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	<title>Heuchelei - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T06:28:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-02T09:43:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+https &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:%E2%B5%93/ARreplace&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:ⵓ/ARreplace (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;→&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jan Massijs (1509-1573) De huichelaars - &amp;#039;t Vliegend Peert Mechelen 8-4-2015 13-15-52.jpg|mini|hochkant=1.5|[[Jan Massys]] (1509–1575): &amp;#039;&amp;#039;Die Heuchler&amp;#039;&amp;#039;, 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heuchelei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Hypokrisie&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet das Sich-Verstellen zum Vortäuschen nicht vorhandener Gefühle, Eigenschaften oder Ähnlichem.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Heuchelei Heuchelei], [https://www.duden.de/rechtschreibung/heucheln heucheln] – &amp;#039;&amp;#039;[[Duden]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Bibliographisches Institut]]&amp;#039;&amp;#039;, 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das zugrundeliegende [[Verb]] &amp;#039;&amp;#039;heucheln&amp;#039;&amp;#039; stammt ursprünglich vom unterwürfigen &amp;#039;&amp;#039;ducken&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;kriechen&amp;#039;&amp;#039; ({{gmhS|hūchen}}) des Hundes ab&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Heuchelei Heuchelei], [https://www.dwds.de/wb/heucheln heucheln] – &amp;#039;&amp;#039;[[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|DWDS]]&amp;#039;&amp;#039;, 2020; zur gemeinsamen Wortherkunft dort unter dem Fremdwort &amp;#039;&amp;#039;Etymologie&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde auf vorgespieltes, „schmeichelndes“ Verhalten übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosoph und Theologe [[Friedrich Kirchner (Philosoph)|Friedrich Kirchner]] definierte Heuchelei als eine „aus [[Selbstsucht|selbstsüchtigen]] Interessen entspringende Verhüllung der wahren und Vorspiegelung einer falschen, in dem Betreffenden nicht vorhandenen lobenswerten [[Gesinnung]]“ und führt auf, dass ein Heuchler besser erscheinen wolle, als er ist, „um Mächtigen zu gefallen“ und „davon Gewinn zu haben“. Vorgeheuchelt werden „politische, religiöse, ethische Grundsätze, um vorwärts zu kommen“, sei es aus [[Feigheit]], des Broterwerbs oder der „Liebedienerei“ wegen. Die Heuchelei würde seiner Meinung nach „leicht durch [[Despotie|despotisches Regiment]] in Staat und Kirche geweckt“, wobei „strenge Staatsgesetze“ und „[[Orthodoxie|orthodoxe]] Religionsedikte“ die Menschheit nicht „gut und fromm“, sondern heuchlerisch machen würden.&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Heuchelei.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Friedrich Kirchner (Philosoph)|Friedrich Kirchner]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der philosophischen Grundbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; 1907 ([http://www.textlog.de/8145.html textlog.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Wesentliches Merkmal der Heuchelei ist &amp;#039;&amp;#039;bei der betreffenden Person&amp;#039;&amp;#039; das Vortäuschen nicht vorhandener Gefühle oder Gemütszustände, die erwartet oder zumindest begrüßt werden. [[Scheinheiligkeit]] oder [[Doppelmoral]] ist in Abgrenzung dazu, &amp;#039;&amp;#039;bei anderen&amp;#039;&amp;#039; Verhaltensformen einzufordern, die selbst nicht eingehalten werden. Dies wird häufig mit dem von [[Heinrich Heine]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Deutschland. Ein Wintermärchen]]&amp;#039;&amp;#039;) stammenden bildhaften Ausspruch illustriert: [[Liste deutscher Redewendungen#W|„öffentlich Wasser predigen und heimlich Wein trinken“]]. Beides steht im Gegensatz zur persönlichen [[Integrität (Ethik)|Integrität]], da ein Widerspruch zwischen geäußerten und gelebten Werten besteht. Entweder lebt die in diesem Sinne handelnde Person nicht die Werte, die sie als richtig bezeichnet (Doppelmoral), oder sie bezeichnet Werte als richtig, die sie tatsächlich als falsch empfindet (Heuchelei).