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	<title>Hermann Mitgau - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T08:09:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Mitgau&amp;diff=2468475&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bisam: Abkürzungen korrigiert bzw. vereinheitlicht, doppelter Leerschlag</title>
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		<updated>2025-12-20T13:55:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abkürzungen korrigiert bzw. vereinheitlicht, doppelter Leerschlag&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann(es) &amp;#039;&amp;#039;Hermann&amp;#039;&amp;#039; Mitgau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Mai]] [[1895]] in [[Braunschweig]]; † [[14. Dezember]] [[1980]] in [[Göttingen]]) war ein deutscher [[Soziologe]] und [[Genealoge]]. Zeit seines Forscherlebens versuchte er, die Entstehung und den Wandel gesellschaftlicher Hierarchien aus generationellen Vererbungsvorgängen zu erklären. Schon 1911 war er in Braunschweig dem [[Wandervogel]] beigetreten und während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] ein führendes Mitglied des [[Feldwandervogel]]s. Auch im Alter blieb er der [[Jugendbewegung]] und ihrer Erforschung verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Maschinenbauingenieurs und Landgewerberats machte 1914 das Abitur am [[Wilhelm-Gymnasium (Braunschweig)|Wilhelm-Gymnasium]] in Braunschweig und meldete sich dann als Kriegsfreiwilliger.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Christian Harten, Uwe Neirich, Matthias Schwerendt: &amp;#039;&amp;#039;Rassenhygiene als Erziehungsideologie des Dritten Reiches. Ein bio-bibliographisches Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Akademie Verlag, Berlin 2006, S. 254 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er gehörte dem [[Infanterie-Regiment „Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig“ (Ostfriesisches) Nr. 78|Ostfriesischen Infanterie-Regiment Nr. 78]] an und wurde bei Gefechten in [[Ostpreußen]] eingesetzt und verwundet. Nach einem Lazarettaufenthalt wurde er wieder garnisonsverwendungsfähig und kam zur Gouvernementsverwaltung nach [[Brüssel]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Mitgau.&amp;#039;&amp;#039; In: Hinrich Jantzen: &amp;#039;&amp;#039;Namen und Werke&amp;#039;&amp;#039;. dipa-Verlag, Frankfurt am Main 1972, S. 201–204 (= Biographien und Beiträge zur Soziologie der Jugendbewegung, Band 1)&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1918 studierte er in [[Marburg]] und an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]] bei [[Max Weber]], [[Alfred Weber]] und [[Karl Mannheim]], wurde dort 1922 [[Promotion (Doktor)|promoviert]] und – nach Tätigkeiten für den [[Allgemeiner Studentenausschuss|Allgemeinen Studentenausschuss]], die &amp;quot;Heidelberger Studentenhilfe&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;J. H. Mitgau: &amp;#039;&amp;#039;Fünf Jahre Heidelberger Studentenhilfe 1923–1927.&amp;#039;&amp;#039; J. Hörning, Heidelberg 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; (ein [[Studentenwerk|Verein für Studentenhilfe]]) sowie als [[Wissenschaftlicher Assistent]] – 1930 mit einer Arbeit über das &amp;#039;&amp;#039;Soziale Generationsschicksal&amp;#039;&amp;#039; [[Habilitation|habilitiert]]. Noch 1930 wurde er Professor für Volks- und Staatsbürgerkunde an der [[Pädagogische Akademie|Pädagogischen Akademie]] in Frankfurt/Oder. Nach deren Auflösung war er von 1932 bis 1933 Lehrbeauftragter an der [[Deutsche Hochschule für Politik|Hochschule für Politik]] in Berlin. Von 1934 bis 1939 lehrte er als Professor für Volkskunde und Familienforschung an der [[Hochschule für Lehrerbildung]] in Cottbus und in [[Schneidemühl]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitgau wurde nach der „[[Machtergreifung]]“ 1933 Mitglied der [[Sturmabteilung|SA]] und ab 1934 des [[Nationalsozialistischer Lehrerbund|Nationalsozialistischen Lehrerbundes]].&amp;lt;ref&amp;gt;Harten, Neirich, Schwerendt: &amp;#039;&amp;#039;Rassenhygiene als Erziehungsideologie des Dritten Reiches.&amp;#039;&amp;#039; S. 254&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. Juli 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.630.629).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/28790235&amp;lt;/ref&amp;gt; 1938 bewarb er sich um Aufnahme in die [[Schutzstaffel|SS]], der er ab 1943 im Rang eines Untersturmführers des [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]] angehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;Harten, Neirich, Schwerendt: &amp;#039;&amp;#039;Rassenhygiene als Erziehungsideologie des Dritten Reiches.