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	<title>Hermann Zapf - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Zapf&amp;diff=20838&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;IWZ1991: Neuer Weblink hinzugefügt für mehr Informationen</title>
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		<updated>2025-12-03T19:19:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuer Weblink hinzugefügt für mehr Informationen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum Politiker siehe [[Hermann Zapf (Politiker)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermann Zapf signing.jpg|mini|Hermann Zapf (2007)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermann Zapf. Signatur 1958.jpg|mini|Hermann Zapf. Signatur 1958]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Zapf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. November]] [[1918]] in [[Nürnberg]]; † [[4. Juni]] [[2015]] in [[Darmstadt]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://lebenswege.faz.net/42081695|titel=Hermann Zapf: Traueranzeige|werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]|datum=2015-06-10|zugriff=2015-06-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|titel = Zum Tod des Schrift-Connaisseurs Hermann Zapf|url = https://www.deutschlandfunk.de/typograf-zum-tod-des-schrift-connaisseurs-hermann-zapf.691.de.html?dram:article_id=321933|zugriff = 2015-06-06|werk = [[Deutschlandfunk]]|autor = Ulf Erdmann Ziegler|titelerg = Kultur heute|datum = 2015-06-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.nytimes.com/2015/06/10/arts/design/hermann-zapf-96-dies-designer-whose-letters-are-found-everywhere.html|sprache=en|titel=Hermann Zapf, 96, Dies; Designer Whose Letters Are Found Everywhere|werk=[[The New York Times]]|datum=2015-06-10|kommentar=siehe Korrektur vom 10. Juni unten|zugriff=2015-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Typograf]], der als Designer für [[Gebrauchsgrafik|Buch-]] und [[Kalligrafie|Schriftgrafik]] vor allem als [[Satzschrift|Schriftdesigner]] und [[Kalligraf]] tätig war. Er war zudem Autor und Lehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Hermann Zapf, Sohn des gleichnamigen Werkmeisters und dessen Ehefrau Magdalena Zapf, geborene Schlampp, war evangelisch und besuchte die Allgemeinbildende Schule in Nürnberg. Sein Kindheitswunsch, [[Elektroingenieur]] zu werden, wurde für den Sohn eines aktiven Gewerkschafters durch das [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Regime]] in Deutschland verhindert, da der Vater durch das Verbot der freien Gewerkschaften am 2. Mai 1933 arbeitslos wurde. 1934 begann er deshalb eine Lehre als Positiv-[[Retusche]]ur. Noch während seiner Lehrzeit kam er durch eine Ausstellung und das Buch &amp;#039;&amp;#039;Das Schreiben als Kunstfertigkeit&amp;#039;&amp;#039; mit dem Leben und Wirken des deutschen Schriftschöpfers [[Rudolf Koch (Schriftkünstler)|Rudolf Koch]] in Berührung. Das regte sein Interesse so stark an, dass er begann sich autodidaktisch mit den Anforderungen und Themen der künstlerischen Schriftentwicklung zu beschäftigen. Nach dem Abschluss seiner Lehrzeit als Retuscheur 1938, bei der er seine Leidenschaft für die [[Kalligrafie]] noch weiter vertieft hatte, zog Zapf nach Frankfurt am Main, wo er sich als Schriftgrafiker und Kalligraf betätigte. Im selben Jahr entwarf er auch seine erste Type, &amp;#039;&amp;#039;Gilgengart&amp;#039;&amp;#039;, für seinen späteren Arbeitgeber, die [[Schriftgießerei]] &amp;#039;&amp;#039;[[D. Stempel|D. Stempel AG]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine berufliche Laufbahn begann er in dem Schrift- und Notenstudio „Haus zum Fürsteneck“ bei Paul Koch (* 1906). Bereits in dieser Zeit erledigte er nebenberuflich einzelne Aufträge als Schrift- und Buchdesigner. Durch