<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hermaphroditos</id>
	<title>Hermaphroditos - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hermaphroditos"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermaphroditos&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T02:31:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermaphroditos&amp;diff=99660&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Martinus KE: /* Mythos */ lieber nicht &quot;nunmehr nicht mehr&quot; in dieser Kombination</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermaphroditos&amp;diff=99660&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-05-01T02:46:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Mythos: &lt;/span&gt; lieber nicht &amp;quot;nunmehr nicht mehr&amp;quot; in dieser Kombination&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Satyr &amp;amp; Hermaphroditus LACMA 02.JPG|mini|Hermaphroditos und ein [[Satyr]]. Statue aus der [[Villa von Oplontis]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermaphroditos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Ἑρμαφρόδιτος|Hermaphróditos}}) ist eine Gestalt der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]], die sowohl männliche als auch weibliche körperliche Merkmale aufweist. Ursprünglich war er eine besonders in [[Zypern]] als Gottheit verehrte männliche Form der [[Aphrodite]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Macrobius Ambrosius Theodosius|Macrobius]], &amp;#039;&amp;#039;Saturnalia&amp;#039;&amp;#039; 3,8&amp;lt;/ref&amp;gt; die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aphroditos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Ἀφρόδιτος|Aphróditos}}) genannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Maurus Servius Honoratus|Servius]], &amp;#039;&amp;#039;Kommentar zu [[Vergil]], [[Aeneis]]&amp;#039;&amp;#039; 2,632&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Namensform &amp;#039;&amp;#039;Hermaphroditos&amp;#039;&amp;#039; geht auf die Darstellung der Aphrodite als [[Herme]] zurück und bedeutet zuerst nur „Herme des Aphroditos“, in der Literatur ist diese Namensform erstmals bei [[Theophrastos von Eresos|Theophrastos]] belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Theophrastos von Eresos|Theophrastos]], &amp;#039;&amp;#039;Charakteres&amp;#039;&amp;#039; 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermaphroditos wird in der weiteren mythologischen Ausdeutung zur eigenständigen Figur entwickelt. Bei späteren Autoren ist er ein Jüngling, den [[Aphrodite]] dem [[Hermes]] geboren hatte. Durch Wirken der Götter wird sein Körper mit dem der [[Nymphe]] [[Salmakis]] zu einem Körper bzw. Wesen verschmolzen, wodurch er zum [[Hermaphroditismus|Zwitter]] wird. Die einzig vollständig erhaltene mythologische Überlieferung des Hermaphroditos findet sich bei [[Ovid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythos ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jan Gossaert 013.jpg|mini|Verwandlung von Hermaphroditos und Salmacis. [[Jan Gossaert]] ca.&amp;amp;nbsp;1514–1520]]&lt;br /&gt;
Bei Ovid vereinigte Hermaphroditos nicht nur den Namen seiner beiden Eltern in seinem eigenen, sondern es spiegelten sich auch beider Gesichtszüge in seinem Antlitz wider. Er wurde von [[Najade]]n in den Höhlen auf dem [[Psiloritis|Berg Ida]] großgezogen. Als er fünfzehn Jahre zählte, entschied er sich, den Ida zu verlassen, um die Welt kennenzulernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er, von [[Lykien]] kommend, durch [[Karien]] wanderte, gewahrte er einen schönen, von einer Quelle gespeisten, Teich mit überaus klarem Wasser und saftigem Grün an den Ufern. Als er sich diesem näherte, wurde die an dessen Ufern lebende Nymphe [[Salmakis]] auf ihn aufmerksam und wünschte, ihn zu besitzen. Sie machte ihm glühendste Avancen und versprach ihm ihre Liebe. Er jedoch, in Liebe unerfahren und mit dem Begriff schon wenig anfangen könnend, errötete beschämt und schob sie von sich. Weitere, noch intensivere Versuche ihrerseits führten dazu, dass er sie schließlich von sich stieß und drohte, zu fliehen und