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	<title>Hermann Stieve - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Stieve&amp;diff=1536781&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-12-03T16:05:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:HermannStieve.gif|miniatur|Hermann Stieve]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Philipp Rudolf Stieve&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Mai]] [[1886]] in [[München]]; † [[6. September]] [[1952]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Anatomie|Anatom]], der sich insbesondere mit gynäkologischen Fragestellungen beschäftigte. Er war Professor für Anatomie und [[Histologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur 1905 am [[Wilhelmsgymnasium München]]&amp;lt;ref&amp;gt;Jahresbericht über das K. Wilhelms-Gymnasium zu München. {{ZDB|12448436}}, 1904/05&amp;lt;/ref&amp;gt; absolvierte der der evangelischen Konfession angehörende Hermann Stieve an den Universitäten [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] und [[Universität Innsbruck|Innsbruck]] ein [[Studium der Medizin]]. 1906 wurde er Mitglied des [[Corps Franconia München]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kösener Corpslisten.&amp;#039;&amp;#039; 1960, &amp;#039;&amp;#039;106&amp;#039;&amp;#039;, 756&amp;lt;/ref&amp;gt; Stieve leistete einen Militärdienst als [[Einjährig-Freiwilliger|einjährig-freiwilliger]] Arzt. 1912 wurde Stieve zum Dr. med. [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Er leistete seine Praktika am Pathologischen Institut des [[Klinikum rechts der Isar|Krankenhauses rechts der Isar]] und an der zweiten Medizinischen Universitätsklinik München. Ab 1913 arbeitete er als Assistent von Johannes Rückert am Anatomischen Institut München. Von 1914 bis 1917 war er als Frontarzt und dann an der Militärärztlichen Akademie München tätig und erhielt diverse militärische Auszeichnungen. Stieve [[Habilitation|habilitierte]] sich mit der Schrift &amp;#039;&amp;#039;Entwicklung des Eierstocks bei der Dohle&amp;#039;&amp;#039; in München für Anatomie, bevor er 1918 zweiter [[Prosektor]] an der [[Universität Leipzig]] bei Held wurde. Als [[Privatdozent]] lehrte er Anatomie und [[Anthropologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1918/19 war Stieve Mitglied der [[Deutschnationale Volkspartei|DNVP]]. Im Zeitraum 1919/20 gehörte er dem [[Freikorps]] Leipzig an und unterstützte den [[Kapp-Putsch]]. Von 1920 an war er Mitglied der [[Georg Escherich#Die „Organisation Escherich (Orgesch)“|Organisation Escherich]], bis diese aufgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 wurde er in München auch zum Dr. phil. promoviert. 1921 erfolgte seine Berufung als ordentlicher Professor für Anatomie an die [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Vereinigte Friedrichs-Universität Halle-Wittenberg]]. Er übernahm zugleich als Nachfolger von [[Wilhelm Roux]] die Funktion als Direktor des Anatomischen Instituts der Universität.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nwj|30|03|1921|7|Als Nachfolger des berühmten Physiologen in Halle Wilhelm Roux|HERVORHEBUNG=Hermann&amp;amp;#32;Stieve}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1921 trat Stieve dem [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Stahlhelm]] bei. Bei seinen Forschungen zu Schwangeschaftsveränderungen der Scheide wurde er von [[Hugo Sellheim]], dem Direktor der Universitäts-Frauenklinik in Halle unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans H. Simmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Auffindung eines Zyklus im desquamierten menschlichen Vaginalepithel.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Christa Habrich]], Frank Marguth, Jörn Henning Wolf (Hrsg.) unter Mitarbeit von [[Renate Wittern-Sterzel|Renate Wittern]]: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Diagnostik in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift für [[Heinz Goerke]] zum sechzigsten Geburtstag. München 1978 (= &amp;#039;&amp;#039;Neue Münchner Beiträge zur Geschichte der Medizin und Naturwissenschaften: Medizinhistorische Reihe.