die Zusammenarbeit mit der Firma [[D. Stempel|D. Stempel AG]] erlernte er zusätzlich die Kunst des Stempelschneidens. Im Jahre 1939 begann er mit den Arbeiten an seinem Kalligrafiebuch &amp;#039;&amp;#039;Feder und Stichel&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1939 wurde er zum [[Reichsarbeitsdienst]] eingezogen, um die [[Westwall|Siegfriedlinie]] gegen [[Frankreich]] zu verstärken. Die harte Arbeit nicht gewohnt, bekam er bald Herzprobleme und wurde in den Innendienst versetzt, um dort Lagerprotokolle in [[Deutsche Kurrentschrift|Kurrentschrift]] zu schreiben. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Anfang September 1939 seine gesamte Arbeitsgruppe zur [[Wehrmacht]] eingezogen, nur Zapf jedoch wegen seiner Herzprobleme abgelehnt. 1941 wurde er dennoch zur Wehrmacht eingezogen. Wegen seiner gesundheitlichen Probleme wurde er einer [[Kartografie|kartografischen]] Einheit zugeteilt und als Kartenzeichner nach [[Bordeaux]] geschickt, um dort geheime Karten von Spanien, speziell des Bahnnetzes, zu zeichnen. Gegen Kriegsende kam er in französische Kriegsgefangenschaft, wurde dort jedoch gut behandelt und wegen seiner angeschlagenen Gesundheit vier Wochen nach Kriegsende in seinen Wohnort Nürnberg entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DBP 1951 145 Brandström.jpg|mini|Briefmarke der Serie [[Helfer der Menschheit]] von [[Briefmarken-Jahrgang 1951 der Deutschen Bundespost|1951]]]]&lt;br /&gt;
In Nürnberg wurde er zunächst wieder freiberuflich in seinem Fachgebiet tätig. Da ihm die &amp;#039;&amp;#039;D. Stempel AG&amp;#039;&amp;#039; eine Stellung angeboten hatte, ging Zapf 1947 erneut nach Frankfurt am Main und war dort von 1947 bis 1956 künstlerischer Leiter der Schriftgießerei. Von 1948 bis 1950 war er auch nebenberuflich als Lehrer für Schrift (Dozent für Typografie) an der damaligen Werkkunstschule, der heutigen [[Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main|Hochschule für Gestaltung]] (HfG), in [[Offenbach am Main]] aktiv. In dieser Zeit entwarf Zapf von 1951 bis 1954 auch zwölf Briefmarken für die [[Deutsche Bundespost]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich war Hermann Zapf als Grafiker im Buchdesign für verschiedene Verlagshäuser wie [[Suhrkamp Verlag|Suhrkamp]], [[Insel Verlag|Insel]] (auch [[Insel-Bücherei]]), die [[Büchergilde Gutenberg]] oder den [[Carl Hanser Verlag]] tätig. Aus Prinzip arbeitete er jedoch nie für Werbeagenturen. Eine weitere wichtige Betätigung war die des Schriftentwerfers; es entstanden die [[Palatino]], [[Palatino#Aldus|Aldus]] und [[Optima (Schrift)|Optima]] (bereits 1952), die sich schnell etablierten und bis heute weit verbreitet sind. Da die „Optima“ ein sehr klares und zugleich filigranes Schriftbild bot, wurde sie vor allem von der Werbeindustrie gern genutzt. Wie auch bei einigen anderen wurde die Optima von US-amerikanischen Produkträubern illegal kopiert und u.&amp;amp;nbsp;a. für die Beschriftung des &amp;#039;&amp;#039;Vietnam Veterans Memorial&amp;#039;&amp;#039; in Washington verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals beteiligte sich Zapf mit seinen Arbeiten 1951, gemeinsam mit Fritz Kredel (1900–1973), an einer Ausstellung im New Yorker &amp;#039;&amp;#039;Cooper Union Museum&amp;#039;&amp;#039;. Seine erste Einzelausstellung gestaltete er 1952 am Grafiska Institut Stockholm. Im Jahr 1951 heiratete er [[Gudrun Zapf-von Hesse|Gudrun von Hesse]], die ebenfalls als Typografin und als Buchbinderin tätig war. Aus der Ehe ging ihr Sohn Christian Ludwig Zapf († 2012) hervor. Die bisherige Lehrtätigkeit weitete Hermann Zapf im internationalen Bereich aus. So hielt er 1954 Vorlesungen an der US-amerikanischen Yale-Universität in seinem Fachgebiet. Im gleichen Jahr erschien sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Manuale