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	<title>Hermannplatz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T06:37:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermannplatz&amp;diff=388371&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-43537-23: /* Einzelnachweise */ +kat</title>
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		<updated>2025-12-30T13:59:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; +kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Platz&lt;br /&gt;
| Name= Hermannplatz&lt;br /&gt;
| Alternativnamen= &lt;br /&gt;
| Stadtwappen= DEU Berlin COA.svg&lt;br /&gt;
| Kategorie= Platz in Berlin&lt;br /&gt;
| Bild= Berlin Neukoelln Hermannplatz asv2021-03 img1.jpg&lt;br /&gt;
| Bild zeigt= Karstadt-Warenhaus,&amp;lt;br /&amp;gt; rechts davon der Hermannplatz&amp;lt;br /&amp;gt; (Blick von der [[Hermannstraße (Berlin-Neukölln)|Hermannstraße]])&lt;br /&gt;
| Ort= Berlin&lt;br /&gt;
| Ortsteil= [[Berlin-Neukölln|Neukölln]]&lt;br /&gt;
| Angelegt= 1885&lt;br /&gt;
| Neugestaltet= 1985&lt;br /&gt;
| HistNamen= &amp;#039;&amp;#039;Platz am Rollkrug&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;small&amp;gt;(18. Jh.)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Straßen= [[Hermannstraße (Berlin-Neukölln)|Hermannstraße]],&amp;lt;br /&amp;gt; [[Hasenheide (Straße)|Hasenheide]],&amp;lt;br /&amp;gt; [[Urbanstraße]],&amp;lt;br /&amp;gt; [[Kottbusser Damm]],&amp;lt;br /&amp;gt; [[Sonnenallee]],&amp;lt;br /&amp;gt; [[Karl-Marx-Straße (Berlin)|Karl-Marx-Straße]]&lt;br /&gt;
| Bauwerke= [[Karstadt am Hermannplatz]],&amp;lt;br /&amp;gt; [[U-Bahnhof Hermannplatz]]&lt;br /&gt;
| Nutzergruppen= [[Fußgänger]], [[Radfahrer]], [[Straßenverkehr]], [[Busverkehr in Berlin|Autobus]]&lt;br /&gt;
| Platzgestaltung= &lt;br /&gt;
| Platzfläche= 160 m × 50 m&lt;br /&gt;
| Baukosten= &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermannplatz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Platz|Stadtplatz]] im Norden des [[Berlin]]er Bezirks [[Bezirk Neukölln|Neukölln]]. Er trägt diesen Namen seit dem 9.&amp;amp;nbsp;September 1885. Wie bei der hier beginnenden [[Hermannstraße (Berlin-Neukölln)|Hermannstraße]] bezieht sich der Name auf [[Arminius|Hermann den Cherusker]], doch kam schon früh die Vorstellung auf, dass der [[Berlin-Neukölln|Rixdorfer]] Gemeindevorsteher [[Hermann Boddin]] gemeint sei.&amp;lt;!-- Es können ja auch mal beide Seiten im Recht sein; offiziell nach dem Fürsten, und mit Augenzwinkern wusste auch jeder, dass der amtierende Dorfschulze gerade diesen Namen ausgesucht hatte. --&amp;gt; Die Platzfläche gehört zu Neukölln (Grundstücksnummern 1–9), lediglich die Seite mit dem [[Karstadt am Hermannplatz|Warenhaus Karstadt]] zählt zum [[Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg]]. An der äußersten Südostecke des innerstädtischen Ortsteils [[Berlin-Kreuzberg|Kreuzbergs]] gelegen, galt und gilt der Platz als &amp;#039;&amp;#039;Tor nach Neukölln&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entstehung ==&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu vielen anderen städtischen Plätzen ist der Hermannplatz weder Keimzelle noch Zentrum eines Siedlungsbereiches. Vielmehr ist er ein Stück Straße, das sich zwischen zwei Wegbiegungen (später Kreuzungen) zu einem Platz entwickelte. Ursprünglich war der Hermannplatz somit nur ein Stück des Weges von Berlin über Rixdorf nach [[Mittenwalde]]. Der kreuzende Weg führte schon seit Urzeiten am Fuß des [[Teltow (Landschaft)|Teltow-Plateaus]] entlang des Südrands des sumpfigen [[Spree]]tals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rollkrug ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Hermannstrasse Rollkrug Rixdorf.jpg|mini|links| [[Rollkrug]] (um 1900) an der Ecke [[Hermannstraße (Berlin-Neukölln)|Hermann-]]/&amp;#039;&amp;#039;Berliner Straße&amp;#039;&amp;#039; (seit 1947: [[Karl-Marx-Straße (Berlin)|Karl-Marx-Straße]]), Blick auf den Hermannplatz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits als im August 1543 Richardsdorf (später: [[Berlin-Neukölln|Rixdorf]]) in den Besitz der Stadt [[Alt-Kölln|Cölln]] überging, existierte an der Südseite des späteren Hermannplatzes ein [[Gaststätte|Wirtshaus]]. Hier wurden unter anderem [[Pferde]] gewechselt. Um 1737 entstand dann an dieser Stelle das Wirtshaus &amp;#039;&amp;#039;[[Rollkrug]]&amp;#039;&amp;#039;. Der Name leitete sich von den südlich beginnenden Rollbergen, einem [[Weichsel-Kaltzeit|eiszeitlichen]] Höhenzug, ab. Mitte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts erhielt auch der Platz den Namen &amp;#039;&amp;#039;Platz am Rollkrug&amp;#039;&amp;#039;. Lange Zeit stand der &amp;#039;&amp;#039;Rollkrug&amp;#039;&amp;#039; allein am Platz. Erst mit der [[Gründerzeit]] entwickelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte ein großstädtisches Ambiente und der &amp;#039;&amp;#039;Rollkrug&amp;#039;&amp;#039; wirkte fast schon als Fremdkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B HPL Neuer Rollkrug.jpg|mini|Inschrift am Gebäude an der Stelle der ehemaligen Wirtschaft (Tableau Mitte)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts galt der Berliner Vorort Rixdorf als Vergnügungsviertel und auch die Gaststätte genoss einen zweifelhaften Ruf. 1885 wurde der Platz am Rollkrug in Hermannplatz umbenannt, 1907 wurde der &amp;#039;&amp;#039;Rollkrug&amp;#039;&amp;#039; abgerissen und machte Platz für ein Geschäftshaus. Das Geschäftshaus wurde auch als „[[Rollkrug|Neuer&amp;amp;nbsp;Rollkrug]]“ bezeichnet und trägt über dem Portal in der Hermannstraße noch die Inschrift „Rollkrug“. Seit 1988 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Bebauung ===&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Situationsplan von 1846&amp;#039;&amp;#039; findet sich neben dem &amp;#039;&amp;#039;Rollkrug&amp;#039;&amp;#039; ein weiteres [[Gaststätte|Gasthaus]] am Hermannplatz. Etwa an der späteren Ecke von Hermannplatz und [[Sonnenallee]] ist das Gasthaus &amp;#039;&amp;#039;Zur guten Hoffnung&amp;#039;&amp;#039; verzeichnet. Der &amp;#039;&amp;#039;Bebauungs-Plan der Umgebungen Berlins&amp;#039;&amp;#039; von 1862 enthält zwar an dieser Stelle noch ein Gebäude, aber kein Gasthaus mehr. Dafür befindet sich an der gegenüberliegenden Straßenseite (Ecke Hermannplatz/Urbanstraße) ein &amp;#039;&amp;#039;Gasthof zum Spreewald&amp;#039;&amp;#039;. Außerdem weist die Ecke Hermannplatz/[[Hasenheide (Straße)|Hasenheide]] eine [[Apotheke]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermannplatz1884.jpg|mini|Auf einem Stadtplan von 1884 (hier ein Ausschnitt) ist von einem Platz noch nichts zu erkennen. Vielmehr präsentiert sich der spätere Hermannplatz als unauffälliger Straßenzug.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber dem Rollkrug befand sich ein &amp;#039;&amp;#039;[[Akzise|Accisehaus]]&amp;#039;&amp;#039;, in dem bis 1874 Zoll für nach Berlin eingeführte Waren entrichtet werden musste. Es fand sich noch zu Beginn des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts&amp;lt;!-- mindestens bis 1907 --&amp;gt; dort, musste jedoch bei den Umgestaltungen des Hermannplatzes und des U-Bahn-Neubaus der verbreiterten Straßenführung der Hermannstraße weichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Stromversorgung der U-Bahn wurde das Vorderhaus der Hermannstraße 4 abgerissen und dort als Übergangslösung ein [[Umspannwerk]] errichtet. 1927/1928 wurde dann in der Hermannstraße&amp;amp;nbsp;5–8 nach Plänen von [[Alfred Grenander]] das [[Umformer]]werk Hermannstraße erbaut, das die neue Straßenführung aufnimmt und seit dem Ende des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts ein [[Denkmalschutz|Baudenkmal]] ist. Die vom Umspannwerk Kottbusser Ufer mit 6000&amp;amp;nbsp;[[Volt]] und 50&amp;amp;nbsp;[[Hertz (Einheit)|Hertz]] herangeführte Wechselspannung wurde &amp;lt;!-- wird? --&amp;gt; dort in [[Gleichspannung]] mit 780&amp;amp;nbsp;Volt umgewandelt. Die Änderung der Straßenführung am Eckgebäude zur Hasenheide und dem daran anschließenden Grundstück Hermannstraße&amp;amp;nbsp;4 ist noch immer gut ablesbar, da von der Hermannstraße direkt in den Hinterhof des Gebäudes bzw. auf die [[Brandwand]] des Eckgebäudes gesehen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts (etwa ab 1860) wurde der Platz auf beiden Seiten mit Mietshäusern bebaut. Zu dieser Zeit hatte der Hermannplatz weniger die Wirkung eines Platzes als die eines breiten kurzen Straßenzuges. Bereits Mitte der 1920er Jahre wurden die Wohngebäude auf der Westseite des Platzes wieder abgerissen, um dem [[U-Bahn Berlin|U-Bahn-Bau]] und einem [[Warenhaus]] Platz zu machen. Mit der Neubebauung der Westseite des Platzes wurde dieser auch gleich um 20&amp;amp;nbsp;Meter verbreitert und erhielt seine heutigen Dimensionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampf um Berlin ===&lt;br /&gt;
Am 16. April 1945 begann der Angriff der [[Rote Armee|Roten Armee]] über die Oder. Von [[Kostrzyn nad Odrą|Küstrin]] aus auf die östlichen Stadtteile zielte die [[1.&amp;amp;nbsp;Weißrussische Front]] des Sowjetmarschalls [[Georgi Konstantinowitsch Schukow|Schukow]]. Der Termin gilt als Beginn der [[Schlacht um Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beschuss des Hermannplatzes ===&lt;br /&gt;