&amp;#039;&amp;#039; Band 7/8), ISBN 3-87239-046-5, S. 341–356, hier: S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1923 bis 1928 war er Leiter des deutschen Hochschulausschusses für Leibesübungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Mai 1933 wurde er vom Generalkonzil der Universität zum [[Rektor]] gewählt. Auf seine Veranlassung wurde die Universität Halle/Saale in Martin-Luther-Universität umbenannt. Vom Amt des Rektors trat er bereits Ende November 1933&amp;lt;ref name=&amp;quot;19331125FST&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|fst|25|11|1933|2|Hochschulnachrichten|HERVORHEBUNG=Stieve&amp;amp;#32;scheidet&amp;amp;#32;von&amp;amp;#32;seinem&amp;amp;#32;Amt}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wegen anhaltender Auseinandersetzungen mit der [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund|NS-Studentenschaft]] wieder zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Näheres dazu z.&amp;amp;nbsp;B. [https://books.google.de/books?id=83JpGdmPjIsC&amp;amp;pg=PA113 hier], [https://books.google.de/books?id=83JpGdmPjIsC&amp;amp;pg=PA115 hier] und [https://books.google.de/books?id=83JpGdmPjIsC&amp;amp;pg=PA117 hier]&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Nachfolge trat [[Hans Hahne (Prähistoriker)|Hans Hahne]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;19331125FST&amp;quot; /&amp;gt; Seine Stahlhelm-Mitgliedschaft wurde 1934 in die [[Sturmabteilung|SA]]-Reserve II überführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 übernahm er eine Professur an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] Berlin, wo er die Leitung des ersten Anatomischen Instituts und des Anatomisch-biologischen Instituts innehatte. Diese Funktionen übte er bis zu seinem überraschenden Tod nach einem [[Schlaganfall]] 1952 aus. Erst 1954 wurde mit [[Anton Johannes Waldeyer]] sein Nachfolger berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Der Vater von Hermann Stieve, [[Felix Stieve]],&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch [[:sv:Felix Stieve]]&amp;lt;/ref&amp;gt; war Geschichtsprofessor an der Universität München.&amp;lt;ref&amp;gt;Benno Romeis: {{Webarchiv | url=http://www.badw.de/publikationen/sonstige/nachrufe/1953/Stieve.pdf | wayback=20141014065532 | text=Nachruf auf Hermann Stieve}}, Auszug aus Jahrbuch 1953 der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]] (PDF-Dokument; 25&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mediziner [[Friedrich-Ernst Stieve|Friedrich-Ernst]] und Robert Stieve waren seine Söhne.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dietrich Harder]], [[Alexander Kaul (Biophysiker)|Alexander Kaul]] und [[Fridtjof Nüsslin]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0032-1319045 Unserem Ehrenmitglied Prof. Friedrich-Ernst Stieve zum Geleit.]&amp;#039;&amp;#039; [[RöFo]]: Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen und bildgebenden Verfahren 184 (12), S. 1196–1197. Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York, 2012 (mit Foto).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1997, S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Historiker und Diplomat [[Friedrich Stieve]] war sein Bruder,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Grosse bayerische biographische Enzyklopädie.&amp;#039;&amp;#039; Band &amp;#039;&amp;#039;P-Z.&amp;#039;&amp;#039; München 2005, S. 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Sozialarbeiterin [[Hedwig Stieve]] war seine Schwester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Viele seiner Veröffentlichungen betrafen Fragen der Struktur der männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane. Sein Hauptforschungsgebiet waren biologische und anatomische Veränderungen während des Geschlechtszyklus der [[Frau]]. Er untersuchte zyklische Veränderungen der menschlichen Vaginalschleimhaut, stellte prämenstruell einen größeren Blutreichtum und eine größere Dicke der Vaginalschleimhaut fest und berichtete 1925 über Veränderungen der Scheide während der Schwangerschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans H. Simmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Auffindung eines Zyklus im desquamierten menschlichen Vaginalepithel.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Christa Habrich]], Frank Marguth, [[Jörn Henning Wolf]] (Hrsg.) unter Mitarbeit von [[Renate Wittern-Sterzel|Renate Wittern]]: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Diagnostik in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift für [[Heinz Goerke]] zum sechzigsten Geburtstag. München 1978 (= &amp;#039;&amp;#039;Neue Münchner Beiträge zur Geschichte der Medizin und Naturwissenschaften: Medizinhistorische Reihe.&amp;#039;&amp;#039; Band 7/8), ISBN 3-87239-046-5, S. 341–356, hier: S. 343–344.