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	<title>Hetendorf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T12:00:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;0000ff: /* Geschichte */ erg.</title>
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		<updated>2025-12-02T10:47:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hetendorf Villa von Bothmer.JPG|mini|Villa [[Bothmer (Adelsgeschlecht)|von Bothmer]] in Hetendorf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hetendorf 51@03 a.jpg|mini|Bauernhof in Hetendorf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hetendorf Viehstall.JPG|miniatur|Viehstall von 1922 in [[Fachwerkhaus|Fachwerkbauweise]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hetendorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der zur Gemeinde [[Südheide (Gemeinde)|Südheide]] gehörenden Ortschaft [[Bonstorf]] im Nordosten des Landes [[Niedersachsen]]. Hetendorf liegt etwa 5&amp;amp;nbsp;km vom Kernort Hermannsburg entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsbild ==&lt;br /&gt;
In Hetendorf gibt es bis heute größere Bauernhöfe, die intensiv Landwirtschaft betreiben. Auf Initiative des Eigentümers wurde nahe Hetendorf ein [[Moor]], in dem jahrelang [[Torf]] für Brennzwecke abgebaut wurde, wiedervernässt. In dem neu entstandenen [[Feuchtbiotop]] haben sich inzwischen viele zum Teil seltene Pflanzen und Vogelarten eingefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Moorgraben Hetendorf.JPG|miniatur|Rückgestauter Abzugsgraben im Hetendorfer Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Frühe Nachrichten vom Ort, der in früheren Zeiten zur Amtsvogtei Hermannsburg gehörte, liegen bald 200 Jahre zurück. Vom 11. Januar 1833 datiert ein Vortrag an das Königliche Kabinettsministerium, betreffend eine Beschwerde des Landfuhrmanns Christian Alm zu Hetendorf wegen Kostenersatzes aus einer &amp;#039;&amp;#039;Weggelds-Contraventions-Sache&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Acten-Stücke der vierten allgemeinen Stände-Versammlung des Königreichs Hannover.&amp;#039;&amp;#039; Heft Nr. 6, S. 935. Zur Amtsvogtei Hermannsburg gehörten die Bauerschaften Baven, Beckedorf, Bonstorf mit Barmbostel und Hetendorf, Hermannsburg mit Bährenhof und Schlüpke, Müden/Örtze mit Dethlingen, Gerdehaus, Poitzen, Velligsen und Willighausen, Oldendorf und Weesen mit Lutterloh. (Manfred Hamann (Bearb.), Peter Bardehle (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Quellen zur ländlichen Sozialgeschichte im Niedersächsischen Hauptstaatsarchiv in Hannover.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 1975, S. 101).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberpostdirektor Julius Schiffmann in Hannover machte unterm 20. September 1867 im Amtsblatt für Hannover bekannt:&amp;lt;ref&amp;gt;Amtsblatt für Hannover, 20. September 1867, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Die Landbriefträger berühren, täglich mit Ausnahme Sonntags, folgende Orte: Barnbostel, Baven, Beckedorf, Behrenhoff, Bonstorf, Creutzen, Gerdehaus, Grauen, Hetendorf, Haußelhof, Lutter, Lutterloh, Müden, Nedderohe, Oldendorf, Oberohe, Poitzen, Schmarbeck, Sültingen, Trauen, Velligsen, Weesen, Willighausen und Winterhof.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Blick auf die übrige Gemeinde konnte der am 6. Mai 1945 auf dem Weg nach [[Beckedorf (Südheide)|Beckedorf]] zu einer Haustaufe erschlagene Ortspastor Karl Hustedt in Hermannsburg 1934 feststellen: „Die Hetendorfer Kirchenglieder stehen fest zur Kirche.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vis. 1934, PA P&amp;amp;P Hermannsburg A 145.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobetal-Heim ===&lt;br /&gt;
1941 mussten die [[Hoffnungstaler Stiftung Lobetal|Lobetal-Anstalten]] ihre Einrichtungen in [[Lübtheen]] im [[Landkreis Ludwigslust-Parchim]] in [[Mecklenburg-Vorpommern]] verlassen, da die Gebäude im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] „aus wehrtechnischen Gründen“ als Marinedepot gebraucht und requiriert wurden. Ein Teil der Schwesternschaft gründete in Hetendorf ein neues Heim. Damit wurde gleichzeitig der Grundstein für die später unter der Leitung des Pastors Hermann Reske errichtete Diakonieeinrichtung „Lobetalarbeit Celle e. V.“ gelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lobetalarbeit.de/ Lobetalarbeit e.&amp;amp;nbsp;V. Celle.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Als das Hetendorfer Heim 1968 aufgegeben wurde, verlegten die Lobetaleinrichtungen ihren Hauptsitz nach Celle.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://lobetalarbeit.de/die-lobetalarbeit/#anfaenge &amp;#039;&amp;#039;Anfänge der Lobetalarbeit.&amp;#039;&amp;#039;] Website des Lobetalarbeit e.V., abgerufen am 2. Dezember 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grundstück des ehemaligen Lobetal-Heimes wurde 1979 aus Bundesbesitz an den „Freundeskreis Filmkunst“ verkauft. Später ging es in das Eigentum des Hamburger Vereins „Heideheim“ mit seinem Vorsitzenden, dem rechtsradikalen Anwalt [[Jürgen Rieger]] über. Zahlreiche [[Neonazi]]-Vereine nutzten seitdem Gebäude und Gelände für ihre Veranstaltungen. Bis zu achtmal im Jahr marschierten die [[Rechtsextremismus|Rechtsradikal]]en mit Fackeln durch den Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 gab es erstmals die so genannte „Hetendorfer Tagungswoche“, deren Abschluss immer die „[[Sonnwendfeier]]“ war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Proteste ===&lt;br /&gt;
