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	<title>Hetzgeshof - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2022-02-04T15:58:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Dateigröße angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hetzgeshof Jucken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Denkmalschutz|denkmalgeschützte]] [[Bauernhof|Hofanlage]] aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in [[Jucken (Gemeinde)|Jucken]] im [[Eifelkreis Bitburg-Prüm]], die klassische Stilelemente der [[Eifel]]er Bauernhauskultur widerspiegelt. Die Aufnahme in die [[Liste der Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz]] erfolgte im Jahre 1995 mit der Begründung: „Gerade mit seinen Veränderungen zeigt der Hetzgeshof die sich im vorigen Jahrhundert wandelnden Wohn- und Baugewohnheiten eines bäuerlichen Anwesens in charakteristischer Form. Zur Förderung des geschichtlichen Bewusstseins sowie aus handwerklichen Gründen besteht an seiner Erhaltung und Pflege ein öffentliches Interesse. Außerdem trägt das Gebäude zur Werterhöhung und Belebung seiner Umgebung bei“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Unterschutzstellung&amp;quot;&amp;gt;Kreisverwaltung Bitburg-Prüm: Unterschutzstellung Wohnhaus Kapellenstraße 16 in Jucken als Kulturdenkmal, Az.: 2.363-02, 25. Oktober 1995, 2 Seiten&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nach [[Mündliche Überlieferung|mündlicher Überlieferung]] reicht der Ursprung des Hetzgeshofes zurück bis ins späte 17. Jahrhundert, kurz nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Unterschutzstellung&amp;quot; /&amp;gt; Es handelte sich dabei um eines von sieben Stockhäusern des Dorfes, welche zur [[Wiederbesiedlung]] nach dem vernichtenden Krieg dienten. Der Name der Hofanlage stammt vom Familiennamen der Erbauer, Hitzges (Ausgesprochen: Hetzges)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der [[Grundstein]] für das Wohnhaus in seiner jetzigen Form gelegt. Dabei handelte es sich um ein in der Westeifel typisch gebautes zweistöckiges, zweiraumtiefes Flurküchenhaus mit [[Satteldach]], drei [[Fensterachse]]n und angebautem [[Stall|Viehstall]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Unterschutzstellung&amp;quot; /&amp;gt; Der Steinbaucharakter, aufgekommen nach dem Dreißigjährigen Krieg, entstand, da auch auf den heimischen Äckern eine große Zahl von [[Bruchstein]]en vorhanden war. Regional typisch für die [[Eifel]] ist eine Ausrichtung des [[Giebel]]s in die westliche Hauptregenrichtung. Ebenfalls wurde dort ein kleiner Backofen mit flachem [[Schieferdeckung|Schieferdach]] angebaut. „Der [[Grundriss]] ist ebenso klar und einfach wie der lang gestreckte Baukörper selbst. In der direkt durch die Haustüre oder über den schmalen Flur zu erreichenden Küche befindet sich über der früher offenen Feuerstelle der von schweren Eichenbalken eingefasste [[Rauchfang]]. Das ursprünglich offene Herdfeuer heizt durch die [[Gusseisen|gusseiserne]] [[Takenplatte]] den Wohnraum mit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Marie Luise Niewodniczanska: Eifeler Bauernhausfiebel. In: Prümer Landbote, Hrsg.: Geschichtsverein Prümer-Land, Februar 1985&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch eine [[Sandstein]]gravur über dem Haupteingang mit Jahr und [[Initialen]] der Umbauer belegte Erweiterung des Wohnhauses im Jahre 1869 brachte Platz und Wohnkomfort für damaligen Verhältnisse. Das Hauptgebäude wurde durch eine Fensterachse westlich erweitert. Die kleinen Fenster wurden dabei ebenfalls vergrößert. Die einschneidende 70 cm dicke ehemalige Giebelwand im Haus bezeugt dies heute noch. Dabei wurde ebenfalls der am Giebel angebaute Backofen entfernt. Eine Anhebung der Decken im Obergeschoss brachte Kopffreiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz darauf, im Jahre 1867, wurde ein eingeschossiges [[Backhaus]] mit [[Schmiede (Werkstatt)|Schmiede]] etwas abseits des Wohnhauses erbaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Unterschutzstellung&amp;quot; /&amp;gt; Darin befindet sich ein immer noch einsatzfähiger rund 30 m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; großer Ofenanbau für zwölf große Bauernbrote. Die durch den gleichen Rauchfang betriebene Schmiede mit [[Blasebalg]] zeugt von einer multifunktionalen Gebrauchsstätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Wirtschaftsgebäude ist schlechter dokumentiert als die der Wohngebäude. Das längliche Stallgebäude, das bis 1980 zur Viehzucht genutzt wurde, wurde kurz nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] durch eine neue Bimssteindecke und die neue Fensterfront erneuert und stabilisiert worden. Zeichen vergangener Zeiten ist eine schmale, spartanische Wohneinheit und eine [[Transmission (Maschinenbau)|Transmission]] für eine zentrale Energiewandlungsmaschine um per [[Riemengetriebe|Riemenantrieb]] verschiedenste Maschinen in der [[Tenne]] anzutreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine hölzerne Feldscheune aus dem Jahre 1954, wie sie baugleich noch an drei anderen Orten in der Gemeinde vorzufinden war, diente der Unterbringung der Ernteerträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 begann die mehrjährige [[Restaurierung]] des Wohnhauses unter Aufsicht der [[Denkmalpflege]]. Dabei wurde Wert auf die Erhaltung wichtiger Stilelemente sowie Implementierung neuzeitlicher Wohnstandards gelegt. Daran schloss sich 2008 die Restauration des Backhauses an, ebenfalls unter der Aufsicht der Denkmalpflege.&lt;br /&gt;
