBN 3-11-017472-3, S. XXXIX.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hiatvermeidung im Deutschen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schreiblich: Silbenfugen-h ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Silbenfugen-h}}&lt;br /&gt;
Rein phonetisch gesehen sind die Hiate im Deutschen unproblematisch, etwa alle Hiate, die sich in zweisilbigen [[Erbwort|Erbwörtern]] zwischen der betonten prominenten Silbe und der [[Reduktionssilbe|Reduktions-]] bzw. Nebensilbe ergeben können. Beispiele: &amp;#039;&amp;#039;Mauer&amp;#039;&amp;#039; [ˈmaʊ̯.ɐ], &amp;#039;&amp;#039;Reue&amp;#039;&amp;#039; [ˈrɔɪ̯.ə], &amp;#039;&amp;#039;säen&amp;#039;&amp;#039; [ˈzɛː.ən], andererseits aber auch &amp;#039;&amp;#039;Hektar&amp;#039;&amp;#039; statt *Hektoar. Dies gilt jedoch nur für die Folgen betonte Silbe – unbetonte Silbe. In Folgen der Art unbetonte Silbe – betonte Silbe wird oft ein Glottisverschlusslaut eingefügt, wie in &amp;#039;&amp;#039;Poet&amp;#039;&amp;#039; [po.ˈʔeːt]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Schreiblich&amp;#039;&amp;#039; allerdings entsteht hier in manchen Fällen eine Häufung von Vokalbuchstaben, die den Leser darüber verwirren kann, wie viele Silben überhaupt vorliegen bzw. wo genau die prominente Silbe endet und die Nebensilbe beginnt (&amp;#039;&amp;#039;Schlehe&amp;#039;&amp;#039; [ˈʃleː.ə]; ohne &amp;lt;h&amp;gt; würde das Wort als &amp;lt;Schlee&amp;gt; geschrieben). An solchen Stellen wird in vielen Fällen als Lesehilfe ein stummer Buchstabe &amp;lt;h&amp;gt; eingefügt (&amp;#039;&amp;#039;Rei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e, ge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;en, Vorse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ung&amp;#039;&amp;#039;). Dieser wird, sofern zweisilbige Ableitungs- oder Beugungsformen existieren, die ein Silbenfugen-h besitzen, auch in den zugrundeliegenden einsilbigen Formen geschrieben (dem &amp;#039;&amp;#039;Vie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; → das &amp;#039;&amp;#039;Vie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch und regional existieren im Deutschen weitere rein schreibliche Hiattilger, so in der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Schweizer Kanzleisprache etwa &amp;#039;&amp;#039;ein fry-g-er mann&amp;#039;&amp;#039; (zum Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;fry&amp;#039;&amp;#039; „frei“), gesprochen aber nie anders als &amp;#039;&amp;#039;ein frîer mann&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lautlich: Glottisverschlusslaut ===&lt;br /&gt;
Der wichtigste Mechanismus zur Hiatvermeidung im gesprochenen Deutsch ist die Einfügung eines [[Glottaler Plosiv|Glottisverschlusslautes]] [ʔ] zwischen den Vokalen. Schriftsprachlich als Hiat erscheinende Vokalfolgen sind im Deutschen daher oft durch die Anwesenheit eines [[Stimmloser glottaler Plosiv|stimmlosen glottalen Plosivs]] [{{IPA|ʔ}}] („Knacklaut“) gefüllt, der nicht geschrieben wird. Der glottale Verschlusslaut tritt insbesondere auf, wenn die folgende Silbe stärker betont ist als die vorangehende: &amp;#039;&amp;#039;Aorta&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|aˈʔɔʁta}}], &amp;#039;&amp;#039;beobachten&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|bəˈʔoːbaχtn̩}}]. Er ist jedoch nicht an den Hiat gebunden, sondern erfolgt auch bei vokalisch beginnenden Silben nach Konsonant und am Wortanfang, ist also nicht nur ein Hiattilger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fälle wie &amp;#039;&amp;#039;-n-&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;amerika-n-isch,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;-es-&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;chin-es-isch,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;-les-&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;kongo-les-isch,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;-t-&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Tokio-t-er&amp;#039;&amp;#039; etc. zeigen ebenfalls an, dass Hiate im Deutschen an einigen Stellen – besonders vor [[Suffix]]en – als phonetisch problematisch empfunden werden. Gleiches lässt sich auch für [[Präfix]]e mit Vokalendung beobachten, wie beim &amp;#039;&amp;#039;-g-&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;ge-g-essen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiatvermeidung ist in Dialekten des Oberdeutschen häufig. So wird etwa [[schweizerdeutsch]] in der Satzfolge &amp;#039;&amp;#039;ich + singe + und + tanze&amp;#039;&amp;#039; das Wort &amp;#039;&amp;#039;singe&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;singen,&amp;#039;&amp;#039; also &amp;#039;&amp;#039;ich singe-n- und tanze&amp;#039;&amp;#039;. Ein prominentes Beispiel mit einer absichtlichen Häufung von Hiattrennern ist der schweizerdeutsche Satz &amp;#039;&amp;#039;Stell de Hafe-n-afe-n-ufe-n-Ofe-n-ufe&amp;#039;&amp;#039; („Stell den Krug schon mal auf den Ofen hinauf“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hiatvermeidung im Lateinischen ==&lt;br /&gt;