21. April 1945: Der Hermannplatz war einer der ersten Orte in Berlin, die vom sowjetischen Angriff betroffen waren. Die Artillerie, deren Granaten plötzlich auf dem Platz einschlugen, gehörte zur [[1. Gardepanzerarmee|1.&amp;amp;nbsp;Garde-Panzerarmee]], deren Einheiten von Südosten her in die Stadt in Marschrichtung Neukölln eindrangen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Tony Le Tissier]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf um Berlin 1945&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein Verlag, Frankfurt am Main / Berlin 1991, S.&amp;amp;nbsp;87&amp;amp;nbsp;f. ISBN 3-550-07801-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Historiker beschreibt die Situation:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Das Geräusch war anders als alles, was die Berliner bisher gehört hatten – anders als das Pfeifen herabsausender Bomben oder das Bellen der Flak. Die Menschen, die vor dem Kaufhaus Karstadt am Hermannplatz standen, hoben erstaunt die Köpfe und lauschten. Es war ein leises Heulen, irgendwo in der Ferne, doch dann verwandelte es sich in ein gräßliches, schrilles Kreischen. Einen Augenblick lang schienen die Menschen wie hypnotisiert. Dann stoben sie auseinander. Doch es war zu spät. Überall auf dem Platz schlugen Artilleriegranaten ein, die ersten, die die Stadt erreichten. Zerfetzte Leichen schlugen gegen die mit Brettern verschlagenen Schaufenster. Männer und Frauen lagen schreiend auf der Straße und wanden sich vor Schmerzen. Es war Sonnabend, der 21. April, Punkt 11&amp;amp;nbsp;Uhr&amp;amp;nbsp;30. Berlin war Frontstadt.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Cornelius Ryan]]&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Der letzte Kampf&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;261.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanonade betraf den gesamten Innenstadtbereich. Die sowjetischen Truppen standen noch im Vorfeld bei Köpenick, Karlshorst und Buckow und näherten sich nur langsam – das Feuer sollte jedoch bereits die Bereitstellung der Verteidigung stören und begann die Bevölkerung Richtung Innenstadt zu vertreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Vormittag des 25. April „sickerten Einheiten des 4.&amp;amp;nbsp;Gardekorps nach Neukölln ein; diese Kräfte wurden unterstützt vom 11.&amp;amp;nbsp;Garde-Panzerkorps“. In Sichtweite konnte der Aufmarsch der sowjetischen Panzer verfolgt werden. Die Verteidigung am Hermannplatz wurde von SS-Brigadeführer [[Gustav Krukenberg]] organisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Vorgänge sind detailliert beschrieben bei: Erich Kuby: &amp;#039;&amp;#039;Die Russen in Berlin 1945&amp;#039;&amp;#039;. Scherz Verlag, München 1965, S.&amp;amp;nbsp;146&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karstadt am Hermannplatz ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Karstadt am Hermannplatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bau des Kaufhauses und Nutzung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermannplatz, Karstadt áruház (a II. világháború során megsemmisült). Fortepan 17420.jpg|mini|Karstadt, 1936]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Karstadt HPl(2).jpg|mini|Modell des Kaufhauses (Standort: 4.&amp;amp;nbsp;Etage des heutigen Gebäudes)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude für den [[Karstadt]]-Konzern wurde von dessen Hausarchitekten [[Philipp Schaefer (Architekt)|Philipp Schaefer]] entworfen und von 1927 bis 1929 erbaut.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Letzte Hand am Kaufhaus&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Tageblatt und Handelszeitung&amp;#039;&amp;#039;, 21. April 1929; [http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/dfg-viewer/?no_cache=1&amp;amp;set%5Bimage%5D=2&amp;amp;set%5Bzoom%5D=default&amp;amp;set%5Bdebug%5D=0&amp;amp;set%5Bdouble%5D=0&amp;amp;set%5Bmets%5D=http%3A%2F%2Fzefys.staatsbibliothek-berlin.de%2Foai%2F%3Ftx_zefysoai_pi1%255Bidentifier%255D%3D1815b448-1cd4-40aa-a576-3446046d36f6 ZEFYS]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gebäudekörper überragte den Hermannplatz um 32&amp;amp;nbsp;Meter. Über das Bauensemble erhoben sich zwei gleich gestaltete Türme weitere 24&amp;amp;nbsp;Meter. Diese wiederum wurden von jeweils einer 15&amp;amp;nbsp;Meter hohen Lichtsäule gekrönt. Der Bau erinnerte mit seiner [[Muschelkalk]]fassade und seiner vertikalen Gliederung an die damalige Hochhausarchitektur in [[New York City|New York]]. Die vertikale Struktur wurde vor allem bei Dunkelheit durch die Lichtbänder am Gebäude und die Lichtsäulen auf den Türmen besonders deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau galt seinerzeit als das modernste Kaufhaus Europas. Karstadt standen hier auf neun Etagen (davon zwei unterirdisch) 72.000&amp;amp;nbsp;m² Nutzfläche zur Verfügung, 24&amp;amp;nbsp;[[Rolltreppe]]n verbanden die Etagen. Weiterhin gab es 24&amp;amp;nbsp;Personen-, 13&amp;amp;nbsp;Speise- und acht Lasten-Aufzüge, von denen einer komplett beladene Lastwagen in die fünfte Etage zur Lebensmittelabteilung befördern konnte. Das Warenhaus Karstadt verfügte als erstes Kaufhaus Europas über einen unterirdischen Zugang vom U-Bahnhof aus; von den Linien U7 und U8 können die Besucher ohne Umweg über die Oberfläche in das Kellergeschoss des Gebäudes gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Der Bau mit den beiden blauen Lichttürmen, die sich als Fliegersignal für das nahe Tempelhof auf dem riesigen Dachgarten erhoben, gaben dem Stadtbild einen neuen Sinnenreiz. Um zu zeigen, wie bequem seine Treppenanlagen waren, ließ Karstadt die Schulreiterin Cilly Feindt mit ihrem Schimmel vom Parterre bis zum Dachgarten hochreiten.