sie und den Ort zu verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ihm Salmakis daraufhin den Platz überließ und den Anschein gab, sich zurückzuziehen, entledigte sich der Jüngling seiner Kleidung und stieg ins Wasser des Teiches. Durch seine Nacktheit ihm noch mehr verfallen, riss sich die Nymphe, die versteckt im Gebüsch sein Auskleiden beobachtet hatte, die Kleider vom Leib und sprang zu ihm ins Wasser. Er wurde von ihr gegen seinen Willen umarmt, ständig mal von der einen, mal von der anderen Seite geküsst und schließlich wie von einer Schlange heftig umschlungen. Als er sich daraufhin trotzdem weiter gegen sie wehrte, bat sie die Götter Hermes und Aphrodite, kein Tag möge sie von ihm und ihn von ihr trennen. Dem Wunsch wurde entsprochen, und beide verschlungenen Körper verschmolzen zu einem einzigen, eine Zwittergestalt, sowohl Mann als auch Frau und doch eigentlich keines von beidem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Hermaphroditos bemerkte, dass ihn das Wasser des Teiches, in das er hinabgestiegen war, zum [[Hermaphroditismus|Zwitter]] gemacht und verweiblicht hatte, stieß er den Wunsch mit seiner nun nicht mehr männlichen Stimme in Richtung seiner Eltern aus, jeden Mann, der in diesen Teich steige, möge dasselbe Schicksal wie ihn selbst ereilen, er möge zum Zwitter und weibisch werden. Die Eltern ließen sich rühren und legten einen Zauber, der das bewirkte, über das Wasser des Teiches.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ovid]], &amp;#039;&amp;#039;[[Metamorphosen (Ovid)|Metamorphosen]]&amp;#039;&amp;#039; 4,274–388&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermaphroditos ist nicht das einzige Zwitterwesen der Antike, daneben gibt es beispielsweise [[Agdistis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kunst und Kultur ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermaphrodite (Le Louvre) (5447635434).jpg|mini|Der &amp;#039;&amp;#039;Schlafende Hermaphrodit&amp;#039;&amp;#039; im Louvre. Die Matratze ist eine Arbeit von [[Gian Lorenzo Bernini]] (1598–1680)]]&lt;br /&gt;
In der Kunst wurde der Mythos häufig dargestellt. Berühmt ist der &amp;#039;&amp;#039;Schlafende Hermaphrodit&amp;#039;&amp;#039;, der auf eine [[Bronzebildwerk|Bronzeplastik]] des griechischen Bildhauers [[Polykles (Bildhauer III)|Polykles]] aus dem 2. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. zurückgeht. Antike Marmorkopien finden sich in [[Paris]] im [[Louvre]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Hermaphrodit Borghese]]&amp;#039;&amp;#039;) und in zwei Kopien in [[Rom]], und zwar im [[Museo Nazionale Romano#Palazzo Massimo alle Terme|Palazzo Massimo alle Terme]] und in der [[Villa Borghese (Rom)#Galleria Borghese|Galleria Borghese]]. Diese Genrestatuen sind auch als &amp;#039;&amp;#039;Gestürzter Hermaphrodit&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Im [[Archäologisches Nationalmuseum (Athen)|Archäologischen Nationalmuseum]] in [[Athen]] befindet sich [[Statue einer schlafenden Mänade (NAMA 261)|eine Variation des Typus]] als [[Mänade]]. Die Urheberschaft des Werkes ist allerdings umstritten: Man weiß zwar aus der &amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Plinius der Ältere|älteren Plinius]], dass Polykles eine bedeutende Statue eines Hermaphroditen schuf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{lang|la|„Polycles Hermaphroditum nobilem fecit“}}: Plinius, &amp;#039;&amp;#039;Naturalis historia&amp;#039;&amp;#039; 34,19 ([http://penelope.uchicago.edu/Thayer/L/Roman/Texts/Pliny_the_Elder/34*.html online] auf LacusCurtius).&amp;lt;/ref&amp;gt; Alternativ wird aber vorgeschlagen, dass es sich dabei um den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Hermaphrodit]]en&amp;#039;&amp;#039; in der [[Antikensammlung Berlin]]&amp;lt;ref&amp;gt;Inventarnummer Sk 193&amp;lt;/ref&amp;gt; handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Müller: &amp;#039;&amp;#039;Polykles III.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Rainer Vollkommer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Künstlerlexikon der Antike]].