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	<title>Hermann Teuchert - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Teuchert&amp;diff=605597&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Herbimontanus: /* Leben und Wirken */ die Grimms waren Brüder und keine Firma</title>
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		<updated>2026-02-08T13:37:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Wirken: &lt;/span&gt; die Grimms waren Brüder und keine Firma&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Herman Teuchert (1964).jpg|mini|Hermann Teuchert (1964)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann August Teuchert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. März]] [[1880]]&amp;lt;ref&amp;gt;Nicht: 13. März 1880, wie es mitunter in der Literatur heißt.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Łupowo (Woiwodschaft Lebus)|Loppow]], [[Landkreis Landsberg (Warthe)|Kreis Landsberg (Warthe)]]; † [[13. Januar]] [[1972]] in [[Heidelberg]]) war ein deutscher [[Germanistik|Germanist]] und [[Dialektologie|Dialektologe]]. Seine Hauptarbeit galt dem &amp;#039;&amp;#039;[[Mecklenburgisches Wörterbuch|Mecklenburgischen Wörterbuch]],&amp;#039;&amp;#039; aber auch im Rahmen seiner Mitarbeit beim &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Wörterbuch|Deutschen Wörterbuch]]&amp;#039;&amp;#039; legte er besonderen Wert auf soziologische, dialektologische und sachkulturelle Bezüge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Hermann Teuchert, geboren als Bauernsohn, war Zögling [[Sigmund Feist]]s im &amp;#039;&amp;#039;[[Leonor Reichenheim|reichenheimschen]] Waisenhaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Jörg Riecke: [https://www.wla-online.de/katalogdetail/items/2265.html &amp;#039;&amp;#039;Sabine Hank und Hermann Simon (Hrsg.): Feldpostbriefe jüdischer Soldaten 1914–1918. Teetz 2002.&amp;#039;&amp;#039;] Rezension im Wissenschaftlichen Literaturanzeiger, 25.&amp;amp;nbsp;Februar 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; und besuchte das Gymnasium in [[Landsberg an der Warthe]] und das [[Joachimsthalsches Gymnasium|Joachimsthalsche Gymnasium]] in Berlin. Er studierte in Straßburg und Berlin klassische [[Philologie]], Geschichte und Germanistik. Zu seinen akademischen Lehrern zählen [[Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff]], Karl Julius Neumann, [[Wilhelm Schulze (Sprachwissenschaftler)|Wilhelm Schulze]], [[Erich Schmidt (Literaturwissenschaftler)|Erich Schmidt]] und [[Gustav Roethe]]. Früh war sein Interesse für die deutsche Grammatik und die deutschen Mundarten geweckt. Mit einer &amp;#039;&amp;#039;Laut- und Flexionslehre der neumärkischen Mundart&amp;#039;&amp;#039; wurde er 1907 in Berlin promoviert. Noch im gleichen Jahr arbeitete Teuchert als Assistent am &amp;#039;&amp;#039;Rheinischen Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039; in Bonn. Hier ergaben sich erste Berührungen mit der niederländischen Sprache. Erst Jahrzehnte später fanden die philologisches Neuland erschließenden Studien, die den sprachlichen Relikten der niederländischen Siedlungen in Deutschland galten, in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Sprachreste der niederländischen Siedlungen&amp;#039;&amp;#039; ihren krönenden Abschluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1910 bis 1920 arbeitete Hermann Teuchert als Oberlehrer in Berlin. Neben seiner pädagogischen Tätigkeit widmete er sich wissenschaftlichen Arbeiten. Mit [[Wilhelm Seelmann]] zusammen legte er den Grundstock zu einem &amp;#039;&amp;#039;Brandenburgischen Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, das später als [[Brandenburg-Berlinisches Wörterbuch]] fertiggestellt wurde. Er war seit 1913 Mitherausgeber, seit 1919 alleiniger Herausgeber der &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für deutsche Mundarten,&amp;#039;&amp;#039; des späteren &amp;#039;&amp;#039;[[Teuthonista (Zeitschrift)|Teuthonista]],&amp;#039;&amp;#039; zu welcher alle führenden Mundartforscher in enger Beziehung standen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 an die [[Universität Rostock]] berufen, nahm Teuchert dort 1920 als ordentlicher Professor für Niederdeutsch seine Vorlesungen und Übungen über niederdeutsche Literatur und Grammatik, über Niederländisch, Phonetik, Volks- und Mundartkunde auf. Lange bevor er ab 1934 auch den Lehrstuhl für deutsche Sprache und ältere deutsche Literatur einnahm, dehnte er das Feld seiner Vorlesungen auf den gesamten Bereich der deutschen Literatur und Sprachwissenschaft aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Januar 1934 trat er der [[Sturmabteilung|SA]]-Reserve bei, ab 1942 war er Mitglied im [[Opferring der NSDAP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1920 hatte ihn Gustav Roethe zur Mitarbeit an dem von den Brüdern Grimm begründeten &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Wörterbuch|Deutschen Wörterbuch]]&amp;#039;&amp;#039; gewonnen. In über 30-jähriger Arbeit schrieb er den 15. Band dieses größten deutschen sprachwissenschaftlichen Unternehmens. Er beschritt hier neue Wege, indem er den Sachverhalten in der Darstellung des Sprachstoffes ihren angemessenen Platz zuwies, die Mundarten ausgiebiger heranzog und dabei der räumlichen Geltung und der gesellschaftlichen Sprachschichtung nachspürte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine ganze Liebe und der größte Teil seiner Arbeitskraft galt dann dem &amp;#039;&amp;#039;[[Mecklenburgisches Wörterbuch|Mecklenburgischen Wörterbuch]],&amp;#039;&amp;#039; dem &amp;#039;&amp;#039;[[Richard Wossidlo|Wossidlo]]/Teuchert.