<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hermann_Salmang</id>
	<title>Hermann Salmang - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hermann_Salmang"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Salmang&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T02:51:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Salmang&amp;diff=1581986&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Leben */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Salmang&amp;diff=1581986&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-13T07:33:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Salmang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. März]] [[1890]] in [[Aachen]]; † [[27. September]] [[1962]] im [[Breisgau]]) war ein deutscher [[Chemiker]] und [[Metallurgie|Hüttenkundler]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hermann Salmang war der Sohn des [[Eilendorf]]er Metzgermeisters Mayer Salmang (1859–1925) und Rosa, geborene Windmüller (* 1860) aus [[Lippstadt]]. Nach seinem Abitur studierte er Chemie und Hüttenkunde an der heimischen [[RWTH Aachen|Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen]], wo er anschließend auch als Assistent übernommen wurde und 1915 promovierte. Nach einer zweijährigen Dienstzeit als Chemiker in einer [[Wasserstoff]]gasfabrik in [[Düsseldorf]] zog er als Kriegsfreiwilliger an die [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]], von der er mit dem [[Eisernes Kreuz|EK I und EK II]] zurückkam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Kriegseinsatz wurde Salmang wieder an der RWTH Aachen angenommen, wo er sich 1926 habilitierte und als [[Privatdozent]] für Eisenhütten- und Materialkunde sowie Feuerungskunde und feuerfeste Baustoffe Lehrveranstaltungen anbot. Im Jahr 1928 übernahm er die Leitung des auf seine Initiative hin angegliederten Instituts für Gesteinshüttenkunde und wurde hier schließlich am 18. August 1930 zum außerordentlichen Professor ernannt. Zwei Jahre später wurde er Wissenschaftliches Mitglied des [[Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft|Kaiser-Wilhelm-Instituts]] für [[Silikat]]forschung in Berlin und zusätzlich in den Senat der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft gewählt. In dieser Zeit entstanden auch die meisten seiner zahlreichen Publikationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1933 begannen auch an der RWTH Aachen die [[Denunziation|Denunzierungen]] der Studentenschaft. Hierbei ließen der ASTA ([[Allgemeiner Studentenausschuss]]) und die Studentenführer dem hierfür extra eingesetzten Denunziationsausschuss, bestehend aus [[Hermann Bonin]], [[Hubert Hoff]], [[Felix Rötscher]], [[Adolf Wallichs]], und [[Robert Hans Wentzel]] darüber Mitteilungen zukommen, welche der Dozenten und Professoren &amp;quot;Nichtarier&amp;quot; waren und wem eine unerwünschte politische Einstellung vorgeworfen werden konnte. Salmang sollte nun gemäß dem [[Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums]] als Jude zusammen mit den Professoren [[Otto Blumenthal (Mathematiker)|Otto Blumenthal]], [[Walter Fuchs (Chemiker)|Walter Maximilian Fuchs]], [[Arthur Guttmann (Chemiker)|Arthur Guttmann]], [[Ludwig Hopf (Mathematiker)|Ludwig Hopf]], [[Theodore von Kármán]], [[Paul Ernst Levy]], [[Karl Walter Mautner]], [[Alfred Meusel]], [[Leopold Karl Pick]], [[Rudolf Ruer]], und [[Ludwig Strauss]] ab September 1933 die Lehrerlaubnis entzogen werden. Nach einem Bittschreiben des amtierenden Rektors [[Paul Röntgen]] an den Reichskommissar im Erziehungsministerium [[Bernhard Rust]], Salmang zur weiteren Umsetzung seines Forschungsauftrags halten zu dürfen, wurde seine Entlassung auf Grund der Ausnahmeregelung des Berufsbeamtengesetzes für Frontkämpfer ausgesetzt. Salmang, der bei den Kollegen und den Studierenden außerordentlich beliebt war&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Kalkmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Technische Hochschule Aachen im Dritten Reich (1933–1945)&amp;#039;&amp;#039;, Aachen 2003, S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt;, konnte daher seine Tätigkeit an der RWTH Aachen zunächst fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „[[Frontkämpferprivileg]]“ galt jedoch nur bis zum Inkrafttreten des [[Reichsbürgergesetz]]es 1935. Salmang kündigte 1935 in Aachen und emigrierte in die Niederlande. Hier übernahm er die Leitung des Entwicklungslabors der Maastrichter