[[Datei:Hofansicht Hetzgeshof 2014.jpg|mini|Hofansicht des Hetzgeshofes aus südwestlicher Richtung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stilelemente außen ==&lt;br /&gt;
Beim Hetzgeshof handelt es sich um eine [[Bauernhof|Streuhofanlage]] in der Bauform eines fränkischen [[Gehöft]]s, d. h. die Wirtschaftsgebäude, das Backhaus und das Wohnhaus sind unregelmäßig um den Hof herum gestreut. Aus regionalen Steinbrüchen und Wäldern entstand der Dachstuhl aus Eichenbalken und einer Schieferbedachung ohne Gauben und ohne Dachüberstand mit 25 cm mal 25 cm großen [[Schiefer|Naturschieferplatten]]. Am Westgiebel befindet sich ein [[Krüppelwalm]]. Die einfache klassizistische Art der Tür- und Fenstereinfassungen spiegelt sich durch [[Scharriereisen|scharrierte]] Sandsteinwände bei Türen und Fenstern wider, welche gleich breit und streng übereinander angeordnet sind. Verputzt sind die 70 cm dicken Bruchsteinmauern mit Feinputz und Kalkanstrich. Ein originales [[Kämpferfenster|Oberlicht]] mit vier Blumen zusammen mit einem Nachbau der [[Klassizismus|klassizistischen]] Haustür mit Rautenfüllungen und Sonnenuhren bildet die Haupteingangstür des einstigen Stockhauses. Ein weiteres Stilelement bilden die weißgestrichene Holzsprossenfenster mit zwei Flügeln und tragenden Sprossen. Das Backhaus mit dem intakten Steinofen und der Schmiedestelle sind Zeugen damaliger Lebensweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stilelemente innen ==&lt;br /&gt;
Innerhalb des Wohnhauses sind vor allem die [[Wandmalerei]]en, Wandvertäfelungen oder auch [[Lambris]] genannt, zu nennen, die eine Marmorierung nachahmen. Seltsamerweise sind sie nicht, wie vermutet, in den Repräsentationsräumen des Hauses zu finden, sondern befinden sich in den Räumen des ersten Stockes. Im großen Hauptraum des Hauses, der Flurküche, befand sich früher ein [[Terrazzo]]fußboden. Dieser wurde durch keramische Fließen im Schachbrettmuster ersetzt. Als Übertragungsmedium der Hitze von der Feuerstelle mit dem großen Rauchfang hinein in die Gute Stube diente eine noch existierende [[Takenplatte]] mit zwei Motiven aus dem Jahre 1727. Auf einer Hälfte ist ein [[Erzengel]] abgebildet. Eine weitere Besonderheit besteht durch den [[Grauwacke]]steinfußboden im Wildverband innerhalb des Erweiterungsanbaues. Überall sind noch Eichenbalken mit Füllungen aus Lehm und Stroh umwickelten Eichenhölzern, sogenannte Schollhölzern, als Decken vorhanden. Im Obergeschoss befinden sich original dreigeteilte [[Türblatt|Türblätter]] mit originalen Beschlägen und [[Kastenschloss|Kastenschlössern]] sowie ein Eichendielenfußboden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Der Hetzgeshof befindet sich in [[Jucken (Gemeinde)|Jucken]]. Dieser Ort ist tief in die [[Landwirtschaft|landwirtschaftlich]] geprägte [[Kulturlandschaft]] der [[Eifel]] integriert und ist Teil des [[Deutsch-Luxemburgischer Naturpark]]s. Ähnliche Randbedingungen wie oben beschrieben führten zu mehreren [[Denkmal (Zeugnis)|Denkmälern]] innerhalb der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fotogalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=6&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hetzgeshof Jucken Lageskizze.jpg|Skizze der Hofanlage&lt;br /&gt;
Hetzgeshof Jucken Haustür.jpg|Haupteingangstür&lt;br /&gt;
Hetzgeshof Jucken Lambris2.JPG|Große Wandmalerei (Lambris)&lt;br /&gt;
Hetzgeshof Jucken Lambris1.JPG|Kleine Wandmalerei (Lambris)&lt;br /&gt;
Hetzgeshof Jucken Steinboden.JPG|[[Grauwacke]]steinfußboden im Wildverband&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturdenkmäler in Jucken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Bitburg-Pruem.pdf Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Eifelkreis Bitburg-Prüm]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 4,4&amp;amp;nbsp;MB). Koblenz 2010.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://denkmal.hetzgeshof-jucken.de Webpräsenz des Denkmal Hetzgeshof]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50.0555517 |EW=6.2331980 |type=landmark |dim=25 |region=DE-RP}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gehöft in Rheinland-Pfalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Jucken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk im Eifelkreis Bitburg-Prüm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 18. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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