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	<title>Hermann Mandel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Mandel&amp;diff=1106318&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Max Schaunach: Orthographie</title>
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		<updated>2025-07-18T15:49:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Orthographie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Mandel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Dezember]] [[1882]] in [[Holzwickede]] (Westfalen); † [[8. April]] [[1946]] in Kluvensiek bei [[Rendsburg]]) war ein deutscher Theologe und [[Religionswissenschaft]]ler, der in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] eine „Rassenseelenkunde“ propagierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Mandel, ursprünglich Johannes Hermann, war Sohn von Heinrich Mandel, einem Lehrer und späteren Leiter einer Waisenanstalt in Neukirchen. In [[Moers]] besuchte er das [[Gymnasium Adolfinum Moers|Gymnasium Adolfinum]], wo er Ostern 1901 das Abitur ablegte. Danach studierte Mandel Theologie in [[Halle (Saale)|Halle]], [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] und [[Bonn]]. Im Oktober 1904 bestand er in [[Koblenz]] das Examen &amp;#039;&amp;#039;pro lic. concionandi&amp;#039;&amp;#039;. Im selben Jahr noch setzte er sein Studium an der [[Universität Greifswald]] bei [[Carl Stange]] fort. Er wurde 1906 mit seiner Schrift &amp;#039;&amp;#039;Die scholastische Rechtfertigungsllehre, ihre Bedeutung fur Luthers Entwickelung, ihr Grundproblem und dessen Lösung durch Luther&amp;#039;&amp;#039; gleichzeitig promoviert und habilitiert. Danach war er Dozent in Greifswald, ab 1911 Titularprofessor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1912 bis 1918 war Mandel Professor für [[Systematische Theologie]] in Rostock, dann als Nachfolger [[Erich Schaeder]]s von 1918 bis 1935 Professor an der [[Universität Kiel]]. In diesen Jahren entfernte sich Mandel immer weiter von der evangelischen Lehre weg und wandte sich einer „Deutschtheologie“ zu. Deren Grundgedanke lag in der Entgegensetzung „zwischen abendländischer und orientalisch vorderasiatischer Geisteskultur“. Erstere begriff Mandel als „Wirklichkeitsreligion“, naturverbunden auf Lebensbewältigung gerichtet, letztere als „[[Jenseits]]religion“, naturfeindlich, dualistisch und fatalistisch. Mandels [[Religionspsychologie]] war [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitisch]] und basierte auf der Annahme unveränderlicher [[Rassentheorien|rassischer]] Grundlagen jeden Glaubens. Um 1933 wurde Mandel Mitglied im [[Völkische Bewegung|völkischen]] &amp;#039;&amp;#039;Bund für Deutsche Kirche&amp;#039;&amp;#039; (Deutschkirche) und propagierte dort ein von allen jüdischen Einflüssen gereinigtes Christentum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nanko, 1993, S.61&amp;quot;&amp;gt;Ulrich Nanko: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Glaubensbewegung. Eine historische und soziologische Untersuchung.&amp;#039;&amp;#039; Diagonal-Verlag, Marburg 1993, S.&amp;amp;nbsp;61, ISBN 3-927165-16-6. Gegründet wurde der &amp;#039;&amp;#039;Bund für deutsche Kirche&amp;#039;&amp;#039; im Mai 1921, der die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Deutschkirche&amp;#039;&amp;#039; herausgab. Gründer und Förderer des Bundes waren der Wagnerforscher [[Hans von Wolzogen (Schriftsteller)|Hans von Wolzogen]], der völkische Literaturhistoriker [[Adolf Bartels]] und der Herausgeber der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Heimdall&amp;#039;&amp;#039; [[Adolf Reinecke]] sowie evangelische Pfarrer und Theologen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandel schloss sich 1933 ebenfalls der „[[Deutsche Glaubensbewegung|Deutschen Glaubensbewegung]]“ an und war Vorsitzender eines kurzlebigen &amp;#039;&amp;#039;Freundeskreises der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Glaubensbewegung&amp;#039;&amp;#039; sowie bis Herbst 1944 Mitherausgeber von [[Jakob Wilhelm Hauer]]s Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Deutscher Glaube&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee399&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 388.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 wurde Mandel Mitglied im [[Nationalsozialistischer Lehrerbund|Nationalsozialistischen Lehrerbund]]. Am 30. Mai 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.425.184).