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	<title>Hermann Pirich - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-23T17:49:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Paul Pirich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. April]] [[1906]] in [[Ptuj|Pettau]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[1980]] in [[Leonberg]]) war ein österreichischer [[Journalist]], [[Redakteur]] und [[Schriftsteller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hermann Pirich wuchs in Pettau auf. Er emigrierte, als die [[Untersteiermark]] nach dem Ersten Weltkrieg Teil [[Königreich Jugoslawien|Jugoslawiens]] wurde. Die [[Matura|Reifeprüfung]] legte er im Jahre 1924 in Österreich am [[Klagenfurt]]er [[Gymnasium]] ab. Anschließend studierte er an der [[Universität Graz|Grazer Universität]] [[Rechtswissenschaft]] und promovierte 1928 zum Doktor der Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1929 begann er in [[München]] mit dem Studium der [[Philosophie]], [[Germanistik]] und [[Slawistik]] und war journalistisch tätig. Im selben Jahr lernte er in München seine spätere Frau Margarete Diederichs kennen. Zunächst arbeitete er für die [[München-Augsburger Abendzeitung]]. Von 1932 bis 1933 wurde er Mitarbeiter der Satirezeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Simplicissimus]]&amp;#039;&amp;#039;; zur selben Zeit schrieb er auch für das [[Antisemitismus (bis 1945)|antisemitische]] Hetzblatt &amp;#039;&amp;#039;[[die Brennessel]]&amp;#039;&amp;#039;. Im [[Knorr &amp;amp; Hirth-Verlag|Knorr &amp;amp; Hirth Verlag]] arbeitete er unter [[Anton Betz]] in der Anzeigenabteilung und im Archiv und wurde schließlich Redakteur der [[Münchner Illustrierte Presse|Münchner Illustrierten Presse]], aus der er am 25. April 1933 auf Befehl der Staatspolizei fristlos entlassen wurde. Es folgten vier Jahre ohne feste Stellung, drei Jahre schrieb er unter dem [[Pseudonym]] Franzjoseph Friedl&amp;lt;ref&amp;gt;Franzjoseph Friedl: &amp;#039;&amp;#039;Der Gretchentragödie zweiter Teil&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Die Brennessel]], 6.1936, S. 54–55.&amp;lt;/ref&amp;gt;, im vierten Jahr veröffentlichte er wieder unter eigenem Namen. Zum 1. Mai 1937 trat er der [[NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 4.577.950)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/32550785&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Uwe Baur und Karin Gradwohl-Schlacher |Titel=Literatur in Österreich 1938–1945 |Band=Band 1: Steiermark |Verlag=Böhlau |Ort=Wien |Datum=2008 |Seiten=285–88 |Online=[https://fedora.e-book.fwf.ac.at/fedora/objects/o:112/methods/bdef:Content/download fedora.e-book.fwf.ac.at]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und war seit dem 1. April 1937 als verantwortlicher Feuilleton-Redakteur bei der nationalsozialistischen Berliner Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Der Angriff]]&amp;#039;&amp;#039; für Kurzgeschichten und Romane zuständig. Dort blieb er, bis er Anfang März 1940 eingezogen wurde. Frau und Söhne brachte er von Berlin in seine Geburtsstadt Pettau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pirich, der fließend [[slowenische Sprache|Slowenisch]] sowie [[Serbokroatisch]] sprach, trat zum 1. Juli 1933 der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 142.158).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/547752&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1940 kam er als Kriegsberichter der [[SS-Standarte Kurt Eggers]] zum Kriegseinsatz. Drei Jahre darauf wurde er zu einem [[5. SS-Panzer-Division „Wiking“|Panzerregiment]] strafversetzt und als Kommandant im Juli 1943 bei [[Belgorod]] in Russland schwer verwundet. Nach seiner Genesung war Pirich von Januar 1944 bis April 1945 in der [[Operationszone Adriatisches Küstenland]] als Chefredakteur bei der &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Adria-Zeitung|Deutschen Adriazeitung]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Triest]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde Pirich aufgrund seiner Tätigkeit als [[Kriegsberichterstatter]] vom amerikanischen Geheimdienst angeworben. In der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] wurden seine Schriften &amp;#039;&amp;#039;Die verrufene Insel&amp;#039;&amp;#039; (Die Heimbücherei, Berlin 1942) und &amp;#039;&amp;#039;Wir sind gerade dabei&amp;#039;&amp;#039; (Verl. Die Heimbücherei, Berlin 1944) auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-p.html |titel=Buchstabe P, Liste der auszusondernden Literatur. Herausgegeben von der Deutschen Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone. Vorläufige Ausgabe nach dem Stand vom 1. April 1946 (Berlin: Zentralverlag, 1946). |abruf=2020-12-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.polunbi.de/bibliothek/1947-nslit-p.html |titel=Buchstabe P, Liste der auszusondernden Literatur. Herausgegeben von der Deutschen Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone. Erster Nachtrag nach dem Stand vom 1. Januar 1947 (Berlin: Zentralverlag, 1947). |abruf=2020-12-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Pirich remigrierte 