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Eigenschaften der Heuchelei fallen zusammen, wenn [[Indignation|Empörung]] geheuchelt wird, also eine Gemütsregung, die einem Werturteil entspringt. Die Gemeinsamkeit beider Arten von Verhalten ist der Gegensatz zwischen dem geäußerten (zur Schau getragene Emotion oder geäußertes moralisches Urteil) und dem tatsächlichen Urteil (tatsächliche Emotion oder eigenes Verhalten) über einen Sachverhalt. [[Bigotterie]] bezeichnet die &amp;#039;&amp;#039;scheinbare (also vorgetäuschte) „Heiligkeit“&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;scheinheilig&amp;#039;&amp;#039; im eigentlichen, engeren Sinne).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bezeichnete [[Johann Christoph Adelung|Adelungs]] Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart &amp;#039;&amp;#039;scheinheilig&amp;#039;&amp;#039; im 18. Jahrhundert als&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=den äußern Schein der Heiligkeit, d.&amp;amp;nbsp;i. der [[Gottesfurcht]], annehmend und habend, ohne er wirklich zu seyn. Ein Scheinheiliger, ein Heuchler, den man im gemeinen Leben auch einen Kopfhänger, in Niedersachsen einen Bibelträger, Kirchenklepper, Heiligenfresser, Heiligenbeißer u.s.f. nennet. Ein scheinheiliges Betragen.&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart.&amp;#039;&amp;#039; Band 3. Leipzig 1798, S. 1403.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart.&amp;#039;&amp;#039; Band 3. Leipzig 1798, S. 1403 ([http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Scheinheilig zeno.org]).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heuchelei in der Literatur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Roman de la Rose f. 5r.a (Hypocrisy).jpg|mini|hochkant=1.5|Die &amp;#039;&amp;#039;Heuchelei&amp;#039;&amp;#039;. Buchillustration aus dem [[Rosenroman|&amp;#039;&amp;#039;Roman de la Rose&amp;#039;&amp;#039;]], 14. Jahrhundert.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[W. Somerset Maugham]] veröffentlichte 1921 seine [[Short Story]] &amp;#039;&amp;#039;Rain&amp;#039;&amp;#039; über den Missionar Davidson, der während einer erzwungenen Reiseunterbrechung in [[Amerikanisch-Samoa]] die mitreisende Prostituierte Miss Thompson unter Zwang setzt, um sie zu läutern und ihre unsterbliche Seele zu retten. Dies scheint ihm auch zu gelingen, doch kompromittiert er seine Bemühungen am Ende dadurch, dass er Miss Thompson bei der ersten Gelegenheit sexuell zu missbrauchen versucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mymaughamcollection.com/2016/04/rain-somerset-maugham-analysis.html |titel=&amp;quot;Rain&amp;quot; by W. Somerset Maugham: Analysis |abruf=2024-07-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ute Seiderer: &amp;#039;&amp;#039;Heuchler.&amp;#039;&amp;#039; In: Netzwerk „Körper in den Kulturwissenschaften“ (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;What can a body do? Praktiken und Figurationen des Körpers in den Kulturwissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Campus Verlag, Frankfurt am Main / New York 2012, ISBN 978-3-593-39641-5, Abt. Figurationen, S. 95–100.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Pfaffenhausen: &amp;#039;&amp;#039;Heuchelei – Schmierstoff unserer Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; R. G. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-8301-1430-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.textlog.de/8145.html Eintrag „Heuchelei“] In: Friedrich Kirchner: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der philosophischen Grundbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; 1907&lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Mauthner-1923/A/Heuchelei Heuchelei] in: [[Fritz Mauthner]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1923, Band 2, S. 89–92. (abgefragt am 28. März 2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4132501-1|LCCN=sh/85/63768}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethische Haltung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ⵓ</name></author>
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