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/27500359&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 publizierte er die Abhandlung &amp;#039;&amp;#039;Arische Gottschau&amp;#039;&amp;#039;. Im selben Jahr verließ Mandel die Theologische Fakultät und trat in die Philosophische Fakultät ein, wo er als Direktor des &amp;#039;&amp;#039;Instituts für Rassenkundliche Geistesgeschichte&amp;#039;&amp;#039; bis 1942 Vorlesungen über &amp;#039;&amp;#039;Rassenpsychologie, Rassenkulturkunde&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Weltanschauungskunde&amp;#039;&amp;#039; hielt. Das Institut leitete er bis 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 trat Mandel in den [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|Nationalsozialistischen Deutschen Dozentenbund]] ein. 1939 erschien sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Rassenseelenkunde als biologische Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee399&amp;quot; /&amp;gt; Seit 1942 beteiligte er sich am NS-Projekt [[Aktion Ritterbusch|Kriegseinsatz der Geisteswissenschaften]], wobei er als Schwerpunkt das Thema &amp;#039;&amp;#039;Die Philosophie als indogermanische Leistung, artbestimmte Grundzüge der indogermanischen Philosophie&amp;#039;&amp;#039; behandelte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee399&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Mandels Schriften &amp;#039;&amp;#039;Deutscher Gottglaube von der deutschen Mystik bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039; (Armanen-Verlag, Leipzig 1934), &amp;#039;&amp;#039;Nordisch-arische Wirklichkeitsreligion&amp;#039;&amp;#039; (Hirschfeld, Stuttgart 1934), &amp;#039;&amp;#039;Arische Gottschau nach den ältesten Glaubensurkunden&amp;#039;&amp;#039; (Heims, Leipzig 1935), &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Glaubensunterweisung in Frage und Antwort&amp;#039;&amp;#039; (Heims, Leipzig 1935), &amp;#039;&amp;#039;Bekenntnisglaube und deutscher Glaube&amp;#039;&amp;#039; (Gutbrod, Stuttgart 1936), &amp;#039;&amp;#039;Rassenkundliche Geistesgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (Heims, Leipzig 1936) und &amp;#039;&amp;#039;Wirklichkeitsethik&amp;#039;&amp;#039; (Barth, Leipzig 1937) in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-m.html; http://www.polunbi.de/bibliothek/1948-nslit-m.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Grab befindet sich auf dem [[Parkfriedhof Eichhof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Erkenntnis des Übersinnlichen: Grundriß der systematischen Theologie.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig: Deichert 1911–1912.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nordisch-Deutsches Seelentum im Gegensatz zum Morgenländischen.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1934.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nordisch-arische Wirklichkeitsreligion.&amp;#039;&amp;#039; 1934.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Glaubensunterweisung in Frage und Antwort.&amp;#039;&amp;#039; 1935.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutscher Gottglaube.&amp;#039;&amp;#039; 1934.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rassenkundliche Geistesgeschichte. Eine einführende Antrittsvorlesung und ein systematischer Forschungsüberblick.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1936 (Schriften zum deutschen Glauben. Heft 6).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Das Wesen des Judentums nach Selbstzeugnis und Kulturleistung. Die Judenfrage im Licht der Rassenpsychologie und Kulturbiologie&amp;#039;&amp;#039;. In: Der Weltkampf, 1942, S. 189–199.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629181819/http://www.bautz.de/bbkl/m/mandel_h.shtml |band=15|spalten=930-939|autor=[[Matthias Wolfes]]}}&lt;br /&gt;
* Antje Gerlach: &amp;#039;&amp;#039;Mandel, Hermann.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Benz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Antisemitismus|Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2/2: Personen L–Z. De Gruyter Saur, Berlin 2009, ISBN 978-3-598-24072-0, S. 512f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{CPR|11672742X|Hermann Mandel}}&lt;br /&gt;
* [https://gelehrtenverzeichnis.de/cd396c0a-4411-d7f5-1db6-4d4c600a0670 Eintrag] im [[Kieler Gelehrtenverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11672742X|VIAF=22900996}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mandel, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionspsychologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rassentheoretiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelische Kirche im Deutschen Reich 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Greifswald)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Rostock)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mandel, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Theologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Dezember 1882&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Holzwickede]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. April 1946&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Kluvensiek bei [[Rendsburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Max Schaunach</name></author>
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