Porzellanfabrik, musste sich aber während des Krieges immer wieder mit Hilfe von Freunden dem Zugriff der [[Gestapo]] entziehen. Eine seiner beiden Schwestern wurde im [[KZ Auschwitz]] ermordet, seine zweite überlebte die NS-Zeit und emigrierte nach Israel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1950 beantragte und erhielt Salmang die [[niederländische Staatsbürgerschaft]] und kehrte wieder an die RWTH Aachen zurück, wo er 1950 zum ordentlichen Professor ernannt wurde. Im Jahre 1954 trat er in die [[Max-Planck-Gesellschaft]] ein. Für seine Verdienste wurde er 1955 mit der [[Seger-Plakette]] der [[Deutsche Keramische Gesellschaft|Deutschen Keramischen Gesellschaft]] sowie 1960 mit der &amp;#039;&amp;#039;Otto-Schott-Gedenkmünze&amp;#039;&amp;#039; der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Glastechnischen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während einer Fahrt in den Breisgau starb Salmang am 27. September 1962 bei einem Autounfall. Heute erinnert die ab 1978 verliehene &amp;#039;&amp;#039;Hermann-Salmang-Porzellan-Gedenkmedaille&amp;#039;&amp;#039; ebenso an ihn, wie im Institut für Gesteinshüttenkunde ein Porträt und die Benennung eines Hörsaales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Ammoniakbildung bei der Vergasung von Koks und Kohlen durch Dampf und Luft&amp;#039;&amp;#039;; Aachen, 1914 &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Rolle des Wassers bei der Verformung der Tone&amp;#039;&amp;#039;; Coburg, Müller &amp;amp; Schmidt, 1926&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Betrachtungen über die Ursachen des bildsamen Zustandes der Tone&amp;#039;&amp;#039;; Coburg, Müller &amp;amp; Schmidt, 1928&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Institut für Gesteinshüttenkunde an der Technischen Hochschule Aachen&amp;#039;&amp;#039;; Coburg, Müller &amp;amp; Schmidt, 1928 &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ton und Wasser&amp;#039;&amp;#039;; Dresden, [[Verlag Theodor Steinkopff]], 1929 &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen über die Eigenschaften von gebrannten Ton-Tonerde-Mischungen bei verschiedenen Brennbedingungen&amp;#039;&amp;#039;; Coburg, Müller &amp;amp; Schmidt, 1929 &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Herstellung schlackenbeständiger Geräte aus Magnesia und Tonerde; Düsseldorf&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Stahleisen, 1933 &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die physikalischen und chemischen Grundlagen der Keramik&amp;#039;&amp;#039;; Berlin, Julius Springer, 1933 &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Oxydationsstufen des Eisens in Schlacken in Abhängigkeit von der chemischen Zusammensetzung, der Temperatur und der Ofenatmosphäre&amp;#039;&amp;#039;; Düsseldorf, Verlag Stahleisen, 1934 &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die physikalischen und chemischen Grundlagen der Glasfabrikation&amp;#039;&amp;#039;; Berlin, Springer, 1957&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Salmang, Hermann&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Band II, 2. München: Saur, 1983, ISBN 3-598-10089-2, S. 1011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.archiv.rwth-aachen.de/biographischedatenbank/ Prof. Dr. Ing. Hermann Salmang] in der Biographischen Datenbank des Historischen Instituts der RWTH (Lehrstuhl für Neuere Geschichte) / Hochschularchiv RWTH&lt;br /&gt;
* [http://www.archiv.rwth-aachen.de/web/rea/Seite/biographien_vert_salmang.htm Erinnerung an die vertriebenen Professoren]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=142088579|LCCN=n83015053|VIAF=12820072}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Salmang, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (RWTH Aachen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftliches Mitglied der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in den Niederlanden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederländer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Salmang, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chemiker und Hüttenkundler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. März 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aachen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. September 1962&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Breisgau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
	</entry>
</feed>