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	<title>Herr der Augenringe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T11:40:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Herr_der_Augenringe&amp;diff=249661&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Peter Gröbner: Leer- nach Gleichheitszeichen</title>
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		<updated>2026-03-23T21:56:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leer- nach Gleichheitszeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herr der Augenringe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bored of the Rings&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine erstmals 1969 veröffentlichte [[Parodie]] auf [[J. R. R. Tolkien]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Der Herr der Ringe]]&amp;#039;&amp;#039;. Sie wurde von den [[Harvard University|Harvard]]-Studenten Henry N. Beard und Douglas C. Kenney verfasst. Beide waren Mitglieder des [[The Harvard Lampoon|&amp;#039;&amp;#039;Harvard Lampoon&amp;#039;&amp;#039;]], einer Satire-/Humor-Gruppe der amerikanischen [[Harvard University]]. Die Übersetzerin des &amp;#039;&amp;#039;Herrn der Ringe&amp;#039;&amp;#039;, [[Margaret Carroux]], übersetzte auch die Parodie ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
Im dritten Zeitalter von Niedermittelerde, dem sogenannten Blechzeitalter, wird einem kleinen Boggie namens Frito ein mächtiger Ring anvertraut. Er soll ihn zusammen mit seinen treuen Begleitern Spam, Mopsi, Pepsi, dem Zauberer Gutgolf, Arabikum von Arabeske, dem Elb Legolam und dem Zwerg Gimbohr in Sauerkopfs Reich Fordor bringen und ihn dort in den Zazu-Abgründen zerstören. Mit einigen Komplikationen gelingt es den Helden, die letzte Schlacht gegen Fordor zu gewinnen und den Frieden in Niedermittelerde wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die komplette Handlung orientiert sich stark verkürzt an dem Werk von Tolkien, parodiert/überträgt jedoch das Meiste auf die Zeit der damals 1968/1969 realen Nixon-Ära, des Vietnamkriegs und der Hippie-Bewegung. Immer wieder werden bewusstseinserweiternde Drogen wie LSD, Haschisch und Pilze ins Spiel gebracht. Die Parodie erschien 1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitte der 1960er in den USA die – zunächst von Tolkien nicht-autorisierten – Paperback-Editionen von &amp;#039;&amp;#039;Herr der Ringe&amp;#039;&amp;#039; erschienen, wurden die Bücher – weil billiger als Hardcover – erstmals zu einem Massenphänomen und die Mittelerde-Geschichten von der damals immer größer werdenden Hippie-Kultur neu entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung der Parodie verknüpft den Originalroman mit den Ereignissen zur Zeit der Parodie-Entstehung (1968–1969). Wenn also ein Gemüseheer aufmarschiert, sollte man sich nicht wundern. Ebenso nicht darüber, dass Tom Bombadil im Alten Wald in der Parodie Tim Benzedrin heißt und seine Holde schlicht und einfach Haschbeere (= Goldbeere). Die beiden stehen in der Parodie komplett unter Drogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Haupthelden der Parodie – Frito (= Frodo) und sein Diener Spam (= Sam) – wurden nach damals geläufigen Lebensmitteln benannt: [[Frito-Lay|Frito]]-Chips und dem Dosenfleisch [[Frühstücksfleisch|Spam]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frito erhält die Aufgabe, den von seinem Onkel Dildo Windbeutel (= Bilbo Beutlin) bei dessen früherem Abenteuer vermutlich aus einem Kaugummiautomaten in einer Ork-Höhle gezogenen Meisterring ins Land Fordor zu bringen. Lange Zeit wird er von einer Gefährtengruppe begleitet und unterstützt: Arabikum von Arabeske, auch Stapfer genannt (= Aragorn), Gimbohr (= Gimli), Legolam (= Legolas), Bromosel (= Boromir), Gutgolf (= Gandalf) sowie Fritos Boggie-Gefährten Spam (= Sam), Mopsi (= Merry) und Pepsi (= Pippin).