&amp;#039;&amp;#039; S. 255&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach 1939 war er (gemeinsam mit [[Elisabeth Pfeil]]) am Aufbau des geplanten &amp;#039;&amp;#039;Reichsinstituts für Bevölkerungswissenschaft und Bevölkerungspolitik&amp;#039;&amp;#039; in München beteiligt und arbeitete im Rahmen eines Forschungsauftrages für das Statistische Landesamt in München. Kriegsteilnehmer war er erneut 1942 und 1944/45.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 hatte er Marianne Pomnitz geheiratet und mit ihr drei Kinder. 1945 flüchtete seine Familie aus Schmellwitz im [[Spreewald]] in den Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1946 bis zu seiner [[Emeritierung]] 1963 war Mitgau als Professor für [[Geschichtsdidaktik]] an der [[Pädagogische Hochschule|Pädagogischen Hochschule]] in Göttingen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwerpunkt Mitgaus bei der Erklärung gesellschaftlicher Entwicklungen lag bei der [[Genealogie]]. So zog er auch „Sippengefüge“ und Abstammungsfolgen zur Erläuterung der Klassen- und Ständebildung heran, insbesondere in Zusammenhang mit [[soziale Mobilität|sozialer Mobilität]]. Dabei hob er die Bedeutung des &amp;#039;&amp;#039;vererbenden Blutsverbandes&amp;#039;&amp;#039; und des &amp;#039;&amp;#039;Geschlechts&amp;#039;&amp;#039; in früheren ständisch-hierarchischen Schichtungen hervor. Horst Knospe rechnet deshalb die Forschungen Mitgaus einer &amp;#039;&amp;#039;soziologischen Vererbungswissenschaft&amp;#039;&amp;#039; zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Beitrag im Soziologenlexikon, siehe Literatur.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch bedeutet die Verbindung des juristischen [[Erbschaft|Vererbungsbegriffes]] mit Soziologie eben zugleich auch [[Tradition]] und [[Tradierung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Genealogie als eine Sozialwissenschaft. Gesammelte Abhandlungen, siehe Literatur.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Studentische Demokratie. Beiträge zur neueren Geschichte d. Heidelberger Studentenschaft.&amp;#039;&amp;#039; J. Hörning, Heidelberg 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;5 Jahre Volks- und Sippenkunde an der Hochschule für Lehrerbildung zu Cottbus 1934–39.&amp;#039;&amp;#039; Verein für Heimatkunde, Cottbus 1941.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Berufsvererbung und Berufswechsel im Handwerk. Untersuchungen über das Generationsschicksal im Gesellschaftsaufbau.&amp;#039;&amp;#039; Wichern-Verlag, Berlin 1952.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ständische Daseinsformen genealogisch gesehen. Untersuchungen über das Generationsschicksal im Gesellschaftsaufbau.&amp;#039;&amp;#039; Heinz Reise, Göttingen 1953.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Entwicklung der genealogischen Soziologie. Ein Blick über die Zäune der Fachdisziplinen.&amp;#039;&amp;#039; Degener, Neustadt an der Aisch 1966.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Genealogie als eine Sozialwissenschaft. Gesammelte Abhandlungen.&amp;#039;&amp;#039; [[Heinz Reise]], Göttingen 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 1996, S. 420 f.&lt;br /&gt;
* Horst Knospe: &amp;#039;&amp;#039;Mitgau, Johan-Hermann.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilhelm Bernsdorf]] und Horst Knospe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Internationales Soziologenlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, 2. Auflage, Enke, Stuttgart 1984, S. 580 f.&lt;br /&gt;
* Hansjörg Gutberger: &amp;#039;&amp;#039;Bevölkerung, Ungleichheit, Auslese. Perspektiven sozialwissenschaftlicher Bevölkerungsforschung in Deutschland zwischen 1930 und 1960&amp;#039;&amp;#039;. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 978-3-531-149257, S. 53–65.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Plattformberuf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117052922}}&lt;br /&gt;
* [http://www.s197410804.online.de/Personen/Mitgau.htm Mitgau-Seite des Heidelberger Geschichtsvereins]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117052922|LCCN=n/86/27946|VIAF=115124933}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mitgau, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Genealoge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichtsdidaktiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Pädagogische Akademie Frankfurt (Oder))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Hochschule für Lehrerbildung Cottbus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mitgau, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Mitgau, Hermann; Mitgau, Johann Hermann; Mitgau, Johan-Hermann&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Soziologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Mai 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Braunschweig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Dezember 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bisam</name></author>
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