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	<title>Hexenbrennen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hexenbrennen&amp;diff=613576&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DCB am 21. Juni 2025 um 19:45 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hexenbrennen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hexenfeuer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;saechs&amp;quot; /&amp;gt;; {{hsbS|Chodojtypalenje}}) ist ein vor allem in der [[Oberlausitz]] und dem dortigen [[Sorbisches Siedlungsgebiet|sorbischen Siedlungsgebiet]] verbreitetes [[Sorbisches Brauchtum|sorbisches]] [[Feuerbrauchtum]], bei dem in der [[Walpurgisnacht]] zum 1. Mai ein hohes, weithin sichtbares Feuer entzündet wird. Jugendliche errichten an einer geeigneten, meist auf einer Anhöhe gelegenen Stelle den „Hexenhaufen“ aus trockenem Holz und bewachen ihn vor dem vorzeitigen Abbrennen durch die Jugend aus den Nachbarorten. In vielen Dörfern wird vor dem Hexenfeuer ein [[Maibaum]] aufgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wal&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sorabicon.de/kulturlexikon/artikel/prov_k1c_wdz_1mb/ Hexenbrennen], [[Martin Walde (Kulturwissenschaftler)|Měrćin Wałda]], SORABICON, [[Sorbisches Institut]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;saechs&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hexenbrennen symbolisiert die Vertreibung des Winters und des Bösen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dspace.cuni.cz/bitstream/handle/20.500.11956/73634/150026883.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y Motive der sorbischen Lausitz in ausgewählten Kunstmärchen der Gegenwartsliteratur], Tereza Valášková, Masterarbeit, Pädagogische Fakultät, [[Karlsuniversität]] Prag, 2014 (PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt; Meist wird bis spät in die Nacht am Feuer gefeiert. Es ist auch aufgrund der faszinierenden Wirkung des Feuers eine gesellige Veranstaltung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mdr&amp;quot;&amp;gt;[https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/bautzen/hexenfeuer-walpurgisnacht-wochenende-veranstaltungen-tradition-100.html Über die eigenartige Faszination großer Gemeinschaftsfeuer], [[Mitteldeutscher Rundfunk|MDR]], Kathrin König, Interview mit [[Susanne Hose]], 27. April 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;wal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Aus dem 18. Jahrhundert wird berichtet, dass an Walpurgis mit brennenden Besen oder Strohwischen auf Wegen, Feldern, um Büsche oder Bäume getanzt wurde, um das [[Vieh]] vor Unheil in der Walpurgisnacht durch [[Hexe]]rei zu bewahren. An die Stalltüren wurden Ringe oder Kreuze aus Pech gemalt oder Besen kreuzweise davor gelegt. Im 19. Jahrhundert sammelte die Dorfjugend alte Besen, entfachte kleinere Feuer und entzündete daran die Besen, die dann durch die Luft gewirbelt und geworfen wurden. Dadurch kam es immer wieder zu Bränden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;read&amp;quot; /&amp;gt; Im 20. Jahrhundert wurde in den Gemeinden immer öfter nur ein einzelner größerer Hexenhaufen im Beisein der Feuerwehr abgebrannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wal&amp;quot; /&amp;gt; Große Hexenfeuer müssen heute aufgrund der Feuergefahr genehmigt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;freiw&amp;quot;&amp;gt;[https://feuerwehr.limbach-oberfrohna.de/de/einsaetze.html Einsätze 2015], [[Freiwillige Feuerwehr]] [[Limbach-Oberfrohna]], Einsatz 55 - Blinder Alarm wegen einem genehmigten Hexenfeuer, 30.04.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hexenfeuer dienten ursprünglich dem Abwenden von [[Schadzauber]] und der Vertreibung von Hexen, das Verbrennen von Hexen war nicht Gegenstand der Tradition. Im 20. Jahrhundert, zur Zeit der [[Weimarer Republik]], wurde der Brauch neu gedeutet. Die Holzhaufen wurden zu Scheiterhaufen von „Hexen“ umgedeutet, die in Gestalt ausstaffierter Puppen in einer „Hexenrede“ angeklagt und dem Flammentod übergeben wurden. Angeprangert wurden aber auch die [[Hexenverfolgung]] in der [[Frühe Neuzeit|frühen Neuzeit]] und der anhaltende Hexenglaube in der Bevölkerung. Mit dem Hexenbrennen sollten Krankheit, Misswirtschaft und alles Unheil symbolisch überwunden und der Frühling begrüßt werden. Die [[Serbske Nowiny|Sorbische Zeitung]] feierte das Hexenbrennen im Jahr 1931 als ein „altslawisches Fest zur Begrüßung des jungen Frühlings“, bei dem mit Feuern die finsteren Mächte des Winters vernichtet würden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die traditionelle Feier der Walpurgisnacht von politisch motivierten Maifeuern abgelöst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit der [[DDR]] wurde der Brauch dazu genutzt, auf humoristische Weise Kritik zu üben. Bekannt war das [[Göda]]er Hexenbrennen, das ab 1965 die Gemeinde zusammen mit dem [[Deutsch-Sorbisches Volkstheater|Deutsch-Sorbischen Volkstheater]] organisierte. Es wurde von den DDR-Behörden zwar kritisiert, aber nicht unterbunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wal&amp;quot; /&amp;gt; Für das Gödaer Hexenbrennen schrieb Hartmut Oehme von 1966 bis 1991 satirische Anklagen gegen die „Hexe“ und machte sie für Missstände in der Gemeinde verantwortlich. Die Hexenpuppe wurde daraufhin dem Feuer übergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nd-archiv.de/artikel/1937363.hexenbrennen-in-goeda.html Hexenbrennen in Göda], [[Neues Deutschland]], 5. Mai 1973&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibkat.de/niedersorbische-bibliothek/medium/hexen-zu-goda-ausgewahlte-texte-aus-veranstaltungen-anlalich-des-hexenbrennens-in-goda/?back=/niedersorbische-bibliothek/search/%3Fq%3Dhexen%2Bzu%2BG%25C3%25B6da%252C%2BHartmut%2BOehme Hexen zu Göda: Ausgewählte Texte aus Veranstaltungen anläßlich des Hexenbrennens in Göda], Hartmut Oehme, Herausgeber: Haus für sorbische Volkskultur, Bautzen, Selbstverlag, 1991&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;read&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwart ==&lt;br /&gt;
Auch heute werden Puppen, die das Böse, den Tod oder den Winter symbolisieren, [[in effigie]] auf Hexenfeuern verbrannt. Dieses Vorgehen erinnert an die Hexenverfolgung, hat aber einen anderen Ursprung&amp;lt;ref name=&amp;quot;read&amp;quot;&amp;gt;[https://www.pressreader.com/germany/sachsische-zeitung-kamenz/20240423/281844353691773 Hexenfeuer: Woher kommt dieser Brauch], David Berndt, Interview mit Martin Walde, Sächsische Zeitung (Kamenz), 23. April 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;wal&amp;quot; /&amp;gt; und ist daher erklärungsbedürftig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mdr&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überregionale Bedeutung hatte über viele Jahre hinweg das Hexenfeuer in [[Weißkeißel]] am 30. April. Es war das größte Volksfest Weißkeißels und das größte Hexenbrennen der Region um Weißwasser/Oberlausitz. Seit dem Jahr 2011 wird es jedoch nicht mehr in großem Umfang durchgeführt und ist nun ein Fest mit familiärem Charakter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Von der Muskauer Heide zum Rotstein. Heimatbuch des Niederschlesischen Oberlausitzkreises |Verlag=Lusatia Verlag |Ort=Bautzen |Datum=2006 |ISBN=3-929091-96-8 |Seiten=236}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bau&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. April finden zahlreiche Veranstaltungen mit Hexenfeuern in der Region statt, beispielsweise in [[Weißwasser/Oberlausitz|Weißwasser]], [[Gablenz (Oberlausitz)]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;saechs&amp;quot;&amp;gt;[https://www.saechsische.de/lokales/goerlitz-lk/weisswasser/wie-weisswasser-in-den-mai-feiert-ZS2YKP277CIXFRMTSW3OWH7GAQ.html Wie Weißwasser in den Mai feiert, Gablenz: Maibaum und Feuer], Constanze Knappe, [[Sächsische Zeitung]], 29. April 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Neschwitz]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alles-lausitz.de/30-april-2017-hexenbrennen-in-der-region.html 30. April 2017 - Hexenbrennen in der Region], auf alles-lausitz.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sv-neschwitz.de/hexenbrennen-2023/ Hexenbrennen 2023], SV Blau Weiß Neschwitz&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hoyerswerda]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://augusto-sachsen.de/veranstaltungen/t/4175996/30.04.2023_hexenbrennen-altstadt-hoyerswerda Hexenbrennen Altstadt Hoyerswerda], Veranstaltungskalender augusto-sachsen.de&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Görlitz]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.saechsische.de/lokales/goerlitz-lk/wo-in-goerlitz-walpurgisfeuer-lodern-LLJ7MVC2DZANBO2R4YKY3WG23M.html Wo in Görlitz Walpurgisfeuer lodern], [[Sächsische Zeitung]], 28. April 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;  [[Ralbitz-Rosenthal]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ralbitz-rosenthal.de/tourismus/br%C3%A4uche Bräuche in Ralbitz-Rosenthal], Gemeinde Ralbitz-Rosenthal&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Elsterheide]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;gem&amp;quot;&amp;gt;[https://elsterheide.de/tourismus-freiheit/braeuche/ Bräuche], Gemeinde Elsterheide&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Göda]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;wal&amp;quot; /&amp;gt; [[Kamenz]] und [[Bautzen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;bau&amp;quot;&amp;gt;[https://www.saechsische.de/lokales/bautzen-lk/bautzen-von-fackelumzug-bis-familienfest-das-ist-zum-hexenbrennen-2024-los-CFZ2STIYQDT3IAKS3KCNNERLOI.html Von Fackelumzug bis Familienfest - das ist zum Hexenbrennen 2024 los], [[Sächsische Zeitung]], 26. April 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sorbisches Brauchtum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feuerbrauchtum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frühlingsfest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum (Sachsen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DCB</name></author>
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