&amp;lt;/ref&amp;gt; Forschungsgegenstand war insbesondere auch der [[Eierstock]]. Stieve gilt als Entdecker der grundlegenden morphologischen und funktionellen Zusammenhänge der Funktion der [[Gonade|Keimdrüsen]] des Menschen. Sowohl grundlegende Fragen der Funktion der [[Hoden]] als auch der Eierstöcke und deren Abhängigkeit von äußeren Einflüssen wurden von ihm geklärt. Mit seinen Arbeiten zum durch Einflüsse der Umwelt bedingten Ausbleiben der [[Menstruation|Regelblutung]] schuf er Grundsteine für ein [[Psychosomatik|psychosomatisches]] Krankheitsbild. Im Jahr 1926 beschrieb Stieve &amp;#039;&amp;#039;Die [[Unfruchtbarkeit]] als Folge unnatürlicher Lebensweise&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus war er Mitherausgeber der Fachzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Medizinische Klinik]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee603&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: [[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Frankfurt am Main 2007, S. 603.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Herausgeber der &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für mikroskopisch-anatomische Forschung]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stieve gehörte den Akademien der Wissenschaften von [[Stockholm]], [[Uppsala]] und München sowie der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Leopoldina]] in Halle (Saale) an. 1933 beantragte er den Austritt aus der Leopoldina, deren Präsident Abderhalden konnte ihn aber überzeugen das zurückzuziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wieland Berg, Eine ehrenwerte Lüge: Abderhaldens Brief zur Streichung der jüdischen Mitglieder der Leopoldina – vorauseilender Gehorsam oder Schutzbehauptung, Sudhoffs Archiv, Band 99, 2015, S. 112&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war er Mitglied des Nobelkomitees. Seit dem 19. Juli 1949 war er Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften der DDR|Deutschen Akademie der Wissenschaften]] zu [[Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1942 wurde er zum Korrespondierenden Mitglied der [[Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe|Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie]] ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|wmw|04|00|1942|292|ALTSEITE=216|Hochschulnachrichten|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1950 gehörte Stieve dem Beirat der [[Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung|Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee603&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tätigkeit in der Zeit des Nationalsozialismus:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:HermannStieveVorlesung43.JPG|miniatur|Stieve während einer Vorlesung, etwa 1943]]&lt;br /&gt;
Während seine wissenschaftlichen Leistungen allseitige Würdigung erfuhren, wird an seinen Verhaltensweisen in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] zum Teil heftige Kritik geübt.&amp;lt;ref&amp;gt;Udo Schagen: &amp;#039;&amp;#039;Die Forschung an menschlichen Organen nach „plötzlichem Tod“ und der Anatom Hermann Stieve (1886–1952).&amp;#039;&amp;#039; {{Webarchiv |url=http://ns-zeit.geschichte.hu-berlin.de/ringvorlesung/teilI/25juni |text=(online) |wayback=20160315094918}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartsch&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Bartsch: &amp;#039;&amp;#039;Ein Meister aus Deutschland – der Anatom und Gynäkologe Hermann Stieve.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ärzteblatt Sachsen-Anhalt.&amp;#039;&amp;#039; 4, 2007, S. 52–55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Problematisch an der Forschungsarbeit Stieves war das Fehlen geeigneter [[Präparat|Forschungspräparate]]. Noch 1931 hatte Stieve sich gegenüber einem [[Kurator]] über die Schwierigkeiten seiner Forschungsarbeit schriftlich geäußert: „Es ist ungemein schwer, Eierstöcke von wirklich gesunden Mädchen aufzutreiben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartsch&amp;quot; /&amp;gt; In seiner Zeit in Halle wurden Untersuchungen an verschiedenen Tieren, vor allem Haushühnern, vorgenommen. Ein zentraler Aspekt war die Frage, ob der [[Follikelsprung|Eisprung]] anders als von [[Hermann Knaus]] und [[Kyūsaku Ogino]] vorausgesetzt, auch unerwartet, zum Beispiel in Schrecksituationen eintreten kann und es somit die von Knaus und Ogino angegebenen berechenbaren empfängnisfreien Tage nicht gäbe und äußere Einflüsse eine Rolle spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ersten Versuchsreihen war zu Hühnern ein Käfig mit einem Fuchs gestellt worden, um die Hühner einem plötzlichen Stressfaktor auszusetzen. In der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft nutzte Stieve das Unrechtssystem für seine Forschung in [[Ethik|ethisch]] umstrittener Weise. 