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	<title>Herzogsgrab - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T13:06:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Herzogsgrab&amp;diff=1347255&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Einsamer Schütze: /* Einleitung */ kein unmittelbarer Bezug zum Artikelgegenstand</title>
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		<updated>2024-02-24T15:42:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; kein unmittelbarer Bezug zum Artikelgegenstand&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Megalithanlage&lt;br /&gt;
|Alternativname     = Großsteingrab Alt Reddewitz&lt;br /&gt;
|Karte              = Deutschland Mecklenburg-Vorpommern Rügen&lt;br /&gt;
|Längengrad         = 13/41/50/E&lt;br /&gt;
|Breitengrad        = 54/20/32.5/N&lt;br /&gt;
|Region-ISO         = DE-MV&lt;br /&gt;
|Höhe               = &lt;br /&gt;
|Ort                = [[Göhren (Rügen)|Göhren]]&lt;br /&gt;
|Entstehung         = 3500 und 2800 v. Chr.&lt;br /&gt;
|Ausmaße            = &lt;br /&gt;
|Sprockhoff         = 509&lt;br /&gt;
|Bild               = Herzogsgrab 1.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung   = Das Herzogsgrab im Mönchguter Forst&lt;br /&gt;
|Kartenbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herzogsgrab&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Jungsteinzeit#Archäologische Kulturen|jungsteinzeitliche]] [[Nordische Megalitharchitektur|Megalithanlage]] ([[Hünengrab|Großsteingrab]]) auf der Halbinsel [[Mönchgut]] der Insel [[Rügen]] in [[Mecklenburg-Vorpommern]]. Das [[Großsteingrab]] mit der [[Ernst Sprockhoff#Sprockhoff-Katalog|Sprockhoff-Nr.]] 509 entstand zwischen 3500 und 2800 v. Chr. in der [[Neolithikum|Jungsteinzeit]] als [[Megalith]]anlage der [[Trichterbecherkultur]] (TBK).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:NSG Schild Baaber Heide.jpg|mini|Eingang zum NSG Mönchgut]]&lt;br /&gt;
Der [[Großdolmen]] liegt im [[Naturschutzgebiet Mönchgut]], das eine der Pflegezonen im [[Biosphärenreservat Südost-Rügen]] ist. Das Herzogsgrab liegt am nur wenige Meter nordwestlich der Straßenabzweigung der [[Bundesstraße 196|B&amp;amp;nbsp;196]] nach [[Middelhagen]] beginnenden Wanderweg (800 Meter Richtung Westen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geologie|Geologisch]] liegt das Herzogsgrab am südlichen Rand der [[Nehrung]] &amp;#039;&amp;#039;Baaber Heide&amp;#039;&amp;#039;, weniger als 100 Meter vom [[Littorina-Transgression|littorinazeitlichen]] Kliff des Göhren-Reddevitzer Höhenzuges entfernt. Aus der ehemaligen Steilküste, die vor 6000 bis 7000 Jahren durch [[Erosion (Geologie)|marine Erosion]] entstand, stammen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die [[Findling]]e, aus denen das [[Hünenbett]] mit der Grabkammer darin vor etwa 4000 Jahren errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Ergebnissen anderer Altersbestimmungen gilt das Herzogsgrab als Beweis dafür, dass die Nehrung &amp;#039;&amp;#039;Baaber Heide&amp;#039;&amp;#039; – zumindest in diesem Bereich – schon vor mehr als 4000 Jahren existierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Baaber Heide&amp;#039;&amp;#039; war, wie andere Rügener &amp;#039;&amp;#039;Heiden&amp;#039;&amp;#039;, z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Schmale Heide]] und die [[Schaabe]] (früher &amp;#039;&amp;#039;Wittower Heide&amp;#039;&amp;#039;), Mitte des 19. Jahrhunderts [[Forst|aufgeforstet]] worden und ist heute in weiten Teilen vom &amp;#039;&amp;#039;Mönchguter Forst&amp;#039;&amp;#039; bedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erforschung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Herzogsgrab 2.jpg|mini|Herzogsgrab nördlich des Weges von Göhren nach Alt Reddevitz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Herzogsgrab 3.jpg|mini|Alte Informationstafel am Herzogsgrab]]&lt;br /&gt;
Der [[Heimatforscher|heimatkundlich]] interessierte und aktive Lehrer und Heimatdichter [[Fritz Worm (Dichter)|Fritz Worm]] aus Alt Reddevitz hatte seit 1920 nach dem Herzogsgrab gesucht, nachdem er von einer entsprechenden Sage gehört hatte. 1922 fand er es am Waldweg zwischen Alt Reddevitz und Göhren unter Strauchwerk und Moos.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sho&amp;quot;&amp;gt;Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Hünengrab und Opferstein.&amp;#039;&amp;#039; Seite 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1922 bis 1924 wurde es erstmals durch den Prähistoriker [[Franz Klinghardt]] unter Beteiligung des Archäologen [[Armin von Gerkan]] von der [[Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald|Universität Greifswald]] eingehend untersucht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pe-Pe&amp;quot;&amp;gt;Pernice/Petzsch: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen aus der Sammlung vaterländischer Altertümer der Universität Greifswald.&amp;#039;&amp;#039; Greifswald 1926, S. 9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es stellte sich heraus, dass die eigentliche Grabkammer von einer ungefähr 15 Meter langen trapezförmigen Steinsetzung (Hünenbett) eingefasst ist.&lt;br /&gt;