Typographicum&amp;#039;&amp;#039;, das dann 1968 in einer Neuauflage in 18 Sprachen übersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1956 arbeitete er wieder als selbständiger Schriftgrafiker und Kalligraf in Frankfurt. Sein Vorlesungsprogramm hielt er 1957 auch an der US-amerikanischen [[University of California]] in Los Angeles und erhielt 1960 eine Professur im Fachbereich Grafikdesign als Professor of Graphic Design am &amp;#039;&amp;#039;[[Carnegie Mellon University#Geschichte|Carnegie Institut of Technology]]&amp;#039;&amp;#039; an der [[Carnegie Mellon University]] in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania. In Deutschland erledigte er unter anderem Aufträge für den Insel-Verlag, die Büchergilde Gutenberg, den Hanser- und den Verlag Suhrkamp. Für die Letztgenannten entwarf er das Verlagssignet. Eine seiner internationalen Arbeiten als Kalligraf war beispielsweise 1960 die Ausfertigung der Präambel der [[Charta der Vereinten Nationen]] in vier Sprachen für die [[Pierpont Morgan Library]] in New York. Im gleichen Jahre erschien sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Über Alphabete&amp;#039;&amp;#039; auf Deutsch und Englisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den frühen 1960er Jahren beschäftigte sich Hermann Zapf mit der Kombination von Typografie und Computerprogrammen und gehörte seit dieser Zeit als Mitglied dem &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en-US|[[International Center for the Typographic Arts]]}}&amp;#039;&amp;#039; (ICTA) an. In Deutschland wurden seine Ideen zum computergestützten Satz damals noch nicht ernst genommen und sogar verlacht. An der US-amerikanischen [[Harvard University]] hielt er 1964 Vorlesungen über die Entwicklung von typografischen Computerprogrammen. Zum gleichen Thema referierte er an der [[Princeton University]]. Nach einer Vorlesung in den USA im gleichen Jahr war die [[University of Texas at Austin|Universität von Texas]] in Austin sehr interessiert an Zapf und wollte eigens eine Professur für ihn einrichten. Er lehnte das Angebot ab, da seine Frau nicht ständig in den USA leben wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1969 entwickelte er die Schrift &amp;#039;&amp;#039;Hallmark Textura&amp;#039;&amp;#039; und das [[Pannigerianisches Alphabet|pannigerianische Alphabet]]. Für seine internationalen Leistungen auf dem Gebiet der Schriftentwicklung wurde er Mitte der 1960er Jahre mehrfach ausgezeichnet, so erhielt er 1966 auf der Biennale in Brünn den 1. Preis für Typographie und ein Jahr später die erste Goldmedaille des &amp;#039;&amp;#039;Type Directors Club of New York&amp;#039;&amp;#039;. 1969 wurde er in Rochester mit dem &amp;#039;&amp;#039;Frederic W. Goud Award for Typography&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Zapf Hermann&amp;#039;&amp;#039; in Munzinger Online/Personen-Internationales Biographisches Archiv, in: https://www.munzinger.de/search/document &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1971 begann Herman Zapf die Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Informatiker [[Donald E. Knuth]] (* 1938). Die Kooperation erfolgte so, dass Zapf die geeigneten Schriften und Knuth die erforderlichen Satzprogramme auf IT-Basis entwickelte. So arbeitete Zapf an der Entwicklung der Schriften für das von Knuth entwickelte Satzprogramm [[TeX]] mit. Das führte beispielsweise zur Entwicklung der Schriftenfamilie [[AMS Euler|Euler]] für die &amp;#039;&amp;#039;[[American Mathematical Society]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 erhielt Zapf er einen Lehrauftrag für Typographie an der [[Technische Universität Darmstadt|Technischen Hochschule Darmstadt]], den er bis 1981 ausübte. Als erste Universität bot ihm 1976 das &amp;#039;&amp;#039;[[Rochester Institute of Technology]]&amp;#039;&amp;#039; in Rochester (New York) die Professur für computergestützte Typografie (&amp;#039;&amp;#039;Professor for Typographic Computer Programms&amp;#039;&amp;#039;) an, die dort als Fachbereich weltweit erstmals aufgebaut wurde. Er nahm dieses Angebot an und unterrichtete im ständigen Wechsel zwischen Darmstadt und Rochester von 1977 bis 1987 auch am &amp;#039;&amp;#039;College of Graphic Arts and Photography&amp;#039;&amp;#039;. Dabei setzte er sich vor allem mit den Anforderungen auseinander, die künstlerischen Vorstellungen der Typografie mit den technischen Bedingungen des Computereinsatzes in Einklang zu bringen. Zusammen mit Knuth gab Zapf 1989 eine Dokumentation zur Schriftenfamilie Euler heraus. Sie umfasst neben den lateinischen Buchstaben eine Griechisch-, eine Fraktur- und eine Schreibschrift. Diese Dokumentation erschien unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;AMS-Euler. A New Typeface for Mathematics&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1977 gründete er zusammen mit [[Aaron Burns (Typograf)|Aaron Burns]] und [[Herb Lubalin]] die Firma &amp;#039;&amp;#039;Design Processing International Inc.&amp;#039;&amp;#039; in New York. Das Ziel war die Entwicklung von Programmen für typographische Strukturen, die auch von Nichtspezialisten bedienbar sein sollten. Die Firma, als dessen Vizepräsident Zapf fungierte, bestand bis 1986. Nach dem Tode Herb Lubalins entstand 1987 die Firma &amp;#039;&amp;#039;Zapf, Burns &amp;amp; Company&amp;#039;&amp;#039;. 1991&amp;amp;nbsp;starb auch Burns, und zwei Angestellte stahlen die Ideen der Firma, um eine eigene Unternehmung zu gründen. Da es nicht praktikabel war, eine New Yorker Firma von Darmstadt aus zu führen, schloss Zapf dann auch diese Firma. Inzwischen hatte sich der deutsche Markt für diese Themen geöffnet. So entwickelte Zapf ab 1986 in einer Kooperation mit der &amp;#039;&amp;#039;[[URW Type Foundry|URW Software &amp;amp; Type GmbH]]&amp;#039;&amp;#039; in Hamburg das Computerprogramm „[[hz-Programm]]“. Dieses enthält mikrotypografische Veränderungen zum besseren Zeilenausgleich. Das europäische Patent, angemeldet 1990, wurde vom US-Softwarekonzern Adobe erworben, der diese Methode in das Layout- und Softwareprogramm [[Adobe InDesign|InDesign]] implantierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen späten Jahren erweiterte Hermann Zapf seine Palatino-Schrift insbesondere um griechische und kyrillische Zeichen. Zudem arbeitete er die 1993 angefangene Schriftreihe [[Zapfino]] aus, die schließlich bei [[Linotype]] erschien. Ein weiterer Höhepunkt seiner schriftkünstlerischen Tätigkeit war, dass die Firma Apple 2001 die von ihm entwickelte Schrift &amp;#039;&amp;#039;Zapfino extra&amp;#039;&amp;#039; erwarb und durch den japanischen Grafikdesigner Akira Kobayashi (geb. 1960) digitalisieren ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt entwarf Zapf in seinem Berufsleben über 200 Druckschriften, die ihn mehr und mehr im In- und Ausland als einen innovativen und begabten deutschen Schriftzeichner bekannt machten. Im Alter von 96 Jahren verstarb Hermann Zapf am 4. Juni 2015 in Darmstadt. Hermann Zapf wurde auf dem [[Alter Friedhof (Darmstadt)|Alten Friedhof Darmstadt]] (Grabnummer: II P 44) bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Sammlung von Schriftentwürfen, Buchgestaltungen und Signeten Hermann Zapfs befindet sich in der [[Herzog August Bibliothek]] Wolfenbüttel und kann dort partiell in einer Dauerausstellung besichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ZapfFaces.png|mini|Beispiele für von Hermann Zapf entworfene Schriften]]&lt;br /&gt;
