<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hetty_Goldman</id>
	<title>Hetty Goldman - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hetty_Goldman"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hetty_Goldman&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T08:42:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hetty_Goldman&amp;diff=2331877&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: gr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hetty_Goldman&amp;diff=2331877&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-06-01T15:17:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;gr&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hetty Goldman&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Dezember]] [[1881]] in [[New York City|New York]]; † [[4. Mai]] [[1972]]) war eine [[USA|US-amerikanische]] [[Archäologe|Archäologin]]. Sie ist insbesondere für ihre Forschungen zu den Kontakten [[Griechenland]]s zum [[Naher Osten|Nahen Osten]] bekannt. Goldman war eine der ersten Frauen, die in Griechenland und der Türkei als Ausgräberinnen wirkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindheit und Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Hetty Goldman war das dritte der vier Kinder von Sarah Adler und Julius Goldman, einem wohlhabenden Rechtsanwalt. Beide Eltern hatten deutsche Wurzeln: Ihr Großvater mütterlicherseits, [[Samuel Adler (Rabbiner)|Samuel Adler]] (1809–1891), war 1856 als [[Reformjudentum|reformjüdischer]] [[Rabbiner]] aus Deutschland in die USA ausgewandert; ihr Großvater väterlicherseits [[Marcus Goldman]] kam 1848 aus Deutschland in die USA und begründete dort eine Bank, aus der später [[Goldman Sachs]] entstand. Hetty Goldman und ihre Geschwister besuchten alle die von ihrem Onkel [[Julius Sachs (Altphilologe)|Julius Sachs]] (1849–1934) gegründete &amp;#039;&amp;#039;Sachs School for Boys&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;Girls&amp;#039;&amp;#039;, wo Wert auf eine klassische Bildung gelegt wurde. Julius Sachs war Klassischer Philologe und begeisterte seine Nichte schon früh für die [[Altertumswissenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hetty Goldman erhielt 1899 ein Stipendium des [[Bryn Mawr College]], wo sie 1903 ihren Abschluss in [[Englische Sprache|Englisch]] und [[Altgriechische Sprache|Altgriechisch]] machte. Daraufhin studierte sie von 1903 bis 1904 ein Jahr lang an der [[Columbia University]] in New York. Danach unternahm sie eine Reise nach [[Italien]], wo sie viele archäologische Stätten besuchte, um ab 1906 ihr Studium in New York weiterzuführen. 1909 machte sie ihren [[Master]]-Abschluss am [[Radcliffe College]] in [[Klassische Philologie|Klassischer Philologie]] und Archäologie mit einer Arbeit über die Darstellungen der [[Orestie]] in der [[Griechische Vasenmalerei|griechischen Vasenmalerei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologische Arbeit ==&lt;br /&gt;
1910 bekam sie als erste Frau ein Stipendium der [[Harvard University]] an der [[American School of Classical Studies at Athens|American School of Classical Studies]] in [[Athen]]. Anfangs brachte man ihr dort einiges Misstrauen entgegen, und als sie sich um eine Grabungsgenehmigung für [[Eutresis]] in [[Böotien]] bewarb, wurde sie mit der Begründung abgelehnt, sie könne von der Arbeit überfordert sein. 1911 wurde sie aber gemeinsam mit [[Alice Lesley Walker]] als Leiterin der Grabungen in [[Halai]] in der östlichen [[Lokris]] eingesetzt. Finanziell unterstützt von Goldmans Vater gruben sie zuerst die [[Akropolis]] der Stadt und einige Gräber aus. Nachdem ihr Stipendium bis 1912 verlängert worden war, verbrachte Goldman einige Zeit mit dem Studium der Funde, die ins Archäologische Museum von [[Theben (Böotien)|Theben]] und ins [[Archäologisches Nationalmuseum (Athen)|Archäologische Nationalmuseum]] in Athen gelangten, und nahm für kurze Zeit an den Grabungen in [[Delphi]] und auf der [[Akropolis (Athen)|Athener Akropolis]] teil. 1912 plante sie die zweite Grabungskampagne in Halai, musste die Arbeiten allerdings wegen des Ausbruchs des [[Balkankriege|Ersten Balkankrieges]] unterbrechen. Sie blieb in Athen und vertiefte ihre Analysen der Funde. Nach dem ersten Waffenstillstand unternahm sie 1913 und 1914 weitere Grabungen in Halai, bei denen sie auch die [[Römische Kaiserzeit|römischen]] und [[Byzantinisches Reich|byzantinischen]] Teile der Stadt erforschte. 