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	<title>Hermann Walch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 9. November 2025 um 11:09 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Ewald Robert Walch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Mai]] [[1906]] in [[Hildesheim]]; † [[29. April]] [[1945]]) war ein deutscher politischer Aktivist, [[Sturmabteilung|SA-Führer]], zuletzt im Rang eines SA-Brigadeführers, und ehrenamtliches Mitglied des [[Volksgerichtshof]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
=== Früher Werdegang ===&lt;br /&gt;
Walch war der Sohn eines Architekten, der bis 1912 als Professor an der Baugewerksschule in [[Höxter]] an der Weser lehrte. Sein Urgroßvater war der Komponist [[Robert Schumann]]. Nach dem Schulbesuch, den er mit dem [[Abitur]] an einem Gymnasium abschloss, absolvierte er eine Lehre zum Zimmermann. Ergänzend dazu erhielt er bis zum Herbst 1923 Unterricht im Bereich Architektur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits in frühen Jahren begann Walch sich in den Kreisen der extremen politischen Rechten zu betätigen: Als Vierzehnjähriger schloss er sich 1920 dem [[Deutschvölkischer Schutz- und Trutzbund|Deutsch-Völkischen Schutz- und Trutzbund]] in Höxter an. Nach dem Verbot dieses Verbandes wurde er Mitglied der Knappschaft und dann Jungmann im [[Jungdeutscher Orden|Jungdeutschen Orden]], den er jedoch verließ als dieser angeblich in ein „antinationales Fahrwasser“ geriet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Laufbahn in der NS-Bewegung bis 1933 ===&lt;br /&gt;
Im Sommer 1923 trat Walch in den [[Bismarckjugend|Bismarckbund]] ein und kurz danach wurde er zum 1. Oktober 1923 Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] – er war damit eines der ersten zehn Parteimitglieder der Partei in seiner Heimatstadt. Nach dem Verbot der NSDAP im Anschluss an die Ereignisse des [[Hitler-Putsch]]es vom November 1923 schloss er sich mit einigen Gesinnungsgenossen im [[Völkisch-sozialer Block|Völkisch-Sozialen Block]] zusammen. Zum 2. April 1925 trat er der neugegründeten NSDAP wieder bei (Mitgliedsnummer 1.800).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/46670917&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1928 kam Walch nach [[Berlin]], wo er eine Stellung als Bauführer in [[Berlin-Tempelhof]] annahm. Später übte er denselben Beruf in [[Berlin-Schöneberg]] aus. Der NSDAP gehörte er dort in der Sektion Schöneberg an, für die er zunächst als Zellenobmann und Organisationsleiter tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin begann Walch 1928 auch aktiv im Straßenkampfverband der NSDAP, der [[Sturmabteilung]] (SA), zu betätigen: Vom 1. November 1928 bis 1. Juli 1929 gehörte er dem SA-Sturm 15, von Oktober 1929 bis März 1931 dem Sturm 9, von März 1931 bis April 1931 dem Sturmbann II/2 und von April 1931 bis 16. Mai 1931 erneut dem Sturm 9 an. Als SA-Mitglied beteiligte Walch sich in diesen Jahren insbesondere an gewaltsamen Auseinandersetzungen der SA mit den Organisationen der Sozialdemokraten und der Kommunisten in Schöneberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gefolge des [[Stennes-Putsch]]es vom April 1931 stieg Walch in führende Stellungen in der SA auf: Von Mai 1931 bis zum 15. September 1931 stand Walch als Führer an der Spitze des SA-Sturms 9, um dann von September 1931 bis zum 10. April 1933 den Sturmbann III/21 zu führen und gehörte somit zur [[SA-Gruppe Berlin-Brandenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer Beschuldigung des Spandauer SA-Chefs [[Gottlieb Rösner]] aus dem Jahr 1935 zufolge soll Walch sich im April 1931 beim Aufstand von Teilen der Berliner SA gegen die Münchener Parteiführung während des sogenannten [[Stennes-Putsch]]es in einer „führenden Rolle“ beteiligt haben. Nach der Niederschlagung der Stennes-Revolte soll er sich zeitweise zurückgezogen haben, um bald danach von [[Karl Ernst (SA-Mitglied)|Karl Ernst]], der zu dieser Zeit als [[Adjutant]] bzw. Stabsführer der Berliner SA amtierte, eine neue Verwendung erhalten zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Institut für Zeitgeschichte (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Akten der Partei-Kanzlei der NSDAP. Rekonstruktion eines verloren gegangenen Bestandes&amp;#039;&amp;#039;, 1983, Vorgang Nr. 10950.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 1931 erhielt Walch jedenfalls das Kommando über den SA-Sturmbann III/2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leben im NS-Staat ===&lt;br /&gt;
