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	<title>Hethitische Religion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T19:32:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hethitische_Religion&amp;diff=668757&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Geschichte */ Abkürzung korrigiert</title>
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		<updated>2024-11-10T14:42:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Abkürzung korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:HittiteGoddessAndChildAnatolia15th-13thCenturyBCE.jpg|mini|Hethitische Muttergöttin mit Kind]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Religion der Hethiter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist stark von der Religion der [[Hattische Mythologie|Hattier]], [[Luwische Religion|Luwier]], [[Hurritische Religion|Hurriter]] und [[Babylonische Religion|Babylonier]] beeinflusst. Die [[Hethiter]] übernahmen von ihnen zahlreiche Kulte, Gottheiten und Mythen. Ihr [[Götterwelt|Pantheon]] wurde oft als „die tausend Götter von [[Ḫatti]]“ zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Das Quellenmaterial zur hethitischen Religion und Mythologie ist reichhaltig und vielseitig. Die keilschriftlichen Tontafeln aus den Archiven der Königsstadt [[Ḫattuša]] bestehen fast zu zwei Dritteln aus religiösen Texten. Diese enthalten [[Ritual]]e, [[Hymne]]n, [[Gebet]]e, [[Gelübde]], [[Fluch|Flüche]] und [[Beschwörung]]en, [[Opferliste]]n, [[Prophezeiung|Weissagungen]] und [[Omen|Omina]], [[Mythos|Mythen]] und [[Sage]]n, aber auch Zeugnisse des [[Aberglaube]]ns. Das älteste schriftliche Zeugnis ist der [[Anitta]]text (18. Jahrhundert v. Chr.), wo der Bau von Tempeln für Ḫalmašuit, den Wettergott und „mein Gott“ (Šiušmi) erwähnt wird. Die Texte reichen bis zum Untergang des Hethiterreiches um 1180 v. Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die religiösen Texte sind nicht nur [[Hethitische Sprache|hethitisch]] verfasst, sondern enthalten auch [[Hattische Sprache|hattische]], [[Hurritische Sprache|hurritische]], [[Luwische Sprache|luwische]] und seltener [[Palaische Sprache|palaische]] Textpartien und Ausdrücke. Auch Textpartien in unbekannten Sprachen können vorkommen, so in einem Weinbergritual der Göttinnen [[Maliya#Maliyanni|Maliyanni]]. Seltener als keilschriftliche Texte sind [[hieroglyphenluwisch]]e Inschriften, wie im Felsheiligtum von [[Yazılıkaya]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Funde bestehen aus Götterstatuetten und Ritualobjekten wie Kultgefäßen, besonders [[Tiergefäß]]en, und Kultwaffen oder tönernen Lebermodellen für die [[Leberschau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hethiter errichteten auch viele Tempel, eine große Anzahl allein in der Hauptstadt Ḫattuša. Im wichtigen Felsheiligtum von [[Yazılıkaya]] wurden über 60 Götterreliefs in den Fels gemeißelt. Von Bedeutung sind ferner das Quellheiligtum von [[Eflatun Pınar]], das Bergheiligtum von [[Gavurkale]] und das [[Felsrelief von Fıraktın]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Eflatunpinar.jpg|mini|Das Quellheiligtum von Eflatun Pınar]]&lt;br /&gt;
Die hethitische Religion war ständig Änderungen unterworfen und entwickelte sich zusehends. Im Alten Reich (1600–1450 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) überwogen im Staatskult [[Hattier|hattische]] Rituale und Gottheiten. Die Hauptgottheiten bildeten damals der Wettergott [[Tarḫunna]], die [[Sonnengöttin von Arinna]], [[Mezulla]], [[Inar]] und [[Telipinu (Gottheit)|Telipinu]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittleren Reich (1450–1350 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) wurden nach und nach [[Luwier|luwische]] und [[Hurriter|hurritische]] Kulte und Gottheiten aufgenommen, und das [[Götterwelt|Pantheon]] nahm durch Eroberungszüge unzählige Gottheiten verschiedener Ethnien auf, so dass die Tafeln auch