Das Grab bestand seit dem Neolithikum, hatte aber mehrere spätere Nachbestattungen. Es war Brandgrab (Urnen) aber auch Körpergrab (Skelette). Es wurden ca. 40 Reste von Individuen gefunden, die von dem Anthropologen [[Theodor Mollison]] untersucht und begutachtet wurden. Zahlreiche, relativ vollständig erhaltene Urnen, sowie eine Vielzahl von neolithischen Werkzeugen – Steinbeile, Schleifplatte für Flinte, Flinte usw. wurden geborgen. Urnen und Keramikscherben waren aus der Trichterbecherkultur mit Tiefstichverzierung. Schmuckteile – z.&amp;amp;nbsp;B. Bernsteinperlen rundeten das Fundspektrum ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pe-Pe&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 (nach anderen Quellen 1962&amp;lt;ref name=&amp;quot;sho&amp;quot; /&amp;gt;) wurde, wiederum durch die Universität Greifswald, das Großsteingrab nochmals untersucht. Nach der Öffnung der Grabkammer konnten zahlreiche Beigaben geborgen werden. Darunter waren unter anderem Keramikscherben von mindestens 26 Tongefäßen, 22 Flintbeile, zwei Felsgesteinäxte, drei Flintmeißel, 56 [[Querschneider|querschneidende]] [[Pfeilspitze]]n und zahlreiche Bernsteinperlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zirka 5,40 Meter lange Grabkammer wird an den Längsseiten durch je vier Steine gebildet, im Norden wird sie durch einen größeren Stein abgeschlossen. Der besonders für Rügener Großdolmen typische Windfang, aus zwei aufrecht stehenden Steinplatten bestehend, befindet sich an der Südseite. Ein Deckstein mit einer Masse von sechs Tonnen ist in seiner Originalgröße erhalten geblieben, zwei weitere sind in mehrere Teile zerbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Ausgrabungen wurden die Knochenreste von 30 bis 40 Menschen geborgen, die hier vor etwa 4000 Jahren, wohl über einen längeren Zeitraum hinweg, bestattet worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geborgenen Grabbeigaben und die Ausgrabungsdokumentation sind heute Bestandteil der archäologischen Sammlung der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reddevitz-05.JPG|Das GSG „Herzogsgrab“ 1922 vor der Öffnung&lt;br /&gt;
Reddevitz-02.JPG|„Herzogsgrab“ 1922 – Kartierung der Steine&lt;br /&gt;
Reddevitz-04.JPG|„Herzogsgrab“ 1922–1924 – Kartierung der Funde&lt;br /&gt;
Reddevitz-08.JPG|„Herzogsgrab“ 1922–1924 – Fundbeispiel Flintschleifplatte&lt;br /&gt;
Reddevitz-03.JPG|„Herzogsgrab“ 1922–1924 – Urne&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Megalithik in Mecklenburg-Vorpommern]]&lt;br /&gt;
* [[Nordische Megalitharchitektur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Großsteingrab Alt Reddevitz (Herzogsgrab)|Herzogsgrab}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ralf-Otto Niedermeyer, Heinz Kliewe, Wolfgang Jahnke: &amp;#039;&amp;#039;Die Ostseeküste zwischen Boltenhagen und Ahlbeck – Ein geologischer und geomorphologischer Überblick mit Exkursionshinweisen&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. Hermann Haack/Geographisch-Kartographische Anstalt, Gotha 1987 (Geographische Bausteine, Heft 30), ISBN 3-7301-0633-3, S. 124.&lt;br /&gt;
* Ingrid Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Hünengrab und Opferstein: Bodendenkmale auf der Insel Rügen.&amp;#039;&amp;#039; Hinstorff Verlag Rostock 2001, ISBN 3-356-00917-6, S. 28–29.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Sprockhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Atlas der Megalithgräber Deutschlands. Teil 2: Mecklenburg – Brandenburg – Pommern.&amp;#039;&amp;#039; Rudolf Habelt Verlag, Bonn 1967, S. 73–74.&lt;br /&gt;
* [[Fritz Worm (Dichter)|Fritz Worm]]: &amp;#039;&amp;#039;Aus der Urzeit der Halbinsel Mönchgut.&amp;#039;&amp;#039; Alt Reddevitz 1928, Seite 15 ff., Neuausgabe als Faksimile im Mai 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mönchgut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Großsteingrab im Landkreis Vorpommern-Rügen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordgruppe der Trichterbecherkultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dolmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Göhren (Rügen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Einsamer Schütze</name></author>
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