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	<title>Hermann Oxfort - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;•1 externer Link geändert• &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:%E2%B5%93/externalURLform&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:ⵓ/externalURLform (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;🌐︎&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Grab Hermann Oxfort.jpg|mini|Das Grab von Hermann Oxfort auf dem Friedhof [[In den Kisseln]] in Berlin.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Oxfort&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Oktober]] [[1928]] in [[Erfurt]]; † [[8. August]] [[2003]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Politiker ([[Freie Demokratische Partei|FDP]]) und Rechtsanwalt. Er war von 1963 bis 1975 Vorsitzender der FDP-Fraktion im [[Berliner Abgeordnetenhaus]], anschließend bis 1976 und erneut von 1983 bis 1985 [[Senatsverwaltung für Justiz|Senator für Justiz]] [[West-Berlin]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Beruf ==&lt;br /&gt;
Hermann Oxfort wurde als Sohn eines Kaufmanns geboren, legte 1947 in Erfurt das Abitur ab, absolvierte dann eine kaufmännische Grundausbildung an der Volkshochschule sowie eine Stenotypistenprüfung. Eine Ausbildung als [[Rechtspfleger]] im thüringischen Justizdienst musste er aus politischen Gründen abbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oxfort wurde in [[Thüringen]], das zur [[Sowjetische Besatzungszone|sowjetischen Besatzungszone]] gehörte, nicht zum Studium zugelassen und wechselte 1949 [[West-Berlin]], wo er [[Rechtswissenschaft]], [[Philosophie]], [[Soziologie]] und [[Psychologie]] an der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität]] (FU) studierte. 1952 legte der die Erste juristische Staatsprüfung ab. Bis Ende 1953 arbeitete er beim Studentenwerk der FU. Anschließend absolvierte er seinen Vorbereitungsdienst als Referendar im Bereich des [[Kammergericht]]s, arbeitete nebenher in einer Berliner Anwaltskanzlei. Nach dem zweiten Staatsexamen 1957 wurde er [[Rechtsanwalt]], ab 1968 auch [[Notar]]. Er führte eine eigene Kanzlei in Spandau und vertrat prominente Klienten wie die Unternehmerin [[Beate Uhse]] oder nach 1990 den letzten [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-[[Staatsratsvorsitzender|Staatsratsvorsitzenden]] [[Manfred Gerlach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oxfort war Mitglied des Verwaltungsrats der [[Berliner Sparkasse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Karriere ==&lt;br /&gt;
Oxfort engagierte sich seit 1946 für die [[Liberal-Demokratische Partei Deutschlands]] (LDP) in Thüringen, stritt mit der [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]] und geriet 1947 vorübergehend in politische Haft. 1948 wurde er LDP-Mitglied, 1952 Mitglied der West-Berliner FDP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1963 bis 1981 war Oxfort Mitglied des [[Abgeordnetenhaus von Berlin|Abgeordnetenhauses von Berlin]]. Die FDP-Fraktion wählte ihn von 1963 bis 1975 zum Vorsitzenden. Von 1969 bis 1971 und war er Landesvorsitzender der [[FDP Berlin]], von 1968 bis 1972 gehörte er dem FDP-Bundesvorstand an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem FDP-Bundesparteitag in [[Hannover]] war er 1967 einer der Wortführer für eine neue [[Ostpolitik der Bundesrepublik Deutschland bis 1990|Ost-]] und [[Deutschlandpolitik]]. Im Januar 1968 diskutierte er vor etwa 3000 Anhängern der [[Außerparlamentarische Opposition|Außerparlamentarischen Opposition]] beim FDP-Bundesparteitag in [[Freiburg im Breisgau]] mit [[Rudi Dutschke]] und [[Ralf Dahrendorf]] über die Reformierbarkeit der Bundesrepublik. Zu seinem politischen Credo gehörte eine aktive [[Deutsche Wiedervereinigung|Wiedervereinigungspolitik]], die er auch in den [[1980er]] Jahren nicht aufgab, als sie im Westen Deutschlands für veraltet gehalten wurde. 1969 und 1974 war Oxfort Mitglied der [[Bundesversammlung (Deutschland)|Bundesversammlung]], wo er an der Wahl von [[Gustav Heinemann]] und [[Walter Scheel]] zum Bundespräsidenten beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1975 wurde Oxfort im Zuge der [[Senat Schütz III|rot-gelben Senatskoalition unter Klaus Schütz]] Bürgermeister von Berlin (d. h. Stellvertreter des Regierenden Bürgermeisters) und Senator für Justiz, vertrat Berlin im [[Bundesrat (Deutschland)|Bundesrat]]. Am 10. Juli 1976 übernahm er nach einem spektakulären Ausbruch der [[Rote Armee Fraktion|RAF]]-[[Terrorist]]innen [[Inge Viett]], [[Juliane Plambeck]], [[Gabriele Rollnik]] und [[Monika Berberich]] aus der Frauenhaftanstalt in der [[Lehrter Straße]] die politische Verantwortung und trat von dem Amt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oxfort war 1979 gemeinsam mit [[Alexander von Stahl]] Mitbegründer und Vorsitzender der &amp;#039;&amp;#039;Liberalen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, die sich eine rechtsliberale Erneuerung der FDP zum Ziel setzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von März 1983 bis 1985 war Oxfort als Teil der schwarz-gelben [[Senat Weizsäcker|Senatskoalition unter Richard Weizsäcker]] bzw. Eberhard Diepgen erneut Justizsenator. Gegenüber [[Hausbesetzer]]n vertrat er eine scharfe Linie, wandte sich gegen „rechtsfreie Räume“ und die Rücknahme von Strafanträgen gegen 177 Besetzer durch die Wohnungsbaugesellschaft &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Heimat]]&amp;#039;&amp;#039;. Er war mehrere Jahre Mitglied des [[Richterwahlausschuss]]es der Stadt. Von 1985 bis 1989 war er erneut Mitglied des Abgeordnetenhauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1989 bis 1990 war Oxfort erneut Landesvorsitzender der Berliner FDP. Im September 1989 legte er einen Plan zur deutschen [[Konföderation]] vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Oxfort, [[Wolfgang Mleczkowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Konföderation zur Wiedervereinigung&amp;#039;&amp;#039;. Deutschlandplan vom 26. September 1989, veröffentlicht im Pressedienst des Landesverbandes Berlin der FDP, in: [[Archiv des Liberalismus]].&amp;lt;/ref&amp;gt; 1990 vereinten sich unter seiner Führung FDP und die ehemalige DDR-[[Blockpartei]] LDP in Berlin zu einem Landesverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privates ==&lt;br /&gt;