von den „tausend Göttern des Landes Ḫatti“ sprechen. Der luwische Einfluss betraf vor allem magische Rituale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jüngeren Reich (1350–1180 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) war das offizielle Staatspantheon stark hurritisiert, wie die Götterzeremonie von Yazılıkaya anschaulich illustriert. Das Hauptpaar wurde mit den hurritischen Namen [[Teššub]] und [[Ḫebat]] bezeichnet, zu denen sich [[Šauška]] und [[Šarrumma]] gesellten. Nachdem Ḫattuša gegen Ende des 14. Jh. v. Chr. durch eine Pest entvölkert wurde, scheinen Luwier in der Stadt angesiedelt worden zu sein und nochmals, als [[Ḫattušili III.]] die hethitische Hauptstadt von [[Tarḫuntašša]] zurück nach Ḫattuša verlegte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Piotr Taracha]]: &amp;#039;&amp;#039;Religions of Second Millennium Anatolia&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Dresdner Beiträge zur Hethitologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 27). Harrassowitz, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-447-05885-8, S. 84.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Rückeroberung der nördlichen Gebiete führte dazu, dass Luwier und Hurriter in diesen Gebieten angesiedelt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1180 v.&amp;amp;nbsp;Chr. zerfiel das Hethitische Großreich in viele [[Neo-hethitische Staaten|kleinere Stadtstaaten]], in denen alte hethitische und besonders [[Luwische Religion|luwische Kulte]] weiterlebten, zum Teil bis in die Antike.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Unterschiede ==&lt;br /&gt;
Typisch für das Anatolien der Bronzezeit sind die Stadtpanthea. Viele Städte hatte ihre eigenen Kulte und Rituale. Im nördlichen Landesteil von Ḫatti sind vor allem hattische Kulte belegt, im südlichen Teil und in Kilikien blieb der indogermanische Charakter zum Teil deutlicher erhalten und der syrische Einfluss war stärker, während im östlichen Teil und am [[Euphrat]] das hurritische Element stark überwog. Schlecht bekannt sind dagegen die Besonderheiten in den westlichen Landesteilen. Diese Kulte waren nicht gänzlich verschieden, sondern bildeten ein loses organisches Ganzes, das sich stets ändern konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reich war mit Kultstädten überzogen. Nach den Paragraphen §§&amp;amp;nbsp;50ff. des althethitischen Gesetzes war [[Arinna]] neben [[Nerik]] und [[Zippalanda]] eine der drei heiligen Städte (&amp;#039;&amp;#039;šiunan URU&amp;#039;&amp;#039; „Götterstadt“), zu denen früh noch die Hauptstadt [[Ḫattuša]] als Ort der Götterversammlung trat.&amp;lt;ref&amp;gt;Maciej Popko: &amp;#039;&amp;#039;Arinna. Eine heilige Stadt der Hethiter&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Studien zu den Boǧazköy-Texten]].&amp;#039;&amp;#039; Band 50). Harrassowitz, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-447-05867-4, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später kamen noch weitere Städte hinzu, wie [[Kummanna]] und Tarḫuntašša. Zudem gab es noch weitere wichtige Kultstädte, so zum Beispiel [[Kayalıpınar|Šamuḫa]] oder [[Ištanuwa]]. Die Einrichtung von heiligen Städten in Anatolien lebte in der Antike in den &amp;#039;&amp;#039;hieropoleis&amp;#039;&amp;#039; ([[Altgriechische Sprache|altgriechisch]] ἱερόπολις &amp;#039;&amp;#039;hieropolis&amp;#039;&amp;#039; „heilige Stadt“) weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rituale ==&lt;br /&gt;
Charakteristisch ist das strenge Ritualwesen der Hethiter. Der König ist zugleich [[Hohepriester]]. So wurden öfters Kriege unterbrochen, um in der Heimat religiöse Zeremonien durchzuführen. Eine Kriegsniederlage wurde auf den Zorn einer Gottheit zurückgeführt. An Festtagen und in bestimmten Notsituationen wurden spezielle Mythen vorgetragen, zum Beispiel der [[Illuyanka]]-Mythos an Neujahrstagen oder der [[Telipinu (Gottheit)|Telipinu]]-Mythos bei Dürre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Magie ===&lt;br /&gt;