1990 wurde in Hetendorf ein weiteres großes Gutshaus mit 800 m² Grundstück versteigert. Der Anwalt Jürgen Rieger gab das höchste Gebot ab. Die versteigernde Bank verweigerte aber den Zuschlag, als sie von den Hintergründen erfuhr. Die Hetendorfer und Hermannsburger Bevölkerung übte durch Unterschriftenlisten, Leserbriefe und Appelle an den [[Niedersächsischer Landtag|Niedersächsischen Landtag]] so starken Druck aus, dass ein Verkauf an Rieger oder dessen rechtsradikale Organisationen und damit eine weitere Ausbreitung dieser in Hetendorf verhindert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Proteste 1995 stark zunahmen und es auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Heideheim-Besuchern und Gegendemonstranten gekommen war, entschloss sich der damalige [[Innenminister]] [[Gerhard Glogowski]] im Februar 1998 zu einem Verbot, mit der Begründung, die „Heideheimvereine“ bekämpften die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik. Das Gelände wurde nach dem Verbot der beiden Trägervereine enteignet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Rechtsabbieger. Die unterschätzte Gefahr: Neonazis in Niedersachsen.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. v. [[Weserkurier]] und [[NDR]] info, Bremen 2008, ISBN 978-3-938795-05-7, S. 74f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Bundesverwaltungsgericht (Deutschland)|Bundesverwaltungsgericht]] Berlin bestätigte dieses Verbot in einem späteren Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Hetendorf gehörte bis 1972 zur ehemaligen Gemeinde [[Bonstorf]]. 1973 wurde Hetendorf im Zuge der [[Gebietsreform in Niedersachsen|niedersächsischen Gebiets- und Verwaltungsreform]] Teil der [[Einheitsgemeinde]] Hermannsburg. Mit dem Zusammenschluss der Gemeinde Hermannsburg mit der Nachbargemeinde [[Unterlüß]] am 1. Januar 2015 kam Hetendorf zur Gemeinde [[Südheide (Gemeinde)|Südheide]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Von 1970 bis 1994 wurde in Hetendorf [[Kieselgur]] abgebaut. Der Abbau musste wegen hoher Umweltauflagen bei der Entsorgung des Sickerwassers als unrentabel eingestellt werden. Das abgepumpte Wasser hatte einen [[pH-Wert]] von 3,8 bis 4,8 und musste durch Beimischung von Soda und Kalk auf einen pH-Wert von 8,5 gebracht werden, bevor es in den kleinen Bach [[Brunau (Örtze)|Brunau]], der in die [[Örtze]] mündet, eingeleitet werden durfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Panorama|Windpark Bonstorf Hetendorff.JPG|1000|Windpark zwischen Bonstorf und Hetendorf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den Ortsteilen Bonstorf und Hetendorf und etwas weiter südlich, bei [[Beckedorf (Südheide)|Beckedorf]], ist ein [[Windpark]] mit 24 [[Windkraftanlage]]n errichtet worden. Die ersten 15, 2003 in Betrieb genommenen Windräder vom Typ [[Vestas Wind Systems|&amp;#039;&amp;#039;NEG Micon&amp;#039;&amp;#039;]] &amp;#039;&amp;#039;NM 82 1500&amp;#039;&amp;#039; haben eine Höhe von 150&amp;amp;nbsp;m. Die Nabenhöhe beträgt 108&amp;amp;nbsp;m, der Rotordurchmesser 82&amp;amp;nbsp;m. Die Nennleistung beträgt jeweils 1,5 [[Watt (Einheit)|Megawatt]]. Die später (2006) errichteten neun Windräder, vom Typ [[Vestas Wind Systems#2-MW-Plattform|&amp;#039;&amp;#039;Vestas V90 2MW&amp;#039;&amp;#039;]], haben ebenfalls eine Gesamthöhe von 150&amp;amp;nbsp;m, die Nabenhöhe beträgt 105&amp;amp;nbsp;m und der Rotordurchmesser 90&amp;amp;nbsp;m. Sie haben eine Nennleistung von je 2 Megawatt. Am 8. Oktober 2019 brach ein Flügel eines der 2003 in Betrieb genommenen Windräder ab und stürzte zu Boden, verletzt wurde jedoch niemand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.cz.de/Celler-Land/Suedheide/Windpark-Hetendorf-Fluegel-von-Windrad-abgebrochen |titel=Flügel von Windrad abgebrochen | werk=[[Cellesche Zeitung]]| datum=2019-10-09| abruf=2021-03-05 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Sammlung. Zeitschrift für Kultur und Erziehung&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 4, hrsg. v. Herman Nohl, Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht: Göttingen 1949, S. 114 f.&lt;br /&gt;
* Ulrike Hindersmann: &amp;#039;&amp;#039;Hetendorf.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rittergüter der Lüneburger Landschaft.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein Verlag, Göttingen 2015, ISBN 978-3-8353-1680-5, S. 236–238.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.weser-kurier.de/galerie/gemeinsam_gegen_rechts.pdf | wayback=20060707182310 | text=Hetendorfer Widerstand gegen Neonazis}} (PDF-Datei; 6,87 MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile der Gemeinde Südheide}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52/52/09|EW=10/01/33|type=city|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Celle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Südheide (Gemeinde)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsextremismus in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1833]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;0000ff</name></author>
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