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	<title>Herrenreiter-Fall - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T17:18:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Herrenreiter-Fall&amp;diff=708576&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bahnwerker: /* Sachverhalt */ weiterer beleg</title>
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		<updated>2024-12-02T10:16:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sachverhalt: &lt;/span&gt; weiterer beleg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das so genannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herrenreiter-Urteil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Entscheidung des [[Bundesgerichtshof]]s (BGH) vom 14. Februar 1958 ([[Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Zivilsachen|BGHZ]] 26, 349). Es handelt sich um eine der wichtigsten [[höchstrichterliche Rechtsprechung|höchstrichterlichen Entscheidungen]] im deutschen Recht zum zivilrechtlichen Schutz des [[Allgemeines Persönlichkeitsrecht|allgemeinen Persönlichkeitsrechtes]]. Mit ihr wurde die Möglichkeit eröffnet, [[Schmerzensgeld]] bei der unbefugten Veröffentlichung von Bildern zu verlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sachverhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dose Okasa Silber.jpg|mini|Okasa Silber]]&lt;br /&gt;
Der Entscheidung lag der folgende Sachverhalt zugrunde: Der Kläger betätigte sich als Herrenreiter (ein Amateurreiter auf eigenem Pferd&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Herrenreiter &amp;#039;&amp;#039;Herrenreiter&amp;#039;&amp;#039;], [[Duden online]], abgerufen am 2. Dezember 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Herrenreiter &amp;#039;&amp;#039;Herrenreiter&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Meyers Großes Konversations-Lexikon]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 9. Leipzig 1907, S. 232.&amp;lt;/ref&amp;gt;) auf Turnieren. Die Beklagte, die Hormo-Pharma KG, war Herstellerin des pharmazeutischen Präparats &amp;#039;&amp;#039;Okasa&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/gold-und-silber-a-98ea1cb7-0002-0001-0000-000046461405?context=issue &amp;#039;&amp;#039;Produkte / Stärkungsmittel: Gold und Silber&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; 16/1967, 9. April 1967.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41759042.html &amp;#039;&amp;#039;Schadensersatz: Die Sprungreklame&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; 37/1958, 9. September 1958.&amp;lt;/ref&amp;gt; das nach der Vorstellung weiter Bevölkerungskreise auch der Hebung der sexuellen Potenz diente. Sie hatte zur Werbung für dieses Mittel in der Bundesrepublik ein Plakat mit der Abbildung eines [[Springreiter]]s verbreitet, dem ein Originalfoto des Klägers zugrunde lag. Eine Einwilligung zur Verwendung seines Bildes hatte der Kläger nicht erteilt. Der Kläger forderte von der Beklagten Schadensersatz in Höhe von 15.000&amp;amp;nbsp;[[D-Mark|DM]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Oberlandesgericht Köln]] als [[Berufung (Recht)|Berufungsgericht]] billigte dem Kläger Schadensersatz in Höhe von 10.000&amp;amp;nbsp;DM (heute inflationsbereinigt rund &lt;br /&gt;
{{Inflation|1=DE|2=10000|3=1958|r=-3}}&amp;amp;nbsp;Euro) zu, da sein durch {{Art.|1|gg|juris}} und {{Art.|2|gg|juris}} [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]] geschütztes allgemeines Persönlichkeitsrecht verletzt sei. Als Schaden billigte das [[Oberlandesgericht]] dem Kläger der Höhe nach unter dem Gesichtspunkt einer entgangenen Lizenzgebühr einen Betrag zu, den er hätte verlangen können, wenn zwischen den Parteien ein Vertrag zu angemessenen Bedingungen zustande gekommen wäre. Es konnte sich hierbei auf eine frühere Entscheidung des Bundesgerichtshofes im sogenannten [[Paul-Dahlke-Fall]]&amp;lt;ref&amp;gt;BGHZ 20, 345.&amp;lt;/ref&amp;gt; stützen. Der Bundesgerichtshof lehnte eine Berechnung auf der Basis der [[Lizenzanalogie]] allerdings ab, da im vorliegenden Fall der Kläger sich gerade unter keinen Umständen zu einer Verwendung des Fotos bereit erklärt hätte. Eine derartige Berechnung würde unterstellen, dass sich der Kläger für Geld doch hätte umstimmen lassen, es sei vielmehr ein wirtschaftlich nicht messbarer [[Vermögensschaden]] entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bundesgerichtshof billigte dem damaligen Kläger ein Schmerzensgeld (gemäß §&amp;amp;nbsp;847 [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]]&amp;amp;nbsp;a.F., heute würden § 823 Abs. 1 BGB iVm Art. 1 Abs. 1, 2 Abs. 1 GG Anwendung finden) in der vom Oberlandesgericht ausgeurteilten Höhe zu. Es stellte hierbei die Verletzung des Rechtes am eigenen Bild der Verletzung des in §&amp;amp;nbsp;847 BGB&amp;amp;nbsp;a.F. geschützten Rechtsgutes der Freiheit gleich. Die frühere Rechtsprechung spiele keine Rolle, da es sich im Paul-Dahlke-Fall um einen konkreten Schaden gehandelt habe, im Herrenreiter-Fall aber gerade nicht. Dem Schmerzensgeld komme die Funktion zu, dem Geschädigten einen angemessenen Ausgleich für diejenigen Schäden, diejenige Lebens- (oder Persönlichkeits-)Minderung zu bieten, die nicht vermögensrechtlicher Art sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Fallbeispielen in der Rechtswissenschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karen Klein, Judith Ulshöfer: &amp;#039;&amp;#039;Das Herrenreiter-Urteil des BGH – Eine Leitentscheidung zum allgemeinen Persönlichkeitsrecht in der Fallbearbeitung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;JURA - Juristische Ausbildung&amp;#039;&amp;#039;, Band 41, Nummer 10, {{doi|10.1515/jura-2019-2236}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.servat.unibe.ch/dfr/bz026349.html Urteil im vollen Wortlaut]&lt;br /&gt;
* Artikel [http://web.archive.org/web/20161029193349/http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/41759042 &amp;#039;&amp;#039;Die Sprungreklame&amp;#039;&amp;#039;], &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039; 37/1958, S. 27–28, mit Schwarz-Weiß-Abdruck des Werbeplakats (archiviert am 29. Oktober 2016 im [[Internet Archive]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entscheidung des Bundesgerichtshofs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerichtsentscheidung (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deliktsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ereignis 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medienrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pferd in der Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bahnwerker</name></author>
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