&amp;#039;&amp;#039; Saur, München, Leipzig 2004, ISBN 3-598-11412-5, S. 729–731.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1425 veröffentlichte [[Antonio Beccadelli]] in Bologna eine lateinische Sammlung obszöner und satirischer Epigramme unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Hermaphroditus&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der britische Dichter [[Algernon Charles Swinburne]] verfasste 1863 das Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Hermaphroditus&amp;#039;&amp;#039;, das auf die Statue im Louvre Bezug nimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Algernon Charles Swinburne: [https://www.poemhunter.com/poem/hermaphroditus/ &amp;#039;&amp;#039;Hermaphroditus&amp;#039;&amp;#039;] auf poemhunter.com.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Progressive-Rock-Band [[Genesis (Band)|Genesis]] verarbeitete diesen Mythos 1971 auf ihrem Album &amp;#039;&amp;#039;[[Nursery Cryme]]&amp;#039;&amp;#039; in dem Song &amp;#039;&amp;#039;The fountain of Salmacis&amp;#039;&amp;#039;, bei dem Sänger [[Peter Gabriel]] abwechselnd die Rollen von Hermaphroditos, [[Salmakis]] und eines Erzählers einnimmt. Auf [[Frank Black]]s Album &amp;#039;&amp;#039;Dog In The Sand&amp;#039;&amp;#039; ist ebenfalls ein Titel namens &amp;#039;&amp;#039;Hermaphroditos&amp;#039;&amp;#039; enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine literarische Bearbeitung des Themas findet sich in dem Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Middlesex (Eugenides)|Middlesex]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Jeffrey Eugenides]], der im Jahr 2003 mit dem [[Pulitzer-Preis]] ausgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biologie und Medizin ===&lt;br /&gt;
Hermaphroditismus oder Zwittrigkeit bzw. Zwittertum bezeichnet in der Biologie das Vorkommen von doppelgeschlechtlichen Individuen, also Individuen mit männlicher und weiblicher Geschlechtsausprägung, die sowohl männliche als auch weibliche Keimzellen ausbilden, bei einer Art. Die heutige Bezeichnung von [[Intersexualität|intersexuellen]] Menschen als [[Hermaphroditismus|Hermaphroditen]] bzw. das Phänomen des [[Hermaphroditismus]] sowie Pseudohermaphroditismus ist ebenfalls eine Anlehnung an diesen Mythos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgangssprachlich wird auch der Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Hermaphroditismus#Etymologie und Wortgeschichte|Morphodit]]&amp;#039;&amp;#039; für spezielle Formen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Alchemie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{LIMC|5|268|285|Hermaphroditos|Aileen Ajootian}}&lt;br /&gt;
* [[Luc Brisson]]: &amp;#039;&amp;#039;Le sexe incertain. Androgynie et hermaphrodisme dans l&amp;#039;Antiquité gréco-romaine&amp;#039;&amp;#039; (Vérité des mythes. Sources). Les Belles Lettres, Paris 1997.&lt;br /&gt;
* [[Marie Delcourt]], [[Karl Hoheisel]]: &amp;#039;&amp;#039;Hermaphroditos.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon für Antike und Christentum]].&amp;#039;&amp;#039; Band 14, Stuttgart 1988, S. 650–682.&lt;br /&gt;
* {{Roscher|1,2|2314|2342|Hermaphroditos|Paul Herrmann|}}&lt;br /&gt;
* Stefanie Oehmke: &amp;#039;&amp;#039;Das Weib im Manne. Hermaphroditos in der griechisch-römischen Antike&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Winckelmann-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin.&amp;#039;&amp;#039; Band 4). Arenhövel, Berlin 2004, ISBN 3-922912-59-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hermaphroditus|Hermaphroditos}}&lt;br /&gt;
* [http://www.theoi.com/Ouranios/ErosHermaphroditos.html Hermaphroditos im Theoi Project] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1036792072|LCCN=nb2018005153|VIAF=304781518}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der griechischen Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Intergeschlechtlichkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aphrodite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hermes]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Martinus KE</name></author>
	</entry>
</feed>