In den Mythen und religiösen Texten kommen auch häufig magische Rituale vor. Typisch sind Reinigungsrituale, für die vor allem die Göttinnen [[Kataḫziwuri]] oder [[Kamrušepa]] zuständig sind. Wurden diese Rituale falsch durchgeführt, galt dies nach dem [[Hethitische Gesetze|hethitischen Gesetz]] als Schadzauber (hethitisch &amp;#039;&amp;#039;alwanzatar&amp;#039;&amp;#039;). Der Verursacher kam vors Königsgericht und konnte mit dem Tode bestraft werden (§&amp;amp;nbsp;44b). Dies galt auch für das Anfertigen von Bildern eines Menschen, dem man dadurch Schaden zufügen möchte (§&amp;amp;nbsp;111), und Schadzauber mit Hilfe von Schlangen (§&amp;amp;nbsp;170).&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Haase: &amp;#039;&amp;#039;Kapitaldelikte im hethitischen Recht&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Hethitica.&amp;#039;&amp;#039; Band VII, 1987, ISBN 90-6831-081-X, S. 93–107.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feste ===&lt;br /&gt;
Die Hethiter kannten große mehrtägige Feste. Dazu gehörte das [[AN.TAḪ.ŠUM-Fest]] („Krokus-Fest“), das im Frühling gefeiert wurde und zwischen 35 und 40 Tage dauerte. Es fand mehrheitlich in der Hauptstadt Ḫattuša statt, wobei das Königspaar eine wichtige Rolle einnahm. Zu Beginn und Ende des AN.TAḪ.ŠUM-Fest wurden Kultreisen zu verschiedenen Heiligtümern in der Umgebung der Hauptstadt unternommen, so zu den heiligen Städten Arinna und Zippalanda. Das Fest wurde nach einer Frühlingspflanze benannt, vermutlich einer Krokusart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst nach Beendung der Kriegssaison wurde das &amp;#039;&amp;#039;nuntariyašḫa&amp;#039;&amp;#039;-Fest („Fest der Eile“) gefeiert. In den ersten Tagen wurden dem [[Zitḫariya]] Dankopfer dargebracht und sein göttlich verehrtes Symbol, eine [[kurša-Jagdtasche|&amp;#039;&amp;#039;kurša&amp;#039;&amp;#039;-Jagdtasche]], wurde auf eine Kultreise durch mehrere Städte geschickt. Auch das Königspaar besuchte in kurzer Zeit in einer gedrängten Kultreise mehrere Heiligtümer im Kernland des Hethiterreiches. Dieses Fest dauerte 50 Tage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Purulliya-Fest|&amp;#039;&amp;#039;purulliya&amp;#039;&amp;#039;-Fest]] war vermutlich das Neujahrsfest und ist hattischen Ursprungs. Bei ihm wurde der Illuyanka-Mythos nachgespielt. Das [[KI.LAM-Fest]] („Fest des Torbaus“) war ein in Ḫattuša gefeiertes dreitägiges Fest. Das ursprünglich hurritische [[Išuwa-Fest|&amp;#039;&amp;#039;ḫišuwa&amp;#039;&amp;#039;-Fest]] wurde erst von der Königin [[Puduḫepa]] aus dem Lande [[Kizzuwatna]] eingeführt. Es dauerte neun Tage und förderte das Wohl der königlichen Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Museum of Anatolian Civilizations082 kopie1jpg.jpg|mini|350px|Der Wettergott bekämpft einen Schlangendämon, neohethitsches Relief aus [[Arslantepe]], 11. Jh.&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.]]&lt;br /&gt;
Die überlieferten hethitischen Mythen sind meist fremden Ursprungs, wobei der Hauptteil entweder von den Hattiern oder den Hurritern übernommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hattisch-hethitische Mythen ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hauptartikel:&amp;#039;&amp;#039; [[Hattische Mythologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive des Mythos &amp;#039;&amp;#039;Illuyanka&amp;#039;&amp;#039; sind in den Grundzügen ähnlich wie im Lied des Ḫedammu. Der Schlangendämon [[Illuyanka]] raubt dem Wettergott Taru Augen und Herz. Seine Tochter [[Inar]] und der Mensch Ḫupašiya betören den Dämonen an einem Fest, wodurch er besiegt werden kann. In einer zweiten Version des Mythos ehelicht der Sohn des Wettergottes Illuyankas Tochter und verschafft sich so Herz und Augen, die Illuyanka dem Wettergott geraubt hatte. Dieser Mythos zeigt