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	<title>Hermann Mathias Görgen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T16:36:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Mathias_G%C3%B6rgen&amp;diff=124728&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-18813-0: /* Leben und Beruf */ Grammatik korrigiert</title>
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		<updated>2026-01-19T08:16:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Beruf: &lt;/span&gt; Grammatik korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Mathias Görgen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Dezember]] [[1908]] in [[Wallerfangen]]/Saar; † [[3. Mai]] [[1994]] in [[Bonn]]) war ein deutscher [[Judenretter]] und Politiker ([[Christliche Volkspartei des Saarlandes|CVP]], [[Christlich-Soziale Union in Bayern#Saarland|CSU-Saar]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Görgen war [[Römisch-katholische Kirche|Katholik]]. Er bestand 1928 das Abitur auf dem [[Gymnasium am Stadtgarten (Saarlouis)|Gymnasium]] in [[Saarlouis]]. Anschließend studierte er Theologie, Philosophie, Pädagogik, Geschichte und Kirchenrecht an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]], wo er 1933 zum Dr. phil. promoviert wurde. Bis 1934 war er dort Assistent von [[Friedrich Wilhelm Foerster]]. 1934 floh er in das [[Saargebiet]] und gehörte dort zum katholisch-konservativen Widerstandskreis um [[Johannes Hoffmann (Politiker, 1890)|Johannes Hoffmann]]. Nach der [[Saarabstimmung]] floh Görgen nach Österreich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.dnb.de/DE/DEA/Nachrichten/doraSchindel.html | titel=Dora Schindel (1915–2018) – In memoriam | autor=Sylvia Asmus | hrsg=Deutsche Nationalbibliothek | datum=2018-01-15 | zugriff=2018-01-17 | archiv-datum=2018-01-18 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20180118123955/http://www.dnb.de/DE/DEA/Nachrichten/doraSchindel.html | offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1935 bis 1938 war er ordentlicher Assistent an [[Virgil Redlich]]s Institut für deutsche Geistesgeschichte in [[Salzburg]], wo er 1938 zum ordentlichen Professor an der Philosophischen Fakultät der geplanten katholischen Universität berufen wurde. 1935 lernte er seine spätere langjährige Mitarbeiterin [[Dora Schindel]] kennen. 1935 bis 1938 veröffentlichte er Artikel in der katholischen Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Der Christliche Ständestaat&amp;#039;&amp;#039; (Wien) und wurde zum Vertreter einer christlich-österreichischen Geschichtsauffassung, die er groß- und gesamtdeutschen Geschichtsbildern im österreichischen Ständestaat gegenüberstellte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Alexander Novotny]] |url=https://www.furche.at/feuilleton/zeitgeschichte/oesterreichische-und-preussische-geschichtsschreibung-6536889 |titel=Österreichische und preußische Geschichtsschreibung |werk=Die Furche |datum=1946-05 |abruf=2023-11-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Universität Bonn hat ihm in der NS-Zeit den Doktortitel aberkannt, was erst 1998 durch Senatsbeschluss formal aufgehoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vor Dienstantritt floh Görgen wegen des „[[Anschluss Österreichs|Anschlusses]]“ Österreichs an Deutschland zunächst nach [[Prag]], wo er als Gastdozent tätig war und weiter nach [[Zürich]], wo er erneut Assistent Foersters wurde. In Zürich besorgte Görgen für 48 Personen, darunter Juden und Regimegegner (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Johannes Hoffmann (Politiker, 1890)|Johannes Hoffmann]] und [[Walter Kreiser]]) tschechoslowakische Pässe und nahm Verhandlungen mit neun Ländern über die Aufnahme der Gruppe auf. 1941 floh er über Frankreich, Spanien und Portugal nach [[Brasilien]], wo er von 1942 bis 1950 als Privatdozent und in der Industrie tätig war. Von 1950 bis 1954 erhielt Görgen einen Lehrauftrag an einem privatwirtschaftlichen Institut in Juiz de Fora (Vorläufer der 1960 gegründeten [[Universidade Federal de Juiz de Fora]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Görgen kehrte im Jahr 1954 ins [[Saarland 1947 bis 1956|Saarland]] zurück, das damals ein autonomes Land unter französischem Protektorat und kein Teil der Bundesrepublik Deutschland war. Er wurde durch Vermittlung von Ministerpräsident Johannes Hoffmann im Jahr 1955 Generaldirektor des [[Saarländischer Rundfunk|Saarländischen Rundfunks]]. Nachdem das von Görgen befürwortete [[Abkommen zwischen den Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über das Statut der Saar|Saarstatut]] in einer Volksabstimmung am 23. Oktober 1955 mit Zweidrittelmehrheit abgelehnt worden war und infolgedessen auch die bisherige saarländische Landesregierung unter Johannes Hoffmann noch in der Abstimmungsnacht zurücktrat, musste er das Amt noch im selben Jahr wieder aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Beitritt des Saarlands zur Bundesrepublik 1957 wurde Görgen parallel zu seinem Mandat als Bundestagsabgeordneter (1957–61) Beauftragter des [[Presse- und Informationsamt der Bundesregierung|Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung]] für Sonderaufgaben in [[Lateinamerika]] (bis 1973) und zwei Jahre später im Jahr 1959 Sonderbeauftragter von Bundeskanzler [[Konrad Adenauer]] für Brasilien.&amp;lt;ref&amp;gt;Maria Luiza Tucci Carneiro: &amp;#039;&amp;#039;Weltbürger. Brasilien und die jüdischen Flüchtlinge 1933–1948.&amp;#039;&amp;#039; Lit Verlag, Münster u.&amp;amp;nbsp;a. 2014, S. 153.