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	<title>Hermes - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Der gut zu tanzen weiß am 26. April 2026 um 17:03 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermes MKL Bd. 8 1890 (130918386).jpg|miniatur|Hermes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Ἑρμῆς|Hermḗs}}, auch {{lang|grc|Ἑρμείας|Hermeías}}, [[Dorisches Griechisch|dorisch]] {{lang|grc|Ἑρμᾶς|Hermás}}, {{elS|Ερμής|Ermís|neu=1}}) ist in der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] der Schutzgott des Verkehrs, der Reisenden, der Kaufleute und der Hirten, andererseits auch der Gott der Diebe, der Kunsthändler, der [[Rhetorik]], der [[Gymnastik]] und somit auch der [[Palästra]] und der Magie. Als Götterbote verkündet er die Beschlüsse des [[Zeus]] und führt die Seelen der Verstorbenen in den [[Unterwelt der griechischen Mythologie|Hades]] (Unterwelt). Er gehört zu den zwölf großen [[Olympische Götter|Olympischen Göttern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und weitere Namen ==&lt;br /&gt;
Meist wird der Name auf das griechische Wort {{lang|grc|ἕρμα|hérma|de=Felsen‘, ‚Stein‘, ‚Ballast}} zurückgeführt, das sich auf die Steinpfeiler am Rand griechischer Straßen beziehen soll, die zur Kennzeichnung heiliger Orte aufgestellt wurden. Aber auch eine Herkunft aus der Sprache der vorgriechischen Bevölkerung [[Arkadien]]s, wo die Herkunft seines Kultes angenommen wird, ist nicht ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römische Entsprechung zu Hermes ist der Gott [[Mercurius]], dessen Name sich auf den Handel ({{laS|merces|de=Waren}}) bezieht. Die [[Etrusker]] identifizierten Hermes mit ihrem Gott [[Turms]], der häufig als Bote und Vermittler bei mythologisch bedeutsamen Ereignissen über und unter der Erde anwesend war. Auch wurde Hermes (ähnlich einigen anderen griechischen Göttern) mit dem Gott [[Thot]] der [[Ägyptische Mythologie|ägyptischen Mythologie]] identifiziert. Als [[Hermes Trismegistos]] ({{lang|grc|Ἑρμῆς Τρισμέγιστος|Hermḗs Trismégistos}}) galt Thot/Hermes als sagenhafter Verfasser zahlreicher philosophischer, astrologischer, magischer und alchemistischer&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Allison Coudert: &amp;#039;&amp;#039;Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten.&amp;#039;&amp;#039; (Originalausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Alchemy: the Philosopher’s Stone.&amp;#039;&amp;#039; 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 28–30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schriften.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Edmund Oskar von Lippmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Some Remarks on Hermes and Hermetica.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ambix.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, 1938, S. 21–25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Neuplatonismus|Neuplatoniker]] führten sogar die Schriften [[Pythagoras]]’ und [[Platon]]s auf diesen Autor zurück. Auch der Gott [[Anubis]], der in der ägyptischen Mythologie die Seelen Verstorbener ins Jenseits geleitet, wurde mit Hermes identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den [[Epitheton|Epitheta]] des Gottes zählt &amp;#039;&amp;#039;Argeiphontes&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Ἀργεϊφόντης|Argeïphóntēs|de=Argostöter}}), was ihn als Bezwinger des Riesen [[Argos (Riese)|Argos]] aus der [[Io (Mythologie)|Io]]-Sage kennzeichnet. Die Beinamen &amp;#039;&amp;#039;Psychagogos&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|ψυχαγωγός|psychagōgós}}), &amp;#039;&amp;#039;[[Psychopompos]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|ψυχοπομπός|psychopompós}}) und &amp;#039;&amp;#039;Nekropompos&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|νεκροπομπός|nekropompós}})&amp;amp;nbsp;– „Seelen-“ oder „Totenführer“&amp;amp;nbsp;– beziehen sich auf seine Funktion als Todesboten, und &amp;#039;&amp;#039;Atlantiadēs&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Ἀτλαντιάδης|Atlantiádēs}}) weist auf seinen Großvater [[Atlas (Mythologie)|Atlas]] hin. &amp;#039;&amp;#039;Kyllenios&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Κυλλήνιος|Kyllḗnios}}) und &amp;#039;&amp;#039;Arkas&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Ἀρκάς|Arkás}}) erinnern an seinen Geburtsort [[Kyllini (Berg)|Kyllene]] im Nordosten [[Arkadien]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Roscher|1,1|552||Arkas 2|[[Adolf Schirmer (Pädagoge)|Adolf Schirmer]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermes galt als „Überbringer der Träume“ ({{lang|grc|ἡγήτωρ ὀνείρων|hēgḗtōr oneírōn}}) und Glücksbringer ({{lang|grc|πλουτοδότης|ploutodótēs}}, wörtlich „Bringer des Reichtums“); seine Zuständigkeit für den Handel umschreiben die Epitheta „der den Verkehr Betreffende“ ({{lang|grc|ἐμπολαῖος|empolaíos}}), „Einfuhrhändler“ ({{lang|grc|παλιγκάπηλος|palinkápēlos}}), „der den Profit Bestimmende“ ({{lang|grc|κερδέμπορος|kerdémporos}}) oder „der zum Markt Gehörige“ ({{lang|grc|ἀγοραῖος|agoraíos}}). Außerdem wurde er als „Hundebezwinger“ ({{lang|grc|κυνάγχης|kynánchēs}}, eigentlich „Hundewürger“) betitelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagen um Hermes ==&lt;br /&gt;
=== Geburt und Kindheit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermes di Prassitele, at Olimpia, front.jpg|miniatur|Hermes mit [[Dionysos]]-Kind, spätklassische Darstellung des [[Praxiteles]]]]&lt;br /&gt;
Hermes ist der Sohn des [[Zeus]] und der [[Plejaden (Mythologie)|Pleiade]] [[Maia (Tochter des Atlas)|Maia]], einer Tochter des [[Atlas (Mythologie)|Atlas]]. Als Geburtsort gilt in den meisten Quellen der Berg [[Kyllini (Berg)|Kyllēnē]] in Arkadien, aber auch die Gegend um den Berg [[Olymp]] wird genannt. Schon als Kleinkind wird Hermes als verschlagen und listig geschildert:&lt;br /&gt;
{{Zitat |Text=Noch am Tag seiner Geburt verließ er die Höhle seiner Mutter und tötete eine Schildkröte, die er als Resonanzkörper benutzte und so die [[Lyra (Zupfinstrument)|Leier]] erfand. Noch am selben Tag begab er sich nach [[Pieria|Pierien]]. Auf dem Weg dorthin stahl er 50 Rinder des [[Apollon]] und verwischte seine Spuren, indem er aus Zweigen eine Art Schneeschuhe flocht. Zwei der Rinder schlachtete er und zerlegte sie nach dem Opferritus. Zurück am Kyllene schlüpfte er wieder in seine Wiege. Ein Winzer hatte jedoch Apollon über den Viehdieb aufgeklärt. Als dieser am darauffolgenden Tag bei Maia ankam, stellte sich Hermes dumm und argumentierte, er sei viel zu jung, um überhaupt zu wissen, was eine Kuh sei. Doch Apollon brachte Hermes vor Zeus. Hermes verteidigt sich mit allerlei Lügen und stahl seinem Bruder bei dieser Verhandlung Bogen und Köcher. Zeus entschied, Hermes müsse die Rinder Apollon zurückgeben. Da zog Hermes die Schildkrötenleier hervor, sang zum Spiel darauf ein Lied und bot sie Apollon als Gegenwert für die fünfzig Rinder dar. Der Bruder akzeptierte und Hermes war wieder im Besitz der Rinder. Nun erfand er die [[Panflöte|Syrinx]]. Um auch diese zu erhalten, gab Apollon dem Bruder seinen goldenen Hirtenstab, der Hermes als Heroldsstab fortan als Boten der Götter kennzeichnen sollte. Doch wollte er für den Tausch gegen die Syrinx zudem in die Kunst der Weissagung eingeweiht werden, was ihm Apollon insofern gewährte, als er ihn im Weissagen aus Losen unterwies. |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche &amp;#039;&amp;#039;[[Bibliotheke des Apollodor]]&amp;#039;&amp;#039; 3,10,2; im Homerischen Hymnos an Hermes (&amp;#039;&amp;#039;Homerische Hymnen&amp;#039;&amp;#039; 4,535–540) hatte sich Apollon noch strikt geweigert, seinem Bruder oder einem sonstigen Unsterblichen die Kunst der Weissagung zu verraten.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer anderen Version erhielt Hermes den Heroldsstab von Zeus, der ihn damit zu seinem Boten ernannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Erfindungen des Hermes ===&lt;br /&gt;
