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	<title>Herrschertugenden - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T19:46:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Herrschertugenden&amp;diff=2708772&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Perennis: /* Begriffsbestimmungen */ Link</title>
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		<updated>2025-03-22T10:40:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Begriffsbestimmungen: &lt;/span&gt; Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herrschertugenden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind ideale Eigenschaften des Herrschers, dargestellt von der [[Antike]] über das [[Mittelalter]] bis zu der [[Neuzeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Schon der [[Römisches Reich|römische]] Herrscher [[Tiberius]] berief sich wie schon zuvor [[Augustus]] auf die Herrschertugenden &amp;#039;&amp;#039;virtus, clementia, iustitia&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;pietas&amp;#039;&amp;#039; („Tugend“ bzw. „[[Männlichkeit]]“, „Milde“, „[[Gerechtigkeit]]“ und „Ehrerbietung“). Jedoch war die Propaganda in Inschriften und auf Münzen zusätzlich durch Schlagwörter wie &amp;#039;&amp;#039;salus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;moderatio&amp;#039;&amp;#039; („Wohlergehen“ und „Zurückhaltung“) gekennzeichnet, als Leitbilder der Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leitbilder und Idealvorstellungen wie die unter dem Begriff Herrschertugenden zusammengefassten sind gemäß ihrer Natur nur Rahmen und Vorbild und sind somit der Herrschaft und den Herrschaftsvorstellungen in Zeiten vor der Erfindung von Ideologien in modernem Verständnis untrennbar verbunden und spielten vor allem im Selbstverständnis und der Propaganda der Herrschenden eine gewichtige Rolle in der Selbstdarstellung nach außen. Insbesondere gilt dies im Europäischen Mittelalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== fír flathemon ==&lt;br /&gt;
Zur [[Inselkelten|inselkeltischen]] Tugend des Herrschers im [[Frühmittelalter]] siehe [[Audacht Morainn]] („Moranns Vermächtnis/Testament“), in dem der sagenhafte irische Richter Morann zur Belehrung seines Ziehsohnes, des Königs Feradach Find Fechtnach, einen Katalog der [[fír flathemon]] [{{IPA|f&amp;#039;iːr &amp;#039;flaθ&amp;#039;evon}}] („Gerechtigkeit des Herrschers“) aufgestellt hat. Der Stil des Werkes lässt seine Entstehung im 7. oder 8. Jahrhundert vermuten. Diese Gerechtigkeit war eine der wichtigen Aufgaben des Königs, weil dadurch Wohlstand seines Reiches gewährleistet war. Die Ungerechtigkeit (gáu flathemon) war die Ursache jeglichen Unglückes des Königs und seiner Untertanen. Der König konnte dafür abgesetzt und – eventuell sogar mit dem Tode – bestraft werden. Die gáu flathemon wurde in den [[Liste inselkeltischer Mythen und Sagen#Sprüche-Sammlungen und Glossare|altirischen Rechtstexten]] mit dem vulgären Terminus cacc for [[enech]] (Kack aufs Gesicht!) benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Regeln sind aus [[Indien]] (&amp;#039;&amp;#039;ṛta, dharma&amp;#039;&amp;#039;), [[Griechenland]] (&amp;#039;&amp;#039;dikē&amp;#039;&amp;#039;) und [[Ägypten]] (&amp;#039;&amp;#039;maat&amp;#039;&amp;#039;) bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helmut Birkhan]]: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1997, ISBN 3-7001-2609-3. S.&amp;amp;nbsp;889. (gesamtes Kapitel &amp;#039;&amp;#039;fir flathemon&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernhard Maier (Religionswissenschaftler)|Bernhard Maier]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der keltischen Religion und Kultur&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 466). Kröner, Stuttgart 1994, ISBN 3-520-46601-5, S.&amp;amp;nbsp;129 (gesamtes Kapitel &amp;#039;&amp;#039;fir flathemon&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsbestimmungen ==&lt;br /&gt;
Der lateinische Begriff &amp;#039;&amp;#039;Virtus&amp;#039;&amp;#039; bedeutet auch eine Art „Manneskraft“ bzw. &amp;quot;Tapferkeit&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Iustitia&amp;#039;&amp;#039; neben Gerechtigkeit auch Rechtschaffenheit und pietas auch eine Ehrfurcht vor dem Göttlichen Prinzip – später der göttlichen Majestät, was beim Prinzip des [[Gottesgnadentum]]s ein durchaus bedeutende Rolle spielt auch in dem Sinn der Glaubensfestigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Salus&amp;#039;&amp;#039; kann auch mit allgemeiner Wohlstand, modern mit Volkswohlstand übersetzt werden oder allgemeines Wohlergehen, was vermutlich den ursprünglichen Sinngehalt mehr trifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelalterliche Herrschertugenden sind die christlich konnotierten Abwandlungen der antiken Herrschertugenden, wie sie im Mittelalter anerkannt beziehungsweise gültig waren; siehe auch: [[Theologische Tugenden]]. Sie sind für die Zeit des europäischen Mittelalters untrennbar mit der christlich-kirchlichen Sicht der vorreformatorischen Zeit verbunden. Ein [[Herrscher]] des Mittelalters war immer [[Ritter]] und darum auch ebenso den zwölf ritterlichen Tugenden verpflichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Tugend]] und [[Kardinaltugend]]&lt;br /&gt;
* [[Ritterlichkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Philosophenherrschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Einträge bei Silke Müller-Hagedorn, Höfische Kultur des Hohen Mittelalters online auf den Seiten der UB Karlsruhe.&lt;br /&gt;
* Otto Friedrich Bollnow: &amp;#039;&amp;#039;Wesen und Wandel der Tugenden.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein, Frankfurt am Main, 1975, ISBN 3-548-12209-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Philosophie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Perennis</name></author>
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