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	<title>Hermann Wilhelm Fehling - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-06T01:32:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:HL Damals – HW Fehling.JPG|mini|Hermann Fehling]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Wilhelm Fehling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. April]] [[1842]] in [[Lübeck]]; † [[7. Dezember]] [[1907]] ebenda) war [[Großhandel|Großkaufmann]] und sogenannter „Projektenmacher“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Hermann Wilhelm entstammte der Lübeckischen Familie [[Fehling (Familie)|Fehling]]. Er war ein [[Verwandtschaftsbeziehung #Kinder|Sohn]] des Kaufmanns [[Johannes Christoph Fehling]] und dessen Ehefrau Anna Emilia, geborene [[Oppenheimer (Familie)|Oppenheimer]] (* 8. August 1803 in Hamburg; † 5. Juni 1885 in Lübeck).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Schwester Adele, die den späteren Lübecker Bürgermeister [[Heinrich Theodor Behn]] heiratete, hatte er zwei Brüder,  den späteren [[Senator]] [[Johannes Fehling]] sowie den späteren Bürgermeister [[Emil Ferdinand Fehling]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Laufbahn ===&lt;br /&gt;
Fehling besuchte zuerst die &amp;#039;&amp;#039;Carstensche Schule&amp;#039;&amp;#039; und dann das [[Katharineum zu Lübeck|Katharineum]]. Im Anschluss wurde er als [[Lehrling]] in der alte Verbindungen nach [[Finnland#Finnland als Großfürstentum im Russischen Reich|Finnland]] unterhaltenden [[Firma]] &amp;#039;&amp;#039;Jac. Ludw. Bruhns &amp;amp; Sohn&amp;#039;&amp;#039; eingestellt. Sein [[Gesamtwerk|Lebenswerk]] sollte sich auf den Säulen [[Handel]], [[Schifffahrt]] und [[Industrie]] in Verbindung mit seinem [[Wahlspruch]] „[[Liste lateinischer Phrasen/P#Patria/Patriae|inserviendo consumor]]“ aufbauen. Bereits im Alter von 21 Jahren bot sich ihm die Gelegenheit sich zusammen mit einem älteren Kollegen, [[Richard Piehl|Heinrich Piehl]], selbstständig zu machen. Die [[Laden (Geschäft)|Handlungsfirma]] &amp;#039;&amp;#039;Piehl &amp;amp; Fehling&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bardenhewer.de/unternehmen/historie/1950 Kauf der Piehl &amp;amp; Fehling durch Bardenhewer]&amp;lt;/ref&amp;gt; die auch die Verbindungen nach Finnland nutzte, wurde weit über die Grenzen Lübecks bekannt. Bis zu seinem Tode hatte sich die Firma zu einer Großkaufmannsfirma, mit ihm als [[Kompagnon|Seniorchef]], fortentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen jungen [[Kaufmann|Kaufleuten]] konnte Fehling keinen längeren Aufenthalt im Ausland nehmen. Erst in späteren Jahren konnte er seine Geschäftsreisen dazu nutzen, seinen Blick zu erweitern und fremde Verhältnisse kennen zu lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die [[Portal:Lübeck/Projekt Bürgerschaft 1848-1937|Lübecker Bürgerschaft]] wurde der in vielen [[Verwaltung#Öffentliche Verwaltung|Verwaltungsfächern]] bewanderte junge Fehling bereits 1871 gewählt, zu dem Zeitpunkt als Maßnahmen zur Verbesserung und Erweiterung von Bahnhofsanlagen sowie der Verhältnisse im [[Trave]]nrevier beraten wurden. Die [[Bahnstrecke Berlin–Hamburg|Berlin-Hamburger Eisenbahn-Gesellschaft]] legte hierzu am 5. April 1872 einen [[Vertrag]]sentwurf vor. Es handelte sich um den Verkauf der Lübecker Bahnen, deren Aktien sich zu etwa 28.000 Stück in den Händen des Staates befanden. Ein Teil des Vertrages sollte den Ausbau der Bahnstrecke [[Bahnstrecke Lübeck–Lübeck-Travemünde Strand|Lübeck-Travemünde]] beinhalten. Der Vertrag sollte jedoch wegen der [[Negation|Ablehnung]] aller, außer dem [[Freistaat (Republik)|Freistaat]], beteiligten [[Territorium|Territorialregierungen]] nicht zustande kommen. Fehlings Einfluss auf die freistaatliche [[Eisenbahn]]politik wuchs jedoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fehling war in den Perioden 1884/85 und 1900/01 der [[Stellvertreter]] des Wortführers der Bürgerschaft und von 1878 bis 1906 Mitglied im [[Bürgerausschuss]]. In diesem Ausschuss war er 1882/83, 1895/96, 1898/99, 1902/03 und 1905/06 stellvertretender Wortführer. Er war langjähriges Mitglied des [[Finanzbehörde|Finanzdepartements]] und gehörte der Kanalbehörde als bürgerlicher [[Deputation|Deputierter]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grunstensnedleggelse Elbe-Travekanalen 31-05-1895 (retuschiert).jpg|mini|Grundsteinlegung des Elbe-Trave-Kanals]]&lt;br /&gt;