Von den [[Thrien]] soll Hermes die Kunst der Weissagung aus dem Werfen von Kieselsteinen in eine Urne erlernt haben. Als seine eigene Erfindung gilt das Würfelspiel und die Weissagung hieraus. Ihm wurde zusammen mit den [[Moiren]] die Entwicklung des [[Griechisches Alphabet|griechischen Alphabets]] zugeschrieben, außerdem die Erfindung von [[Astronomie]], der [[Tonleiter]], der Sportarten [[Boxen]] und [[Turnen]], der Gewichte und Maße sowie die Kultur des [[Olivenbaum|Ölbaums]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geliebte und Nachkommen ===&lt;br /&gt;
Zahlreiche Nymphen wie Karmentis, Sose, Tanagra zählten ebenso zu seinen Geliebten wie der Arkadier Krokos oder [[Amphion]], der König von [[Theben (Thessalien)|Theben]]. Als Mutter von Hermes’ Sohn [[Pan (Mythologie)|Pan]] wurden [[Dryope (Mutter des Pan)|Dryope]], [[Penelope (Mythologie)|Penelope]], [[Persephone]] oder die Ziege [[Amaltheia]] genannt, andere hielten Zeus oder [[Kronos]] für dessen Vater. Zusammen mit [[Aphrodite]] wurde ihm die Elternschaft des Zwitterwesens [[Hermaphroditos]] zugeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sterbliche Söhne des Hermes galten [[Daphnis (Sohn des Hermes)|Daphnis]], der Erfinder der [[Bukolische Dichtung|Hirtendichtung]], der aus der Verbindung mit einer Nymphe hervorgegangen war, die mit der Sterblichen [[Antianeira (Tochter des Menetos)|Antianeira]] gezeugten [[Argonautensage|Argonauten]] [[Eurytos (Sohn des Hermes)|Eurytos]] und [[Echion (Argonaut)|Echion]], Herold der Argonauten und Teilnehmer am [[Trojanischer Krieg|Trojanischen Krieg]], ferner Herakles’ Liebling [[Abderos]] und der berühmte Dieb [[Autolykos (Sohn des Hermes)|Autolykos]], den ihm [[Chione (Tochter des Daidalion)|Chione]] gebar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermes Eurydike und Orpheus MKL1888.png|miniatur|Hermes, [[Eurydike (Nymphe)|Eurydike]] und [[Orpheus]] (Relief in der [[Villa Albani]], Rom)]]&lt;br /&gt;
Hermes ist einer der Götter, deren [[Kult]] sich am weitesten zurückverfolgen lässt. Der Mythologie nach ist er der Götterbote, der die Botschaft der Götter den Sterblichen überbringt und sie dabei auch übersetzt. Seine Botschaften sind damit also keine bloßen Mitteilungen, sondern fordern Einsicht und Verständnis. Deshalb wird die [[Wissenschaft]] vom „Erklären und Verstehen“ auch als [[Hermeneutik]] bezeichnet. Hermes kann sich als Götterbote schneller bewegen als das Licht. Dies ermöglichen ihm kleine Flügel, von denen sich je zwei an jedem seiner Stiefel befinden. Bevor Hermes geboren wurde, war [[Iris (Mythologie)|Iris]] als Götterbotin tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermes crioforo.jpg|miniatur|Hermes Kriophoros spätrömische Marmorkopie des Kriophoros von [[Kalamis]], [[Museo Barracco]], Rom]]&lt;br /&gt;
Hermes war wie andere antike Götter ([[Mithraismus|Mithras]], [[Horus]]/[[Anubis]]) auch ein &amp;#039;&amp;#039;Hirtengott&amp;#039;&amp;#039;. So hatte er sowohl weltliche als auch metaphysische Aufgaben: Als Bote des Zeus war er ultimativer Gesetzgeber und höchste weltliche Autorität, als [[Psychopompos]] („Seelenführer“) beschützte er die Seelen der Verstorbenen auf ihrem Weg zum [[Totengericht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hirtengottheiten wurden oft als &amp;#039;&amp;#039;Tierträger&amp;#039;&amp;#039; dargestellt, im Fall des Hermes als &amp;#039;&amp;#039;kriophoros&amp;#039;&amp;#039; (Widderträger).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herbig&amp;quot;&amp;gt;[[Reinhard Herbig]]: &amp;#039;&amp;#039;Pan, der griechische Bocksgott – Versuch einer Monographie.&amp;#039;&amp;#039; Klostermann, Frankfurt am Main 1949, ISBN 978-3-465-00175-1, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Form des Hirtengottes oder Tierträgers hat zwei Bedeutungen:&lt;br /&gt;