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Walter Kiaulehn]]&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Berlin. Schicksal einer Weltstadt&amp;#039;&amp;#039;, 1958, S.&amp;amp;nbsp;34.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karstadt am Hermannplatz entwickelte sich schnell zur stadtbekannten Attraktion. Neben dem reichhaltigen Warenangebot begeisterte vor allem der 4000&amp;amp;nbsp;m² große Dachgarten, auf dem 500 Personen Platz finden konnten. Die jeden Nachmittag spielenden Musikkapellen und der Blick aus 32&amp;amp;nbsp;Metern Höhe über [[Berlin-Kreuzberg|Kreuzberg]] und [[Berlin-Neukölln|Neukölln]] hinweg sorgten für ein einzigartiges Ambiente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zerstörung des Karstadt-Gebäudes am Ende des Zweiten Weltkriegs ===&lt;br /&gt;
In der Stadt brach allmählich die Ordnung zusammen und eine Augenzeugin „hörte von irgend jemanden, das riesige Kaufhaus Karstadt werde geplündert. Sofort lief sie hin. […] Die Leute nahmen sich, was sie kriegen konnten. […] Am Nachmittag flog das riesige Kaufhaus in die Luft. Die [[Waffen-SS|SS]] sprengte es, um die von ihr in den Kellern eingelagerten Vorräte im Wert von 29&amp;amp;nbsp;Millionen Mark nicht den Russen in die Hände fallen zu lassen. Es gab mehrere Tote.“&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelius Ryan: &amp;#039;&amp;#039;Der letzte Kampf&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;282&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df pk 0000128 042.jpg|mini|Ruine des Kaufhauses [[Karstadt]] im Mai 1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abends am 25. April beobachtete der Arzt eines nahegelegenen Lazaretts für französische Kriegsgefangene die Szenerie: „Zur Rechten verbarg eine Rauchwolke die beiden 80&amp;amp;nbsp;Meter hohen Türme des Warenhauses Karstadt, die das Viertel überragten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Tony Le Tissier: &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf um Berlin 1945&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;138 und 147. Korrektur zur Höhenangabe: Die Türme des Hauses maßen 56&amp;amp;nbsp;Meter, mit den 15&amp;amp;nbsp;Meter hohen Lichtsäulen insgesamt 71&amp;amp;nbsp;Meter.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteidigung um den Hermannplatz hielt bis zum nächsten Morgen.&amp;lt;ref&amp;gt;Krukenberg, eher ein Truppenführer „alten Schlages“, war nicht für die Zerstörung des Karstadt-Hauses verantwortlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; An diesem Tag, dem 26. April, schrieb der Beobachter: „Die Türme des Karstadtwarenhauses waren verschwunden und das große Gebäude brannte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krukenberg „hielt seine Männer für zu schade, an einem vergleichsweise unwichtigen Abschnitt ‚verheizt‘ zu werden, und so erreichte er, daß seine Truppe von Neukölln ins Stadtzentrum verlegt wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Kuby: &amp;#039;&amp;#039;Die Russen in Berlin 1945&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;148. Krukenberg schrieb später seine Erinnerungen unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Kampftage in Berlin&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederaufbau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Karstadt am Hermannplatz (Department Store).jpg|mini|hochkant|Rest der Original&amp;amp;shy;fassade, 2011]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kleiner Gebäudeteil des Warenhauses an der Straße [[Hasenheide (Straße)|Hasenheide]] blieb erhalten. In ihm begann Ende Juli 1945 wieder der Verkauf. 1950 begann der Wiederaufbau. Der Architekt Alfred Busse entwarf einen viergeschossigen Bau, der an den erhaltenen Gebäudeteil anschloss und bis 1951 an der Hasenheide Ecke Hermannplatz errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesem Bau ausgehend wurde in den folgenden Jahrzehnten das Gebäude immer weiter vergrößert. Die bisher letzte Vergrößerung erfolgte im Jahr 2000 und ging mit einer umfangreichen Überarbeitung des gesamten Erscheinungsbildes einher. Mit den Erweiterungen beauftragte Architekten waren Helmut Kriegbaum, [[Jürgen Sawade]] und Udo Landgraf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rekonstruktionsplanung durch die Signa Holding ===&lt;br /&gt;