Kurz nach dem [[Machtergreifung|Machtantritt]] der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] im Frühjahr 1933 wurde Walch im März 1933 zum Führer der neuaufgestellten SA-Standarte 18 ernannt, die er de facto bis zu den Ereignissen des [[Röhm-Putsch]]es vom Sommer 1934, formal bis zum 31. Juli 1934, führte. In dieser Stellung stand Walch unter anderem in direktem persönlichen Kontakt zum Berliner Gauleiter [[Joseph Goebbels]], der ihn unter anderem in sein Vorgehen gegen seinen Gegner [[Hans Reupke]] einbezog.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Elke Fröhlich]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Tagebücher von Joseph Goebbels. Aufzeichnungen 1923 - 1941 / Bd. 1. / 2., Dezember 1925 - Mai 1928&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 3/I, K. G. Saur, München 2005, S. 68 und 250. ISBN 3-598-23730-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls 1934 wurde Walch als eines von dreiundzwanzig [[Liste der ehrenamtlichen Mitglieder des Volksgerichtshofs|ehrenamtlichen Mitgliedern des ersten Senats des nationalsozialistischen Volksgerichtshofes]] berufen. Nach [[Eberhard Taubert]] war er damit das zweitjüngste ehrenamtliche Mitglied dieser Körperschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernt Engelmann: &amp;#039;&amp;#039;Auf gut Deutsch! Ein Bernt Engelmann Lesebuch&amp;#039;&amp;#039;, 1983, S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem allgemeinen Stellenrevirement in der Berliner SA im Gefolge der Ereignisse des Röhm-Putsches wurde Walch im August 1934 mit der Führung der SA-Brigade 31 (Berlin-Süd) beauftragt, die er bis zum 31. März 1935 führte.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Henrichs (Bearbeiter): &amp;#039;&amp;#039;Die Organisation der Obersten SA-Führung vom 5. Januar 1931 bis 20. April 1944. Einschliesslich Rangliste der Obergruppenführer, Gruppenführer und Brigadeführer. Aufgrund der amtlichen [[Führerbefehle des Obersten SA-Führers|Führerbefehle]] 2 (31. Juli 1931) bis 85 (20. April 1944), der Verfügung vom 31. März 1931 sowie der Sonderbefehle I-V, 23a und 79a&amp;#039;&amp;#039;, S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend führte er vom April 1935 bis zum 14. Juni 1936 die SA-Brigade 28. Mit der Beförderung zum SA-Brigadeführer im November 1935 erreichte er seinen höchsten SA-Rang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren leitete Walch ein Strafgefangenenlager.&amp;lt;ref&amp;gt;Justizministerium NRW: &amp;#039;&amp;#039;Terror und Normalität. Urteile des nationalsozialistischen Volksgerichtshofs 1934–1945. Eine Dokumentation&amp;#039;&amp;#039;, in: Juristische Zeitgeschichte Nordrhein-Westfalen, Bd. 13, Selbstverlag, Düsseldorf 2004, S. 111. [https://d-nb.info/972127402 DNB].&amp;lt;/ref&amp;gt; In der SA hatte er seit Oktober 1936 formal die Stellung eines Führers z.V. der Brigade 29 inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1942 nahm Walch als Offizier am [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] teil. Er starb unmittelbar vor Kriegsende bei Kampfhandlungen. Sein Grab befindet sich auf der Kriegsgräberstätte in [[Nusplingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag beim Volksbund Kriegsgräberfürsorge ([https://www.volksbund.de Volksbund Kriegsgräberfürsorge Online]). Der Datensatz muss durch Eingabe von Walchs Personendaten in die dortige Suchmaske ermittelt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beförderungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beförderungen in der SA&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2. Juli 1929: SA-Scharführer&lt;br /&gt;
* 16. Mai 1931: SA-Sturmführer&lt;br /&gt;
* 8. März 1931: SA-Sturmbannführer&lt;br /&gt;
* 16. September 1931: SA-Obersturmbannführer&lt;br /&gt;
* 15. Juni 1933: SA-Standartenführer&lt;br /&gt;
* 9. Juni 1934: SA-Oberführer&lt;br /&gt;
* 9. November 1935: SA-Brigadeführer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachlass ==&lt;br /&gt;
Im Bundesarchiv haben sich Personalunterlagen zu Walch erhalten. Namentlich finden sich im Bestand des ehemaligen [[Berlin Document Center]] eine Akte mit Parteikorrespondenz und eine SA-Personalakte zu Walch (SA-Mikrofilm 298-B, Bilder 943–954).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bernt Engelmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Auf gut deutsch! Ein Bernt Engelmann-Lesebuch&amp;#039;&amp;#039;, Bertelsmann, München 1981, S. 94. ISBN 3-570-00828-2.&lt;br /&gt;
* [[Institut für Zeitgeschichte]] (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Akten der Partei-Kanzlei der NSDAP. Rekonstruktion eines verloren gegangenen Bestandes&amp;#039;&amp;#039;, 1983, Vorgang Nr. 10950.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=|NDL=|VIAF=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-01-26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Walch, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Volksgerichtshof)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Jungdeutschen Orden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Walch, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Walch, Hermann Ewald Robert (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SA-Führer und Mitglied am Volksgerichtshof&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Mai 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hildesheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. April 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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