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	<title>Hermann Schuldt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Schuldt&amp;diff=1434856&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Brighida: /* Persönliches */</title>
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		<updated>2026-04-02T16:58:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Persönliches&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Hermann Schuldt 1930.jpg|mini|Hermann Schuldt (um 1930)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Wilhelm Hermann Schuldt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Juni]] [[1896]] in [[Karstädt (Mecklenburg)|Alt-Karstädt]]; † [[30. Januar]] [[1980]] in [[Tessin (bei Rostock)]]) war ein deutscher Politiker ([[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]], KPD, SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Persönliches ===&lt;br /&gt;
Schuldt wurde als Sohn eines Forstarbeiters im mecklenburgischen Alt-Karstädt geboren und wurde nach dem Besuch der dortigen Dorfschule zum Landarbeiter ausgebildet. Nach seiner Kriegsteilnahme im Ersten Weltkrieg von 1915 bis 1918 ließ er sich in dem drei Kilometer entfernten Dorf [[Techentin (Ludwigslust)|Techentin]] bei [[Ludwigslust]] nieder. 1919 heiratete er Wilhelmine „Minna“ Düwel (1898–1982), mit der er zwei Söhne hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Traueranzeige in &amp;#039;&amp;#039;Neues Deutschland&amp;#039;&amp;#039; vom 8. September 1982.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seinen Lebensunterhalt verdiente er in den folgenden Jahren als Amtsvertreter des Amtes von Ludwigslust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Tätigkeit ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1919 schloss sich Hermann Schuldt der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands]] (USPD) an. Im darauffolgenden Jahr beteiligte er sich an der Bekämpfung des [[Kapp-Lüttwitz-Putsch]]es und schloss sich mit der Mehrheit der USPD-Mitglieder im Dezember 1920 der [[Vereinigte Kommunistische Partei Deutschlands|Vereinigten Kommunistischen Partei Deutschlands]] (VKPD) an. In den folgenden Jahren engagierte sich Schuldt vor allem in der Interessenvertretung von Landarbeitern und organisierte Streiks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1930 wurde Schuldt als Kandidat seiner Partei für den Wahlkreis 35 (Mecklenburg) in den [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] gewählt, dem er zunächst bis zum Juli 1932 angehörte. Nach einer halbjährigen Abwesenheit aus dem Parlament konnte er im November 1932 in den Reichstag zurückkehren, dem er nun bis zu den Märzwahlen des Jahres 1933 angehörte. Daneben war er in der Bezirksleitung der KPD tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] der Nationalsozialisten ging Schuldt in den Untergrund. Obwohl man ein Kopfgeld von 10.000 RM auf ihn aussetzte, konnte er 1934 nach [[Prag]] fliehen. 1935 ging Schuldt in die [[Sowjetunion]]. Er bekam den Decknamen „Willy Schwarz“. Seine Familie in Techentin erlebte über 100 Hausdurchsuchungen durch die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]. Von 1937 bis 1938 nahm er als Mitglied der [[Internationale Brigaden|Internationalen Brigaden]] am [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] teil. Im Herbst 1938 kam er nach Dänemark, wo er die Leitung der dortigen Emigrantengruppe der KPD übernahm. Nach dem deutschen Einmarsch in Dänemark wurde Schuldt am 1. Juli 1940 festgenommen und 1941 nach Deutschland ausgeliefert. Am 11. November 1941 wurde er vom Volksgerichtshof wegen „versuchten Hochverrats“ zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt. In den folgenden Jahren wurde er in den Zuchthäusern Schwerin, Hamburg, Berlin-Moabit, [[Justizvollzugsanstalt Bützow|Bützow-Dreibergen]], Bremen und Waldheim gefangen gehalten. Aus dem zuletzt genannten wurde Schuldt 1945, kurz vor seiner geplanten Exekution, von der [[Rote Armee|Roten Armee]] befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde Schuldt im Mai 1945 [[Landrat (Deutschland)|Landrat]] des Kreises Ludwigslust. Zugleich war er Sekretär der KPD, seit April 1946 der [[SED]] in Ludwigslust. Im Februar 1950 wurde er zur [[Deutsche Volkspolizei|Deutschen Volkspolizei]] delegiert und als Nachfolger von [[Josef Schütz (Politiker)|Josef Schütz]] zum Chefinspekteur und Leiter der Hauptabteilung Grenzpolizei ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Torsten Diedrich, [[Hans Ehlert]], Rüdiger Wenzke: &amp;#039;&amp;#039;Im Dienste der Partei – Handbuch der bewaffneten Organe der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Links Verlag, 1998, ISBN 3-86153-160-7, S. 220.