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	<title>Hesbon - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T19:32:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hesbon&amp;diff=1408832&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Braganza: /* Literatur (chronologisch) */</title>
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		<updated>2024-08-31T13:29:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur (chronologisch)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Esbus}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=DMS|map=right|NS=31/49/07/N|EW=35/47/56/E|type=landmark|region=JO-AM}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heschbon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Tall Ḥisbān ({{arS|حشبون|d=Ḥašbūn}}) ist eine archäologische Stätte in Jordanien, die sich östlich des Flusses [[Jordan]], in der Nähe des Berges [[Nebo]] befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
In der [[Hebräische Bibel|Hebräischen Bibel]] begegnet der Ortsname in der Form &amp;#039;&amp;#039;Ḥæšbôn&amp;#039;&amp;#039; (חֶשְׁבּוֹן), samaritanisch &amp;#039;&amp;#039;ʾIšbon&amp;#039;&amp;#039;. In der [[Septuaginta]] wird er griechisch transkribiert als Εσεβων &amp;#039;&amp;#039;Esebon&amp;#039;&amp;#039;. Später hieß der Ort auf Griechisch Ἒσβοῦς &amp;#039;&amp;#039;Esboũs&amp;#039;&amp;#039;; dem entspricht lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Esbus&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Art. חֶשְׁבּוֹן In: [[Gesenius#Die 18. Auflage|Gesenius, 18. Aufl. 2013]], S. 407.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ökumenische Schreibweise des biblischen Ortsnamens gemäß den [[Loccumer Richtlinien]] lautet &amp;#039;&amp;#039;Heschbon&amp;#039;&amp;#039;; dem folgen zum Beispiel die [[Einheitsübersetzung]], [[Gute Nachricht Bibel]] und [[Lutherbibel]]. Die [[Zürcher Bibel]] bietet den Ortsnamen &amp;#039;&amp;#039;Cheschbon&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literarische Bezeugung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bibel ===&lt;br /&gt;
Die Bücher Numeri {{Bibel|Num|21|21–35}} und Josua {{Bibel|Jos|23|10}} berichten vom Sieg Israels über den [[Amurriter|Amoriter]]-König [[Sihon]] von Heschbon und der Aufteilung seines Landes unter die Stämme [[Ruben (Bibel)|Ruben]] und [[Gad]]. Laut dem Buch der Richter {{Bibel|Ri|11|26}} habe Israel Heschbon dreihundert Jahre besessen. Zur Zeit des Propheten [[Jesaja]] gehörte Heschbon aber zu [[Moab (Staat)|Moab]] ({{B|Jes|15|4}}; {{BB|Jes|16|8}}). Auch [[Jeremia]] beklagte die Zerstörung von Heschbon {{Bibel|Jer|49|3}}. Im [[Hohelied]] werden die Augen des Mädchens mit den „Teichen von Heschbon“ verglichen {{Bibel|Hld|7|5}}; anscheinend waren die dortigen Zisternen berühmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Autoren der hellenistisch-römischen Zeit ===&lt;br /&gt;
[[Flavius Josephus]] erwähnt einen Ort &amp;#039;&amp;#039;Esbonitis&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Sebonitis&amp;#039;&amp;#039; (Jüdische Altertümer 13,15,4; 12,4,11; Jüdischer Krieg 2,18,1). Nach seinen Angaben eroberte [[Alexander Jannäus]] diese Stadt; [[Herodes der Große]] habe dort eine Festung errichtet (Jüdische Altertümer 15,8,5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Plinius der Ältere]] erwähnte &amp;#039;&amp;#039;Arabes Esbonitae&amp;#039;&amp;#039;, „Araber von Esbon“ (&amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia|Naturgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; 5,12,1). [[Claudius Ptolemäus]] erwähnte &amp;#039;&amp;#039;Esboús&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Esboúta&amp;#039;&amp;#039; unter den Städten der Provinz [[Arabia Petraea]] (Geographie 5,16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenhistoriker [[Eusebius von Caesarea|Eusebius]] sowie der byzantinische Geograph [[Georgios Kyprios]] erwähnen die Stadt der Spätantike. Sie war ein bedeutender Bischofssitz; formal existiert noch heute das entsprechende katholische Titularbistum [[Esbus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter und Neuzeit ===&lt;br /&gt;
1184 erwähnt der ayyubidische Historiker ed-Dîn ein Dorf namens &amp;#039;&amp;#039;Ḥesbân&amp;#039;&amp;#039;, in dessen Nähe [[Saladin]] sein Lager aufschlug, bevor er mit seinem Heer nach [[al-Karak (Jordanien)|Karak]] weiterzog. [[Abu’l-Fida|Abu l-Fida]], ein Historiker des frühen 14. Jahrhunderts, schrieb, die Hauptstadt der Region Belka sei &amp;#039;&amp;#039;Husban&amp;#039;&amp;#039;. Dann schweigen die Quellen bis zu den Reisenden des 19. Jahrhunderts, die die Ruinenstätte häufig besuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologischer Befund ==&lt;br /&gt;
Seit 1968 wurde der Ruinenhügel ([[Tell (Archäologie)|Tell]]) Ḥesbân, 20&amp;amp;nbsp;km südwestlich von [[Amman]] gelegen, in mehreren Kampagnen archäologisch erforscht, zunächst von Teams der Andrews University, einer privaten Universität der [[Siebenten-Tags-Adventisten]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1968–1973 Siegfried H. Horn;&lt;br /&gt;