Hermann Zapf entwarf über 200 Schriften. Die bekanntesten davon sind: &amp;#039;&amp;#039;Palatino, Aldus, Optima, Zapfino, Zapf Book, Zapf [[ Unicodeblock Dingbats|Dingbats]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Zapf Chancery&amp;#039;&amp;#039;. Außerdem entwarf er auch einige [[Gebrochene Schrift|gebrochene Schriften]] wie die &amp;#039;&amp;#039;Gilgengart&amp;#039;&amp;#039; (1938) und die &amp;#039;&amp;#039;Hallmark Textura&amp;#039;&amp;#039; (1969) sowie das [[Pannigerianisches Alphabet|pannigerianische Alphabet]]. Hier eine Liste seiner in der Linotype Library aufgeführten Schriften:&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste&lt;br /&gt;
|breite = 18em&lt;br /&gt;
|anzahl = &lt;br /&gt;
|abstand = &lt;br /&gt;
|liste = * &amp;#039;&amp;#039;[[Palatino#Aldus|Aldus]]&amp;#039;&amp;#039; (1954)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Aldus nova]]&amp;#039;&amp;#039; (2005) zusammen mit Akira Kobayashi&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[AMS Euler]]&amp;#039;&amp;#039; (1981)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aurelia&amp;#039;&amp;#039; (1983)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Edison&amp;#039;&amp;#039; (1978)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kompakt&amp;#039;&amp;#039; (1954)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marconi&amp;#039;&amp;#039; (1976)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Medici Script]]&amp;#039;&amp;#039; (1971)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Melior&amp;#039;&amp;#039; (1952)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Noris Script]]&amp;#039;&amp;#039; (1976)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Optima (Schrift)|Optima]]&amp;#039;&amp;#039; (1958)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Optima (Schrift)|Optima nova]]&amp;#039;&amp;#039; (2002) zusammen mit Akira Kobayashi&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Orion&amp;#039;&amp;#039; (1974)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Palatino]]&amp;#039;&amp;#039; (1950)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Palatino|Palatino Arabic]]&amp;#039;&amp;#039; (2005) zusammen mit Nadine Chahine&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Palatino|Palatino nova]]&amp;#039;&amp;#039; (2005) zusammen mit Akira Kobayashi&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Palatino|Palatino Sans]]&amp;#039;&amp;#039; (2007) zusammen mit Akira Kobayashi&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Palatino|Palatino Sans Arabic]]&amp;#039;&amp;#039; (2010) zusammen mit Nadine Chahine&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Saphir]]&amp;#039;&amp;#039; (1953)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Sistina]]&amp;#039;&amp;#039; (1950)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vario&amp;#039;&amp;#039; (1982)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Virtuosa Classic]]&amp;#039;&amp;#039; (2009) zusammen mit Akira Kobayashi&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Venture&amp;#039;&amp;#039; (1969)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Linotype Zapf Essentials]]&amp;#039;&amp;#039; (2002)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Zapfino]]&amp;#039;&amp;#039; (1998)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Zapfino|Zapfino Extra]]&amp;#039;&amp;#039; (2003) zusammen mit Akira Kobayashi&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[ITC Zapf Chancery]]&amp;#039;&amp;#039; (1979)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[ITC Zapf International]]&amp;#039;&amp;#039; (1976)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[ITC Zapf Book]]&amp;#039;&amp;#039; (1976)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Zapf Renaissance Antiqua]]&amp;#039;&amp;#039; (1984–1987)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[International Typeface Corporation|ITC]] Zapf [[Unicodeblock Dingbats|Dingbats]]&amp;#039;&amp;#039; (1978)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1962: Médaille d’argent, Ministère de l’instruction Publique Belgique, Brüssel&lt;br /&gt;