1947/48 nach Deutschland, wo er zunächst als politischer Redakteur in [[Aachen]] tätig wurde. Später baute er die Zeitschrift &amp;quot;Lies mit nach 5&amp;quot; auf, die im [[Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck|Holtzbrinck-Verlag]] erschien. Ab dem Jahre 1956 wurde er in [[Berlin]] Redakteur beim [[Der Tagesspiegel|„Tagesspiegel“]]. In dieser Zeit verfasst er auch Theatertexte. Die Stelle beim Tagesspiegel unterbrach er einmal, kehrte aber Mitte der 60er Jahre als politischer Redakteur wieder zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pirich war ein scharfer Beobachter des Zeitgeschehens, das er vor und während des Dritten Reiches in Reportagen und Romanen und nach 1945 in Leitartikeln, Dramen und Kurzgeschichten beschrieb und kommentierte. Zahlreiche Erlebnisse und Details seines Lebens, insbesondere die von ihm selbst in Brief und in einem Tagebuch aufgezeichneten Beschreibungen und Wertungen seiner eigenen Gratwanderung zwischen Anpassung an das nationalsozialistische System und seinem Aufbegehren gegen dieses System hat das [[Süddeutsche Zeitung Magazin]] in einem Schwerpunktthema eingehend dokumentiert. Pirichs Enkelin, Carolin Pirich bezieht sich darin auf ein umfangreiches von ihr ausgewertetes Archiv ihres Großvaters. Unter anderem zitiert sie einen Brief, den Hermann Pirich am 17. Januar 1941 an den [[Hauptsturmführer]] seiner SS-Kriegsberichter-Kompanie geschrieben hat:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Mit der Zeit neigt bekanntlich auch der Widerspenstigste dazu, selber schließlich das zu glauben, was man ihm hartäckig und ohne müde zu werden vorerzählt.(...)Es ist ja alles so erbärmlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sueddeutsche.de/leben/familiengeschichte-die-rote-kiste-1.3467709?reduced=true    |autor=Carolin Pirich    |titel=Familiengeschichte:Die rote Kiste   |hrsg=Süddeutsche Zeitung Magazin, Ste.14 | datum=2017-04-20   |zugriff=2017-04-23  }} Carolin Pirich zitiert aus dem Brief Hermann Pirichs, erklärt hingegen nicht, wie der Brief an den Absender gelangte.&amp;lt;/ref&amp;gt;}} Carolin Pirich bezog in dem im SZ-Magazin veröffentlichten Porträt ihres Großvaters  dessen im Bundesarchiv Berlin-Lichtenfelde gesammelten personenbezogenen Akten der SS-Mitglieder mit ein und schließt daraus:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Er war nicht der Außenseiter im Reich der Verbrecher.(...)Er war kein Held. Aber er gehörte auch nicht zu den Henkern. Er lavierte sich so durch. Bis zu seinem Lebensende haderte er damit, dass er sich nicht getraut hatte, den Mund aufzumachen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sueddeutsche.de/leben/familiengeschichte-die-rote-kiste-1.3467709?reduced=true    |autor=Carolin Pirich    |titel=Familiengeschichte:Die rote Kiste   |hrsg=Süddeutsche Zeitung Magazin, Ste15    |datum=2017-04-20   |zugriff=2017-04-23  }}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode seiner Frau Margarete Pirich-Diederichs, die ebenfalls als Journalistin und Schriftstellerin tätig war, ging er im Jahre 1971 in den beruflichen Ruhestand und starb im Jahre 1980 mit 74 Jahren nach einem Schlaganfall im Krankenhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die verrufene Insel. Eine Erzählung aus deutschem Grenzland&amp;#039;&amp;#039;. Die Heimbücherei, Berlin 1938&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Südsteirisches Grenzland&amp;#039;&amp;#039;, Roman (1939)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wir sind gerade dabei. Erlebnisse und Randbemerkungen eines Kriegsberichters zwischen Gibraltar und Leningrad&amp;#039;&amp;#039;. Die Heimbücherei, Berlin 1944&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Drehscheibe Triest – Der Adriaraum im Zeitraffer der Deutschen Adria-Zeitung&amp;#039;&amp;#039;. Triest, 1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Pertassek]]: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Pirich&amp;#039;&amp;#039;. In: Pettau, Die älteste steirische Stadt., Graz 1992&lt;br /&gt;
* Carolin Pirich: &amp;#039;&amp;#039;Aus der Kiste&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Süddeutsche Zeitung Magazin]], 21. April 2017, S. 10–16&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116191341}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116191341|VIAF=54893829}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pirich, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Der Tagesspiegel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger einer Propagandakompanie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Italiens 1943–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jugoslawe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pirich, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pirich, Hermann Paul (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller und Journalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. April 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ptuj]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leonberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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