* 1974–1976 Roger S. Boraas und L. T. Geraty.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausgräber Horn, sein Team und die Sponsoren seiner Grabung hofften, die amoritische Siedlung zu finden, die bei der israelitischen Landnahme zerstört und vom Stamm Ruben wieder aufgebaut wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Øystein Sakala LaBianca, Maria Elena Ronza: &amp;#039;&amp;#039;Narrating contested pasts: lessons learned at Tall Hisban&amp;#039;&amp;#039;, Amman 2018, S. 624.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man fand die Ruinen der römischen Stadt einschließlich zweier byzantinischer Kirchen sowie Reste von Zisternen, aber auch ein Bad aus der osmanischen Periode. Bedeutsam sind weiterhin die [[Heschbon-Ostraka]], in einem [[Kanaanäische Sprachen|kanaanäischen]] Lokaldialekt beschriftete Tonscherben aus dem 7. und 6. Jahrhundert v. Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hingegen scheint es vor 700 v. Chr. nur eine relativ kleine Siedlung gegeben zu haben; vor 1200 v. Chr. war die Stätte definitiv unbewohnt. Dies steht im Widerspruch zur Darstellung der biblischen Bücher Numeri und Josua, dass die Stadt der Sitz eines bedeutenden Kleinkönigs gewesen sei. Deshalb gibt es Hypothesen, die die Historizität der biblischen [[Landnahme der Israeliten|Landnahmeerzählung]] in diesem Punkt stützen sollen. Es wird z. B. vorgeschlagen, dass das biblische Heschbon an einem anderen Ort gelegen habe, etwa dem einige Kilometer entfernten Tell Dschalul, der noch nicht erforscht worden ist; die Stadt wäre dann nach der Zerstörung durch die Israeliten verlegt und nicht am ursprünglichen Ort wieder aufgebaut worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Udo Worschech]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Land jenseits des Jordan: Biblische Archäologie in Jordanien&amp;#039;&amp;#039;. Brockhaus Verlag / Saatkorn Verlag, 1991, S. 122 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1997 wieder aufgenommenen Ausgrabungen widmeten sich den islamischen Siedlungsphasen von der omayyadischen bis in die osmanische Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Touristische Erschließung ==&lt;br /&gt;
Die Identifikation des Tell mit dem biblischen Ort Heschbon als Schauplatz der israelitischen Landnahme ist eine „erwünschte Vergangenheit“, die den Ort für christliche und jüdische, teilweise auch muslimische Besucher relevant macht. Da Jordanien sich touristisch als „Land der Bibel“ darstellt, wurde eine entsprechende Ausschilderung angebracht. Ein Teil der örtlichen Bevölkerung lehnte diese Interpretation ab, zerstörte die Ausschilderung und kam so in Konflikt mit dem touristischen Marketingkonzept.&amp;lt;ref&amp;gt;Øystein Sakala LaBianca, Maria Elena Ronza: &amp;#039;&amp;#039;Narrating contested pasts: lessons learned at Tall Hisban&amp;#039;&amp;#039;, Amman 2018, S. 625.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur (chronologisch) ==&lt;br /&gt;
* {{RE|VI,1|613||Esbus 1|Immanuel Benzinger|RE:Esbus 1}}&lt;br /&gt;
* Roger S. Boraas, Siegfried H. Horn: &amp;#039;&amp;#039;Heshbon 1968: the first campaign at Tell Ḥesbân; a preliminary report&amp;#039;&amp;#039;. Andrews University Press, Berrien Springs/Mich. 1969.&lt;br /&gt;
* Lawrence T. Geraty (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historical Foundations: Studies of Literary References to Hesban and Vicinity (Hesban 3).&amp;#039;&amp;#039; Berrien Springs/Mich 1989.&lt;br /&gt;
* Øystein Sakala LaBianca (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sedentarization and Nomadization: Food System Cycles at Hesban and Vicinity in Transjordan (Hesban 1).&amp;#039;&amp;#039; Berrien Springs/Mich 1990.&lt;br /&gt;
* Larry A. Mitchel: &amp;#039;&amp;#039;Hellenistic and Roman Strata: a Study of the Stratigraphy of Tell Hesban from the 2nd Century BC to the 4th Century AD (Hesban 7).&amp;#039;&amp;#039; Berrien Springs/Mich 1992.&lt;br /&gt;
* Roger S. Boraas, Lawrence T. Geraty, David Merling (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hesban after 25 years&amp;#039;&amp;#039;. Papers presented at the Heshbon Expedition 25th Anniversary, 1968-1993, Symposium, March 20-21, 1993, sponsored by the Siegfried H. Horn Archaeological Museum in cooperation with Andrews University and the Michigan Humanities Council, Berrien Springs/Mich. 1994.&lt;br /&gt;
* Paul J. Ray: &amp;#039;&amp;#039;Tell Hesban and Vicinity in the Iron Age (Hesban 6).&amp;#039;&amp;#039; Berrien Springs/Mich 2001.&lt;br /&gt;
* Øystein Sakala LaBianca, Maria Elena Ronza: &amp;#039;&amp;#039;Narrating contested pasts: lessons learned at Tall Hisban&amp;#039;&amp;#039;. Annual of the Department of the Antiquities of Jordan, Amman 2018. ([https://publication.doa.gov.jo/Publications/ViewChapterPublic/580 PDF])&lt;br /&gt;
* Bethany Walker et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Tall Ḥisbān 2016 excavation season: household archaeology in the medieval village&amp;#039;&amp;#039;. Annual of the Department of the Antiquities of Jordan, Amman 2018. ([https://publication.doa.gov.jo/Publications/ViewChapterPublic/577 PDF])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Bibel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike israelische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Jordanien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanaaniter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouvernement Amman]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Braganza</name></author>
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