Drei Jahre nach seiner Firmengründung trat Fehling der [[Kaufmannschaft zu Lübeck]] bei und wurde von ihr am 21. Juni 1891 zum Mitglied der Handelskammer erwählt. Bereits Mitglied der [[Kommission]] für die &amp;#039;&amp;#039;Förderung und Nutzbarmachung des Kanals&amp;#039;&amp;#039;, sollte sein Name untrennbar mit dem [[Elbe-Lübeck-Kanal|Elbe-Trave-Kanal]] verbunden sein und entsprechend gewürdigt werden. Er nahm am 31. Mai 1895 an den Feierlichkeiten zur [[Grundsteinlegung]] des Kanals in der Hansestadt teil. Nach den Schlägen mit dem silbernen Hammer durch den [[Präses]] der Gewerbekammer, [[Theodor Schorer]], mit den Worten „Zum Segen für Industrie und Gewerbe“ schlug er als Präses des Kanal-Vereins, gefolgt von Senator [[Alfred Stooß]] den [[Granit]]stein.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Grundsteinlegung des Elbe-Trave-Kanals.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lübeckische Blätter]]&amp;#039;&amp;#039;; 37. Jg., Nummer 44, Ausgabe vom 2. Juni 1895, S. 297–301.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Fertigstellung des Kanals sollte er dreimal zum Präses der  Kammer – 1898/00, 1903/04 und 1906/07 – ernannt werden. Bei der Eröffnung des Kanals wurde er vom anwesenden [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Kaiser]] mit dem [[Roter Adlerorden|Roten Adlerorden]] [[Offizierskreuz|3. Klasse]] ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lokale Notizen&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Lübeckische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, 42. Jahrgang, Nummer 26, Ausgabe vom 14. Juni 1900, S. 349.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als der [[Friedrich Franz IV. (Mecklenburg)|Großherzog von Mecklenburg-Schwerin]] nach Fehlings erster Amtsperiode am 25. Oktober 1902 in der Stadt weilte, wurde ihm in seiner Anwesenheit das [[Orden und Ehrenzeichen|Ehrenkreuz]] des [[Greifenorden]]s verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lokale Notizen&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Lübeckische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, 44. Jahrgang, Nummer 43, Ausgabe vom 26. Oktober 1902, S. 538.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Mitglied der Kommission zur Neuordnung der Kaufmannschaft und war an der Förderung der Eisenbahnverbindungen Lübecks und dem Ausbau der Seehäfen beteiligt. Die Industrie  förderte er, indem er sich an der Gründung des [[Hochofenwerk Lübeck|Hochofenwerks]] beteiligte und  Mitglied im Ausschuss des [[Deutscher Industrie- und Handelskammertag#Geschichte|Deutschen Handelstages]] sowie geschäftsführender Vorsitzender des [[Lübeck-Segeberger Eisenbahn|Eisenbahnkomitees Segeberg-Lübeck]] war. Während der Vorbereitungen des &amp;#039;&amp;#039;deutsch-russischen Handelsvertrages&amp;#039;&amp;#039; trat er für den Erhalt der Beziehungen mit Finnland ein. Für dieses Eintreten erhielt er 1904 den [[Sankt-Stanislaus-Orden#Russischer Orden|Stanislaus-Orden]] [[Großkomtur (Ordenskunde)|2. Klasse]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wochen-Chronik aus Lübeck und Umgegend:&amp;#039;&amp;#039;; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 3, Ausgabe vom 17. Januar 1904, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; und bekam vom [[Schweden|schwedischen]] [[Oskar II. (Schweden)|König]] am 14. Januar 1907 das [[Komtur (Ordenskunde)|Kommandeurkreuz]] des [[Wasaorden]]s&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wochen-Chronik aus Lübeck und Umgegend:&amp;#039;&amp;#039;; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 4, Ausgabe vom 20. Januar 1907, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter seinem [[Präsidium]] fand im September 1903 das fünfzigjährige Bestehen der Kaufmannschaft und Handelskammer statt. Fehling stand an jenem Tage auf dem Platz, den sein Vater 1853 als