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	<title>Hermann Makower - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Makower&amp;diff=2263334&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Agiro: /* Leben */ Vorsitzende des Berliner Anwaltvereins hinzugefügt.</title>
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		<updated>2026-04-03T21:21:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Vorsitzende des Berliner Anwaltvereins hinzugefügt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Makower&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. März]] [[1830]] in [[Santomischel]]; † [[1. April]] [[1897]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Jurist und Vorsitzender der Repräsentantenversammlung der jüdischen Gemeinde Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Makower wurde als Sohn des jüdischen Kaufmanns Jakob Makower und dessen Ehefrau Glückchen Keile Jolowicz in Santomischel (preußische [[Provinz Posen]]) geboren. Im Jahr 1839 schickte ihn sein Vater nach Berlin, wo er unter dürftigen Verhältnissen das [[Französisches Gymnasium Berlin|Französische Gymnasium]] bis zum Abitur besuchte. Von 1848 bis 1851 studierte Makower an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] in Berlin [[Rechtswissenschaften]], unterbrochen durch die Ableistung des Militärdienstes. 1851 wurde er zum [[Auskultator]] ernannt und legte 1856 das [[Assessor]]examen ab. Ebenfalls im Jahr 1856 erfolgte  die Beförderung zum [[Vizefeldwebel]] in der [[Preußische Armee|preußischen Armee]]. Im Jahr 1857 wurde er beisitzender [[Richter auf Probe|Gerichtsassessor]] und war somit der erste jüdische (ungetaufte) Richter am [[Stadtgericht Berlin (Preußen)|Berliner Stadtgericht]]. 1857 erfolgte seine Berufung in die preußische ([[Friedrich Wilhelm Ludwig Bornemann|Bornemannsche]]) Kommission zur Beratung des Entwurfs einer neuen Zivilprozessordnung und in die Kommission zur Beratung des Entwurfs einer deutschen Gemeinschuldordnung ([[Konkursordnung (Deutschland)|Konkursordnung]]). 1864 erfolgte seine Zulassung als [[Rechtsanwalt]] in Berlin. Zudem übte Makower das Amt des [[Notar]]s aus, wobei ihm und seinem Freund [[Siegmund Joel Meyer]] (* 22. November 1830; † 8. März 1903) als ersten Juden der Titel &amp;#039;&amp;#039;Königlicher Notar&amp;#039;&amp;#039; verliehen worden sein soll. Seit dem 1. [[Deutscher Juristentag|Deutschen Juristentag]] 1860 fungierte Makower bei diesem viele Jahre in verschiedenen Funktionen: Seit 1867 war er Mitglied der Ständigen Deputation des Deutschen Juristentages, ab 1881 übte er auch das Amt des Schatzmeisters aus. Im Jahr 1879 wurde Makower Vorstandsmitglied der Berliner [[Rechtsanwaltskammer (Deutschland)|Rechtsanwaltskammer]], später stellvertretender Vorsitzender. Als Vorsitzender des Berliner Anwaltvereins könnte er wegen seines baldigen Todes nur kurz wirken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Makower war Spezialist für [[Handelsrecht (Deutschland)|Handelsrecht]] und seit 1862 Verfasser eines Kommentars zum [[Handelsgesetzbuch]], der ab der 12. Auflage von seinem Sohn Felix weitergeführt wurde. Als Rechtsanwalt vertrat er unter anderem in einer russischen Erbschaftsangelegenheit 1888 den späteren Reichskanzler [[Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst|Prinz Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst]]. Im spektakulären [[Ernst Henrici (Politiker)#Der Synagogenbrand von Neustettin|Synagogenbrandprozess]] von [[Neustettin]] verteidigte er 1883/1884 zusammen mit [[Erich Sello]] und dem Neustettiner Rechtsanwalt Scheunemann erfolgreich die jüdischen Angeklagten. Schon 1882 hatte er in einem aufsehenerregenden Strafprozess den Historiker [[Theodor Mommsen]] verteidigt, als dieser wegen Beleidigung des Reichskanzlers [[Otto von Bismarck]] angeklagt worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Mai 1866 bis Dezember 1892 war Hermann Makower Mitglied der [[Repräsentantenversammlungen|Repräsentantenversammlung]] der [[Jüdisches Leben in Berlin|jüdischen Gemeinde Berlin]]; seit 1870 leitete er als Vorsitzender dieses Gremium. Gemeinsam mit Siegmund Joel Meyer, der unter anderem langjähriger Vorsteher des Gemeindevorstandes war, konnte er vieles bewirken. Anlässlich der blutigen [[Geschichte der Juden in Russland|Judenverfolgungen in Russland]] 1881/82 leitete Makower das deutsche Hilfskomitee für die russischen Flüchtlinge. 