gewisse Übereinstimmungen mit dem jüngeren griechischen Mythos um [[Typhon (Mythologie)|Typhon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mythos &amp;#039;&amp;#039;Telipinus Verschwinden&amp;#039;&amp;#039; erzählt, wie der Fruchtbarkeitsgott [[Telipinu (Gottheit)|Telipinu]] aus Zorn verschwindet. Nach erfolgloser Suche der Götter findet ihn die Biene der Göttermutter [[Ḫannaḫanna]]. In einem Reinigungsritual wird er besänftigt und er kehrt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch von anderen Gottheiten gibt es Mythen, die deren Verschwinden thematisieren, so im Mythos &amp;#039;&amp;#039;Telipinu und die Meertochter&amp;#039;&amp;#039;, wo der erzürnte [[Meer (hethitische Gottheit)|Meeresgott]] die Sonnengöttin verschwinden lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur bruchstückhaft überliefert ist der Mythos &amp;#039;&amp;#039;Der Mond fiel vom Himmel&amp;#039;&amp;#039;, wo berichtet wird, wie der Mondgott Kašku auf den Marktplatz der Stadt [[Liḫzina]] fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hurritisch-hethitische Mythen ===&lt;br /&gt;
Der Mythenkreis um den hurritischen Korngott [[Kumarbi]] teilt sich in wenigstens vier Mythen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der theogonische Mythos &amp;#039;&amp;#039;[[Königtum im Himmel]]&amp;#039;&amp;#039; erzählt, wie Kumarbi an die Macht gekommen ist, indem er die Geschlechtsteile seines Vorgängers [[An (Gottheit)|Anu]] abbiss, dadurch schwanger wurde und unter anderem den Wettergott [[Teššub]] gebar. Dieser entthronte seinen Vater – den er übrigens „meine Mutter“ nennt. Kumarbi sinnt nach Rache und Wiedererlangung der verlorenen Herrschaft und zeugt hierfür drei verschiedene Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Lied von Ḫedammu&amp;#039;&amp;#039; handelt von Kumarbis Zeugung des Schlangendämonen [[Ḫedammu]] mit der [[Meer (hurritische Gottheit)|Meerestochter]] [[Šertapšuruḫi]] und wie die nackte [[Šauška]] diesen mit ihren sexuellen Reizen betört, worauf er von ihrem Bruder Teššub getötet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem &amp;#039;&amp;#039;Lied von Ullikummi&amp;#039;&amp;#039; schwängert Kumarbi einen riesigen Felsen, der daraufhin den Felsdämonen [[Ullikummi]] gebiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Übersetzung: [[Volkert Haas]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der hethitischen Religion&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Orientalistik]]&amp;#039;&amp;#039;. Abteilung 1, Band 15). Brill, Leiden/New York/Köln 1994, ISBN 90-04-09799-6, S. 88–96. [https://www.hethport.adwmainz.de/fotarch/bildausw.php?n=Bo%202975&amp;amp;b=+N03361+N03363+N03364+N03365+N03366+N03367+N04096 Photos] des Haupttextzeugen der ersten Tafel.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da dieser keine Sinne hat, ist er unempfindlich gegenüber den Betörungen der Liebesgöttin. Ullikummi wächst ununterbrochen auf der rechten Schulter des Weltriesen [[Ubelluri]] als Säule in den Himmel und droht die Welt zu zerstören. Schließlich erfahren die Götter von [[Enki|Ea]], wie Ullikummi bezwungen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Lied vom Silber&amp;#039;&amp;#039; zeugt Kumarbi mit einer Sterblichen den „Silber“ (hurritisch [[Ušḫuni|Ušḫune]], Išḫune), dem es vorübergehend gelingt, dem Teššub die Herrschaft zu entreißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kosmogonie und Kosmologie ===&lt;br /&gt;