1938 äußerte er in Bezug auf die durch den [[Volksgerichtshof]] vermehrt ausgesprochenen [[Todesstrafe]]n: „Durch die Hinrichtungen erhält das Anatomische und anatomisch-biologische Institut einen Werkstoff, wie ihn kein anderes Institut der Welt besitzt. Ich bin verpflichtet, diesen Werkstoff entsprechend zu bearbeiten, zu fixieren und aufzubewahren.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartsch&amp;quot; /&amp;gt; Zwischen 1939 und 1945 erhielt Stieve, der nicht Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] war, 269 Körper toter Frauen aus den Haftanstalten und Lagern [[KZ Ravensbrück|Ravensbrück]] und [[Justizvollzugsanstalt Plötzensee|Plötzensee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stieve wird vorgeworfen, in mehreren Fällen auf Hinrichtungstermine dergestalt Einfluss genommen zu haben, dass die Organentnahme für wissenschaftliche Untersuchungen möglich wurde. In einer Notiz des [[Generalstaatsanwalt]]s wird über eine Besprechung, zu der auch Stieve hinzugezogen wurde, mitgeteilt: „Als Ergebnis der Besprechung trage ich hiermit folgendes vor: Erwünscht ist (wegen der Bombardierungen) die Vollstreckung von Todesurteilen in Plötzensee auf den Abend zu verlegen und zwar auf 20 Uhr. Professor Stieve war hiermit einverstanden und erklärte, dass die Leichen dann noch am selben Abend zur Anatomie abgeholt werden könnten. Ein späterer Zeitpunkt sei für das Anatomische Institut aber nicht tragbar, weil sonst die Bearbeitung der Leichen zu Forschungszwecken sich zu spät in die Nacht hinein ausdehnen würde, so dass die beteiligten Ärzte nicht mehr mit den Verkehrsmitteln nach Hause kommen könnten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartsch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch sollen junge Frauen durch die jeweiligen Gefängnisärzte angehalten worden sein, einen Monatskalender zu führen. Es soll ihnen dann entsprechende Tage vor ihrem Eisprung der Hinrichtungstermin mitgeteilt worden sein, um so verwertbare Forschungsergebnisse zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Zentralblatt für Gynäkologie.&amp;#039;&amp;#039; 66/2, 1942, S. 1456 f. „Die Wirkung von Gefangenschaft und Angst auf den Bau und die Funktion der weiblichen Geschlechtsorgane“ zitiert nach Wilhelm Bartsch.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Behauptungen von Bartsch sind allerdings nirgends belegt. Es findet sich auch sonst kein Hinweis auf eine entsprechende Einflussnahme irgendwelcher Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestützt auf solche Befunde kam Stieve zum Schluss, dass Schockerlebnisse binnen weniger Stunden einen vom Zyklus abweichenden Eisprung auslösen können. Er verheimlichte die Quelle seines Untersuchungsmaterials nicht. So schilderte er in der Zeitschrift „[[Das deutsche Gesundheitswesen]]“ am 15. September 1946 den Fall einer 22-jährigen Frau, deren Monatsblutung „infolge starker nervöser Erregung“ elf Monate lang ausgeblieben war. Aber plötzlich trat, „im Anschluss an eine Nachricht, die die Frau sehr stark erregt hatte (Todesurteil), eine Schreckblutung ein. Am folgenden Tag starb die Frau plötzlich durch äußere Gewalteinwirkung…“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartsch&amp;quot; /&amp;gt; Bei der Frau handelte es sich um die am 5. August 1943 um 19.42 Uhr enthauptete Widerstandskämpferin [[Cato Bontjes van Beek]]. Andere Opfer des NS-Regimes, die von Stieve seziert wurden, waren beispielsweise [[Wanda Kallenbach]], [[Elfriede Scholz]], [[Helene Delacher]], [[Erika Gräfin von Brockdorff|Erika von Brockdorff]], [[Liane Berkowitz]] und [[Wera Apollonowna Obolenskaja]]. Von seiner Bereitschaft, die Körper Hingerichteter für seine Forschungszwecke zu nutzen, machte Stieve mindestens eine Ausnahme: Er verweigerte die Annahme der Körper der [[Attentat vom 20. Juli 1944|Attentäter vom 20. Juli 1944]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem Bevollmächtigten für das Gesundheitswesen [[Karl Brandt (Mediziner)|Karl Brandt]] war Stieve ab 1944 noch Angehöriger des wissenschaftlichen Beirates.