* 1966: 1. Preis für Typographie der Biennale Brno, Brünn&lt;br /&gt;
* 1967: &amp;#039;&amp;#039;Type Directors Club Medal&amp;#039;&amp;#039; des [[Type Directors Club]] of New York (1. Goldmedaille)&lt;br /&gt;
* 1969: Frederic W. Coudy Award for Typography, Rochester Institute of Technology, Rochester (New York)&lt;br /&gt;
* 1970: Honorary Citizem, State of Texas, Austin&lt;br /&gt;
* 1971: Silbermedaille der Internationalen Buchkunst-Ausstellung in Leipzig&lt;br /&gt;
* 1974: &amp;#039;&amp;#039;Gutenberg-Preis&amp;#039;&amp;#039; der [[Gutenberg-Gesellschaft]], Mainz&lt;br /&gt;
* 1975: Gold Medal, Museo Bodoniano, Parma&lt;br /&gt;
* 2000: Ehrenmitglied der [[Deutschsprachige Anwendervereinigung TeX|Deutschsprachigen Anwendervereinigung TeX]]&lt;br /&gt;
* 2003: &amp;#039;&amp;#039;SoTA Typography Award&amp;#039;&amp;#039; der &amp;#039;&amp;#039;[[Society of Typographic Aficionados]]&amp;#039;&amp;#039; in Chicago&lt;br /&gt;
* 2003: Korrespondierendes Mitglied im [[Grolier Club]].&lt;br /&gt;
* 2007: &amp;#039;&amp;#039;[[Goethe-Plakette des Landes Hessen]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2010: &amp;#039;&amp;#039;[[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuz 1. Klasse]]&amp;#039;&amp;#039; („Bundesverdienstkreuz“)&lt;br /&gt;
* 2016: posthum (mit seiner Frau Gudrun Zapf-von Hesse) Kunstpreis der Ike und Berthold Roland-Stiftung.&lt;br /&gt;
* 2025: Ein Weg (&amp;#039;&amp;#039;Gudrun-und-Hermann-Zapf-Weg&amp;#039;&amp;#039;) in Darmstadt ist nach dem Ehepaar Zapf benannt worden ({{Coordinate|NS=49.8682|EW=08.6381|type=landmark|region=DE-HE|text=DMS|name=Gudrun-und-Hermann-Zapf-Weg}}).&amp;lt;ref&amp;gt;Birgit Femppel. In: Darmstädter Echo, Montag, 7. Juli 2025, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Manuale Typographicum.&amp;#039;&amp;#039; 1954 (in 16 Sprachen); Neuauflage (in 18 Sprachen) 1968.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über Alphabete.&amp;#039;&amp;#039; 1960.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Typographische Variationen.&amp;#039;&amp;#039; 1963.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hunt Roman. Birth of a Type.&amp;#039;&amp;#039; 1962.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;About Alphabets.&amp;#039;&amp;#039; 1970.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Orbis Typographicus.&amp;#039;&amp;#039; 1980.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Alphabetgeschichten. Eine Chronik technischer Entwicklungen.&amp;#039;&amp;#039; Mergenthaler Edition/Linotype, Bad Homburg 2007, ISBN 3-9810319-5-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rick Cusick: &amp;#039;&amp;#039;What our lettering needs: The contribution of Hermann Zapf to calligraphy &amp;amp; type design at Hallmark Cards.&amp;#039;&amp;#039; RIT Cary Graphic Arts Press, Rochester, NY 2011, ISBN 978-1-933360-55-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zapf, Hermann.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1379.&lt;br /&gt;