erster Präses der damals neu gegründeten Kammer einnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Wunsch seiner politischen Freunde folgend, ließ sich Fehling 1887 als Kandidat der [[Nationalliberale Partei|Nationalliberalen Partei]] für die [[Reichstagswahl 1877]] zum [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|3. Deutschen Reichstag]] aufstellen, um die einheimischen als auch allgemeine Handelsinteressen durch einen Kaufmann im Reichstag zu vertreten. Er wurde daraufhin bis 1890 zum [[Abgeordneter|Reichstagsabgeordneten]] für den [[Reichstagswahlkreis Hansestadt Lübeck]] gewählt. Er hielt bei Gelegenheit einer [[Debatte]] über den [[Nord-Ostsee-Kanal|Kaiser-Wilhelm-Kanal]] eine Reichstagsrede über die Bedeutung und den allgemeinen Nutzen des zu schaffenden Elbe-Trave-Kanals, die an zuständiger Stelle Eindruck machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:HL Damals – Pferdebahn.jpg|mini|hochkant|Pferdeeisenbahn]]&lt;br /&gt;
Am im Saal des &amp;#039;&amp;#039;Hôtel du Nord&amp;#039;&amp;#039; fand am 10. Dezember 1880 die erste von Regierungsrat v. Warnstedt geleitete Generalversammlung der Aktionäre der [[Pferdebahn|Lübecker Pferdeeisenbahn-Gesellschaft]], die führend im heimischen [[Ortsverkehr]] werden sollte,  statt. Er führte aus, dass zunächst nur eine außerhalb des [[Burgtor (Lübeck)|Burgtor]] beginnende zum [[Kolosseum (Lübeck)|Kolosseum]] laufende [[Bahnlinie|Linie]] gebaut werden solle. Nachdem man jedoch den Wert des Beförderungsmittels einer Pferdeeisenbahn kennengelernt haben werde, sich die [[Abneigung]] gegen die erstgenannte Linie nach dem [[Lübeck Hauptbahnhof#Der alte Hauptbahnhof|Bahnhof]] und vor das [[Holstentor]] in ein [[Bedürfnis]] wandeln werde. Als die hierfür geeignetste Linie wurde ein durch die [[Beckergrube]] laufender oder oberhalb der [[Mengstraße]] abzweigender [[Schiene (Schienenverkehr)|Schienenstrang]] angesehen. Als Mitglieder des Verwaltungsrates wurden daraufhin v. Warnstedt, Fehling und [[Georg Eduard Tegtmeyer (Politiker, 1842)|Georg Eduard Tegtmeyer]], Ersatzmann Rodde, und für den [[Aufsichtsrat]] [[August Rehder]], Eschenburg und Friedrich Carl Sauermann, Ersatzmann [[Wilhelm Heinrich Heyke]], erwählt.&amp;lt;ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Local- und vermischte Notizen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lübeckische Blätter&amp;#039;&amp;#039;; 22. Jg., Nummer 99, Ausgabe vom 12. Dezember 1880, S. 575. &amp;lt;/ref&amp;gt; Nach deren Umwandlung in eine elektrische [[Straßenbahn Lübeck|Straßenbahn]] durch eine [[AEG|Berliner Gesellschaft]] gehörte er auch deren Verwaltung an. Er war Ausschussmitglied der [[Lübeck-Büchener Eisenbahn]] und Eisenbahnrat der königlichen [[Reichsbahndirektion Hamburg|Eisenbahndirektion Altona]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über mehrere Jahre hinweg war er, bis ihn seine vielen anderweitigen Verpflichtungen zur Niederlegung des Amtes veranlassten, [[Honorarkonsul|österreichischer Konsul]] in Lübeck. Jedoch auch nach der Niederlegung wurde er in Lübeck mit „Konsul Fehling“ angesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Zerstreuung suchte Fehling in [[Travemünde]], das er langjährig als Sommeraufenthalt nutzte. Unter dem Eindruck des verheerenden [[Ostseesturmhochwasser 1872|Ostseehochwassers von 1872]] machte sich Fehling um die [[Küstenbefestigung]] und den Ausbau des Badebetriebs um Travemünde verdient. Die Gründung der [[Travemünder Woche|Travemünder Rennen]], das Inslebenrufen der [[Regatta|Regatten]], waren sein Werk.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Wilhelm Fehling.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lübeckische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, 49. Jg., Nummer 50, Ausgabe vom 15. Dezember 1907, S. 709.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Stadt erwies ihm 1890 mit der Verleihung der [[Ehrenbürger]]rechte ihre Dankbarkeit. Als Travemünde 1913, also Jahre nach seinem Tode, nach Lübeck [[Eingemeindung|eingemeindet]] wurde, übernahm Lübeck die Ehrenbürgerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lübeck-Travemünder Rennclub sowie den [[Lübecker Yacht-Club]] begründete er mit. Im letztgenannten war er 1898 der erste Vorsitzende.