Im Lied von Ullikimmi erzählt der Weltriese Ubelluri den Göttern, dass Erde und Himmel auf seinen Schultern erbaut wurden und später mit einer kupfernen Sichel auseinandergeschnitten worden seien. Einem fragmentarisch überlieferten Mythos zufolge, &amp;#039;&amp;#039;“erhob sich die Mondsichel und die Finsternis gebar die Erde, die Helligkeit gebar die Sterne”&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hethiter glaubten, dass der Himmel aus Eisen bestünde. Er wird von zwei [[Stiermensch (Fabelwesen)|Stiermenschen]] getragen, die auf der Erde stehen, ein Motiv, das in hethitischen Bildern gut bezeugt ist. Die beiden Berge [[Namni und Ḫazzi]], auf denen der Wettergott des Himmels steht, symbolisieren, dass der Himmel von zwei Bergen getragen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterwelt ist ähnlich wie die Erde beschaffen und mit ihr über Höhlen und Quellen verbunden. Die Herrin der Unterwelt thront im Palast der Unterwelt. Sie wird mit der [[Sonnengöttin der Erde]] oder [[Allani]] gleichgesetzt, die als Tochter der Sonnengöttin von Arinna gilt. Für weitere Informationen zur hethitischen Unterwelt siehe: &amp;#039;&amp;#039;[[Totenglaube und Jenseitsvorstellungen der Hethiter]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pantheon ==&lt;br /&gt;
Da lokale und fremde, meist hattische, hurritische und mesopotamische Gottheiten übernommen wurden, umfasst das hethitische Pantheon über 1000 Gottheiten. Hauptgötter sind der Wettergott [[Tarḫunna]] und die [[Sonnengöttin von Arinna]]. Die Götter besaßen menschliche Eigenschaften wie Wut, Angst, Wollust oder Neid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Götter (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable toptextcells centered&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Liste der hethitischen Götter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Name&lt;br /&gt;
!Alternativnamen&lt;br /&gt;
!Aufgabenbereich&lt;br /&gt;
!Ursprung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Tarḫunna]] || hatt. Taru, luw. [[Tarḫunt]], hurr. [[Teššub]] || Wettergott, oberster Gott || hethitisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Šarrumma]] || &amp;amp;nbsp; || Sohn der Ḫebat || syrisch/hurritisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Šuwaliyat]] || hurr. [[Tašmišu|Tašmiš]]; „Bruder des Wettergottes“ || Sohn von Kumarbi || hurritisch?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Telipinu (Gottheit)|Telipinu]] || Telipuna, Talipinu || Fruchtbarkeits- und Vegetationsgott || hattisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Kumarbi]] || &amp;amp;nbsp; || Korngott, 3. König des Himmels || hurritisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Arma (Gott)|Arma]] || hatt. [[Kašku]], hurr. [[Kušuḫ]] || Mondgott || hethitisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Sonnengott des Himmels]] || luw. [[Tiwad]], hurr. [[Šimige]] || Sonnengott || hethitisch-hurritisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Innara]] || luw. Annari || Schutzgott || hethitisch, luwisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Enki|Ea]] || Enki, luw. Iya, hurr. Eyašarri || Gott der Weisheit und Wassertiefe || babylonisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Iyarri]] || Yarri || Pestgott || luwisch, ev. babylonisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Göttinnen (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable toptextcells centered&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Liste der hethitischen Göttinnen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Name&lt;br /&gt;
!Alternativnamen&lt;br /&gt;
!Aufgabenbereich&lt;br /&gt;
!Ursprung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Sonnengöttin von Arinna]] || Ištanu, Wurunšemu || Göttin des hethitischen Königtums || hattisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Sonnengöttin der Erde]] || Allani, Allatum || Göttin der Unterwelt || &amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ḫebat]] || &amp;amp;nbsp; || Muttergöttin || syrisch/hurritisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ḫannaḫanna]] || Ḫannanna || Muttergöttin || hattisch?