Im Januar 2019 verkündete die Eigentümerin [[Signa Holding]] eine interpretierte [[Rekonstruktion (Architektur)|Rekonstruktion]] der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Fassaden samt der markanten Türme zu errichten. Die zusätzliche Geschossfläche soll u.&amp;amp;nbsp;a. für Gastronomie, Büros, Wohnungen und Einzelhandel genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.signa.at/de/real-estate/berlin-hermannplatz/ |text=Berlin Hermannplatz. |wayback=20201112024631}} SIGNA.at; abgerufen am 23. Januar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Inzwischen ist die Firma in Konkurs, der Investor in Untersuchungshaft, die Pläne sind Makulatur. Nunmehr gibt es Anregungen, die nicht durch viele Trennwände aufgeteilten Kaufhaus-Etagen für die [[Zentral- und Landesbibliothek Berlin]] (ZLB) aus der Konkursmasse zu erwerben; sehr verkehrsgünstig und innerhalb des S-Bahn-Rings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
Bis auf das Gebäude an der Kreuzung zur [[Sonnenallee]] überstanden die Wohngebäude auf der Ostseite des Platzes den Zweiten Weltkrieg. An der Sonnenallee wurde nach dem Krieg ein eingeschossiger Flachbau errichtet, der Ende der 1990er Jahre aufgestockt wurde. Es entstand ein Gebäude, das sich der [[Dachtraufe|Traufhöhe]] der benachbarten Gebäude anpasste und in das ein Hotel einzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit dem U-Bahn-Bau und der Verbreiterung des Platzes 1929 erfolgte Umgestaltung der Verkehrsanlagen ([[Straßenbahn]]&amp;amp;shy;haltestellen und Fahrbahnen wurden neu geordnet) hatten bis Mitte der 1980er Jahre Bestand. Nachdem in [[West-Berlin]] Mitte der 1960er Jahre die [[Straßenbahn Berlin|Straßenbahn]] stillgelegt worden war, lagen die [[Gleis]]anlagen jahrelang nutzlos auf dem Platz. Anfang der 1980er Jahre wurden bei einer erneuten Platzumgestaltung die Gleisanlagen entfernt. Am 27. April 1985 wurde dann der neugestaltete Platz mit einem [[Volksfest]] eingeweiht.&lt;br /&gt;
[[Datei:Tanzendes Paar (Joachim Schmettau 1985) am Herrmanplatz - panoramio (1).jpg|mini|hochkant|[[Plastik (Kunst)|Plastik]]: &amp;#039;&amp;#039;Tanzendes Paar&amp;#039;&amp;#039;, [[Joachim Schmettau]], 1985]]&lt;br /&gt;
Seitdem bietet er eine große Fußgänger- und Marktfläche, auf deren Mitte die [[Bronze]][[Plastik (Kunst)|plastik]] &amp;#039;&amp;#039;Tanzendes Paar&amp;#039;&amp;#039; von [[Joachim Schmettau]] steht. Das im [[Volksmund]] auch als „Rixdorfer Tanzpärchen“ bezeichnete Paar drehte sich früher stündlich zweimal um die eigene Achse, steht aber seit dem Beginn des 21.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts still. Der Bildhauer Joachim Schmettau, Gründungsmitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Gruppe Aspekt]]&amp;#039;&amp;#039; der Berliner [[Kritischer Realismus (Kunstgeschichte)|kritischen Realisten]], fertigte die Plastik aus Bronze zur Eröffnung der [[Bundesgartenschau]] im [[Britzer Garten]]. Der Hermannplatz im gleichen Stadtbezirk gelegen, sollte in diesem Zusammenhang auch verschönert werden. Die Skulptur steht auf einem rund sechs Meter hohen teilweise sechseckigen Sockel, der mit gelben [[Klinker]]n verkleidet ist. Stetig machten sich Graffiti-Sprayer an dem Sockel zu schaffen, auch Plakate wurden angeklebt. Im Februar 2022 bekam der Sockel bis etwa in vier Meter Höhe ein &amp;#039;&amp;#039;Kleid&amp;#039;&amp;#039; aus handgestricktem [[Patchwork]]. Es wurde angeregt, das Bezirksamt von Neukölln solle den Drehmechanismus der Figuren wieder in Gang setzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lenz&amp;quot;&amp;gt;Susanne Lenz: &amp;#039;&amp;#039;Ein Fall von Strickismus&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 24. Februar 2022, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zukünftige Gestaltung ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 2006 gab das Bezirksamt Neukölln eine Machbarkeitsuntersuchung zur Umgestaltung des Hermannplatzes in Auftrag. Die beiden Fahrbahnen sollen auf der Nord-West-Seite zusammengelegt werden, sodass auf der Süd-Ost-Seite ein großer Platz vor den Häusern entsteht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fgs&amp;quot;&amp;gt;[http://www.fgsberlin.de/zusammengefasste-projektbeipsiele Büro Forschungs- und Planungsgruppe Stadt und Verkehr] – mit Simulationsbild (etwa Seitenmitte)&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser soll als Fußgängerzone gestaltet sein, in der lediglich nachts BVG-Busse durchfahren und ihre Haltestelle haben, während tagsüber Cafés und Kneipen Tische