*Aus weltlicher Sicht soll sie den fürsorgenden Herrscher symbolisieren, der von einem bestimmten Gott oder mehreren Göttern geleitet wird&lt;br /&gt;
*Aus [[Metaphysik|metaphysischer]] Sicht symbolisiert das Tragen eines Tieres aus der Herde die Funktion des Seelenführers nach dem Tod, das getragene Tier symbolisiert die Seele des verstorbenen Lebewesens. In der griechischen Mythologie ‚tragen‘ Hermes und [[Charon (Mythologie)|Charon]] die Seelen der Verstorbenen über den [[Styx]], in der ägyptischen Mythologie ‚tragen‘ [[Anubis]] und [[Thot]] die Seelen der Verstorbenen über den [[Eridanos (Mythologie)|Eridanos]]. Anubis hat außerdem eine wichtige Rolle beim [[Altägyptisches Totengericht|Altägyptischen Totengericht]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k111509n Pierre Saintyves: &amp;#039;&amp;#039;Saint Christophe, successeur d’Anubis, d’Hermès et d’Héraclès.&amp;#039;&amp;#039; É. Nourry, Paris 1936.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermes RI2.png|links|120px]]&lt;br /&gt;
Bei den Griechen wurde Hermes meist jugendlich und bartlos, mit einem breitkrempigen Hut ({{lang|grc|πέτασος|[[Petasos|pétasos]]}}), später einem [[Flügelhelm|geflügelten Helm]], [[Flügelschuhe|geflügelten Schuhen]] oder geflügelten Schultern und dem zaubermächtigen goldenen [[Hermesstab]] ({{lang|grc|κηρύκειον|kērýkeion|la=caduceus}}) dargestellt. Mit diesem kann Hermes einschläfern und  Träume bewirken; der Stab ist eines seiner Attribute. Neben dem Stab, der von zwei einander anblickenden Schlangen umwunden ist, hält er auf römischen Darstellungen meistens einen Geldbeutel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird auch manchmal mit einer Schildkröte oder mit einem Widder dargestellt. Sofern die Abbildung einen bärtigen Hermes zeigt, ist der Bart spitz und nach vorne gekrümmt. Man sieht Hermes auch mit einer [[Sichel (Werkzeug)|Sichel]], mit Pfeife und [[Degen]] oder als Hirte mit [[Hausrind|Rind]]. Der Hut wird auch halb schwarz, halb weiß dargestellt, manchmal trägt er auch den Panzer der Schildkröte als Helm auf seinem Kopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Römische Mythologie ==&lt;br /&gt;
In [[Ovid]]s &amp;#039;&amp;#039;Metamorphosen&amp;#039;&amp;#039; nehmen [[Philemon und Baucis]] den unerkannt auf die Erde gestiegenen [[Mercurius]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hermes in der griechisch-römischen Philosophie ==&lt;br /&gt;
In der [[Philosophie der Antike]] wurde Hermes mit dem [[Logos]] identifiziert und als die von den Göttern gesandte menschliche Vernunft gedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Aland, Dietmar Wyrwa: &amp;#039;&amp;#039;Die Weltlichkeit des Glaubens in der Alten Kirche: Festschrift für Ulrich Wickert.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 1997, ISBN 3-11-015441-2, S. 367.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermes-Figur an der Alten Post (Flensburg).jpg|mini|hochkant=0.7|Hermes als [[Zusteller|Postbote]] am [[Alte Post (Flensburg)|alten Postgebäude]] in [[Flensburg]]]]&lt;br /&gt;
== Wirkung nach der Antike ==&lt;br /&gt;
