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	<title>Hermann Staub - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T18:40:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Staub&amp;diff=1731693&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonKatBot: Bot: Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaften) umbenannt in Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaft): laut Diskussion</title>
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		<updated>2026-04-12T06:02:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Sachbuchautor_(Rechtswissenschaften)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaften) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaften)&lt;/a&gt; umbenannt in &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Sachbuchautor_(Rechtswissenschaft)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaft) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaft)&lt;/a&gt;: laut &lt;a href=&quot;/index.php?title=Wikipedia:WikiProjekt_Kategorien/Diskussionen/2026/April/5&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Wikipedia:WikiProjekt Kategorien/Diskussionen/2026/April/5 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hermann staub 1904.JPG|mini|{{Center|Hermann Staub:&amp;lt;br /&amp;gt;Porträt im Nachruf 1904}}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Samuel Hermann Staub&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. März]] [[1856]] in [[Mikołów|Nicolai]], [[Kreis Pleß]]; † [[2. September]] [[1904]] in [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;StandesamtCharlottenburg&amp;quot; /&amp;gt; war ein [[deutsche]]r [[Rechtsanwalt]] und Rechtspublizist. Er begründete die Lehren von der [[Positive Vertragsverletzung|positiven Vertragsverletzung]] sowie die vom [[Scheinkaufmann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Staub stammte aus [[Kleinbürgertum|kleinbürgerlichen]] Verhältnissen in [[Oberschlesien]]. Sein Vater, Michael Staub, war von Beruf [[Kaufmann]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;StandesamtCharlottenburg&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Standesamt Charlottenburg I |Titel=Sterbeurkunde Hermann Staub |Nummer=497 |Datum=1904}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Abitur studierte er zunächst vier Semester [[Rechtswissenschaft|Rechtswissenschaften]] an der [[Universität Breslau]], wechselte im Oktober 1876 bis Mai 1877 an die [[Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin]], wo er bis Mai 1877 die Vorlesungen besuchte. Dann ging er nach [[Breslau]] zurück, um das Studium abzuschließen. Anschließend, ab November 1877 erhielt er eine Stelle als [[Referendar]] am [[Appellationsgericht]] [[Racibórz|Ratibor]]. 1882 bestand Staub das [[Assessorexamen]] mit der Note &amp;#039;&amp;#039;gut&amp;#039;&amp;#039; und ließ sich danach als [[Anwalt]] in Berlin nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits ab Beginn des Studiums verwendete er seinen ursprünglichen Vornamen Samuel nicht weiter und vollzog den Namenswechsel zu [[Hermann]], eine damals nicht unübliche Vorkehrung zur Verminderung [[Antisemitismus|antisemitischer]] Diskriminierung. Einen Übertritt vom jüdischen zum [[Christliche Glaubenslehre|christlichen Glauben]] lehnte Staub jedoch ab und vergab damit die Chance auf eine Berufung zum Professor an der [[Humboldt-Universität Berlin#Geschichte|Berliner Universität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Staub verstarb am 2. September 1904 im ehemaligen Westsanatorium in der [[Joachimsthaler Straße]] 20&amp;lt;ref name=&amp;quot;StandesamtCharlottenburg&amp;quot; /&amp;gt; an einem [[Krebs (Medizin)|Krebsleiden]]. Sein Grab befindet sich auf dem [[Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee|Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee]]. Hier ließen seine Hinterbliebene im Jahr 1905 einen Grabstein mit einem Sinnspruch als kleines Denkmal für ihn aufstellen. Die Inschrift lautet: „Preist Ihr das Ringen nach Wahrheit, des Geistes erhab’ne Erleuchtung, denkt auch des sonnigen frohen Gemütes, des Adels der Seele! Goldener Kern in herrlicher Schale, ein Segen der Menschheit! Ach, wie groß dieses [[Herz]], wissen die Seinen nur ganz.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fcontent.staatsbibliothek-berlin.de%2Fzefys%2FSNP27971740-19050824-0-0-0-0.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=3&amp;amp;cHash=2ea12d3c283359890ef4145196706086 &amp;#039;&amp;#039;Ein Denkstein für Justizrath Dr. Staub&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Volkszeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 24. August 1905.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jüdischer friedhof berlin weißensee hermann staub.jpg|mini|hochkant|Grabstein auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee]]&lt;br /&gt;