Oxfort war seit 1969 in zweiter Ehe mit Ruth Lenz verheiratet und hatte vier Kinder: Angelika, Wolfgang, Ursula und Livia. Seine Hobbys waren [[Archäologie]] und [[Geschichte]]. Von 1985 bis 1999 war er Vorsitzender des [[Verein für die Geschichte Berlins|Vereins für die Geschichte Berlins, gegr. 1865]]. 1997 brachte er die Vereinsbibliothek in der [[Zentral- und Landesbibliothek Berlin]] im [[Alter Marstall|Alten Marstall]] in [[Berlin-Mitte]] unter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oxfort starb an den Folgen eines Herzleidens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
1964 wurde Oxfort Ehrenoberst der [[Nationalgarde der Vereinigten Staaten]] im Bundesstaat [[Mississippi (Bundesstaat)|Mississippi]]. 1969 wurde er mit dem [[Bundesverdienstkreuz]] am Bande und 1979 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Die [[Sparkassen-Finanzgruppe|Sparkassenorganisation]] ehrte ihn mit der Dr.-Johann-Christian-Eberle-Medaille. 1998 erhielt er die [[Ernst Fidicin|Fidicin]]-Medaille und die Ehrenmitgliedschaft des [[Verein für die Geschichte Berlins|Vereins für die Geschichte Berlins]]. Zu der geplanten Ernennung zum [[Stadtältester von Berlin|Stadtältesten von Berlin]] kam es durch seinen Tod nicht mehr&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Berliner Morgenpost |url=https://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article102408139/Letztes-Geleit-fuer-FDP-Politiker-Hermann-Oxfort.html |titel=Letztes Geleit für FDP-Politiker |datum=2003-08-23 |abruf=2024-11-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Seit Oktober 2014 trägt ein Weg entlang des Burgwallgrabens an der Havel in [[Berlin-Spandau]] den Namen von Hermann Oxfort.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.berlin.de/ba-spandau/aktuelles/pressemitteilungen/2014/pressemitteilung.282799.php |text=„Fortsetzung der Erschließung des Burgwallgrabens!“ |archive-is=20160908022415}}, abgerufen am 21. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Der damalige Erste Vorsitzende des Spandauer Geschichtsvereins, Karl-Heinz Bannasch, hielt auf Einladung des Spandauer Bezirksamtes die Gedenkrede für Hermann Oxfort bei der Namensgebung. Bannasch hat von 1978 bis zum Tod von Hermann Oxfort innerhalb der Berliner und Spandauer FDP mit diesem eng zusammen gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Hermann Oxfort: &amp;#039;&amp;#039;Plädoyer für Berlin: Reden eines Liberalen 1963–70.&amp;#039;&amp;#039; o.&amp;amp;nbsp;O. 1971.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Senat Schütz III]] – [[Senat Weizsäcker]] – [[Senat Diepgen I]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Werner Breunig]], [[Andreas Herbst]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biografisches Handbuch der Berliner Abgeordneten 1963–1995 und Stadtverordneten 1990/1991&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin.&amp;#039;&amp;#039; Band 19). Landesarchiv Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-9803303-5-0, S. 281 f.&lt;br /&gt;
* [[Wolther von Kieseritzky]]: &amp;#039;&amp;#039;Historische Verantwortung und liberaler Rechtsstaat. Zum 10. Todestag von Hermann Oxfort.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins]]&amp;#039;&amp;#039; 109 (2013), S. 261–270.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000012558|Hermann Oxfort||in Internationales Biographisches Archiv 50/2003 vom 1. Dezember 2003}}&lt;br /&gt;
* [[Martin Lindner]]: [http://www.fdpfraktion-berlin.de/frontend.php/page/presse/content/pressemitteilungen/year/2003/ressort/0/abgeordneter/7/pm/557 Rede anlässlich der Trauerfeier zum Tode von Hermann Oxfort, 2003]&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ulrich Zawatka-Gerlach |Titel=Der Mann am Mikrofon – als Oxfort auf Dutschke traf |Datum=2003-08-11 |Sammelwerk=[[Tagesspiegel]] |Online=[https://www.tagesspiegel.de/berlin/der-mann-am-mikrofon--als-oxfort-auf-dutschke-traf-1032568.html Online]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12492333X|VIAF=30483495}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Oxfort, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Justizsenator (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister von Berlin]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Freien Universität Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Oxfort, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (FDP), MdA, Berliner Bürgermeister und Justizsenator&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Oktober 1928&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Erfurt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. August 2003&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;08Linus</name></author>
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