Als Gott der Wissenschaften ist Hermes eng mit der Chemie und besonders der (europäischen) [[Alchemie]] verbunden. Ein Gefäß so abzuschließen, dass nichts hinein und heraus kann, nannten die Alchemisten es „mit dem Siegel des Hermes“ [{{lang|la|cum sigillo hermetis}}] verschließen, woher das heutige Wort [[hermetisch]] stammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der arabische Schriftsteller Ibn Arfaʿ Raʾs erzählte im 12. Jahrhundert, Hermes sei [[Adam und Eva|Adams]] in China geborener Sohn gewesen, der nach Indien und Ceylon gereist war und dort die [[Tabula Smaragdina]] gefunden habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Allison Coudert: &amp;#039;&amp;#039;Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten.&amp;#039;&amp;#039; (Originalausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Alchemy: the Philosopher’s Stone.&amp;#039;&amp;#039; 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 28–29.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch seine enge Verbindung zur Alchemie wird Hermes in vielen Quellen in die Nähe der Zauberkunst gerückt und auch als Gott der Magier, Gaukler und Diebe gesehen, eben als eine Art „schelmischer Tunichtgut“ ([[Trickster]]). Da seine Botschaften und Künste immer nur dem einen echten Nutzen bringen, der sie wirklich versteht, steht so mancher, der sich mit Hermes einlässt, am Ende auch mal sehr unwissend da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Herme]]&lt;br /&gt;
* [[Hermetik]]&lt;br /&gt;
* [[Hermes von Olympia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Homerische Hymnen]]&amp;#039;&amp;#039; 4: Hymnos an Hermes ([http://www.perseus.tufts.edu/cgi-bin/ptext?doc=Perseus%3Atext%3A1999.01.0137%3Ahymn%3D4 griech.], [http://www.perseus.tufts.edu/cgi-bin/ptext?doc=Perseus%3Atext%3A1999.01.0138%3Ahymn%3D4 engl.]); 18 ([http://www.perseus.tufts.edu/cgi-bin/ptext?doc=Perseus%3Atext%3A1999.01.0137%3Ahymn%3D18 griech.], [http://www.perseus.tufts.edu/cgi-bin/ptext?doc=Perseus%3Atext%3A1999.01.0138%3Ahymn%3D18 engl.])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Arlene Allan: &amp;#039;&amp;#039;Hermes&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Gods and heroes of the ancient world&amp;#039;&amp;#039;). Routledge, London/New York 2018, ISBN 978-1-138-80570-5.&lt;br /&gt;
* {{DNP|5|426|432|Hermes|Gerhard J. Baudy, Anne Ley}}&lt;br /&gt;
* {{DNP|Suppl. 5|344|351|Hermes|[[Bernhard Huß]]}}&lt;br /&gt;
* [[Karl Kerényi]]: &amp;#039;&amp;#039;Hermes der Seelenführer. Das Mythologem vom männlichen Lebensursprung.&amp;#039;&amp;#039; Vorträge, gehalten auf der Eranos-Tagung in Ascona am 4. und 5. August 1942. Rhein-Verlag, Zürich 1944.&lt;br /&gt;
* Antje Kuhle: &amp;#039;&amp;#039;Hermes und die Bürger. Der Hermeskult in den griechischen Poleis&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Hermes (Zeitschrift)|Hermes]] Einzelschriften.&amp;#039;&amp;#039; Band 119). Franz Steiner, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-515-12809-4.&lt;br /&gt;
* [[Gesine Manuwald]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Singen des kleinen Hermes und des Silen. Zum homerischen Hermeshymnos und zu Vergils Sechster Ekloge.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Rheinisches Museum für Philologie]].&amp;#039;&amp;#039; Band 145, 2002, S. 150–175 ([http://www.rhm.uni-koeln.de/145/Manuwald.pdf PDF], 119&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* {{Roscher|1,2|2342|2432|Hermes|[[Christian Scherer]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Hermes|audio=1|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118639560}}&lt;br /&gt;
* {{Mythoskop|ID=w196}}&lt;br /&gt;
* [https://www.theoi.com/Olympios/Hermes.html Hermes] im Theoi Project (engl.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Die zwölf olympischen Götter}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118639560|LCCN=no2015131271|VIAF=126167375}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hermes| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männliche Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Gottheit als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Namensgeber für eine Pflanzenart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botengottheit]]&lt;/div&gt;</summary>
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