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	<title>Hessengau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hessengau&amp;diff=529893&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Memnon335bc am 2. Oktober 2024 um 10:31 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Eine Beschreibung der naturräumlichen Landschaft befindet sich unter [[Hessengau (Naturraum)]]}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hessengau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(pagus Hassorum)&amp;#039;&amp;#039; war im [[Mittelalter]] die größte rechtsrheinische fränkische [[Gaugrafschaft]]. Sie entspricht um 900 etwa [[Nordhessen]] (nach dem Vorschlag des Geographentages von 1973) zusammen mit dem [[Wittgensteiner Land]] und der östlichen Hälfte des heutigen [[Warburg]] sowie [[Staufenberg (Niedersachsen)|Staufenberg]], jedoch ohne das Gebiet zwischen [[Edersee]] und [[Diemelsee]] ([[Ittergau]]) und ohne die Gebiete, die östlich der [[Werra]] (zum [[Leinegau]] und zur [[Germara Mark]] gehörig) oder östlich vom [[Hoher Meißner|Hohen Meißner]] liegen ([[Netra]]- und [[Ringgau (Gau)|Ringgau]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei: Hessengau_und_Ittergau.jpg|miniatur|560px|Hessengau (Hessi, Hassia) und Ittergau (Nihthersi) um 900]]&lt;br /&gt;
Der Gau teilte sich in&lt;br /&gt;
* den sächsischen Hessengau (&amp;#039;&amp;#039;Pagus Hessi Saxonicus&amp;#039;&amp;#039;; zwischen dem Ittergau und der [[Weser]]) und&lt;br /&gt;
* den fränkischen Hessengau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufteilung entstand, als im 7. Jahrhundert die [[Sachsen (Volk)|Sachsen]] die [[Chatten]] nach Süden drängten und das dabei eroberte Land selbst besiedelten, ohne den Namen zu ändern. Die Grenze zwischen den beiden Teilen liegt etwa auf der Linie [[Waldeck (Stadt)|Waldeck]]-[[Hann. Münden]] ([[Benrather Linie]]) und verlief damit nur ein kleines Stück nördlich von [[Kassel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hessengau war im 9. Jahrhundert eines der Stammlande der [[Konradiner]], wurde aber nach dem Aufstand des Herzogs [[Eberhard (Franken)|Eberhard von Franken]] und dessen Tod 939 in der [[Schlacht bei Andernach (939)|Schlacht bei Andernach]] von König [[Otto I. (HRR)|Otto I.]] eingezogen und an Getreue als [[Lehen]] gegeben. Der sächsische Teil kam schließlich, nach dem Tod des Grafen [[Dodiko]], 1020/1021 an den Bischof von [[Erzbistum Paderborn|Paderborn]]. Der fränkische Teil wurde ab 1027 nacheinander von den Grafengeschlechtern [[Werner (Adelsgeschlecht)|Werner]] und  [[Gisonen|Giso]] als Reichslehen verwaltet und kam schließlich durch Erbschaft im 12. Jahrhundert an die [[Ludowinger]] und damit an [[Thüringen]]. Nach dem Aussterben der Ludowinger 1247 und dem darauf folgenden [[Thüringisch-hessischer Erbfolgekrieg|Thüringisch-Hessischen Erbfolgekrieg]] wurde der Gau das Kernland der [[Landgrafschaft Hessen]] und damit die Keimzelle des heutigen Landes [[Hessen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grafen im Hessengau ==&lt;br /&gt;
Grafen im Hessengau waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Familie der [[Esikonen]]:&lt;br /&gt;
* [[Hiddi]] (Hildebold), 813 bezeugt, Graf des sächsischen Hessengaus&lt;br /&gt;