und Stühle aufstellen. Damit soll die Aufenthaltsqualität verbessert und die Unfallgefahr verringert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/berlin/serie-leserdiskussion-auf-die-sonnenseite/6704094.html &amp;#039;&amp;#039;Der Hermannplatz soll verschoben werden&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 3. Juni 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Fahrradverkehr soll statt auf den Gehweg-Radwegen zukünftig auf Radfahrstreifen auf der Fahrbahn geführt werden. Baubeginn war zunächst für 2009,&amp;lt;ref name=&amp;quot;fgs&amp;quot; /&amp;gt; später für frühestens 2015 vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://gruene-xhain.de/de/themen/was-tut-sich-am-hermannplatz |text=Anfrage der Grünen |wayback=20150518134332}} – [[Bezirksverordnetenversammlung|BVV]] Kreuzberg-Friedrichshain, Oktober 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Es fehlte jedoch offenbar das Geld für den Umbau. 2014 teilte der Senat mit, dass die Radwegebenutzungspflicht aufgehoben werde, für weitere Maßnahmen sei der „Zeitraum nicht bekannt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörn Hasselmann: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.tagesspiegel.de/berlin/umbauplaene-werden-nicht-umgesetzt-seit-acht-jahren-tut-sich-nichts-am-hermannplatz/10828528.html Umbaupläne werden nicht umgesetzt.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 14. Oktober 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Platz als Grenze ==&lt;br /&gt;
Der Hermannplatz war immer auch Grenze. Lief früher die Grenze zwischen [[Berlin]] und [[Berlin-Neukölln|Rixdorf]] über den Platz, so war es später die Grenze zwischen den [[Berliner Bezirke|Bezirken]] [[Berlin-Kreuzberg|Kreuzberg]] und [[Bezirk Neukölln|Neukölln]]. Mit der Verbreiterung des Platzes wurde die Grenze von der Mitte des Platzes an die westliche Geländekante verlegt. Da das nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete Karstadt-Gebäude in der ersten Etage über den Gehweg hinausragt, führt das zu der kuriosen Situation, dass das komplett auf Kreuzberger Gebiet stehende [[Warenhaus]] in den Neuköllner [[Luftraum]] hineinragt und [[Karstadt]] hierfür an den Bezirk Neukölln eine Gebühr für „Sondernutzung öffentlichen Straßenlandes“ bezahlen muss (Ende der 1990er Jahre: 15.000&amp;amp;nbsp;[[Deutsche Mark|Mark]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anliegende Straßen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2004-02-24 Karl-Marx-Str.jpg|mini|Blick vom Karstadt-Warenhaus auf den Hermannplatz und die [[Karl-Marx-Straße (Berlin)|Karl-Marx-Straße]]]]&lt;br /&gt;
Der Hermannplatz stellt sich als breite Spange zwischen zwei Kreuzungen dar. An der nördlichen Kreuzung treffen [[Urbanstraße]], [[Kottbusser Damm]] und [[Sonnenallee]] auf den Platz. Die Urbanstraße wurde 1874 angelegt und trifft von Westen auf den Platz. Der Kottbusser Damm hieß bis 1874 Rixdorfer Damm. Dieser Straßenname geht bis ins 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zurück und die Straße ist eine der ältesten im Bezirk Kreuzberg. Die ältesten Aufzeichnungen der heutigen Sonnenallee stammen von 1890. Seit 1893 ist für die Straße der Name Kaiser-Friedrich-Straße bekannt. 1938 bekam die Straße östlich des Hermannplatzes mit Braunauer Straße (benannt nach dem Geburtsort [[Adolf Hitler|Hitlers]]) einen [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Namen. 1947 verschwand dieser wieder aus dem Straßenbild und der Straßenzug erhielt den Namen Sonnenallee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kreuzung an der Südseite des Hermannplatzes ist der Treffpunkt der Straßen [[Hasenheide (Straße)|Hasenheide]], Hermannstraße und Karl-Marx-Straße. Die Straße Hasenheide wurde bereits um 1678 als Weg angelegt und 1854 als befestigte [[Chaussee]] ausgebaut. Die Hermannstraße hat als Verbindung nach [[Berlin-Britz|Britz]] ebenfalls eine sehr lange Vergangenheit und hieß bis Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts auch nur &amp;#039;&amp;#039;Straße nach Britz&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahr 1712 wurde über die aktuelle Trasse der Hermannstraße führend die Poststraße [[Berlin]] – [[Mittenwalde]] – [[Dresden]] eröffnet. Die Karl-Marx-Straße (bis 31.&amp;amp;nbsp;Juli 1947 &amp;#039;&amp;#039;Berliner Straße&amp;#039;&amp;#039;) ist (wie der Kottbusser Damm) eine der ältesten Straßen am Platz. Schon bevor die Poststraße nach Dresden über die Hermannstraße eröffnet wurde, führte über die Berliner Straße ein Postweg nach [[Cottbus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Verkehrszählung von 1882 dokumentiert die steigende Bedeutung des Hermannplatzes. Es wurden 750&amp;amp;nbsp;Fuhrwerke und 8.000&amp;amp;nbsp;Personen (ohne die Fuhrleute) an einem Tag gezählt. Gut einhundert Jahre später, am 11. September 1986, ergab eine Erfassung allein an der südlichen Kreuzung (Karl-Marx-Straße/Hermannstraße/Hasenheide) 1.580&amp;amp;nbsp;Fahrradfahrer in zwölf Stunden. Die Kraftfahrzeuge wurde dabei nicht erfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentlicher Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:SBV Hermannplatz 1907 01.jpg|mini|Hermannplatz mit einem Triebwagen 24 der Südlichen Berliner Vorortbahn, um 1907]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Omnibus und Straßenbahn ===&lt;br /&gt;