&amp;#039;&amp;#039; (bis 1952 unter Mitarbeit von [[Katharina von Hagenow]]). Kurz vor Teucherts Tod im 92. Lebensjahr 1972 übernahm die [[Sächsische Akademie der Wissenschaften]] die Herausgeberschaft der Dialektwörterbücher in der DDR und regelte im Einvernehmen mit Teuchert noch alle grundsätzlichen Fragen der Weiterführung des Mecklenburgischen Wörterbuches. In einer nach dem Tod Teucherts an die Bezieher herausgegebenen Verlagsmitteilung heißt es: „Bis ins hohe Alter hat er tatkräftig und unermüdlich an der Fertigstellung des Werkes gearbeitet, und es war ihm noch vergönnt, die Auslieferung der 50. Lieferung zu erleben. Das Wörterbuch wird in der Weise fortgesetzt werden, wie es von ihm geplant war und wie es durch seine Handschrift geprägt ist.“ Für die Bearbeitung der Lieferungen existierte in jenen Jahren in Rostock-Warnemünde eine Arbeitsstelle Mecklenburgisches Wörterbuch unter Leitung von [[Jürgen Gundlach]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zu Leben und Wirken von Hermann Teuchert vgl. die Veröffentlichungen von Jürgen Gundlach in &amp;#039;&amp;#039;Norddeutscher Leuchtturm. Wochenendbeilage der Norddeutschen Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; Schwerin, Nr. 356 vom 5. März 1960 und Nr. 978 vom 1. Februar 1972.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Laut- und Flexionslehre der neumärkischen Mundart&amp;#039;&amp;#039;, phil. Diss., Berlin 1907.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mecklenburgisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Brandenburg-Berlinisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Niederdeutsche Mundarten&amp;#039;&amp;#039;, 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der mecklenburgische Sprachraum&amp;#039;&amp;#039;, 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Sprachreste der niederländischen Siedlungen des 12. Jahrhunderts,&amp;#039;&amp;#039; Wachholtz, Neumünster 1944; 2. Aufl. mit Porträtfoto, Biographie und Schriftenverzeichnis, hrsg. von Reinhold Olesch und Ludwig Erich Schmitt (= &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsche Forschungen&amp;#039;&amp;#039;, Band 70). Böhlau-Verlag, Köln 1970, ISBN 3-412-95672-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Uitreiking van de Joost van den Vondelpreis 1963 en 1964 aan de Nederlandse tone, Bestanddeelnr 141-0466.jpg|mini|Verleihung des Joost-van-den-Vondel-Preises 1964, mit [[Albert van Dalsum]] (l.) und [[Heinz Bittel]] (m.)]]&lt;br /&gt;
* 1954 [[Brüder-Grimm-Preis der Philipps-Universität Marburg]]&lt;br /&gt;
* 1955 Korrespondierendes Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften der DDR|Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin]]&lt;br /&gt;
* 1964 [[Joost-van-den-Vondel-Preis]] der [[Westfälische Wilhelms-Universität|Universität Münster]]&lt;br /&gt;
* 1970 Dr. h. c. der [[Universität Rostock]]&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Michael Buddrus]], Sigrid Fritzlar&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. Ein biographisches Lexikon.&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=2007&lt;br /&gt;
   |Seiten=400 f.&lt;br /&gt;
   |Online=https://open.ifz-muenchen.de/entities/reihenband/5619ae23-6931-4c56-a564-3da8688d5919}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hermann Teuchert}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118756575}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|235634409}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PER|teuchert,hermann}}&lt;br /&gt;
* {{PBuB|ID=652}}&lt;br /&gt;
* {{CPR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118756575|LCCN=n85118158|VIAF=71430500}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Teuchert, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dialektologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Rostock)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederdeutsch (Mecklenburg-Vorpommern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR I. Klasse für Wissenschaft und Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Rostock]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preuße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Teuchert, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Teuchert, Hermann August (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Germanist und Dialektologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. März 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Łupowo (Woiwodschaft Lebus)|Loppow]], [[Landkreis Landsberg (Warthe)|Kreis Landsberg (Warthe)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Januar 1972&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heidelberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Herbimontanus</name></author>
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