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Inar]] || Inara || Stadtgöttin von [[Ḫattuša]] || hattisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Išḫara]] || &amp;amp;nbsp; || Eidgöttin || syrisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Šauška]] || [[Ištar]] || Göttin der Liebe und des Krieges || hurritisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Kamrušepa]] || &amp;amp;nbsp; || Göttin der Heilung und Zauberei || hethitisch/luwisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Kubaba]] || &amp;amp;nbsp; || Stadtgöttin von [[Karkemiš|Karkamiš]] || syrisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Daganzipa]] || &amp;amp;nbsp; || Erdgottheit || hethitisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ḫalmašuit]] || -- || Throngöttin || hattisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ḫalki]] || -- || Getreidegöttin || hethitisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Maliya]] || -- || Gartengöttin || ev. luwisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable toptextcells centered&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Sonstige Figuren der hethitischen Mythen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Name&lt;br /&gt;
!Beschreibung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Illuyanka]] || Drachenähnliches Wesen, vgl. hurrit. [[Ḫedammu]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ḫupašiya]] || Mensch, Heldenfigur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ubelluri]] || Riese&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ullikummi]] ||[[Diorit]]-Dämon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ḫaḫḫima]] ||Frost-Dämon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hirschrhyton der Norbert-Schimmel-Sammlung]]&lt;br /&gt;
* [[Faustgefäß im Museum of Fine Arts, Boston]]&lt;br /&gt;
* [[Hattische Mythologie]]&lt;br /&gt;
* [[Hurritische Religion]]&lt;br /&gt;
* [[Luwische Religion]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der hethitischen Wettergötter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Volkert Haas]]: &amp;#039;&amp;#039;Hethitische Berggötter und hurritische Steindämonen. Riten, Kulte und Mythen. Eine Einführung in die altkleinasiatischen religiösen Vorstellungen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kulturgeschichte der antiken Welt]].&amp;#039;&amp;#039; Band 10). Philipp von Zabern, Mainz 1982, ISBN 3-8053-0542-7.&lt;br /&gt;
* Volkert Haas: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der hethitischen Religion&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Orientalistik]]&amp;#039;&amp;#039;. Abteilung 1, Band 15). Brill, Leiden/New York/Köln 1994, ISBN 90-04-09799-6.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Hutter]]: &amp;#039;&amp;#039;Religionsgeschichte Anatoliens&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Die Religionen der Menschheit]].&amp;#039;&amp;#039; Band 10,1). Kohlhammer, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-17-026974-3.&lt;br /&gt;
* [[Maciej Popko]]: &amp;#039;&amp;#039;Religions of Asia Minor.&amp;#039;&amp;#039; Academic Publications Dialog, Warszawa 1995, ISBN 83-86483-18-0.&lt;br /&gt;
* [[Einar von Schuler]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleinasien. Die Mythologie der Hethiter und Hurriter&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Götter und Mythen im Vorderen Orient&amp;#039;&amp;#039;. Ernst Klett Verlag, Stuttgart 1965.&lt;br /&gt;
* [[Piotr Taracha]]: &amp;#039;&amp;#039;Religions of Second Millennium Anatolia&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Dresdner Beiträge zur Hethitologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 27). Harrassowitz, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-447-05885-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hethitische Religion| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altorientalische Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polytheistische Religion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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