1915 begann sie mit der Publikation der Ergebnisse. 1916 erhielt sie ihren [[Ph.D.]] vom Radcliffe College für ihre [[Dissertation]] über die [[Terrakotta]]-Figuren aus der [[Nekropole]] von Halai. Nach dem Krieg nahm sie die Grabungen in Halai wieder auf und publizierte ihre überarbeitete Dissertation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 wurde Goldman vom [[Fogg Art Museum]] der Universität Harvard zur Leiterin neuer Grabungen ernannt. Mit ihrem Kommilitonen [[Carl Blegen]], der als Repräsentant der American School mit ihr gemeinsam das Projekt leiten sollte, unternahm sie eine Forschungsreise an die Westküste der [[Türkei]]. Ihre Wahl fiel schließlich auf die damals noch unerforschte [[Ionischer Bund|ionische]] Stadt [[Kolophon]]. Mit Unterstützung der griechischen Armee begannen sie 1922 mit den Grabungen und legten Teile der Wohnhäuser und Heiligtümer und einige Gräber frei, die bis in die [[Bronzezeit]] zurückreichten. Noch im selben Jahr mussten sie aber wegen der Niederlage Griechenlands im [[Griechisch-Türkischer Krieg|Griechisch-Türkischen Krieg]] die Forschungen abbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine neue Kampagne in Kolophon unternahmen sie 1925. In der Zwischenzeit konzentrierte sich Goldman wieder auf ihre Arbeiten auf dem griechischen Festland. Sie führte einige ergänzende Grabungen in Halai durch und nahm an Grabungen in [[Phleius]] teil. Außerdem plante sie eine Grabungskampagne in Eutresis, für die sie diesmal als Leiterin akzeptiert wurde. Die Entdeckung von Siedlungen aus dem [[Frühhelladikum|Früh-]] und [[Mittelhelladikum]] in Eutresis weckte Goldmans Interesse an der [[Urgeschichte|prähistorischen Zeit]] in Griechenland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Grabungen in Eutresis wurde Goldman Gastdozentin an der [[Johns Hopkins University]] in [[Baltimore]]. Außerdem unternahm sie auf einer Reise nach [[Jugoslawien]] mit führenden jugoslawischen Archäologen ein großflächiges [[Survey (Archäologie)|Survey]]. 1932 übernahm sie die Leitung eines Teils der neu begonnenen Ausgrabungen in [[Starčevo]], wo sie das [[Neolithikum|neolithische]] Material studierte. In den Jahren 1932–34 beaufsichtigte sie außerdem die Bearbeitung der griechischen und römischen Keramik aus den Grabungen auf der [[Agora (Athen)|Agora von Athen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entdeckung [[Mykenische Keramik|mykenischer Keramik]] in [[Kilikien]] in der Südtürkei weckte erneut Goldmans Interesse an der türkischen Archäologie. Sie brach 1934 zu einem Survey in Kilikien auf und begann neue archäologische Forschungen in [[Tarsus (Türkei)|Tarsus]]. Ihr Forschungsschwerpunkt lag auf den Kontakten der [[Hethiter]] nach Griechenland. Die Ausgrabungen erbrachten erhebliche Fortschritte in der Chronologie der hethitischen Keramik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 wurde Hetty Goldman – wieder als erste Frau – Professorin am [[Institute for Advanced Study]] in [[Princeton (New Jersey)|Princeton]]. Die Grabungen in Tarsus führte sie dabei fort, auch als 1938 nach dem Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] die politische Situation in Europa unsicherer wurde. 1938 kehrte Goldman in die USA zurück, weil ihr Vater krank wurde. Nach dem Tod ihres Vaters Ende 1938 blieb sie zunächst in Princeton, wo sie sich für den Ausbau des archäologischen Fachbereichs und insbesondere für die Förderung junger Archäologinnen einsetzte. Sie publizierte weitere Auswertungen der Grabungen in Halai und Tarsus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1947 ließ sich Goldman von der Universität beurlauben und unternahm einen abschließenden Besuch in Tarsus gemeinsam mit der Architektin [[Theresa Goell]], die später die Leitung der Grabungen übernahm. Dies war Goldmans letzte Feldkampagne. Im selben Jahr wurde bei ihr ein [[Gehirntumor]] diagnostiziert. Sie überlebte eine Operation, zog sich danach aber aus der Feldarbeit zurück und ließ sich [[Emeritierung|emeritieren]]. Sie besuchte aber weiterhin verschiedene archäologische Grabungen und veröffentlichte unter anderem mit [[John Garstang]] eine vergleichende Studie der Grabungen in Tarsus und [[Mersin-Yumuktepe]]. Die abschließenden Ergebnisse der Grabungen aus Tarsus veröffentlichte sie in mehreren umfangreichen Bänden. Bis zum Ende ihres Lebens unternahm sie Reisen und hielt wissenschaftliche Vorträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiteres Engagement ==&lt;br /&gt;