Die [[Große Berliner Pferde-Eisenbahn]] (GBPfE) eröffnete 1875 die Linie [[Hallesches Tor]]&amp;amp;nbsp;– Rixdorf, die entlang der [[Hasenheide (Straße)|Hasenhaide]] und [[Karl-Marx-Straße (Berlin)|Berliner Straße]] führte und den Hermannplatz südlich tangierte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eduard Buchmann |Titel=Die Entwickelung der Großen Berliner Straßenbahn und ihre Bedeutung für die Verkehrsentwickelung Berlins |Verlag=Julius Springer |Ort=Berlin / Heidelberg |Datum=1910 |Seiten=2–10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die 1884 eröffnete Linie [[Spittelmarkt]]&amp;amp;nbsp;– Rollkrug führte direkt über den Hermannplatz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joseph Fischer-Dick |Titel=Fünfundzwanzig Jahre bei der Grossen Berliner Pferdebahn |Sammelwerk=Zeitschrift für das gesamte Local- und Straßenbahnwesen |Ort=Wiesbaden |Datum=1898 |Seiten=39–72 |Online=http://tudigit.ulb.tu-darmstadt.de/show/Zb-2423-17-1898/0048}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1885 wurde die Linie auf Kosten der Gemeinde Rixdorf über die Hermannstraße zur [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Neukölln#Silbersteinstraße*|Knesebeckstraße]] verlängert. 1887 erwarb die GBPfE die Strecke von der Gemeinde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Kochems |Titel=Straßen- und Stadtbahnen in Deutschland|Band=Band 14: &amp;#039;&amp;#039;Berlin&amp;#039;&amp;#039; – Teil 2: &amp;#039;&amp;#039;Straßenbahn, O-Bus&amp;#039;&amp;#039; |Verlag=EK-Verlag |Ort=Freiburg im Breisgau |Datum=2013 |ISBN=978-3-88255-395-6 |Seiten=163}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Südliche Berliner Vorortbahn]] nahm am 1.&amp;amp;nbsp;Juli 1899 die erste elektrische [[Straßenbahn Berlin|Straßenbahnlinie]] über den Hermannplatz in Betrieb. Die Linie war eine [[Ringlinie]] und führte über Rixdorf, Britz, [[Berlin-Tempelhof|Tempelhof]], [[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]] und Kreuzberg. Weil der Ring im südlichen Bereich durch unbewohntes Gebiet führte, verlieh ihm der [[Berolinismus|Volksmund]] den Namen „Wüstenbahn“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Kramer, Siegfried Münzinger |Titel=Südliche Berliner Vorortbahn |Sammelwerk=[[Berliner Verkehrsblätter]] |Nummer=6 |Datum=1963 |Seiten=59–61}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermannplatz4 Berlin Neukoelln.JPG|mini|Eingang zum [[U-Bahnhof Hermannplatz]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1905 wurde eine [[Hängebahn]] analog zur [[Wuppertaler Schwebebahn]] geplant, die vom [[Bahnhof Berlin Gesundbrunnen|Bahnhof Gesundbrunnen]] über den Hermannplatz zum &amp;#039;&amp;#039;[[Bahnhof Berlin-Neukölln|Bahnhof Rixdorf (Südring)]]&amp;#039;&amp;#039;, später: Neukölln (Südring), führen sollte. Dieses [[Schwebebahnprojekt für Berlin]] wurde aber nicht umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1920er Jahren gingen zahlreiche [[Busverkehr in Berlin|Omnibuslinien]] in Betrieb und der Hermannplatz entwickelte sich zu einem Busknoten. Mehrere Linien fuhren lange Strecken quer durch die Stadt. So wurde beispielsweise am 12.&amp;amp;nbsp;Dezember 1921 die Linie &amp;lt;small&amp;gt;A&amp;lt;/small&amp;gt;29 von [[Berlin-Pankow|Pankow]], [[Breite Straße (Berlin-Pankow)|Breite Straße]] zum Hermannplatz mit einer Länge von 14,4&amp;amp;nbsp;Kilometern in Betrieb genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Fläche oberhalb der U-Bahn-Tunnel verfügten bis 1930 alle am Hermannplatz mündenden Straßen über Straßenbahngleise und die Züge von 15&amp;amp;nbsp;Linien hielten auf dem Platz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.berliner-linienchronik.de/strassenbahn-1929.html |titel=Straßenbahn. Fahrplan 1929 – Gültig ab 1. Januar 1929. Linien 1–49 |werk=berliner-linienchronik.de |abruf=2021-12-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.berliner-linienchronik.de/strassenbahn-1929-ab51.html |titel=Straßenbahn. Fahrplan 1929 – Gültig ab 1. Januar 1929. Linien 51–100 |werk=berliner-linienchronik.de |abruf=2021-12-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit den 1950er Jahren erfolgte jedoch in [[West-Berlin]] eine sukzessive Umstellung des Betriebes auf den Omnibus. Am 1.