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee603&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stieve selbst äußerte sich zu der Frage der Ethik seines Handelns: „Ich selbst habe alle Leichen, die der Anatomie in der Zeit der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft überwiesen wurden, seziert und habe mich dabei bemüht, die erhobenen Befunde für meine wissenschaftlichen Arbeiten und dadurch zum Wohle der Menschheit zu verwerten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartsch&amp;quot; /&amp;gt; Von offizieller Seite gab es an seinem Handeln auch nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur zunächst keine Kritik. Das [[Neues Deutschland|Neue Deutschland]], Zentralorgan der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-Regierungspartei [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]], schrieb in seinem Nachruf: „Groß waren seine Taten. In seinem Werk wird er weiterleben“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartsch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Mai 2019 wurden die sterblichen Überreste von NS-Opfern auf dem [[Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden|Dorotheenstädtischen Friedhof]] in Berlin beigesetzt. Es handelt sich um Gewebeproben von Menschen, die in Plötzensee ermordet wurden, meistens als politische Gegner des Regimes. Die Proben waren 2016 von den Erben Stieves in seinem Nachlass gefunden und der [[Charité]] übergeben worden. Dort erkannte man ihre Herkunft und beauftragte [[Johannes Tuchel]] als Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, ihre Herkunft zu untersuchen. Besonders interessierte sich Stieve für die Körper junger Frauen. Tuchel belastet Stieve schwer: &amp;#039;&amp;#039;Wir haben aufgearbeitet, dass er dem Reichsjustizministerium systematisch bei der Spurenverwischung dieser Justizverbrechen half&amp;#039;&amp;#039;. Demnach stellte das NS-Justizministerium dem Mediziner die Leichen kurz nach der Hinrichtung zum Sezieren zur Verfügung. Im Gegenzug habe Stieve dafür gesorgt, die Körper der Getöteten einzuäschern und anonym bestatten zu lassen. Besonders interessierte sich Stieve für die Körper junger Frauen, da er an der Funktionsweise der Monatsblutung forschte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.focus.de/politik/deutschland/gedenkstaette-will-ihnen-ihre-wuerde-wiedergeben-ueberreste-von-opfern-der-ns-unrechtsjustiz-werden-beigesetzt_id_10589831.html |text=Überreste von Opfern der NS-Unrechtsjustiz werden beigesetzt |wayback=20190414002628}}, in: [[Focus]], 14. April 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/berlin/spate-wurdigung-fur-ns-opfer-4641886.html l Wissenschaft unter den Nazis: Späte Würdigung für NS-Opfer], in [[Der Tagesspiegel]], 13. Mai 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über seine Obduktionen führte Stieve Listen. Er selbst sezierte demnach 184 Menschen, darunter 172 Frauen. Auch von den 18 enthaupteten Frauen der Widerstandsgruppe [[Rote Kapelle]] sezierte Stieve die 13 jüngeren. Hier findet sich zum Beispiel der Name von [[Libertas Schulze-Boysen]], der Ehefrau von Harro Schulze-Boysen. Das Ehepaar war am 22. Dezember 1942 hingerichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Stieve erhielt während seiner Militärzeit diverse Auszeichnungen, darunter das [[Eisernes Kreuz|Eiserne Kreuz]] II. Klasse, der [[Militärverdienstorden (Bayern)|Königlich bayerische Militärverdienstorden]] IV. Klasse mit Schwertern und das Ritterkreuz des [[Franz-Joseph-Orden]]s mit Kriegsdekoration. Außerdem verlieh ihm [[Franz Salvator von Österreich-Toskana]] im Jahre 1916 das [[Ehrenzeichen für Verdienste um das Rote Kreuz]] II. Klasse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|wrz|14|01|1916|5|Auszeichnungen|HERVORHEBUNG=Hermann&amp;amp;#32;Stieve}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in [[Berlin-Lichterfelde]] im [[West-Berlin|Westteil Berlins]] lebende Stieve erhielt auch den [[Nationalpreis der DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod wurde Stieve zum Ehrenmitglied der [[Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe|Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe]] ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee603&amp;quot; /&amp;gt; Diese Ehrenmitgliedschaft wurde ihm wie auch [[Hans Hinselmann]] mittlerweile aufgrund seines Verhaltens in der NS-Zeit wieder aberkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dggg.de/die-dggg/geschichte/ehrenmitglieder |titel=Ehrenmitglieder {{!}} Geschichte {{!}} Die DGGG {{!}} Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.&amp;amp;nbsp;V. |abruf=2022-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Sortierung? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{NDB|25|335||Stieve, Hermann|Udo Schagen|117258474}}&lt;br /&gt;