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dank gegenüber seinem damaligen Exilland gründete er zunächst 1960 die [[Deutsch-Brasilianische Gesellschaft]] für den Kulturaustausch zwischen beiden Ländern und ein Jahr später das [[Lateinamerika-Zentrum]] als Organisation der Entwicklungszusammenarbeit. Maßgeblich beteiligt war Görgen auch an der Gründung des katholischen Hilfswerks [[Adveniat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Görgen war ab 1961 Mitglied der Katholischen Burschenschaft [[KDB Rheno-Guestphalia]] zu Bonn im [[RKDB]], wo er sich bis zu seinem Tode aktiv um Förderung und Unterstützung der Studenten hervortat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Herausgeber=Uwe R. Schwindtke | Titel= Ring-Angehörigen-Verzeichnis des RKDB und des RKAB | Ort=Bonn | Jahr=1994 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem war er Mitglied der KÖL Austria Salzburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Akademischer Bund katholisch-österreichischer Landsmannschaften (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gesamtverzeichnis 1989,&amp;#039;&amp;#039; Wien 1989, IV. Teil, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partei ==&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr in das [[Saarland]] wurde Görgen Mitglied der [[Christliche Volkspartei des Saarlandes|CVP]]. Als sich die CVP vor der [[Bundestagswahl 1957]] als Saarländischer Landesverband der CSU konstituierte, wurde auch er CSU-Mitglied und deren stellvertretender Landesvorsitzender im Saarland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeordneter ==&lt;br /&gt;
Görgen gehörte von 1957 bis 1961 dem [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] an. Er wurde über die Landesliste der CSU im [[Saarland]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Görgen setzte sich im [[Bundestagsausschüsse des 3. Deutschen Bundestages|Ausschuss für Wiedergutmachung]] des Bundestages für die Völkerverständigung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1969: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
* 1990: Stern zum Großen Verdienstkreuz&lt;br /&gt;
* 1989: [[Saarländischer Verdienstorden]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;svo&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Titel=Bekanntmachung von Verleihungen des Saarländischen Verdienstordens | Sammelwerk=Amtsblatt des Saarlandes | Nummer=35 | Seiten=995 | Hrsg=Chef der Staatskanzlei | Verlag=Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH| Ort=Saarbrücken | Datum=1989-07-13 | Online=http://www.amtsblatt.uni-saarland.de/hefte/1989/1989-035.pdf | Format=PDF | KBytes=206 | Abruf=2017-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Komtur des [[Orden vom Kreuz des Südens|Ordens vom Kreuz des Südens]]&lt;br /&gt;
* Großoffizier des Ordens für Verdienste um die Erziehung&lt;br /&gt;
* Ehrenbürger von Rio de Janeiro&lt;br /&gt;
* Ehrenbürger von Sao Paulo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Friedrich Wilhelm Foerster|F. W. Foersters]] Leben und wissenschaftliche Entwicklung bis zum Jahre 1904&amp;#039;&amp;#039;. Zürich 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Österreich und die Reichsidee&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1938.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die österreichische Frage – historisch gesehen&amp;#039;&amp;#039;. Zürich 1938.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tschiangkaischeck. Chinas Kampf&amp;#039;&amp;#039;. Luzern 1940.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Leben gegen Hitler. Geschichte und Rettung der „Gruppe Görgen“. Autobiographische Skizzen&amp;#039;&amp;#039;. Lit-Verlag, 1997, ISBN 3-8258-3457-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;500 Jahre Lateinamerika: Licht und Schatten&amp;#039;&amp;#039;. Lit-Verlag, 1993, ISBN 3-89473-484-1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Brasilien: eine länderkundliche Skizze&amp;#039;&amp;#039;. Tellus-Verlag, 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ursula Prutsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Mathias Görgens Fluchtjahre in Österreich, 1935 bis 1938,&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Mit der Ziehharmonika. Zeitschrift für Literatur des Exils und des Widerstands.&amp;#039;&amp;#039; Hg. [[Theodor Kramer Gesellschaft]], Wien 1999, H. 2, {{ISSN|1563-3438}}, S. 29–34.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Bökmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Mathias Görgen - Ein Freund Brasiliens&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Theologisches]]&amp;#039;&amp;#039; 24 (9/1994), Sp. 413–414.&lt;br /&gt;
* [[Elke Seefried]]: &amp;#039;&amp;#039;Reich und Stände. Ideen und Wirken des deutschen politischen Exils in Österreich 1933–1938,&amp;#039;&amp;#039; Düsseldorf 2006.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Görgen, Hermann Mathias&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. München: Saur, 1980, S. 228&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119543907}}&lt;br /&gt;
* [http://www.topicos.de/ Deutsch-Brasilianische Gesellschaft e. V.]&lt;br /&gt;
* {{Deutsches Exilarchiv |ID=982111975 |Typ=N}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119543907|LCCN=n/80/115899|VIAF=59259555}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gorgen, Hermann Mathias}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Judenretter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Saarland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CVP-Mitglied (Saarland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Universität Salzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Saarländischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalen Ordens vom Kreuz des Südens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Rio de Janeiro]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter in katholischer Burschenschaft (RKDB/RKAB)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im KÖL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Saarlouis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brasilianisch-deutsche Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1994]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Görgen, Hermann Mathias&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CVU, CSU), MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Dezember 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wallerfangen]] Saar&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Mai 1994&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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