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	<title>Heterostylie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T09:18:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heterostylie&amp;diff=413787&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Seysi am 8. Dezember 2022 um 10:50 Uhr</title>
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		<updated>2022-12-08T10:50:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Distyly primula.jpg|mini|Distylie bei &amp;#039;&amp;#039;[[Primula vulgaris]]&amp;#039;&amp;#039;, 1=[[Kronblatt|Krone]], 2=[[Kelchblatt|Kelch]], 3=[[Staubblatt]], 4=[[Narbe (Botanik)|Narbe]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tristylie.svg|mini|Trimorphe Heterostylie]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heterostylie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Anisostylie&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Verschiedengriffeligkeit&amp;#039;&amp;#039;, ist ein Begriff aus der [[Blüte]]nbiologie. Sie ist eine Form der &amp;#039;&amp;#039;reziproken [[Herkogamie]]&amp;#039;&amp;#039;, bei der innerhalb einer Art verschieden gestaltete Blütentypen ([[Heteromorphie]]) zur Förderung der Fremdbestäubung ausgebildet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Pat Willmer: &amp;#039;&amp;#039;Pollination and Floral Ecology.&amp;#039;&amp;#039; Princeton Univ. Press, 2011, ISBN 978-0-691-12861-0, S.&amp;amp;nbsp;74.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine weitere Form ist die [[Enantiostylie]] (Schiefgriffligkeit). Heterostylie kann zusammen mit der &amp;#039;&amp;#039;Heterantherie&amp;#039;&amp;#039; auftreten, der unterschiedlichen Ausbildung der Antheren, hier z.&amp;amp;nbsp;B. mit unterschiedlicher Funktion. Auch dies dient dazu, eine [[Selbstbestäubung]] zu erschweren oder zu verhindern.&lt;br /&gt;
Der Gegensatz zur Heterostylie ist die &amp;#039;&amp;#039;Homostylie&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Heterostylie versteht man das Vorkommen unterschiedlicher Blütentypen (Polymorphismus) innerhalb einer [[Art (Biologie)|Pflanzenart]]. Diese Blütentypen unterscheiden sich durch ein unterschiedliches Verhältnis der Länge des [[Griffel (Botanik)|Griffels]] zur Länge der [[Staubblatt|Staubblätter]], oder auch hinsichtlich&lt;br /&gt;
der Ansatzhöhe der Antheren, also der Staubblattposition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet das Vorkommen von zwei (&amp;#039;&amp;#039;dimorphe&amp;#039;&amp;#039; Heterostylie, &amp;#039;&amp;#039;Distylie&amp;#039;&amp;#039; auch &amp;#039;&amp;#039;Heterodistylie&amp;#039;&amp;#039;) oder drei (&amp;#039;&amp;#039;trimorphe&amp;#039;&amp;#039; Heterostylie, &amp;#039;&amp;#039;Tristylie&amp;#039;&amp;#039; auch &amp;#039;&amp;#039;Heterotristylie&amp;#039;&amp;#039;) verschiedenen Blüten. Bei kurzgriffeligen (mikro- oder brachystylen; &amp;#039;&amp;#039;Brachystylie&amp;#039;&amp;#039;) Blüten sind die Griffel kurz und die Staubblätter lang und mittellang, bei langgriffeligen (makro- oder dolichostylen) Blüten die Griffel lang und die Staubblätter mittellang und kurz. Dazwischen liegen die &amp;#039;&amp;#039;mesostylen&amp;#039;&amp;#039;, also mittelgriffeligen Blüten, hier ist die eine Hälfte der Staubblätter lang, die andere kurz, der Griffel ist kürzer als die langen und länger als die kurzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Henry Potonié|H. Potonié]]: &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Flora von Nord- und Mittel-Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Springer, 1889, S.&amp;amp;nbsp;348, {{archive.org|illustrierteflor1889poto#page/348/mode/2up}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Hegi: &amp;#039;&amp;#039;[[Illustrierte Flora von Mittel-Europa]].&amp;#039;&amp;#039; Band 5, Teil 2, Lehmanns, 1926, S.&amp;amp;nbsp;743.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es etwa bei zahlreichen Vertretern der Gattung [[Primula]] je etwa gleich viele Individuen mit kurzem Griffel und hoher Staubblattposition, bzw. mit langem Griffel und tiefer Staubblattposition. Eine solche &amp;#039;&amp;#039;dimorphe&amp;#039;&amp;#039; Heterostylie bzw. Distylie kommt beispielsweise auch bei manchen Vertretern der [[Knöterichgewächse]] (&amp;#039;&amp;#039;Polygonaceae&amp;#039;&amp;#039;), [[Sauerkleegewächse]] (&amp;#039;&amp;#039;Oxalidaceae&amp;#039;&amp;#039;) oder [[Rötegewächse]] (&amp;#039;&amp;#039;Rubiaceae&amp;#039;&amp;#039;) vor. Beispiele für Tristylie finden sich beim [[Blutweiderich]] (&amp;#039;&amp;#039;Lythrum salicaria&amp;#039;&amp;#039;) und den meisten Vertretern der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Oxalis]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits [[Charles Darwin]] konnte zeigen, dass nur bei einer Kreuzbestäubung beider Typen ein optimaler Fruchtansatz stattfindet, Heterostylie also der Förderung einer [[Fremdbestäubung]] dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile wurde festgestellt, dass bei der so genannten Heterostylie nicht nur die Griffellänge und Staubblattposition entscheidend sind. Vielmehr beeinflussen auch unterschiedliche große [[Pollen]] und Narbenpapillen diesen Bestäubungsvorgang. Aus diesem Grund besteht die Tendenz, den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Heterostylie&amp;#039;&amp;#039; durch den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Heteromorphie&amp;#039;&amp;#039; zu ersetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dieter Heß|D. Heß]]: &amp;#039;&amp;#039;Systematische Botanik.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer Verlag, 2005, ISBN 3-8001-2850-0, S.&amp;amp;nbsp;97, 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Heterostylie wurde erstmals von [[Christian Konrad Sprengel]] entdeckt und 1793 bei der [[Wasserfeder]] (&amp;#039;&amp;#039;Hottonia palustris&amp;#039;&amp;#039;) beschrieben. Er schrieb dazu wörtlich: &amp;#039;&amp;#039;Ich glaube nicht, daß dieses etwas zufälliges, sondern eine Einrichtung der Natur ist, ob ich gleich nicht im Stande bin, die Absicht derselben anzuzeigen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sprengel1793&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Selbstinkompatibilität bei Pflanzen]]&lt;br /&gt;
* [[Fremdbestäubung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sprengel1793&amp;quot;&amp;gt;[[Christian Konrad Sprengel]]: &amp;#039;&amp;#039;Das entdeckte Geheimniss der Natur im Bau und in der Befruchtung der Blumen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, 1793. S. 103. [https://www.deutschestextarchiv.de/book/view/sprengel_blumen_1793/?p=64&amp;amp;hl=Hottonia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blüte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Seysi</name></author>
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