* [[Georg Ruppelt]]: &amp;#039;&amp;#039;Zapf, Hermann (Sammlung).&amp;#039;&amp;#039; In: ders. / Sabine Solf (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon zur Geschichte und Gegenwart der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel&amp;#039;&amp;#039;. Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1992 (Lexika europäischer Bibliotheken; 1), ISBN 3-447-03233-2, S. 174.&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus Weichselbaumer]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Typograph Hermann Zapf. Eine Werkbiographie.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/Boston 2015, ISBN 978-3-11-041498-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwei Leben für die Kunst der Schrift: eine Filmdokumentation zeigt die Arbeiten und Erfolge von Hermann Zapf und Gudrun Zapf-von Hesse.&amp;#039;&amp;#039; [[FAZ]] vom 10. November 2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Art of Hermann Zapf.&amp;#039;&amp;#039; Hallmark Prod., Kansas City 1967.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://zapf-alphabets.com/ Zapf Alphabets] - Werke und Schriften von Hermann und Gudrun Zapf&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118772252}}&lt;br /&gt;
* [http://www.linotype.com/freedownload/howtouse/ZapfBiography.pdf Zapfs Autobiografie bei Linotype] ([[Portable Document Format|PDF]], englisch; 207 kB)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=3jD4CpzIuR4 The art of Hermann Zapf], Kurzfilm (in englischer Sprache) bei [[YouTube]]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118772252|titel=Zapf, Hermann|datum=2020-06-04}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
* [http://www.linotype.com/de/645/hermannzapf.html Zapfs Schriften bei Linotype]&lt;br /&gt;
* [https://www.katranpress.com/stamps_zapf_1_1.html Von Hermann Zapf entworfene Briefmarken] (englisch)&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Artikel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=https://www.heise.de/newsticker/meldung/Der-Schreibmeister-des-Computerzeitalters-Hermann-Zapf-zum-90-215953.html|titel=Der Schreibmeister des Computerzeitalters: Hermann Zapf zum 90.|werk=heise online|autor=Detlef Borchers|datum=2011-11-08|zugriff=2015-05-10}}&amp;lt;!-- evtl. raus, ist sehr kurz --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle| url=http://www.echo-online.de/region/darmstadt/Das-ABC-des-Hermann-Zapf;art1231,4444146| titel=Das ABC des Hermann Zapf| titelerg=Porträt - Einer der weltweit bedeutendsten Typografen feiert am Freitag in Darmstadt seinen 95. Geburtstag| werk=Echo Online  Nachrichten aus Südhessen| datum=2013-11-07| archiv-url=https://web.archive.org/web/20150605233454/http://www.echo-online.de/region/darmstadt/Das-ABC-des-Hermann-Zapf;art1231,4444146| archiv-datum=2015-06-05| abruf-verborgen=1| abruf=2021-05-05}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=http://www.fontshop.de/fontblog/hermann-zapf-1918-2015/|werk=FontBlog|hrsg=Monotype GmbH ([[Linotype]])|titel=Hermann Zapf 1918–2015|autor=Jürgen Siebert|datum=2015-06-06|zugriff=2015-06-10|kommentar=Biografie mit weiteren Schriftbeispielen und einer Liste von 21 [Stand 16. Juni] weiteren Online-Nachrufen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118772252|LCCN=n/50/15778|NDL=00517123|VIAF=74000639}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zapf, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Typograf (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Briefmarkenkünstler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriftdesigner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafikdesigner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kalligraf (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Darmstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2015]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zapf, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Typograf, Kalligraf, Autor und Dozent&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. November 1918&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nürnberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Juni 2015&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Darmstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;IWZ1991</name></author>
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