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	<title>Herminafried - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T18:12:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Herminafried&amp;diff=97410&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-39283-6: /* Regierungszeit */ Zeitform</title>
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		<updated>2026-01-18T21:05:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Regierungszeit: &lt;/span&gt; Zeitform&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gondelteich Weißensee (71761).jpg|thumb|Erwähnung Herminafrieds im Kontext eines Denkmals in [[Weißensee (Thüringen)|Weißensee]], das sich auf eine Überlieferung bezieht, wonach seine Gemahlin [[Amalaberga]] ihn mittels eines halb gedeckten Tisches darauf hinwies, dass sich seine Macht nur auf die Hälfte seines Reiches erstrecke.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herminafried&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Hermenefred&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Erminafried&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Irminfried&amp;#039;&amp;#039;; * vor 485; † vor 534 in &amp;#039;&amp;#039;Tolbiacum&amp;#039;&amp;#039; (heute: [[Zülpich]])) war ein Sohn des [[Geschichte Thüringens#Königreich Thüringen|thüringischen Königs]] [[Bisinus]] und übernahm um 510 die Herrschaft von seinem Vater. Zwischen 506 und 510 heiratete er [[Amalaberga]], eine Nichte des [[Ostgoten]]königs [[Theoderich der Große|Theoderich]], der damit sein antifränkisches Bündnissystem in den mitteldeutschen Raum ausweitete. Im gleichen Zeitraum wurde in einem Schreiben Theoderichs an Herminafrid erstmals das [[Thüringer Königreich]] erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;laut einer Tafel im [[Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens]], Weimar. 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ehe gingen zwei oder mehrere Kinder hervor: der Sohn [[Amalafrid]] und eine Tochter, die mit [[Audoin]], dem Herzog/König der Langobarden, verheiratet war. Ob Herminafried [[Taufe|getauft]] war, lässt sich nicht bestimmen. Seine Frau war auf jeden Fall [[Arianismus|Arianerin]]. Ausgrabungsergebnisse legen jedoch nahe, dass zumindest Teile des thüringischen Adels das [[Christentum]] ([[Erstes Konzil von Nicäa|nizänisch]] oder arianisch) annahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regierungszeit ==&lt;br /&gt;
Nach der Herrschaftsübernahme kam es wohl zu einer Reichsteilung, da Herminafrieds Brüder [[Baderich (Altthüringer)|Baderich]] und [[Berthachar]] gleichfalls als Könige erwähnt werden. Wie das Verhältnis der drei Könige untereinander war, lässt sich nicht herausfinden. Zumindest scheint Herminafried eine Vorrangstellung eingenommen zu haben. Die fränkischen Quellen ([[Gregor von Tours]]: &amp;#039;&amp;#039;Historiarum libri decem&amp;#039;&amp;#039; und [[Venantius Fortunatus]]: &amp;#039;&amp;#039;Vita Radegundis&amp;#039;&amp;#039;) sind in dieser Hinsicht indifferent. Die negative Darstellung des Herminafried bei Gregor ist möglicherweise mit der Feindschaft der [[Franken (Volk)|Franken]] zu den Thüringern und mit Gregors Absicht, die fränkische Eroberung des Thüringerreiches zu rechtfertigen, zu erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Herrschaftskonsolidierung Herminafrieds band Theoderich Thüringen wahrscheinlich um 507 in seine antifränkische Koalition ein, die durch die Heirat mit Amalaberga gefestigt wurde und bis zum Tod Theoderichs im Jahre 526 das Land vor fränkischen Übergriffen bewahrte. Vermutlich um 529 wurde wahrscheinlich ein erster Invasionsversuch der [[Merowinger]] zurückgeschlagen. Jedoch war die [[Schlacht bei Burgscheidungen|fränkische Invasion 531]], nach einer vernichtenden Niederlage des thüringischen Heeres an der [[Unstrut]], erfolgreich, und hatte den Sturz Herminafrieds zumindest in seinen Kerngebieten zur Folge. Bis 534 konnte er sich anscheinend noch in einem abgelegenen östlichen Teilgebiet behaupten. Nach 531 und vor 534 wurde er unter einem Vorwand zu Verhandlungen mit dem Merowinger [[Theuderich I.]] nach [[Zülpich]] gelockt und dort von den Festungsmauern gestürzt. Gregor von Tours sagt lapidar dazu: &amp;#039;&amp;#039;a nesquio quo&amp;#039;&amp;#039; (man weiß nicht von wem), deutet aber an, dass Theuderich hinter der Tat gesteckt haben dürfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herminafried