* [[Asig (Esikonen)|Asig (Esiko)]], 839 und 842 bezeugt, Graf des sächsischen Hessengaus&lt;br /&gt;
* [[Cobbo der Jüngere]], um 890 bezeugt, Graf des sächsischen Hessengaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des letzten Jahrzehnts des 9. Jahrhunderts fiel die Grafenwürde im sächsischen Hessengau aus unbekannten Gründen vorübergehend an die [[Konradiner]]:&lt;br /&gt;
* [[Berengar (Hessengau)|Berengar]], 860 bezeugt, † nach 879, 876 Graf im sächsischen Hessengau&lt;br /&gt;
* [[Konrad der Ältere (Konradiner)|Konrad der Ältere]], † 27. Februar 906 bei [[Fritzlar]], dessen Neffe, 886 Graf im [[Oberlahngau]], 897 Graf im fränkischen und sächsischen Hessengau, 903 Graf im [[Gotzfeldgau]], 905 Graf in der [[Wetterau]], Graf im [[Wormsgau]], 892 bis vor 903 [[Markgraf]] in [[Thüringen]], [[Nepos]] von König [[Arnulf von Kärnten]], begraben in der Martinskirche in [[Weilburg]]&lt;br /&gt;
* [[Konrad I. (Ostfrankenreich)|Konrad der Jüngere]], † 23. Dezember 918, dessen Sohn, 908 Graf im fränkischen und sächsischen Hessengau, 910 Graf im [[Keldachgau]] und [[Dux (Titel)|Dux]] ([[Herzog von Franken]]), 7./10. November 911 als Konrad I. [[Ostfrankenreich|ostfränkischer König]], stiftet 912 Sankt Walpurgis in [[Weilburg]], begraben in [[Fulda]]; ⚭ 913 Kunigunde, Schwester der Grafen Erchanger und Berthold ([[Ahalolfinger]]), Witwe des Markgrafen [[Luitpold (Karantanien und Oberpannonien)|Luitpold von Bayern]] ([[Luitpoldinger]]), begraben im [[Kloster Lorsch]]&lt;br /&gt;
* [[Eberhard (Franken)|Eberhard]], † 23. Oktober 939 bei [[Andernach]], dessen Bruder, „Herzog von Franken“, 909 [[Laie (Religion)|Laien]][[abt]] von [[Reichsabtei St. Maximin|Sankt Maximin]] in [[Trier]], 913 Graf im fränkischen und sächsischen Hessengau und [[Perfgau]], 913 und 928 Graf im [[Oberlahngau]], 914 [[Markgraf]], 936 [[Truchsess (Hofamt)|Truchsess]], 938 [[Pfalzgraf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Eberhards und dem Einzug seiner Güter und Lehen durch König [[Otto I. (HRR)|Otto I.]] erhielt zunächst&lt;br /&gt;
*[[Liudolf (Schwaben)|Liudolf]], Ottos Sohn, den Hessengau (&amp;#039;&amp;#039;comitatus Hassonum&amp;#039;&amp;#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Familie der [[Esikonen]]:&lt;br /&gt;
* [[Elli I.]] (Allo), † nach 965, Graf im sächsischen Hessengau ab 942, Graf im [[Leinegau]] um 950.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus anderen Familien:&lt;br /&gt;
* [[Adalbero von Sachsen|Athelbero (Berno)]] († [[982]]), 965–966 [[Pfalzgraf]] in Sachsen, Graf im sächsischen Hessengau und im [[Liesgau]]&lt;br /&gt;
* [[Dodiko]], 1011 Graf im sächsischen Hessengau, im Ittergau und im [[Nethegau]] &lt;br /&gt;
* [[Tammo (Astfala)|Tammo]]/Thankmar († 1037), [[Truchsess (Hofamt)|Truchsess]] Kaiser [[Otto III. (HRR)|Ottos III.]], Enkel des Pfalzgrafen Athelbero, Graf in [[Astfala]] und ab 994 im sächsischen Hessengau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Dodikos Tod gab König [[Heinrich II. (HRR)|Heinrich II.]] (1002–1024) einen Teil von dessen Besitz an den [[Bischof von Paderborn]], den Rest an Tammo. König [[Konrad II. (HRR)|Konrad II.]] (1024–1039) zog den Paderborner Teil wider ein und vergab ihn an den [[Erzbischof von Mainz]]. Nach Konrads Tod fiel dieses Gebiet wieder an Paderborn.  Einen anderen Teil gab Konrad 1027 an seinen Gefolgsmann und Bannerträger [[Werner I. (Maden)|Werner von Winterthur]], der hinfort als Graf von [[Grafschaft Maden|Maden]] das Herzstück des fränkischen Hessengaus verwaltete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gaugrafen aus dem Geschlecht der [[Werner (Adelsgeschlecht)|Werner]], welches auch die [[Grafschaft Ruchesloh]] im Lahngau bei [[Marburg]] besaß, waren:&lt;br /&gt;