* Wilhelm Bartsch: &amp;#039;&amp;#039;Ein Meister aus Deutschland – der Anatom und Gynäkologe Hermann Stieve.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ärzteblatt Sachsen-Anhalt.&amp;#039;&amp;#039; 18, 4/2007, S. 52–55. [http://www.aerzteblatt-sachsen-anhalt.de/images/heft_pdfs/04_2007.pdf (online PDF-Dokument; 5,08&amp;amp;nbsp;MB)]&lt;br /&gt;
* [[Theodor Brugsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Stieve zum Gedächtnis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Wissenschaftliche Annalen]].&amp;#039;&amp;#039; 1952, S. 528.&lt;br /&gt;
* [[Udo Schagen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Forschung an menschlichen Organen nach „plötzlichem Tod“ und der Anatom Hermann Stieve (1886–1952).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Berliner Universität in der ns-zeit.&amp;#039;&amp;#039; Franz Steiner Verlag, 2005, ISBN 3-515-08658-7, S. 35 ff.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
* Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-596-14906-1.&lt;br /&gt;
* Sabine Hildebrandt: &amp;#039;&amp;#039;The Women on Stieve’s list: Victims of National Socialism Whose Bodies Were Used for Anatomical Research.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Clinical Anatomy.&amp;#039;&amp;#039; 26, 2013, S. 3–21.&lt;br /&gt;
* [[Benno Romeis]]: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Stieve †.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anatomischer Anzeiger.&amp;#039;&amp;#039; Band 99, (Jena) 1953, S. 401–446, ([https://muvs.org/media/pdf/hermann-stieve_wWaqUx2.pdf PDF])&lt;br /&gt;
* [[Hans H. Simmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Auffindung eines Zyklus im desquamierten menschlichen Vaginalepithel.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Christa Habrich]], Frank Marguth, [[Jörn Henning Wolf]] (Hrsg.) unter Mitarbeit von [[Renate Wittern-Sterzel|Renate Wittern]]: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Diagnostik in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift für [[Heinz Goerke]] zum sechzigsten Geburtstag. München 1978 (= &amp;#039;&amp;#039;Neue Münchner Beiträge zur Geschichte der Medizin und Naturwissenschaften: Medizinhistorische Reihe.&amp;#039;&amp;#039; Band 7/8), ISBN 3-87239-046-5, S. 341–356, hier: S. 343–345 und 349.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Tuchel]]: &amp;#039;&amp;#039;Hinrichtungen im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee 1933 bis 1945 und der Anatom Hermann Stieve&amp;#039;&amp;#039;, Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin 2019, ISBN 978-3-945812-35-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117258474}}&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
* [http://ns-zeit.geschichte.hu-berlin.de/site/lang__de-DE/mid__11609/ModeID__0/PageID__585/4123/default.aspx Udo Schagen: &amp;#039;&amp;#039;Die Forschung an menschlichen Organen nach „plötzlichem Tod“ und der Anatom Hermann Stieve (1886–1952)&amp;#039;&amp;#039;, 2003]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- http://www.zeit.de/1989/04/tod-nach-kalender --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117258474|LCCN=n/82/53158|VIAF=66546569}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stieve, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizin (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Franz-Joseph-Ordens (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Militärverdienstordens (IV. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalpreisträger (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:DNVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Stahlhelm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer am Kapp-Putsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Organisation Escherich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1886]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Ludwig-Maximilians-Universität München]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stieve, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stieve, Hermann Philipp Rudolf (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Anatom und Histologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Mai 1886&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. September 1952&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-31117-66</name></author>
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