&amp;lt;ref&amp;gt;Lübecker Yacht-Club (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Lübecker Yacht-Club und 100 wechselvolle Jahre&amp;#039;&amp;#039;, Lübeck 1998&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lübecker [[Hanseat]] förderte Fehling auch die [[Fürsorge|Wohlfahrtseinrichtungen]] seiner Stadt. So gehörte er der Vorsteherschaft verschiedener milder Stiftungen an, zum Beispiel die des [[Lübecker Waisenhaus|Waisenhauses]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch am Abend vor seiner [[Darm]]operation war Fehling beratend im [[Verwaltungsausschuss]] der Lübeck-Büchener Eisenbahn tätig. Wenige Tage später starb er an den Folgen der Operation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Er heiratete am 14. Juli 1865 Bertha [[Eschenburg (Familie)|Eschenburg]] (1846–1926), die Tochter von [[Johann Daniel Eschenburg]]. Aus der Ehe gingen 9 Kinder hervor. Die älteste Tochter Elisabeth heiratete am 14. Juli 1885 den Dr. med. Otto Schmiedicke. Aus deren Ehe gingen drei Töchter hervor (Vera, Stefanie und Ruth Schmiedicke). Vera Schmiedicke heiratete am 21. Mai 1905 den Bergassessor Friedrich Hoernecke. Aus deren Ehe gingen hervor Christa (* 1906), Friedrich (* 1909) und Brigitte (* 1913) Hoernecke.&amp;lt;ref&amp;gt;Alken Bruns: &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Lebensläufe.&amp;#039;&amp;#039; Wachholtz-Verlag, 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; 1899 heiratete Elisabeth den am 6. Oktober 1915 als Kommandeur des [[Infanterie-Regiment „Prinz Carl“ (4. Großherzoglich Hessisches) Nr. 118|Infanterie-Regiments „Prinz Carl“ (4. Großherzoglich Hessisches) Nr. 118]] gefallenen Wilhelm König.&amp;lt;ref&amp;gt;In den Nachrufen auf Wilhelm König aus dem Jahre 1915 wird erwähnt, dass er 1899 sich mit der Tochter des amtierenden Präses geheiratet hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:HL Damals – HK-Ehrendenkmünze.JPG|mini|Ehrendenkmünze der Handelskammer zu Lübeck]]&lt;br /&gt;
Als Fehling am Ende seiner zweiten Amtszeit aus dem Amte schied, zeichnete ihn der stellvertretende Präses [[Eduard Rabe|Rabe]] auf einstimmigen Beschluss der Kammer hin in seiner letzten Versammlung im Amt Kaufmannschaft am 30. Dezember 1904 mit deren Ehrendenkmünze in Goldener Ausprägung als höchster Auszeichnung der Lübecker Handelskammer aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der der Münze beigegebenen Urkunde wurde ausgeführt, dass er sich um das Zustandekommen des Elbe-Trave-Kanals, die Nutzbarmachung der Wasserstraße, an den Arbeiten für den Ausbau der Seehäfen, an der Ausgestaltung der Lübeckischen Verkehrswege, an der kürzlich erteilten grundsätzlichen Erlaubnis zum Bau der wirtschaftlich wertvollen Eisenbahn Segeberg-Lübeck und um die Erhaltung des Warenaustausches mit Finnland verdient gemacht hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Ehrendenkmünze der Handelskammer zu Lübeck.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, No. 3, Ausgabe vom 15. Januar 1905, S. 11–12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Was in einem monarchischen [[Gliedstaat|Staate]] der Orden war, war in der Hansestadt Lübeck, die auf Selbstverwaltung beruhte, eine schlichte Gedenkmünze. Solcher Denkmünzen werden in Lübeck drei verliehen. Mit der ersten zeichnete der Senat, mit der Zweiten die Handelskammer und der Dritten die [[Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit]] aus.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmal ==&lt;br /&gt;