&amp;amp;nbsp;Oktober 1964 wurde die letzte Linie (Linie&amp;amp;nbsp;27), die über den Hermannplatz fuhr, eingestellt. Auf der Achse Urbanstraße – Sonnenallee tangierte noch bis zum 2.&amp;amp;nbsp;Mai 1965 die Linie&amp;amp;nbsp;95 den Hermannplatz. Bis zur Schließung des [[Betriebshof Britz|Betriebshofs Britz]] im Jahr 1966 gab es aber noch Betriebsfahrten auf einigen Abschnitten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marcel Götze |url=https://berlin-straba.de/geschichte/1960-1969.html |titel=Nachkriegsgeschichte 1960–1969 |werk=berlin-straba.de |abruf=2021-12-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit der [[Deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] gibt es nun wieder Bestrebungen, die Straßenbahn aus dem [[Ost-Berlin|Ostteil Berlins]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Warschauer Straße]]) zum Hermannplatz zu verlängern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit der U-Bahn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:U-Bahn Berlin Hermannplatz.JPG|mini|links| U-Bahnhof Hermannplatz, am unteren Bahnsteig hält die [[U-Bahn-Linie 7 (Berlin)|Linie U7]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin U Hermannpl.jpg|mini|Direktzugang vom U-Bahnhof Hermannplatz zum Kaufhaus Karstadt]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|U-Bahnhof Hermannplatz}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;white-space:nowrap&amp;quot;&amp;gt;Die größte Veränderung im öffentlichen Nahverkehr brachten&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;!-- Mindestbreite der Textspalte wegen dreispaltigem Layout --&amp;gt; dem Hermannplatz die 1920er Jahre. Am 11. April 1926 ging die [[U-Bahn Berlin|Untergrundbahn]] in Betrieb. Der erste Abschnitt [[U-Bahnhof Hasenheide|Hasenheide]] – &amp;#039;&amp;#039;Bergstraße&amp;#039;&amp;#039; (später: [[U-Bahnhof Südstern|Südstern]] – [[U-Bahnhof Karl-Marx-Straße|Karl-Marx-Straße]]) der Nordsüdbahn konnte eröffnet werden. Sie führte von der [[U-Bahnhof Seestraße|Seestraße]] im [[Berlin-Wedding|Wedding]] bis zur Bergstraße in Neukölln. Der zweite Bahnsteig des Hermannplatzes erlebte am 17.&amp;amp;nbsp;Juli 1927 seinen ersten Betriebstag. Dies war mit der Inbetriebnahme des relativ kurzen Streckenabschnitts von Boddin- bis Schönleinstraße (gut 1,5&amp;amp;nbsp;km) auch der Geburtstag der GN-Bahn (‚GN‘ steht für Gesundbrunnen–Neukölln), der später als [[U-Bahn-Linie 8 (Berlin)|Linie U8]] bezeichnet wurde. Der U-Bahnhof Hermannplatz wurde als [[Turmbahnhof]] gebaut, unten liegt eine große Halle in neun Metern Tiefe mit dem Bahnsteig der späteren [[U-Bahn-Linie 7 (Berlin)|Linie U7]] im Straßenzug Hasenheide – Karl-Marx-Straße, oben schiebt sich als Querriegel der U8-Bahnsteig im Straßenzug Hermannplatz – Hermannstraße hindurch. Die Decken beider Bahnsteige befinden sich beide in gleicher Höhe unmittelbar unter der Straße. Die [[Rolltreppe]]n zwischen den beiden Bahnsteigen waren die ersten im gesamten Bereich der Berliner U-Bahn. Architekten des Bahnhofs waren [[Alfred Grenander]] und Alfred Fehse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Neukölln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Cornelia Hüge&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Karl-Marx-Straße. Facetten eines Lebens- und Arbeitsraums&lt;br /&gt;
   |Verlag=Kramer&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2001&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-87956-271-7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Lothar Uebel&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Karstadt Warenhaus AG&lt;br /&gt;
   |Titel=Karstadt am Hermannplatz. Ein gutes Stück Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hermannplatz (Berlin-Neukölln)}}&lt;br /&gt;
* {{LuiseLexStr |art=a |bez=14 |id=H495 |zlb98=846 |kaupert=Hermannplatz-10967-Berlin |name=Hermannplatz |plz=10967}}&lt;br /&gt;
* Axel Mauruszat: [http://www.berlin-hermannplatz.de/ berlin-hermannplatz.de] mit mehr Informationen zum Hermannplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52/29/14/N |EW=13/25/29/E |type=landmark |region=DE-BE |dim=2500 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|15. Dezember 2005|11646334}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platz in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Neukölln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arminius als Namensgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karl-Marx-Straße (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sonnenallee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[la:Forum Arminianum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-43537-23</name></author>
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