Auch im [[Latein]]ischen spielt das Prinzip der Hiatvermeidung eine besondere Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Binnenhiat,&amp;#039;&amp;#039; also das Zusammentreffen zweier Vokale im Wortinnern, wird teilweise durch Kontraktion behoben. So wird aus &amp;#039;&amp;#039;cŏ-ăgō&amp;#039;&amp;#039; → &amp;#039;&amp;#039;cōgō&amp;#039;&amp;#039;. Auch der schwache Hauchlaut des Lateinischen kann der Kontraktion unterliegen, etwa bei &amp;#039;&amp;#039;nĭhĭl&amp;#039;&amp;#039; → &amp;#039;&amp;#039;nīl&amp;#039;&amp;#039;. Häufiger als die Kontraktion war im Lateinischen jedoch die [[Synizese]], also die sprachliche „Verbindung“ oder „Verschleifung“ zweier Vokale, die keinen Reflex in der Schreibung hat. So ist &amp;#039;&amp;#039;deindĕ&amp;#039;&amp;#039; (aus &amp;#039;&amp;#039;dē-īndĕ&amp;#039;&amp;#039;) zweisilbig, &amp;#039;&amp;#039;ĕōdĕm&amp;#039;&amp;#039; kann zwei- oder dreisilbig sein. Besonders die [[lateinische Metrik]] profitiert von dieser Ambivalenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in der Dichtung macht sich auch eine Vermeidung des &amp;#039;&amp;#039;Hiats am Wortende&amp;#039;&amp;#039; (bzw. am Wortanfang) bemerkbar. Es gibt drei Möglichkeiten zur Hiatvermeidung am Wortende: Der auslautende Vokal kann mit dem anlautenden Vokal „verschmolzen“, also wie ein [[Diphthong]] gelesen werden ([[Synaloiphe]]), oder er kann ausgelassen werden ([[Elision]]). Teilweise greift diese Regel auch am Versende, wenn die nächste Zeile mit einem vokalisch anlautenden Wort beginnt. Die dritte Möglichkeit besteht nur bei den Formen &amp;#039;&amp;#039;es&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;est&amp;#039;&amp;#039; der [[Kopula (Grammatik)|Kopula]] &amp;#039;&amp;#039;esse&amp;#039;&amp;#039;: Hier fällt das anlautende &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; der Formen weg. Dieses Phänomen mit Namen [[Aphärese]] lässt sich durch die teilweise überlieferte grafische Fixierung von Formen wie &amp;#039;&amp;#039;fatendumst&amp;#039;&amp;#039; (aus &amp;#039;&amp;#039;fatendum est&amp;#039;&amp;#039;) belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur unter wenigen Umständen unterbleibt die Hiatvermeidung im Lateinischen: Am Versende oder vor einer [[Zäsur]], einem Sinneinschnitt im Vers. Außerdem werden die [[Interjektion]]en &amp;#039;&amp;#039;ā&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;ō&amp;#039;&amp;#039; nicht [[Elision|elidiert]]. Das griechische Phänomen der Hiatkürzung, bei der der auslautende Vokal des vorangehenden Wortes nicht ausgestoßen oder verschmolzen, sondern gekürzt wird, wurde in der [[Römische Kaiserzeit|Kaiserzeit]] gelegentlich adaptiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Euphonie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hadumod Bußmann]] (Hrsg.) unter Mitarbeit von Hartmut Lauffer: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 4., durchgesehene und bibliographisch ergänzte Auflage. Kröner, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-520-45204-7.&lt;br /&gt;
* Nanna Fuhrhop: &amp;#039;&amp;#039;Grenzfälle morphologischer Einheiten.&amp;#039;&amp;#039; Stauffenburg, Tübingen 1998, ISBN 3-86057-447-7. Fuhrhop behandelt die Einschübe unter wortbildungstheoretischen Aspekten S. 141 ff.&lt;br /&gt;
* [[Hans Rubenbauer]], [[Johann Baptist Hofmann]], [[Rolf Heine]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lateinische Grammatik.&amp;#039;&amp;#039; 12., korrigierte Auflage. Oldenbourg Schulbuchverlag, Bamberg / München 1995 (unveränd. Nachdruck 2007), ISBN 978-3-637-06940-4.&lt;br /&gt;
* [[Otto Schröder (Philologe)|Otto Schröder]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom papiernen Stil.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Teubner, Leipzig / Berlin 1906, S. 89 ff. ([https://archive.org/details/vompapiernensti03schrgoog Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Hiatus}}&lt;br /&gt;
* [[:wikt:Verzeichnis:Deutsch/Wörter mit Dehnungs-h#Wörter mit Verbindungs-h|Liste der Wörter mit Verbindungs-h]] im Wiktionary&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=QYRgYGtqZxY Das Silbentrennungs-h.] Lehrvideo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Linguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JDDSpikey</name></author>
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