ist unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Irminfried&amp;#039;&amp;#039; eine der Hauptgestalten des sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Iringlied]]es&amp;#039;&amp;#039;. Anscheinend gab es beim Untergang des Thüringerreiches auch Verrat, wie diese Sage es impliziert. Die durch die Sage hervorgerufene Vermutung, dass [[Burgscheidungen]] der Königssitz Herminafrieds gewesen sei, konnte durch Ausgrabungen bisher nicht bestätigt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Berthold Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Die Ergebnisse der Ausgrabungen auf Schloß Burgscheidungen, Kreis Nebra, und auf der Bösenburg, Kreis Eisleben&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;II. Internationaler Kongreß für Slawische Archäologie. Berichte&amp;#039;&amp;#039; Teil 3. Berlin 1973, S. 333–337.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Herbsleben]] wurde wegen seiner zentralen Lage im [[Thüringer Becken]] vom Liedermacher und Autor [[Reinhold Andert]] als Königssitz des Herminafried gesehen,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reinhold Andert]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Thüringer Königshort&amp;#039;&amp;#039;. Dingsda Verlag, Querfurt 1995, ISBN 3-928498-45-2, S. 80, 81–84, 86, 186, 189, 190–194, 196–198, 200, 216 u. 220–224.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Personenname in dem Ortsnamen &amp;quot;Herifridesleiben, &amp;quot;Herfridesleba&amp;quot; ist jedoch Herfried und nicht Herminafried.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Walther (Onomastiker)|Hans Walther]]: &amp;#039;&amp;#039;Namenkundliche Beiträge zur Siedlungsgeschichte des Saale- und Mittelelbegebietes bis zum Ende des 9. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsch-slawische Forschungen zur Namenkunde und Siedlungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 26. Berlin 1971, S. 269.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RGA|14|425|427|Herminafrid|[[Georg Scheibelreiter]]}}&lt;br /&gt;
* {{RE|VIII,1|714||Hermanifridus|[[Conrad Benjamin]]|RE:Hermanifridus}}      &lt;br /&gt;
* {{ADB|12|188|189|Hermannfrit|Albrecht|ADB:Irmfrid}}&lt;br /&gt;
* [[Günter Behm-Blancke]]: &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft und Kunst der Germanen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1973.&lt;br /&gt;
* {{NDB|10|179|180|Irmfrid|[[Walter Schlesinger]]|119444720}}&lt;br /&gt;
* [[Berthold Schmidt (Prähistoriker)|Berthold Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Königreich der Thüringer und seine Eingliederung in das Frankenreich&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Franken. Wegbereiter Europas. Vor 1500 Jahren: König Chlodwig und seine Erben.&amp;#039;&amp;#039; Katalog der Ausstellung im Reiss-Museum Mannheim vom 8. November 1996 bis 6. Januar 1997, Mainz 1996, ISBN 3-8053-1813-8, S. 285.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Bisinus]]|NACHFOLGER= Erobert durch die Franken 531/534 [[Theuderich I.]] |AMT=[[Liste der Herrscher von Thüringen|König der Thüringer]] |ZEIT=um 500–531/534}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119444720|VIAF=77125670}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:König (Germanen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altthüringer (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrscher (6. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theoderich der Große]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franken (Volk)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 5. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 6. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thüringer Reich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Radegunde von Thüringen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Herminafried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hermenefred; Erminafried; Irminfried; Irmfrid; Hermannfrit&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Sohn des Königs Bisinus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=vor 485&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=vor 534&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zülpich]] (Tolbiacum)&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-39283-6</name></author>
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