1882 reiste er selbst in die an Russland angrenzende [[Galizien|galizische]] Stadt [[Brody (Ukraine)|Brody]] und holte 39 Flüchtlingskinder nach Berlin. Diese wurden in einem eigens gekauften Haus in [[Berlin-Pankow|Pankow]] untergebracht, aus dem sich unter der Leitung Makowers das &amp;#039;&amp;#039;[[Jüdisches Waisenhaus Berlin|Zweite Waisenhaus]] der jüdischen Gemeinde Berlin&amp;#039;&amp;#039; entwickelte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://juedisches-waisenhaus-pankow.de Verein der Förderer und Freunde des ehemaligen Jüdischen Waisenhauses in Pankow]&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Datei:Jüdischer Friedhof Schönhauser Allee Berlin Nov.2016 - 38.jpg|mini|Hermann Makowers Grab auf dem [[Jüdischer Friedhof Schönhauser Allee|Friedhof Schönhauser Allee]], Berlin]] 1862 heiratete Makower Doris Ball aus [[Calau]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zu Calau hatte die Familie Makower enge Beziehungen durch das dort ererbte Familienhaus der Balls, in dem regelmäßig Familientreffen und Ferienaufenthalte stattfanden. (Vgl. u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Das Calauer Judenhaus. Geschichte eines Familienhauses.&amp;#039;&amp;#039; In:  Ball-Kaduri, Kurt J.: &amp;#039;&amp;#039;Jüdisches Leben einst und jetzt.&amp;#039;&amp;#039; Ner-Talmid-Verlag, München 1961, S. 5–63.&amp;amp;nbsp;– Grimme, Carin, H.: &amp;#039;&amp;#039;Das Calauer Familienhaus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;„Gestern sind wir gut hier angekommen.“ Beiträge zur jüdischen Geschichte in der Niederlausitz.&amp;#039;&amp;#039; Oettel, Görlitz 2005, S. 112–129.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, Hedwig und Felix. Tochter Hedwig Makower heiratete den Berliner Landgerichtsrat [[Eugen Loewe]]; ein Sohn dieser Verbindung war der Meteorologe und  Polarforscher [[Fritz Loewe]]. Sohn [[Felix Makower]] (*&amp;amp;nbsp;1863, † 31. Januar 1933) wurde Rechtsanwalt und war letzter Vorsitzender des [[Verband der deutschen Juden|Verbandes der deutschen Juden]]&amp;lt;ref&amp;gt;Breslauer, Walter: &amp;#039;&amp;#039;Der Verband der Deutschen Juden (1904–1922)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin des Leo Baeck Instituts&amp;#039;&amp;#039; 7. 1964, S.&amp;amp;nbsp;345–379.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstätte Hermann Makowers und seiner Frau befindet sich in Berlin auf dem [[Jüdischer Friedhof Schönhauser Allee|jüdischen Friedhof in der Schönhauser Allee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Für seine Verdienste wurde Makower 1888 der preußische [[Roter Adlerorden|Rote Adlerorden]] 4. Klasse verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Stellung der Vertheidigung im preußischen Strafverfahren.&amp;#039;&amp;#039; Rudolph Wagner, Berlin, 1857.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Gemeinde-Verhältnisse der Juden in Preußen.&amp;#039;&amp;#039; J. Guttentag, Berlin, 1873. ([http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/urn/urn:nbn:de:hebis:30-180011203005 Online])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unsere Gemeinde. Vortrag zum Besten der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums gehalten zu Berlin am 10. Januar 1881.&amp;#039;&amp;#039; Jolowicz, Posen, 1881 ([https://www.gehove.de/antisem/texte/gemeinde.pdf PDF-Datei]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das allgemeine deutsche Handelsgesetzbuch, nebst dem preußischen Einführungsgesetze vom 24. Juni 1861 und der Instruktion vom 12. Dezember 1861. Für den praktischen Gebrauch aus den Quellen erläutert.