Als sie wegen des Ersten Balkankrieges ihre archäologische Arbeit unterbrechen musste, meldete sich Hetty Goldman als Freiwillige für das [[Amerikanisches Rotes Kreuz|Amerikanische Rote Kreuz]] und begann, als Krankenschwester in [[Thessaloniki]] zu arbeiten.&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] arbeitete sie erneut für das Rote Kreuz, um den Kriegsopfern unter den Mitgliedern der [[Jüdische Gemeinde in Thessaloniki|jüdischen Gemeinde in Thessaloniki]] zu helfen. Dieses Engagement führte sie auch in andere Städte mit wichtigen jüdischen Gemeinden auf dem Balkan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ihrer Zeit als Professorin in Princeton setzte sie sich weiterhin für Kriegsopfer in Griechenland ein und war Mitbegründerin des &amp;#039;&amp;#039;American School Committee for Aid to Greece&amp;#039;&amp;#039;. Sie wurde außerdem Mitglied des &amp;#039;&amp;#039;Committee on Education for the Community War Services Committee of Princeton&amp;#039;&amp;#039;, das Wissenschaftler unterstützte, die vor dem [[Nationalsozialismus]] in die USA geflohen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Griechenland und der Türkei kämpfte Hetty Goldman gegen den illegalen [[Antikenhandel]] und setzte sich für das Verbleiben von Funden in diesen Ländern ein. So kaufte sie zum Beispiel in Tarsus aus dem lokalen Kunsthandel Münzen aus den nahegelegenen Ausgrabungen zusammen und schenkte sie dem [[Archäologisches Museum Adana|Museum von Adana]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
1950 wurde Goldman in die [[American Academy of Arts and Sciences]] gewählt. 1966 wurde sie als zweite Person nach Carl Blegen mit der [[Goldmedaille des Archäologischen Instituts von Amerika|Gold Medal for Distinguished Achievement]] des [[Archaeological Institute of America]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Machteld J. Mellink]], Kathleen M. Quinn: &amp;#039;&amp;#039;Hetty Goldman, 1881–1972.&amp;#039;&amp;#039; In: Getzel M. Cohen, Martha Sharp Joukowsky (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Breaking Ground: Pioneering Women Archaeologists.&amp;#039;&amp;#039; University of Michigan Press, Michigan 2004, ISBN 0-472-11372-0, S. 298–350.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{OL-Autor|OL2248637A|Hetty Goldman}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ias.edu/goldman-legacy Hetty Goldman. Work and Legacy] beim Institute for Advanced Study&lt;br /&gt;
* [http://www.brynmawr.edu/library/exhibits/BreakingGround/goldman.html Porträt mit Fotos] auf den Seiten des Bryn Mawr College&lt;br /&gt;
* [https://jwa.org/people/goldman-hetty Hetty Goldman] im [[Jewish Women’s Archive]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128965312|LCCN=n/87/902408|VIAF=42903595}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Goldman, Hetty}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassischer Archäologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prähistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorderasiatischer Archäologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Institute for Advanced Study)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Goldmedaille des Archäologischen Instituts von Amerika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1881]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Goldman, Hetty&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanische Archäologin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Dezember 1881&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[New York City]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Mai 1972&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>