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im August 1950 erfolgte wegen &amp;quot;unmoralischen Verhaltens&amp;quot; seine Abberufung aus der Funktion und Bestrafung mit einer &amp;quot;Rüge&amp;quot;. Zur &amp;quot;Bewährung&amp;quot; wurde er als Leiter einer [[Maschinen-Traktoren-Station]] in den Kreis Bautzen geschickt. Von August 1952 bis Juni 1960 war er Sekretär für Landwirtschaft in der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands#Bezirksleitung|SED-Bezirksleitung]] [[Bezirk Rostock|Rostock]]. Seine Parteistrafe wurde 1954 gelöscht. Von 1960 bis 1969 war er Vorsitzender der Bezirksparteikontrollkommission Rostock der SED. Anschließend blieb er bis zu seinem Tod 1980 Mitglied der SED-Bezirksleitung und lebte zuletzt als Parteiveteran in Rostock.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland]].&amp;#039;&amp;#039; vom 23. Juni 1976.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1955 [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Bronze&lt;br /&gt;
* 1956 [[Hans-Beimler-Medaille]]&lt;br /&gt;
* 1961 Vaterländischer Verdienstorden in Silber&lt;br /&gt;
* 1965 Vaterländischer Verdienstorden in Gold&lt;br /&gt;
* 1966 [[Karl-Marx-Orden]]&lt;br /&gt;
* Ehrenspange zum Vaterländischen Verdienstorden in Gold&lt;br /&gt;
* 1976 Orden &amp;quot;[[Stern der Völkerfreundschaft]]&amp;quot; in Gold&lt;br /&gt;
* 1966 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft der Stadt [[Ludwigslust]] und 1976 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Rostock verliehen (1990 aberkannt).&lt;br /&gt;
1983 wurde die [[Raketenabteilung]] 8 der NVA nach Hermann Schuldt benannt. Die nach ihm benannte Hermann-Schuldt-Straße in Rostock wurde nach 1990 in Lorenzstraße umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Deutschen Bundestag forderte Gregor Gysi am 21. September 2006, das Engagement von [[Internationale Brigaden|Spanienkämpfern]] wie Schuldt und anderen zu würdigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/hermann-schuldt?ID=5147 Schuldt, Hermann]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Dietz, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sonja Manns.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rotfuchs.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 109, Febr. 2007.&lt;br /&gt;
* Bundestagsdrucksache 16/2679&lt;br /&gt;
* Urteil des Volksgerichtshofes (Aktenzeichen): 10 J 123/41 - 2 H 115/41&lt;br /&gt;
* [[Mario Niemann]], Andreas Herbst: &amp;#039;&amp;#039;SED-Kader: Die mittlere Ebene.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Ferdinand Schöningh, 2010, ISBN 978-3-506-76977-0.&lt;br /&gt;
* Roman Guski, Johanna Jawinsky, Hannelore Rabe: &amp;#039;&amp;#039;Gedenkstätten für Opfer und Verfolgte des Naziregimes auf dem Neuen Friedhof in Rostock.&amp;#039;&amp;#039; (hrsg. von der VVN-BdA Mecklenburg-Vorpommern). Rostock 2011, ISBN 978-3-00-035037-5, S. 39.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|130184918}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Vorsitzende der BPKK Rostock der SED}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130184918|VIAF=70029918}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schuldt, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interbrigadist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizist (SBZ bzw. DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Karl-Marx-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens (Ehrenspange)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Sterns der Völkerfreundschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Rostock]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Ludwigslust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Landkreis Ludwigslust)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Ludwigslust)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schuldt, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schuldt, Johann Wilhelm Hermann (vollständiger Name); Schwarz, Willy (Deckname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (USPD, KPD, SED), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Juni 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Karstädt (Mecklenburg)|Alt-Karstädt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Januar 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tessin (bei Rostock)]], Mecklenburg&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Brighida</name></author>
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