[[Datei:HL Damals – HWFehling.jpg|mini|Fehlingstein in Travemünde, enthüllt am 2. Juli 1908]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fehlingstein.JPG|mini|Fehlingstein an der Promenade in Travemünde]]&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Fehlings wurde 1908 in Travemünde ein Gedenkstein, der sogenannte Fehlingstein, aufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Denkmal für Hermann Fehling in Travemünde.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 28, Ausgabe vom 5. Juli 1906, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trägt als [[Inschrift]]:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Dem Förderer Travemündes&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Konsul Hermann Fehling&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;im Juli 1908&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren ist am [[Brodtener Ufer]] zwischen Travemünde und [[Niendorf (Timmendorfer Strand)|Niendorf]] eine besondere Stelle am [[Steilküste|Steilufer]], an der er sich besonders gerne aufgehalten hatte, als &amp;#039;&amp;#039;Hermannshöhe&amp;#039;&amp;#039; benannt worden. Später entstand hier das gleichnamige Ausflugslokal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von [[Senator]] [[Thomas Johann Heinrich Mann|Mann]] am 13. Oktober 1891 wurden Konsul Fehling und der Weinhändler [[Carl Tesdorpf|Krafft Tesdorpf]] zu [[Vormundschaft|Vormündern]] seiner fünf hinterlassenen Kinder bestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Thomas Mann]] war zu diesem Zeitpunkt 16 Jahre alt. In seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;Die [[Buddenbrooks]]&amp;#039;&amp;#039; (1901), wofür er später den [[Nobelpreis für Literatur|Nobelpreis]] erhielt und der Bezüge zu real existierenden Personen in Lübeck hat,  begegnen wir Krafft Tesdorpf als &amp;#039;&amp;#039;Weinhändler Stephan Kistenmaker&amp;#039;&amp;#039;, Konsul Fehling als &amp;#039;&amp;#039;Konsul Hermann Hagenström&amp;#039;&amp;#039; und [[Johann Daniel Eschenburg]] als &amp;#039;&amp;#039;Senator Huneus&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.luebeck-kunterbunt.de/TOP100/Buddenbrooks-Klarnamenverzeichnis.htm Buddenbrooks - Klarnamenverzeichnis]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hermann Fehling †&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lübeckische Anzeigen|Vaterstädtische Blätter]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 51, Ausgabe vom 15. Dezember 1907, S. 201.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hermann Fehling †&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lübecker General-Anzeiger|Von Lübecks Türmen]]&amp;#039;&amp;#039;, 17. Jahrgang, Nr. 50, Ausgabe vom 14. Dezember 1907, S. 399–400.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hermann Wilhelm Fehling&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lübeckische Blätter]].&amp;#039;&amp;#039;, 49. Jg., Nummer 50, Ausgabe vom 15. Dezember 1907, S. 707–710.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|133254488}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|Ferdinand Hermann Fehling|614}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133254488|VIAF=43022184}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fehling, Hermann Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NLP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bürgerschaft (Lübeck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Segler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Honorarkonsul]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Lübeck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Fehling|Hermann Wilhelm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 3. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenkreuz des Greifenordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Sankt-Stanislausordens (Russland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommandeur II. Klasse des Wasaordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1842]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fehling, Hermann Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Fehling, Hermann Wilhelm der Jüngere&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kaufmann und Politiker (NLP), MdR, österreichischer Honorarkonsul zu Lübeck&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. April 1842&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lübeck]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Dezember 1907&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lübeck]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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