* [[Werner I. (Maden)|Werner I.]], 1027–1040&lt;br /&gt;
* [[Werner II. (Maden)|Werner II.]], 1040–1053&lt;br /&gt;
* [[Werner III. (Maden)|Werner III.]], 1053–1065&lt;br /&gt;
* [[Werner IV. (Maden)|Werner IV.]], 1065–1121&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Werner IV. ohne Erben gestorben war, ging die Grafschaft, die er kurz vor seinem Tode dem [[Kurmainz|Erzbistum Mainz]] zu [[Lehnswesen|Lehen]] aufgetragen und von Mainz als solches zurückerhalten hatte, an [[Giso IV.]] Gaugrafen aus dem Hause der [[Gisonen]] waren:&lt;br /&gt;
* [[Giso IV.]], 1121&lt;br /&gt;
* [[Giso V.]], 1121–1137 (Regentschaft seiner Mutter [[Kunigunde von Bilstein]] bis zu seiner Mündigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode von Giso V. erbte Landgraf [[Ludwig I. (Thüringen)|Ludwig I. von Thüringen]] die Grafschaft auf Grund seiner Ehe mit Gisos Schwester [[Hedwig von Gudensberg]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nordöstlichen Teil des Hessengaus war [[Siegfried III. von Boyneburg]] (~1050–1107) aus dem Hause Northeim von 1083 bis 1107 Graf von [[Boyneburg]], Graf im Hessengau, im Ittergau und im Nethegau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://books.google.de/books?id=NDQNAAAAYAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Georg Landau: &amp;#039;&amp;#039;Die Territorien in Bezug auf ihre Bildung und ihre Entwicklung.&amp;#039;&amp;#039; Perthes, Hamburg und Gotha, 1854], S. 257 f., 357.&lt;br /&gt;
* Karl Wenck: Zur Geschichte des Hessengau&amp;#039;s. In: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte u. Landeskunde. N. F. Bd. 26. In Comm.: A. Freyschmidt, Kassel 1903.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
* [http://wwwedit.uni-bielefeld.de/lili/forschung/projekte/brs/bartsch_karte1.jpg  Lautgrenze Mittel- und Niederdeutschlands (Benrather Linie).] Karl Bartsch: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Jenaer Liederhandschrift&amp;#039;&amp;#039; (Palaestra 140), Leipzig 1923 (Grenze sächsischer und fränkischer Hessengau).&lt;br /&gt;
* [http://gei-digital.gei.de/viewer/image/PPN685000710/84/LOG_0055/#LOG_0055  Spruner-Menke: &amp;#039;&amp;#039;Hand-Atlas für die Geschichte des Mittelalters und der neueren Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Deutschland&amp;#039;s Gaue. IV. Südliches Thüringen. Franken.]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=GA|ID=15|titel=Die „Gaue vor 900“}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=GA|ID=16|titel=Die „Gaue nach 900“}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gau (Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gau (Niedersachsen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Memnon335bc</name></author>
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