Staub veröffentlichte 1893 beim Verlag J.&amp;amp;nbsp;J. Heines [[Berlin]] einen [[Gesetzeskommentar|Kommentar]] zum [[Handelsgesetzbuch]], der rasch hohe Bedeutung in der [[Rechtspraxis]] erlangte. Er begründete darin die Methode, die einzelnen Paragraphen in systematisierter Form darzustellen, anstatt sie wie bis dahin üblich Wort für Wort zu annotieren. Staub selbst führte diese Technik nach der Überlieferung seines Schwagers Arthur Schindler auf die jüdische Darstellungsweise der [[Talmud|talmudischen Lehre]] zurück, weshalb der Ansatz auch als „talmudische Methode“ bezeichnet wird. Zeitgenossen wie [[Paul Laband]] und [[Max Hachenburg]] bewerteten Staubs Kommentarstil als für spätere Werke wegweisend und in der Ausführung unübertroffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Kästle-Lamparter |Hrsg= |Titel=Welt der Kommentare: Struktur, Funktion und Stellenwert juristischer Kommentare in Geschichte und Gegenwart |Auflage= |Verlag=Mohr Siebeck |Ort= |Datum=2016 |ISBN=978-3-16-154142-1 |Seiten=226–228 |Online={{Google Buch |BuchID=fQhCDAAAQBAJ |Seite=228 |Hervorhebung=hachenburg kommentar}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1933 erreichte Staubs HGB-Kommentar –&amp;amp;nbsp;mittlerweile bei [[Verlagsbuchhandlung I. Guttentag|Guttentag]] bzw. [[Walter de Gruyter (Verlag)|de Gruyter]] verlegt&amp;amp;nbsp;– 14 Auflagen. Unter der [[Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Herrschaft]] wurde der Einfluss jüdischer Rechtswissenschaftler bekämpft, weshalb sich der Verlag bemühte, den Kommentar als eine „Arbeit von deutschem Geiste“ darzustellen und nicht mehr mit dem Namen Staub in Verbindung zu bringen. Die Neuauflage erschien darum 1940–1943 in neuer Zählung und „[[Reichsgerichtsrat#Reichsgerichtsrätekommentar|herausgegeben von Mitgliedern des Reichsgerichts]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Angelika Königseder |Titel=Walter de Gruyter: Ein Wissenschaftsverlag im Nationalsozialismus |Verlag=Mohr Siebeck |Datum=2016 |ISBN=978-3-16-154393-7 |Seiten=191–193 |Online={{Google Buch |BuchID=ByDCq5OcHgYC |Seite=193 |Hervorhebung=reichsgerichtsräte kommentar hgb}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die 1950–1963 erschienene 2.&amp;amp;nbsp;Auflage knüpft im Vorwort an Staubs Leistungen an. Seit der 4.&amp;amp;nbsp;Auflage 1982 erscheint das Werk wieder unter seinem Namen als Großkommentar beim [[Walter de Gruyter (Verlag)|Verlag Walter de Gruyter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem HGB-Kommentar begründete Staub auch eine Kommentierung zum [[Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung|GmbH-Gesetz]], die 1903 erstmals erschien und nach seinem Tod von [[Max Hachenburg]] fortgeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Januar 1896 war Staub Mitbegründer und Mitherausgeber der &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Juristenzeitung|Deutschen Juristenzeitung]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Festschrift zum [[Deutscher Juristentag|Deutschen Juristentag]] im Jahr 1902 veröffentlichte Staub einen Aufsatz über &amp;#039;&amp;#039;Die positiven [[Vertragsverletzung|Vertragsverletzungen]] und ihre [[Rechtsfolge|Rechtsfolgen]]&amp;#039;&amp;#039; und adressierte damit Regelungslücken im [[Bürgerliches Gesetzbuch|Bürgerlichen Gesetzbuch]]. Er prägte damit den Rechtsbegriff und die Rechtsfigur der [[Positive Vertragsverletzung|positiven Vertragsverletzung]]. Begriff und Figur fanden nach umfassenden Kontroversen Eingang in die [[Rechtsprechung]]. Bei der [[Schuldrechtsreform]] 2002 wurde die positive Vertragsverletzung als [[Pflichtverletzung]] schließlich auch [[Gesetzgebung|gesetzgeberisch]] berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso war Staub Begründer der Lehre vom [[Scheinkaufmann]], die heute eine [[Gewohnheitsrecht|gewohnheitsrechtliche]] Anerkennung findet.&amp;lt;ref&amp;gt;Staub: &amp;#039;&amp;#039;Kommentar zum Handelsgesetzbuch, Erster Band&amp;#039;&amp;#039;, 6.&amp;amp;nbsp;Aufl., Berlin 1900, Exkurs zu §&amp;amp;nbsp;5, Anm.&amp;amp;nbsp;1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kommentar zum Handelsgesetzbuch.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. 6. und 7. Auflage. Heines, Berlin 1900; {{URN|nbn:de:s2w-7634}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kommentar zum Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung.&amp;#039;&amp;#039; Guttentag, Berlin 1903; {{URN|nbn:de:s2w-7616}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|25|78||Staub, Hermann|[[Hans-Georg Hermann]]|117652660}}&lt;br /&gt;
* [[Helmut Heinrichs]]: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Staub (1856–1904). Kommentator des Handelsrechts und Entdecker der positiven Vertragsverletzung.&amp;#039;&amp;#039; In: Helmut Heinrichs, [[Harald Franzki]], [[Klaus Schmalz]], [[Michael Stolleis]]  (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Juristen jüdischer Herkunft.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1993, ISBN 3-406-36960-X, S.&amp;amp;nbsp;385–402 (biografisch teilweise überholt).&lt;br /&gt;
* Thomas Henne, Rainer Schröder, Jan Thiessen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anwalt – Kommentator – „Entdecker“. Festschrift für Hermann Staub zum 150. Geburtstag am 21. März 2006.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 2006, ISBN 978-3-89949-343-6 ({{Google Buch |BuchID=XJ1w8wLLjZQC}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117652660}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117652660|LCCN=n83236170|VIAF=64081461}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Staub, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtler (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1856]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsrechtler (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaft)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Staub, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Staub, Samuel (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rechtsanwalt und Rechtspublizist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. März 1856&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mikołów|Nicolai]], Kreis Pleß&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. September 1904&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonKatBot</name></author>
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