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung folgt sehr dicht dem Original und sprüht vor Absurditäten. Die Gefährten werden wie im Original getrennt und Frito, begleitet von seinem Diener Spam, macht sich nach Fordor auf um den Ring in die Zazu-Abgründe zu werfen, womit dieser vernichtet werden kann. Schon bald stößt ein Kriegsveteran namens Lumgol (= Gollum) zu ihnen, der den Ring lange Zeit besessen und dann verloren hatte. Am Ende wird der Ring vernichtet und Sauerkopf (= Sauron) flieht mit ein paar Überseekoffern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kobenland ===&lt;br /&gt;
Das Kobenland ist die [[Verballhornung]] des Auenlandes, es ist ein schmutziger Ort voller zurückgebliebener, fresssüchtiger, pelziger Wesen, den &amp;#039;&amp;#039;Boggies&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Boggies ===&lt;br /&gt;
Die Boggies sind die Bewohner des &amp;#039;&amp;#039;Kobenlandes&amp;#039;&amp;#039; und damit die Verballhornung der [[Hobbit]]s. Sie werden als heimtückisch, waffenliebend und überaus verfressen beschrieben. Genauso wie die Hobbits waren sie in drei Stämme eingeteilt, die &amp;#039;&amp;#039;Staller&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Klumpfüße&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Hellhäuter&amp;#039;&amp;#039; (anstelle der Starren, der Harfüße und der Falbhäute).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ist ihnen, genau wie den Hobbits, komplizierte Technologie fremd; sie beschränken sich auf eine [[Garrotte|Garotte]], einen [[Totschläger]] und eine [[Pistole 08|Luger-Pistole]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Boggies von Kobenland sind Untertanen des Hohen Königs von Rippenrost, der allerdings bei der Schlacht mit dem Schlunzenherrn von Borax fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Der Tolkien-Forscher David Bratman zitiert in &amp;#039;&amp;#039;[[Mythlore]]&amp;#039;&amp;#039; eine längere Passage aus dem Buch &amp;#039;&amp;#039;Bored of the Rings&amp;#039;&amp;#039;, in der Frito (als Frodo), Spam Gangree (als Sam Gamdschie) und Goddam (als Gollum) am Rande des „Schwarzen Lochs“ (eine [[Teer]]grube) drängeln, und kommentiert: „Diese Parodisten, besser gemacht, als sie wussten“. Er erklärt, dass Tolkien in seinen vielen Entwürfen sehr nahe dran war, „versehentlich die [[Parodie]]version seines eigenen [[Roman]]s zu schreiben“, obwohl es ihm am Ende gelang, dies nach Bratmans Ansicht bemerkenswert vollständig zu vermeiden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bratman&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Bratman |Titel=Top Ten Rejected Plot Twists from The Lord of the Rings: A Textual Excursion into the &amp;quot;History of The Lord of the Rings&amp;quot; |Sammelwerk=Mythlore |Band=22 |Nummer=4 |Datum=2000 |ISSN=0146-9339}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Autor Mike Sacks schreibt unter Berufung auf die Eröffnungszeilen des Buches, dass das Buch die für eine Parodie seltene Auszeichnung hatte, über 40 Jahre lang ununterbrochen gedruckt zu werden, und eine der frühesten Parodien eines „modernen, beliebten [[Bestseller]]s“ war. Es hat viele Autoren der [[Popkultur]] inspiriert, darunter auch diejenigen, die an &amp;#039;&amp;#039;[[Saturday Night Live]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[The Onion]]&amp;#039;&amp;#039; gearbeitet haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sacks&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mike Sacks |Titel=Poking a Dead Frog: Conversations with Today&amp;#039;s Top Comedy Writers |Verlag=Penguin |Ort=East Rutherford |Datum=2014 |ISBN=978-1-101-61327-6 |Seiten=75–76}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leah Schnelbach schreibt auf der [[Science-Fiction]]- und [[Fantasy]]-Seite [[Tor Books|Tor.com]], dass das Buch voller „interessanter [[Komödie|komödiantischer]] Gedanken ... unter all der Albernheit“ steckt. Ihrer Ansicht nach nimmt es „einen einfachen, marktfähigen Haken“ und schafft „eine schneidende [[Satire]] auf oberflächlichen [[Konsumismus]] und den guten, altmodischen amerikanischen Roadtrip“. Sie erwähnt auch die Rettung der Boggies Frito und Spam durch den Adler Gwahno (als Gwaihir). Der Adler „ist bis zur Unhöflichkeit effizient, schreit sie an, sie sollen sich anschnallen, blafft sie an, wenn nötig die Kotzbeutel zu benutzen, und beschwert sich darüber, dass sie hinter dem Zeitplan zurückbleiben: Er ist die Zusammenfassung von allem, was mit [[Flugreise|Flugreisen]] nicht stimmt.“ Schnelbach schreibt, dass sie nach einer [[Schelmenroman|pikaresken]] Reise durch den amerikanischen [[Kitsch]] „fest im wütenden Jet-Zeitalter enden, bei dem es um Effizienz um jeden Preis geht“. Und so wird diese lächerliche Parodie zu einem Kommentar zu den Gefahren der Moderne, genau wie „Der Herr der Ringe“ selbst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schnelbach&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Leah Schnelbach |url=https://www.tor.com/2018/02/07/tbr-stack-reviews-the-harvard-lampoons-bored-of-the-rings/ |titel=Hitting the Road with Bored of the Rings |hrsg=Tor.com |datum=2018-02-07 |abruf=2023-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
Die deutsche Übersetzung durch Margaret Carroux erschien [[Literaturjahr 1983|1983]]. Die Übersetzerin hatte zwischen 1969 und 1970 auch den Originalroman ins Deutsche übersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Übersetzungen des englischen Originals erschienen auf [[Finnische Sprache|Finnisch]] (&amp;#039;&amp;#039;Loru sorbusten herrasta&amp;#039;&amp;#039;, 1983),&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |last=Beard |first=Henry N. |coauthors=Douglas C. Kenney |title=Loru sorbusten herrasta |publisher=Kustannusosakeyhtiö Nemo |year=1983 |language=Finnish |isbn=951-9287-01-9}} 2002 republication: ISBN 952-5180-57-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Französische Sprache|Französisch]] (&amp;#039;&amp;#039;Lord of the Ringards&amp;#039;&amp;#039;, 2002),&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book|first= Henry N. |last=Beard|coauthors= Douglas C. Kenney |title=Lord of the Ringards |language=French |publisher=Bragelonne |isbn=2-914370-69-5 |year=2002}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Italienische Sprache|Italienisch]] (&amp;#039;&amp;#039;Il signore dei tranelli&amp;#039;&amp;#039;, 2002), [[Schwedische Sprache|Schwedisch]] (&amp;#039;&amp;#039;Härsken på ringen&amp;#039;&amp;#039;, 2004) und [[Portugiesische Sprache|Portugiesisch]] (&amp;#039;&amp;#039;O Fedor dos Anéis&amp;#039;&amp;#039;, 2004).&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book|first= Henry N. |last=Beard|coauthors= Douglas C. Kenney |title=O Fedor dos Anéis |language=Portuguese |publisher=Ver Curiosidades |year=2004 |isbn=85-88210-52-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Henry N. Beard, Douglas C. Kenney: &amp;#039;&amp;#039;Bored of the Rings: A Parody of J. R. R. Tolkien’s Lord of the Rings.&amp;#039;&amp;#039; [[Signet Books]], New York 1969, ISBN 978-0-451-14974-9.&lt;br /&gt;
* Henry N. Beard, Douglas C. Kenney: &amp;#039;&amp;#039;Dschey Ar Tollkühn, der Herr der Augenringe.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Erstausgabe, [[Goldmann Verlag|Goldmann]], München 1983, ISBN 3-442-23835-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fantasyliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tolkien-Parodie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Peter Gröbner</name></author>
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