&amp;#039;&amp;#039; 11. verm. und verb. Auflage. Guttentag, Berlin 1893. (1. Auflage 1862 zusammen mit Siegmund Joel Meyer; ab der 12. Aufl. fortgesetzt von Felix Makower.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wechselproteste.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für das gesamte Handelsrecht&amp;#039;&amp;#039; 41 (= N.F. 26) (1893), S. 361–364. {{ISSN|1619-6155}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Revision der deutschen Konkursordnung.&amp;#039;&amp;#039; In: Zeitschrift für deutschen Zivilprozess Band 20 (1894), S. 441–485. (Auch separat erschienen 1894.) ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11634192?page=,1 Online].)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Beurtheilung des Entwurfs eines Handelsgesetzbuchs.&amp;#039;&amp;#039; Von H. Makower und H[ermann] Veit Simon. Guttentag, Berlin, 1896. ([https://dlc.mpg.de/resolver?field=MD_PI_DOI&amp;amp;identifier=10.48644/mpirg_sisis_169107 Online].)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gesetze, betreffend die privatrechtlichen Verhältnisse der Binnenschiffahrt und der Flößerei.&amp;#039;&amp;#039; 1. Aufl. – Berlin: Guttentag, 1896 (Guttentagsche Sammlung deutscher Reichsgesetze; Nr. 36.) (Nach dem Tode Makowers hrsg. bzw. fortgesetzt von Eugen Loewe.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Juristenzeitung&amp;#039;&amp;#039; 2 (1897), S. 162. (Nachruf von Meyer, [https://dlc.mpg.de/image/mpirg_escidoc_88850/178/ Online].)&lt;br /&gt;
* Bernhard Breslauer: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Makower.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Allgemeine Zeitung des Judentums|&amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Zeitung des Judenthums&amp;#039;&amp;#039;]] 62 (1898), Nr. 14, S. 162–163; Nr. 15, S. 173–175; Nr. 16, S. 185–188; Nr. 17, S. 200–202. ([http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/titleinfo/3228257 Online].)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hermann Makower.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Jewish encyclopedia.&amp;#039;&amp;#039; Ed. by Isidore Singer. Vol. 8. 1905, S. 273–274. ([http://www.jewishencyclopedia.com/view.jsp?letter=M&amp;amp;artid=96 Online].)&lt;br /&gt;
* Gerd Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Prozeß um den Brand der Synagoge in Neustettin. Antisemitismus in Deutschland ausgangs des 19. Jahrhunderts. Mit einer Einführungsbibliographie und biobibliographischen Anmerkungen zu [[Ernst Henrici (Politiker)|Ernst Henrici]], Hermann Makower, Erich Sello.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann, Schifferstadt 1998, ISBN 3-929349-30-2. (Enthält S. 282–292 eine Biografie Makowers sowie ein Verzeichnis der Schriften von und über Makower.) ([http://d-nb.info/950940356/04 Inhaltsverzeichnis.])&lt;br /&gt;
* [[Kurt Jacob Ball-Kaduri]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Leben der Juden in Deutschland im Jahre 1933 : Ein Zeitbericht&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. : Europäische Verl.-Anst. 1963  (Verwandter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
*{{DNB-Portal|117741280}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.gehove.de/antisem/makower.html Hermann Makower] (Chronologie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117741280|LCCN=no/2001/037852|VIAF=50010663}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Makower, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswissenschaftler (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1830]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Makower, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. März 1830&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Santomischel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. April 1897&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Agiro</name></author>
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